meer-Geschwader erhalten. Es ist die Rede davon, daß Waddington für den Botschafter— posten in Petersburg designirt sei.
— Aus Hongkong wird unterm 10. d. ge⸗ meldet, daß das französische Geschwader nach Tonkin abgegangen sei. Die Regierung bringt bei dem nächsten Zusammentritt der Kammer die Vorlage auf Bewilligung von fünf Mill. Frs. für Tonkin ein.
— Temps wendet sich gegen das Verhalten des französischen Gesandten in China, Bourrce, welcher den Vertrag unterzeichnete, wodurch die Souceränität Chinas über Annam anerkannt wurde und dann denselben per Dampfer nach Paris sandte, anstatt die Regierung telegraphisch um Rath zu fragen. Der Vertrag kam wäh⸗ rend der interimistischen Leitung der auswärtigen Angelegenheiten nach Paris. Sobald Challemel—
Lacour das Auswärtige übernahm, rief er Bourrce ab. — 17. April. Großfürst Constantin ist
heute hier eingetroffen und beabsichtigt einige Zeit zu verweilen.
Großbritannien. London, 17. April. Die Königin begab sich heute nach Osborne. Alle Zugänge des Bahnhofs wurden von Polizei— Agenten bewacht und auf allen Stationen, wo der Zug anhält, sind die nämlichen Sicher— heitsmaßregeln getroffen worden. Die Königin begab sich mittelst eines Fahrstuhls zum Bahnhof.
— Als Vertreter Englands bei der Zaren— krönung ist General Wolseley gewählt worden.
— 17. April. Aus Zanzibar wird ge— meldet, daß das englische Kriegsschiff Dragon Befehl erhielt, sofort nach Madagaskar zu gehen.
Dublin, 16. April. Ueber eine neue Mord— Verschwörung in der Grafschaft Clarc machte ein Zwangsarbeitssträfling Namens Tubridy Enthüllungen, in Folge deren mehrere Ver— haftungen vorgenommen wurden. Im Phönix— park-Prozesse ist der Verhaftete James Mullet Angeber geworden.
— 16. April. Heute begann der Prozeß gegen Curtey wegen Theilnahme an der Er— mordung Bourkes. Fünfzig Dubliner Bürger, welche für die Wahl als Geschworene geladen waren, sind nicht erschienen und wurden zu je hundert Pfd. Sterling Strafe verurtheilt.
Italien. Rom, 15. April. Der König und die Königin von Rumänien sind von Pegli, wo sich dieselben aufhielten, mit der Gotthardt— bahn nach Sigmaringen abgereist.
Türkei. Constantinopel. Unruhe erzeugt die in türkischen Kreisen feststehende Ueberzeugung, daß es demnächst zwischen der Pforte und Mon— tenegro zu einer neuen Verwickelung kommen werde, da der Cession mehrerer an der Grenze gelegenen Distriete an Montenegro seitens der dortigen albanesischen Bevölkerung ein bisher unüberwundener Widerstand entgegengesetzt wird.
Rumänien. Bukarest. Der Minister des Auswärtigen reist am 17. April nach Sig— maringen, um dem Könige, der dort weilt, im Auftrage des Cabinets Bericht zu erstatten. Der König kehrt voraussichtlich am 1. Mai zurück.
Bulgarien. Sofia, 16. April. Fürst Alexander ist heute abgereist und schifft sich morgen auf dem türkischen Aviso„Izzedin“ in Varna ein. Der Ministerrath führt während seiner Abwesenheit die Regentschaft.
Rußland. Petersburg. Aus bester Quelle verlautet, daß die Zaren-Krönung vom 15. (27.) Mai auf Sonntag den 29. Mai(10. Juni) verschoben und die Einladungen dementsprechend umgeändert wurden.
Egypten. Kairo, 15. April. Oberst Hicks hat die Rebellen unter der Führung Mahdi's erreicht. Er recognoscirte, wie aus Khartum gemeldet wird, am 13. d. M. die Stellung des Feindes und es dürfte daher in Kurzem ein entscheidender Schlag zu erwarten sein.
— Lord Dufferin will in die aus drei
eitgliedern bestehende Commission für Aus— arbeitung der egyptischen Constitution einen Engländer haben.
den Bauhandwerkern, welche höhere Löhne ver— langen, drohen Strikes auszubrechen.
