Betrifft die diesjährigen großen Herbstübungen des XI. Armee-Corps und insbeso
In den Tagen vom 19. bis 27. September d. J. werden die großen Herbst⸗ Armee⸗Corps in der Umgegend von Homburg v. d. H. statt⸗ finden und es wird vor Seiner Majestät dem Katser und Könige am Uhr, große Parade in dem Straßen-⸗Dreieck Nieder⸗Erlenbach und Nieder⸗Eschbach,
übungen des XI.
21. September, Vormittags 10 zwischen Ober⸗Erlenbach, Front gegen letzteren Ort, abgehalten werden.
Das von den Truppen benutzte Paradefeld, welches von den Bahnhöfen zu wird rings von einem Draht— zaun umschlossen und nur mit einigen Einlaß-Oeffnungen im Anschluß an die zum Aufmarsch der Truppen bestimmten Kolonnenwege veisehen sein. N i wogegen für dasselbe die Räume der Front des von den Vieinal— — Ober⸗Eclenbach und Nieder-Eschbach— des umschlossenen Paradeterrains, sowle der Raum dem rechten Flügel der Truppen gegenüber, nächst dem Orte Ober-Erlen: Die nächsten Plätze am Drahtzaun sind den Wagen haben rückwärts von den Derjenigen Stelle gegenüber, an welcher der Vorbelmorsch der Truppen bel der Parade erfolgt, wird ein besonderer, übrigens
Homburg und zu Bonames gleichweit entfernt ist,
für das Publikum nicht gestattet,
in
inneren Raum ist nich außerhalb des Drahtzaunes und ins besondere wegen(Kreis ⸗ Straßen) Nieder⸗Eschbach Nieder⸗Erlenbach begrenzte Feld südwestlich
Benutzung bestimmt sind. eingeräumt; berittene Zuschauer und Aufstellung zu nehmen.
bach, zur Fußgängern Fußgängern
sehr beschränkter Raum für Fußgänger und Wagen reservirt und es können in diesen solche Besucher zugelassen werden, welche auf den Namen ausgestellte
Raum nur Karten erhalten haben.
Für den Paradetag haben von 7 Uhr Morgens ab bis zur Beendigung der Parade die das Paradefeld durchschneldenden und an dasselbe anstoßenden Straßen
und Wege, und zwar: die Kreisstraße von der Verbindungsweg von die Steinstraße(Feldweg) der die Steinstraße schneidende Feldweg von
von dem Großherzoglich vom 6. d. Mts. verwiesen wird. des gedachten Zeitraumes nur zur Fahrt bis an das werden. Die Benutzung
Sowie die Eingänge zum Wegen für die Truppen mittelst Flaggen markirt sind, s an den geeigneten Stellen die schauer-Publikum angedeutet sein. nicht passirt und es ist nicht allein im Truppen,
zug von Frankfurt nach
gehalten werden.
Wo immer bei Gelegenheit der Parade oder bei den Manödern überhaupt
Nieder-Eschbach nach Nieder-Erlenbach,
Nieder-Eschbach nach Ober-Erlenbach,
von Kloppenheim nach Nieder-Eschbach und Nieder Erlenbach nach Ober Eschbach für den Durchgangsverkehr gesperrt werden müssen, in welcher Beziehung auf das Hessischen Krelsamte Friedberg erlassene Poltzet-Reglement Die bezeichneten Straßen dürfen daher während 0 Paradefeld und zurück benutzt der zum Aufmarsch der Truppen nach dem Paradefelde angelegten und bestimmten Kolonnenwege ist für das Publikum überhaupt untersagt. a Paradefelde durch den Drahtzaun an den Colonnen— o werden auch durch Plakate Richtungen nach den Aufstellungsplätzen für das Zu— Der Ort Nieder-Eschbach wird von den Truppen Interesse der ungehinderten Bewegung der sondern hauptsächlich auch zur Verhütung von Unfällen geboten, daß der Haupt, Zu— und Abfluß des Publikums durch den ebengenannten Oct stattfindet. Für die aus Frankfurt kommenden Wagen wird dringend empfohlen, den Straßen- Eckenheim, Preungesheim, Bonames und Nieder-Eschbach einzuschlagen, da sie auf diesem Wege nicht durch marschirende Truppentheile auf⸗
Bekanntmachung.
ung gebracht werden wird
Feldes zu begeben und si Der Eintritt in den von Ober-Erlenbach, wo werden kann.
