Ausgabe 
28.8.1883
 
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1883.

Dienstag den 28. August.

M 100.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

streisblatt für den Areis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzelle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von aus wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht J

ahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil. Einladung

zu der Montag den 3. September laufenden Jahres, Nachmittags 2 Uhr, in dem Nathhaussaale zu Friedberg stattfindenden General-Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg.

Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg.

Friedberg den 24. August 1883.

Tagesordnung: 1. Rechnung pro 1882/83.

Voranschlag pro 1883/84.

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). Verschiedene Mittheilungen.

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Dr. Braden.

Vortrag des Herrn Landwirthschaftslehrers Heuermann dahier uber rationelle Pflanzung und Pflege des hochstämmigen Obstbaumes. Besprechung über Viehhaltung im Kreise Friedberg, eingeleitet durch Herrn Kreisveterinärarzt Dr. Gebb. Mittheilungen des Herrn Professors Dr. Tobisch dahier über die im Sommer 1882 auf dem Versuchsfeld ausgeführten Versuche.

Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß am 29. dieses Monats, dem Tage des landwirthschaftlichen Festes zu Büdingen, zwei Extrazüge von Gießen nach Büdingen und in umgekehrter Richtung zur Beförderung gelangen werden, und zwar: ab Gießen 53s Vormittags, in Büdingen 725 Vormittags; ab Büdingen 820 Abends, in Gießen 1015 Abends. Die Züge werden auf sämmtlichen Stationen und Haltestellen anhalten. Die Abfahrtszeiten an den einzelnen Zwischenstationen und Haltestellen werden durch die Großherzogliche Direction der Oberhessischen Eisenbahnen auf den Stationen durch Anschlag bekannt gegeben

werden.

eindringlichst gebeten, solche möglichst benutzen zu wollen.

Büdingen den 23. August 1883.

Da der Bezirksverein unter Umständen bedeutende Geldopfer für die Einstellung dieser beiden Extrazüge zu bringen hat, so wird

Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen.

Klietsch.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 24. Aug. Der Kronprinz des deutschen Reiches, der Großherzog und Prinz Heinrich haben sich heute zur Truppen inspection nach Gießen begeben. Von Gießen aus wird der Kronprinz nach Marburg weiter reisen, während der Großherzog im Laufe des heutigen Tages noch Romrod besuchen und von dort, über Gießen zurück, nach Jagdschloß Wolfs garten reist, wohin heute auch die Großherzog liche Familie übersiedeln wird.

Militärdienstnachrichten. Graf v. Herz berg, Generalmajor und Comm. der 49. Inf. Brigade, wurde zur Disposition gestellt; v. Grote, Oberst und Comm. des Colberg. Grenadier-Regts. Nr. 9 zum Comm. der 49. Juf-⸗Brigade, unter Befoͤrderung zum Generalmajor ernannt; See derer, Rittmeister vom 2. Gr. Drag. Rgt. Nr. 24, als Adj. zur 2. Division commandirt; v. Wrochem, Prem. Lieut. von demselben Regt., zum Rittmeister befördert; Dr. Medicus, bisher Gr. Gerichts Accessist, zum Garnisens-Aud. in Neisse ernannt

Unter den Ernennungen in voriger Nr des Anzeigers ist zu berichtigen: Dem Pfarrer Dr. Köstlin zu Stuttgart wurde nicht die 4., sondernn die 5. Pfarstelle zu Friedberg über tragen. Die 4. Pfarnstelle ist ihrem seitherigen Inhaber, Pfarrer Dr. Weiffenbach, dem in Folge der Cinennung des Diakonus Pfarrer Meyer zum 3. Stadtpfarrer keine Besörderung zu Theil wurde, verblieben. Dem seitherigen Director des (v. Predigerseminars in Friedberg, Geh. Kirchen rath Dr. Schwabe wurde das Ritterkreuz 1. Kl. des Ludewigordens verliehen. Die Finanzasp. Petry aus Groß Rohrheim und Göbel von Dau tenheim wurden zu Hauptsteueremtsass. 2. Kl. in Mainz bezw. Darmstadt ernannt, der Distxricts einnckmer Frank in Laubach nech Wald-Michel bach, su wie der Districtseinnehmer Euler in Wald Michelbach nach Laubach versetzt.

Die Oesterreichisck Ungarische Regierung batte vor einiger Zeit die Al sicht zu erkennen gegeben, den Bezilk ihres Gencralconsulats in Frankfurt auf das Ereßherzogthum auszudehnen. Nachdem die Großherzogliche Regierung sich hiermit einverstanden erklärt hat, ist die beab sichtigte Maßregel nurmehr in Kraft getreten.

Berlin.