— Der als„Numero Eins“ bezeichnete irische Verschwörer Tynan hat seinen Wohnsitz nicht in Mexico, sondern lebt ganz offen im Staate New-Pork.
Aus Stadt und Land.
H. V. Friedberg. In der jüngsten Versammlung des Vereins für Handels- und gemeinnützige Zwecke ge⸗ dachte zunächst der Vorsitzende, C. Trapp, der Thätigkeit des Vorstandes in dem letzten halben Jahre. Hierher gehören die wiederholt an die Kgl. Eisenbahn⸗Direction Hannover gerichteten Gesuche um endliche Festsetzung des directen Verbandstarifs mit baer. Stationen via Fried— berg⸗Hanau, die Beschickung einer Versammlung in Hom⸗ burg(Dezbr. 1882), welche die Förderung des Bahn⸗ projects Homburg⸗Friedberg zum Gegenstand hatte, die Veröffentlichung über Zweck und Organisation des Ver⸗ eins gegen schädliches Treditgeben(Nr. 20 d. Anzeigers), eine Eingabe aus jüngster Zeit an Kgl. Eisenbahn Direk⸗ tion Hannover, betr. die Aufhebung des 100/ igen Fracht⸗ zuschlags für lose verladene Kartoffeln. Von dem Rechner C. Groß wurde die Jahres-Rechnung der Kassen A (Handels-) und B(gemeinnützige) Zwecke in Einnahme und Ausgabe mitgetheilt. Danach waren am J. April d. J. bei 61 zahlenden Mitgliedern in Kasse A disponibel M. 117.11; in Kasse B bei 92 Mitgliedern und der Stadt Friedberg(Jahresbeitrag M. 25.—) M. 730.53 (der Gesammt⸗Jahresbeitrag der Mitglieder war 130 M. 99 Pf.). Zu dem weiteren Vermögen gehören 12 dem öffentlichen Gebrauche dienende Bänke. Die von C. Th. Kranz und B. Groedel geprüften Rechnungen wurden in Ordnung gefunden. E. Löb führte Beschwerde über die Lauheit und Gleichgiltigkeit, welche der größte Theil unseres Handels- und Gewerbestandes dem Verein, seinen Versammlungen gegenüber an den Tag legt, eine Klage, die um so mehr berechtigt ist, wenn man bedenkt, daß sich der Vorstand die Wahrung keineswegs unwichtiger materieller Interessen der hiesigen Geschäfte angelegen sein läßt. Durch Gemeinderath Ed. Hirsch wurde so— dann von einer Erhebung des Verkehrs am Eisenbahn— Uebergange(Fauerbacher Thor) der Versammlung Kennt⸗ niß gegeben, welche diesen schreienden Mißstand zahlen⸗ mäßig belegt. Wie wir hören, wird die sehr wünschens⸗ werthe Veröffentlichung dieser Erhebung, welche auf einem Gemeinderatbsbeschluß beruht, demnächst durch den letzteren geschehen. Das Vorgehen unseres Gemeinderaths in dieser Sache verdient allseitige Anerkennung. Zu den gemeinnützigen Zwecken, welche der Verein verfolgt, über⸗ gehend, bemerkte der Vorsitzende, daß die Plantrung des Terrains, welches unterhalb des Vier-Eichenplatzes für einen anzulegenden Jugend-Spielplatz ausersehen ist, noch die Anfuhr von Erdmassen u. dergl. erfordere und da— von der Zeitpunkt der Ausführung dleses Projects ab⸗ hänge. Voraussichtlich würde die Ausführung selbst den Bestand der Kasse B ganz aufzehren, so daß eine aus— giebigere Unterstützung des Vereins nach dieser Seite hin ganz besonders zu wünschen und anzustreben sei. Eine weikere Vermehrung der Zahl der Bänke wird durch Reallehrer Blickhahn befürwortet und von dem Vorstande zugesagt. Nachdem noch die Versammlung dem Vor⸗ stande ihre Anerkennung für seine bisherige Wirksamkeit ausgedrückt hatte, wurde derselbe per Aklamation auf's Neue gewählt und sodann die Versammlung geschlossen.
Allerlei.
