Ausgabe 
13.2.1883
 
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Dienstag den 13. Februar.

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hebrugr 5 0 f 5 ö er A ö 50 festes. 5 ei Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und 5 i 5 en e ö ö eisung auf Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. en Wee dees un Sn ee Nun 1. Vokstand, 8 5 090 5 5 0 re

Dle einspaltige Petitzetle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelomen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 2 5. rag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

untags von

45 Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Bet e

Friedberg den 10. Februar 1883.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

im Kreis

Ualter. Betreffend: Erwerb und Verlust der Reichs- und Staatsangehörigkeit. 0,

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Sluum. gewahrten Punkten stets noch anzugeben: Geburtsort

eulsche N im Kreis

saschinen!

Erlenbach 1 M. 16 Pf.,

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Friedberg den 3. Februar 1883.

Friedberg den 6. Februar 1883.

Götz, Friedrich, Orgelspieler von Langenbergheim

Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen von der 3. Periode 1882/83. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

0 Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden von der 3. Antheile an Holzwerth und Schadensersatz unter dem Auftrage mit, Einnahmedeeretur zu ertheilen und für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen.

Dr. Braden.

Ausschreiben.

N Auss chreiben.

Nachdem Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz betreffs Statistik über den Erwerb und den Verlust der Reichs und Staatsangehörigkeit die Aufstellung von Uebersichten in erweitertem Umfange, wie dies seither geschehen, angeordnet hat, beauftragen wir Sie, bei Vorlage von Gesuchen um Auswanderungs-Erlaubniß fernerhin außer den in den betreffenden Protokollen durch Vordruck bereits

:.Geburtsjahr und Tag 12Familienstand(ledig, verheirathet, verwittwet, geschieden!). Name anzugeben. Wenn die Auswanderung nach Amerika beabsichtigt wird, ist stets Nord- oder Süd-Amerika einzutragen. Bei Auswanderung bereits militärpflichtiger Personen ist kostenfreier Geburtsschein und bei solchen Personen, welche der Ersatzreserve, der Reserve oder Landwehr angehören, sind die betreffenden Militärpapiere dem Gesuche beizuschließen. f

bisheriger Wohnort

Ferner ist bei Frauen stets der frühere Familien

Dr. Braden. Friedberg den 10. Februar 1883.

Periode 1882/83 zukommenden Forststrafen resp.

Assenheim 93 Pf., Bönstadt 1 M. 23 Pf., Büdesheim 1 M. 58 Pf., Burg⸗Gräfenrode 2 M. 49 Pf., Butzbach 5 M. 51 Pf., Gambach 2 M. 70 Pf., Griedel (Mark) 21 Pf., Groß⸗Karben 7 M. 71 Pf., Hausen 20 Pf., Holzhausen 1 M. 31 Pf., Klein-Karben 3 M., Kirch-Göns 1 M. 56 Pf., Langenhain 36 Pf., Nieder⸗ seieder-Florstadt 14 M. 39 Pf., Nieder-Weisel 10 Pf., Nieder-Wöͤllstadt 28 Pf., Ober-Mörlen 3 M. 9 Pf., Ober- Rosbach 56 Pf., Ockstadt 1 M. 8 Pf., Oes 90 Pf., Pohl⸗Göns 30 Pf., Stammheim 42 Pf., Rodhelm 5 M. 5 Pf., Trais-Münzenberg(Mark) 10 Pf., Vilbel 20 M. 66 Pf.

Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Heinrich Zott von Kaiserslautern, früher Dienstkuecht auf dem Hof Hasselheck, wird ersucht.

Der Großherzogliche Amtsanwalt. Lorenz.

Demselben soll ein Strafbefehl wegen Gewerbsteuercontravention zugestellt werden, und ist er, da sein Aufenthaltsort unbekannt ist, Großherzoglichem Amtsgericht Friedberg gelegentlich zu sistiren.

Der Großherzogliche Amtsanwalt. Lorenz.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Als Ergebniß der im Mi nisterium unter- Zuziehung der verschiedenen Kreisräthe stattgehabten Verhandlungen, bezüg lich Belohnungen für Hülfe bei der Wassers noth, hört man, daß 200 Decorationen als Aus

chüsselbank, erschiedenem

nsige Hau zeichnung für hervorragende Leistungen zur Ver Wiltwe. theilung gelangen. Es wird au sämmtliche da⸗ mit Bedachte nur ein und dieselbe Decoration gegeben, die der höchste Civil- und Militärbeamte

b. 8 gleich jedem Schiffer oder Gemeindediener erhält. urg und Der Vertrag zwischen Preußen, Hassen, zmpfang ge und den Staaten des Obermains, betr. die Main⸗

canalisation, ist abgeschlossen worden und steht der Austausch der Ratification unmittelbar bevor.