Manövers geschlossen.
darf verhofft werden, daß
ungen geschützt bleiben. Störungen der öffentlichen
Folge haben müssen.
jede Beschädlgung fern zu
Aufsicht anbefohlen.
in der Zeit von 10 Uhr Vormittags bis zum Schluss ch daselbst aufzuhalten. punkt für das Publikum empfehlen sich bei diesem Manöver die Höhen nordwestlich
Manöverfelde belegenen Straßen bis Nieder⸗Eschbach bis zur Preußisch-Hessischen Landesgrenze nach Bonames, Nleder— Eschbach—Ober⸗Erlenbach und Nieder-Eschbach— Nieder-Erlenbach für die Dauer des
Zur Unterstützung der Landgendarmen dienstes sind zur Bildung von Gendarmerie Patrouillen Mannschaften der Kavalerie commandirt, welche als besonderes Abzeichen einen Ringkragen von weißem Metall tragen, auf wel hem sich zwei heraldische Adler in Gelb befinden.
Homburg v. d. Höhe den 10. September 1883.
Der Königl. Preuß. Civll-Commisssar. (gez.) Stumpff, Königlicher Regierungrath.
ndere die am 21. September er. in Aussicht genommene Kaiser⸗Parade.
Wagen von Privaten mit den auf der Stelle halten bleiben,
Sodann wird auch darauf aufmerksam gemacht, Feldmanövers, welches am 22. Homburg, Oberursel, Bommersheim, Nieder Erlenbach, Ober-Erlenbach und „für das Publikum nicht ohne
Truppen in Verbindung kommen, müssen die Wig en bis der Abzug der Truppen stattgefunden hat. daß es während des großen September innerhalb des von den Orten Kahlbach, Bonames, Harheim, 3 Seulberg begrenzten Terrains zur Ausführ⸗ Gefahr sein würde, sich e des Manövers inmitten dieses Als ein geeigneter Aufstellungs⸗
ein freier Ueberblick über das Manöverfeld gewonnen
Für den Wagenberkehr sind an dem ebengedachten Tage die in dem
Ober Erlenbach— Ober⸗Eschbach, Ober-Esch bach
Bei den umfassenden Anordnungen, welche von den Behörden getroffen stud,
die Ansammlung des Publikums zur Besichtigunz der
großen Kaiser-Parade auf den freigestellten ausreichenden Zusch auerraum, sowle die Rückkeht vom Paradefelde ohne Störung der allgemeinen ohne Gefahr bringendes Gedränge vor sich gehen kann, daß auch der Verkehr auf den Zugangswegen nicht behindert sein wird und daß die Fluren vor Beschädig— Etwaige Ausschreitungen,
Ordnung und Ruhe und
Wedersetzlichkeiten und überhaupt
Ordnung würden für die Urheber und Bethelligten die sofortige zwangsweise Entfernung von dem Umständen des Falles die in den allgemeinen Gesetzen begründeten Strafen zur Zu der eigenen Einsicht des Publikums hegen wir indessen das volle Vertrauen, daß dasselbe seinerseits schon zur beittagen und den Anordnungen der Behörden, sowie den Belehrungen und An⸗ weisungen der dienstthuenden Executiv-Organe willig nachkommen werde, damit Ordnungswidrigkeiten, Störungen des Verkehrs und namentlich auch Unglücksfälle, wie sie sonst bei dem voraussichtlich starken Andrange von Zuschauern immerhin im Bereiche der Möglichkeit liegen würden, gänzlich verhütet bleiben.