Homburg. In Betreff des diesjährigen Kaiser— Manövers des 11. Acmeecorps steht folgendes Programm fest: Donnerstag den 20. September Ankunft des Kaisers in Homburg v. d. H., Abends großer Zapfenstreich von 1200 Musikern und Fackelzug; Freitag den 21. September Parade des ganzen Armeecorps bei Homburg; Sonnabend den 22. September Corpsmanöver; Sonntag den 23. Sep⸗ tember Ruhetag; Montag den 24., Dienstag den 25. und Mittwoch den 26. Sept. Feldmanöver des Armeecorps in zwei Abtheilungen gegeneinander südöstlich von Homburg.
Wiesbaden, 17. April. Heute verstarb hier im städtischen Krankenhause Oberstlieutenant a. D. Kühne, weithin unter dem Namen Johannes von Dewall als Romanschriftsteller bekannt und beliebt, an den Folgen eines Nierenleidens.
Wien, 16. April. Heute sind bei Melk auf der Donau die Dampfer„Gisela“ und„Melk“ zusammen— gestoßen. Vier Passagiere des Dampfers„Melk“ sind todt.
London, 17. April. Verflossene Nacht ist in der City, im Paternostersquare, ein großes Feuer ausge— brochen. Zwölf Häuser auf beiden Seiten der Rosestraße sind niedergebrannt. Die Flammen brachen an mehreren Stellen zu gleicher Zeit hervor. Die Bewältigung des Feuers bot große Schwierigkeiten. Man vermuthet Brand— stiftung durch die irischen Verschwörer.
Constantinopel. Das Gerücht von dem Ausbruch der Pest in Dschoanera an der türkisch persischen Grenze hat sich bestätigt. Es wurden alle gegen die Weiterver— breitung der Krankheit nothwendigen Maßregeln ergriffen.
Honolulu. Die Nachricht von der Schiffskatastrophe, von der auch wir Notiz genommen, bestätigt sich zum Glücke nicht. Ein in Honolulu am 14. Februar aufge— gebener, jetzt hier eingetroffener Brief erzählt nur vom Schraubenbruch eines im dortigen Hafen vor Anker lie— genden Schiffes. Es ist möglich, daß dieser Unfall von sensationslustigen Correspondenten zu der mitgetheilten Schreckensgeschichte aufgebauscht worden ist. Honolulu ist durch Kabel nicht mit Europa verbunden, ein Brief
Amerika. New-Pork, 15. April. Unter
von dort läuft 27 Tage.
Verloosung.
Badische fl. 35⸗Loose von 1845. Gewinn⸗ Ziehung vom 31. März 1883.— Heimzahlung am 1. Okt. 1883. Nr. 47266 M. 68571.43. Nr. 230482 M. 2574.29. Nr. 68987 277717 à M. 6857.15. Nr. 58459 260419 300306 383756 ͤ a M. 3428.58. Nr. 9146 16205 79204 161042 231317 249940 275403 324962 354928 362695 376617 399992 à M. 1714.29. Nr. 41866 41881 54832 59812 60359 72454 79224 79242 91508 94991 105498 145271 178254 195694 204983 204995 226673 234927 234938 261306 266937 326759 336696 336700 341011 360126 360136 373558 376644 399975 à M. 428.58. Die übrigen Nummern können auf unserem Bureau eingesehen werden.
Handel und Verkehr.
Frledberg, 18. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00— 1.20, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 9 Pf.
Friedberg, 17. April. Fruchtbericht. Walzen M. 19½, Korn M. 15½, Gerste M. 14— 16, Hafer M. 12—13. Alle Vreise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.
Gießen, 17. April. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund Mk. 1.05 0.00, Eier per Stück 4—5 Pfg., Käse per Stück 5—9 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0.90 1.10, Hühner per Stück Mk. 1.30 bis 1.70, Hahnen per Stück Mk. 1.40 2.00, Enten per Stück Mk. 2—2 50, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Pfg., Kuh- und Rindfleisch 56 60 Pfg., Kalbfleisch 50 bis 56 Pfg., Schweinefleisch 62 64 Pfg., Hammelfleisch 66—70 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 9.00 12.00. Zwiebeln per Centner M. 3.50— 5.00.
Grünberg, 14. April. Fruchtpreise. Weizen M. 18.80, Korn M. 15.50, Gerste M. 14.30, Hafer M. 12.92, Erbsen M. 21., Kartoffeln M. 9.70.