Nachrichten aus Gastein zufolge die Betriebsrechnung von 1883 nicht zugebe.

werden Fürst Bismarck und Manteuffel daselbst. Der Bundesrath erwarte die Mittheilung wei

am 1. September erwartet. Eine Zusammenkunft mit Kalnoky ist dann ebenfalls wahrscheinlich.

Kassel, 24. Aug. Der Kronprinz ist heute hier eingetroffen und von den Spitzen der Mi litär- und Civilbehörden empfangen worden. Er stieg im Stadtpalais ab und nahm später beim Oberpräsidenten das Souper ein. Eine unge heure Volksmenge war bei seiner Ankunft zu gegen. Die Straßen sind mit Guirlanden und Fahnen geschmückt. Abends fand ein Zapfen streich statt.

Ausland.

Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 24. Aug. Der König von Rumänien ist heute angekommen und vom Kaiser am Bahnhof herzlich begrüßt und nach der Hofburg geleitet worden. Der König von Serbien ist heute nach Gleichenberg abgereist.

25. Aug. Der König von Rumänien empfing Vormittags den Besuch des Kaisers und die Besuche Kalnoky's und des deutschen Bot schasters. Mittags war derselbe in Schönbrunn zum Besuche des Hofes und machte Nachmittags Kalnoly seinen Gegenbesuch, der über/ Stunde dauerte. Die Abreise ist für Montag festgesetzt.

Frohsdorf, 24. Aug. Graf Chambord starb heute nach stundenlanger Agonie. Die Leiche wind in Frohsdorf aufgebahrt und in der Fa miliengruft in Görz beigesetzt.

Pest. Das amtliche Blatt veröffentlicht ein Handschreiben des Kaisers an den Grafen Pe jacsevich, in welchem die von demselben nach gesuchte Demission genehmigt und die Erwartung ausgesprechen wird, daß der Banus bis zur Ernennung seines Nachfolgers die Geschäfte fort sühren und die von der letzten Ministerconferenz beschlessenen Maßregeln betreffs Agram aus führen werde.

Schweiz. Bern. Der Bundesrath ersffnete der Direction der Gotthardbahn, daß er die von der Actiopär-Versammlung bezüglich des Rechnungs jahres 1882 beschlossene Vortragung von 85,000 Fres.(von der Direction ursprüng lich für Amortisation der Coursverluste bestimmt) und von 248,007 Fres.(ursprünglich für Ab schreibungen auf das Bauconto vorgesehen) auf

terer Anordnungen, daß über diese Summen vorher verfuͤgt werde; ferner muͤsse er darauf bestehen, daß in Bezug auf die angeblichen Cours gewinne der Anschauung der Direction und des Verwaltungsrathes Folge gegeben werde.

Norwegen. Christiania. Die Anzahl der der Regierung zugehenden Ergebenheitsadressen wächst täglich. Es zeigt sich mehr und mehr, daß eine nicht unwesentliche und für die nächsten Wahlen zum Reichstage entschieden bedeutungs volle Verschiebung von links nach rechts statt findet, die sich noch erhöhen dürfte, wenn das Urtheil des Reichsgerichts erfolgt sein wird.

Frankreich. Paris. Der National erfährt, daß die gegenwärtig von Paris abwesenden Mi nister in Folge der letzten Tonkinnachrichten ihre Rückkehr beschleunigen würden. Waddington ist von Challemel-Lacour berufen, damit ihm auch alle betreffs Tamatave eingegangenen Meldungen mündlich mitgetheilt werden können.

Die republikanischen Blätter heben her vor, mit dem Grafen Chambord sei die Doctrin des Königlichen Rechtes von Gottes Gnaden verschwunden. Die Räpublique frangaise meint, unter den gegenwärtigen Umständen sei der Tod kein politisches Ereigniß Journal des Döébats bemerkt, dieser Tod könne das republikanische Regime, welches durch die überwiegende Ma jorität des Landes augenommen sei, nicht er schüttern. Die monarchischen⸗Blätter glauben, daß die aufrichtige vollständige Einigkeit der royalistischen Partei gesichert sei. Soleil führt aus, die Stunde sei noch nicht gekommen, zu sagen, welche weitere politischen Folgen der Tod Chambords haben könne. Das königliche Haus in Frankreich sei mit ihm nicht verschwunden. Die ältere Linie sei erloschen, die jüngere lebe fort. Gaulois hält es für wahrscheinlich, daß der Graf von Paris den Mächten das Ableben Chambords durch ein bei solchen Anlässen unter den Fürstlichkeiten übliches Schreiben notificiren werde, welches aber den Journalen nicht mit getheilt werden solle. Der Graf werde gleich zeitig erklären, daß er die ihm durch die Geburt zustehenden Rechte übernehme.