Nicht minder läßt sich erwarten, daß allseitig von dem Publikum auf dem Mansoer- und Paradefelde darauf Bedacht genommen werden wird, von den Fluren
Paradeterraln und überdies nach den
Aufrechthaltung der Ordnung
halten. Den zum Feld- und Forstschutz berufenen Be⸗
amten und insbesondere den Gendarmen ist allgemein unter Hinweisung auf die ver⸗ schtedenen Landes-, Feld- und Forst⸗Poltzei⸗Gesetze die pflichtmäßige Handhabung der
bei der Wahrnehmung des Polizei—
Der Großh. Hess. Civil-Commissar. (gez.) Dr. Braden, Großherzoglicher Kreisrath.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Kaiser hat den Prinzen Alexander zum Chef des Schleswig-Holsteinischen Dragoner⸗Regiments Nr. 3 ernannt.
— 10. Sept. Der Herzog und die Herzogin von Albauy sind mit Gefolge zu längerem Be— suche auf Jagdschloß Wolfsgarten eingetroffen.
Berlin, 10. Sept. Der Kronprinz von Portugal traf heute hier ein und wurde vom deutschen Kronprinzen auf dem Bahnhofe em—
pfangen und nach dem königlichen Schlosse geleitet. Der Kaiser machte dem Kronprinzen
sofort nach dessen Ankunft seinen Besuch. Zu Ehren des Gastes findet heute ein größeres Diner bei dem Kaiser statt.
— 11. Sept. Schlözer ist, wie das„B T.“ meldet, am Samstag in Gastein beim Reichs— kanzler gewesen, wo auch der österreichische Bot— schafter beim Vatican, Graf Paar, anwesend war. Schlözer ist Sonntag nach Rom zurückgereist.
Potsdam, 10. Sept. Ein Militärposten am neuen Palais, in welchem bekanntlich der Kronprinz wohnt, verhaftete in der Freitag Nacht einen Menschen, als derselbe eben das Umfassungs— gitter übersteigen wollte. Der Verhaftete wurde schon seit längerer Zeit als verdächtig beobachtet.
Kiel. Contre-Admiral Livonius, Director des Marine-Departements, welcher schon bei der Rückkehr von seinem letzten Urlaub leidend ge— wesen sein soll, hat, wie verlautet, abermals krankheitshalber einen längeren Urlaub erhalten. Gerüchtweise verlautet, auch Livonius beabsich— tige, aus dem Marinedienst zu scheiden.
Straßburg. Die Els. Lothr. Ztg. meldet amtlich, daß der Bezirks-Präsident v. Flottwell in Metz auf Nachsuchen in den Ruhestand ver— setzt und der Kreisdirektor von Hammerstein in Mülhausen zum Bezirks-Präsidenten von Loth— ringen ernannt worden ist.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 10. Sept. Der König von Spanien ist gestern hier einge— troffen und vom Kaiser, dem Kronprinzen und den Erzherzoͤgen auf dem Bahnhofe auf's Herz—
lichste empfangen und nach der Hofburg ge— leitet worden.
— Die Ung. Post bezeichnet die Meldung des Narodni-Listy, daß Ende August in der Herzegowina ein Zusammenstoß zwischen Truppen und Jusurgenten stattgefunden habe, für völlig unbegründet.
11. Sept. Die Enthüllung der am Kahlenberg zur Erinnung an die Befreiung Wiens von den Türken errichteten Gedenktafel ist heute Vormittag in feierlicher Weise erfolgt.