Frankfurt, 16. April. Frankfurter Produktenbörse. (Offizielle Notlrungen.) Walzen behauptet, eff. hiesiger und Wetterauer M. 20— 20.25, fremder M. 20 24, per diesen Monat M. 20. Roggen behauptet, eff. hiesiger M. 14— 14.50, fremder M. 14 15.50, per diesen Monat 14. Gerste behauptet, effectiv hiesige und Wetterauer M. 17.50— 18.50, fremde M. 18—20. Hafer behauptet, eff. hiesiger M. 12-13, fremder M. 12.25 14.50, per diesen Monat M. 12.50. Rüböl niedriger, eff. ohne Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. M. 38. Branntwein unverändert, eff. ohne Faß M. 46. Mehl Nr. 1 M. 38, Nr. 2 M. 36, Nr 3 M. 31, Nr. 4 M. 27, Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berl. Marke) M. 22.75- 23, J.(Berl. Marke) M. 21.50 22, II. do. M. 18.
Frankfurt, 16. April. Viehmarkt. Es standen zum Verkauf ca. 350 Ochsen. Für beste Waare wurden M. 72 per Ctr. Schlachtgewicht gelöst, für geringste Sorte wurde noch M. 65 gemacht.— Mit Kühen und Rindern war es ebenso, für schöne junge Waare wurde gerne M. 62— 64 verwilligt, während 2. Qualität zu M. 51—56 abging.— Auch Bullen, von denen eirca 10 Stück am Platze standen, wurden mit höheren Preisen bezahlt M. 60 für 1. Qual., M. 50—54 für 2. Qual. Kälber, ca. 340 Stück, kosteten 1. Qual. 58 Pf. per Pfd., 2. Qual. 52 Pf.— Hämmel waren ca. 150 St., mit ganz gerlnger Ausnahme Prima-Waare, zugetrieben und mit 70 Pf. per Pfd. bezahlt worden. In Schweinen betrug der Zutrieb in der Vorwoche ca. 800 Stück, auf dem heutigen Markt an 600 Stück, es wurde durch⸗ schnittlich 6062 Pf. je nach der Qual. gemacht.
Literarisches.
Daheim. Nr. 27 und 28 enthält: Zwei Vettern. (Forts.)— Kopfschmerzen. Von Dr. M. Dyrenfurth.— Klein Aennchen. Ein Studienkopf von L. Knaus.— Frau von H. und Röschen Meyer oder: Der verhängnißvolle
Name. Eine tendenziöse Erzählung.— Wassilt Jou⸗ kowski. Ein russischer Dichter. Von Th. H. Pantenius. — Brückenzoll. Gedicht von H. Seidel. Mit Illustr.
— Zur Turn- und Turnspielfrage. Von F. Anders. —„Schach und— Matt!“ Bild von E. Schulz-⸗Briesen. — Eine Dorfkirche als Meeresbraut. Von Gaedertz. Mit Ilustr. Praktische Wohlthätigkeit in London. V. Kaffeeschenke und Ginpalast.— Die deutsche Durch querung Centralafrikas. Von R. Andree. Mit Karte und Porträts.— Am Familientische: Erdferkel. Mit Illustr.— Die Taucherlaterne.— Schiefe Nasen großer Männer.— Zur Geschichte der Annoncen.— Protest wider die Behauptung eines alten Philosophen.— Rechtsrath.— Die Palmsonntagruthen.— Gesetzliche Vorschriften für das Vorbeipassiren der Schiffe.— Zur Frage: Selten.— Gesundheitsrath. Mit vier illustr.
Beilagen. Geld⸗Cours. Frankfurt am 17. April 1883.
20 Frankenstücztnʒke 16. 20—24
do. in ß Englische Sovereiggns s.. 20. 3641 Russische Imperiales.. 16. 74G. uf Duca ter,!
3 al marenxgggns Dollars in God
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 21. April 1883. Sabbath Hagadel.
Beginn:
Freitag Abends 6 Uhr 15 Min.
Samstag Morgens 6 Uhr.
Samstag Nachmittags 4 Uhr— Min.
0
9 9 Belufend: 0
2. Diesen aber, vom 2 Belfüg! Att. 2 indem Besißzste gestelt
3. Diejen
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