1 Berlin. Bei der Vorlage betr. den Bau 1 eines Reichstagsgebäudes wünscht der Bundes

germesser. 8

1 5 rath die Tieferlegung des Sitzungssaales, dessen 1 Höhe von eirca 60 Stufen Mißfallen erregt. 0 Diese und einige kleinere Aenderungen werden mit de er zur Erwägung gegeben, der Banu selbst wird uhnahet kaum vor Spätsommer beginnen. 3 10. Febr. Im Bundesrath wurde eine . Zollerhöhung für rohes, mit der Axt bearbei german. setes Holz von 0,10 auf 0,30, für Sägewaaren becher, von 0,25 auf 0,30 Mark pro 100 Kilo ange hen 15 nommen, mit einigen Erleichterungen zu Gunsten 5 des kleinen Grenzverkehrs. Eine Zucker steuer⸗Enquete wurde beschlossen. Der sofortige elaahne. Erlaß eines Gesetzes, betreffend vorläufige Her⸗ alete absetzung der Bonification um 40 Pf. wurde

angenommen.

9. Febr. Reichstag. Der Präsident theilt den weiteren Eingang reicher Spenden aus Amerika für die Ueberschwemmten mit. Bei der hierauf fortgesetzten Etatsberathung wird die für das Posidienstgebäude in Glatz geforderte Post

abgelehnt. Das Capitel des Ordinariums, wel ches über Miethsverhältnisse der Postverwaltung handelt, wird an die Budgetcommission ver wiesen. Der Etat des Reichs-Invalidenfonds wird nach den Anträgen der Budgeteommission erledigt. Nachdem eine sehr große Zahl Etats titel conform den Anträgen der Budgetcommis sion erledigt sind, führt nur der an die Budget

stimmung könne politisch tendenziös angewandt werden. Der Finanzminister und Abg. Meyer treten für den Entwurf ein, Langer⸗ haus plädirt im Sinne Möllers. Nach einer weiteren unerheblichen Debatte wird das Gesetz durchweg unverändert nach der Regierungs vorlage angenommen. Zur zweiten Berathung des Militärpensionsgesetzes befürwortet Meyer

commission verwiesene Posten für den Bau einer Namens der Commission die unveränderte An⸗ Kaserne in Großenhain zu einer langen Debatte. nahme derselben. Mayer(Württemberg) er⸗

Die Budgetcommission beantragt, den Posten zu bewilligen. Abg. Dr. Hermes beantragt, die Kaserne zu genehmigen, aber die für die Er richtung einer Offiziers-Speiseanstalt geforderten Mittel abzusetzen. Feldmarschall Graf Moltke tritt für die Bewilligung im Interesse der Aus bildung des militärischen und kameradschaftlichen Geistes ein und bestreitet bei dieser Gelegenheit die Berechtigung der neulich im Hause gemachten Behauptung, daß im Offiziercorps Bevorzugung stattfinde. Abg. Dr. Richter plaidirt im Sinne des Antrages Hermes. Die Abgg. Dr. Majunke und Dr. Windthorst befürworten den Commis⸗ sionsantrag. Der sächsische Bundesbevollmäch⸗ tigte v. d. Planitz erbittet gleichfalls unverkürzte Bewilligung der Regierungsvorlage, ebenso der Abg. v. Minnigerode.

10. Febr. Der Reichstag genehmigte das Gesetz über die Controle des Neichshaushaltes debattelos in erster und zweiter Berathung. Es folgt die zweite Lesung des Gesetzes, be⸗ treffend die Abänderung des Reichsbeamten⸗ gesetzes. Pfaffenroth beantragt Namens der Commission unveränderte Annahme. Möller bekämpft die Bestimmung, daß ein e nach dem 65. Lebensjahr auch wider Willen pensionirt werden kann und befürchtet, die Be

klärt sich gegen die Bevorzugung, die das Gesetz dem Militär gegenüber den Civilbeamten schaffen wolle und für den Antrag Ausfeldt, wonach die Berechnung der Dienstjahre erst mit dem 21. Jahre statt mit dem 17. beginnen und gleichzeitig mit dem Inkrafttreten des Gesetzes eine Neuregelung der Communalsteuerpflicht des Militärs erfolgen soll. An der Debatte be theiligen sich Wollwarth, Pfetten, Schröter, Bernuth und Richter. Bundes⸗ commissär Oberstlieutenant Spitz rechtfertigt die beantragten Pensionsbestimmungen mit der Eigenart des Militärdienstes, welche nicht wie in der Civilverwaltung die Ausnutzung der Beamtenkräfte bis auf den letzten Rest gestat teten und eine frühere Pensionirung nöthig machten. Windthorst hat Bedenken, ob nicht die Militärverwaltung vielfach übermäßig früh pensionire; im Uebrigen ist er für die Vorlage unter Ablehnung der Anträge Ausfeldt, für welche der Abg. Schott plaidirt. Die Debatte wird auf Montag vertagt.

9. Febr. Im Abgeordnetenhaus fand die erste Berathung der Secundärbahuvorlage statt und wird dieselbe an die Budgeteommission ge wiesen, welche um 7 Mitglieder verstärkt wer⸗

den soll.