Frohsdorf. Die„N. Fr. Pr.“ veröffentlicht aus authentischer Quelle den Juhalt des Testa— mentes des Grafen Chambord. Dasselbe ist aus Görz vom 4. Juni d. J datirt und ent— hält lediglich Bestimmungen über das hinter— lassene Vermögen, welches aus vier Herrschaften und ungefähr 8 Mill. Gulden in Werthpapieren besteht.
Agram, 10. Sept. Die Nacht ist' ruhig verlaufen. Die Stadt hat heute wieder die ge— wöhnliche Physiognomie. Die Bürger über— nahmen freiwillig die Aufgabe, etwaigen Ruhe— störungen und Ansammlungen vorzubeugen. Es ist constatirt, daß die letzten Auftritte keinen aufrührerischen Charakter gehabt haben, sondern
nur durch den Straßenpöbel hervorgerufen worden sind. Das Vorgehen des Militärs
war nachsichtig und human. Die Unruhen auf dem Lande haben aber während der Feiertage große Dimensionen angenommen. In Gora(2) hat ein blutiger Zusammenstoß zwischen Bauern und Militär stattgefunden, wobei 3 Bauern erschossen und viele verwundet wurden. Ebenso in Kannicza, wo 9 Bauern gefallen und 5 Sol— daten schwer verwundet wurden. Aus Jaku— bovatz telegraphirt ein Lehrer: Die Aufrührer vernichteten und raubten meine ganze Habe; sie erschlugen meine Mutter; ich und mein Weib kamen nur mit dem nackten Leben davon. Tisza hat Pejacsevich, Zivkovics und Josipovich zu einer Conferenz nach Pest eingeladen, um zu einem Vergleich zu gelangen.
Schweiz. Zürich, 10. Sept. Der gestrige schweizerische Arbeitertag beschloß, beim Bundes—
rath anzuregen, daß den übrigen Staaten Vor— schläge über ein internationales Fabrikgesetz unterbreitet werden.
Frankreich. Paris, 9. September. Der chinesische Gesandte, Marquis Tseng, hatte gestern eine abermalige Couferenz mit dem Minister des Auswärtigen Challemel-Lacour, und hat infolge dessen seine Abreise nach London verschoben. Es bestätigt sich, daß der französische Gesandte in Stockholm, Patenötre, zum Gesandten in Peking ernannt worden ist. Gerüchtweise verlautet, General Schmitz wäre zum Botschafter in Peters— burg designirt.
— Der Uuterrichtsminister beschloß, zahl— reiche Volksschullehrer-Candidaten zur Erlern— ung der deutschen Sprache auf einige Monate nach der Schweiz zu schicken.
— Nachrichten aus Hanoi besagen, daß die militärischen Operationen durch schlechtes Wetter und Ueberschwemmungen gehindert seien. Die Truppen befestigen ihre Cantonnements.
Großbritannien. London, 10. Sept, Admiral Hewitt ist mit einem enzlischen Ge— schwader von der Insel Mauritius in Zanzibar eingetroffen.
Dublin. In Glasgow wurden 9 Icländer, welche der Betheiligung au den dortigen Dyna— mitezcessen angeklagt waren, vor die Geschworenen
verwiesen.— Law, Lordkanzler von Itlaud, ist gestorben. Asien. Hongkong, 11. Sept. Ein Tele—
gramm des„Herald“ meldet, in Canton sei ein aus Chinesen bestehender Volkshaufen in einige auf dem Quai gelegene Häuser aus— ländischer Kaufleute gewaltsam eingedrungen und habe die Häuser alsdann angezündet. Chinesische Truppen stellten die Ruhe später wieder her. Die Unruhen wurden durch den zufälligen Tod des chinesischen Wohnungscommissärs hervor— gerufen, welcher an Bord des Dampfers„Ban— kow“ gehen wollte und dabei verunglückte.
Aus Stadt und Land.
h. Friedberg. Am verflossenen Sonntag fand
dahier das Preis- und Schauturnen, verbunden mit Frelübungen und Turnspielen, des 5. Bezirks des Gaues
ien
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