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1883.
Donnerstag den 42. April.
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Oberhessischer Anzeige
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Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 9
enthält: Bekanntmachung, Abänderungen der
Postordnung vom 8. März 1879 betr.
— Der Realschul-Director Professor Albert zu Darmstadt wurde zum Director der Real— schule zu Mainz ernannt.
Berlin. Die Breslauer Zeitung brachte die Mittheilung, Fürst Bismarck solle zum Herzog von Lauenburg ernannt werden. Diese Nach— richt wird jedoch dem Fraukfurter Journal als unbegründet bezeichnet, da der König von Preußen Herzog von Lauenburg ist und einer der Titel des Souveräns nicht wohl einem auch noch so verdienten Staatsdiener übertragen werden kann.
Berlin, 9. April. Der Reschstag setzte die Berathung der Gewerbenovelle, unter einst weiliger Zurückstellung mehrerer vorhergehender Artikel, bei Artikel 10, betreffend die Beschränk— ung des Hausirbetriebes(die§§ 55 bis 63 umfassend) fort Der Berichterstatter empfiehlt, die Anträge der Commission anzunehmen und die sechs vorliegenden Amendements abzulehnen. § 25 wird nach den Commissionsvorschlägen an— genommen.§ 56 zählt unter 1I— 10 vom An— kauf und Feilbieten im Umherziehen ausge— schlossene Gegenstände auf. Der Paragraph wird bis einschließlich Nr. 9 unverändert ange— nommen. Zu Nr. 10, betreffend das Colpor— tiren von Druckschriften, Schriften und Bild— werken, warnt Kapp vor weiteren Beschränk— ungen der Colportage, die nur zu polizeilichen Thieanen dienen würden Günther ist für un— veränderte Annahme der Commissionsvorschläge. Munkel ist gegen jede weitere Beschränkung der Colportage, weil sonst nur an Stelle des Mißbrauchs der Freiheit der Mißbrauch der Polizeigewalt treten werde. Auch Schott ist gegen jede Vermehrung der polizeilichen Gewalt. — 10. April. Fortsetzung der Berathung der Gewerbenovelle. Bei§ 56a(betreffend die Beschränkung des Hausirbetriebes hinsichtlich der Ausübung der Heilkunde, Vermittelung von Darlehnsgeschäften ꝛc., Aufsuchen von Bestellungen auf Branntwein und Spiritus) empfiehlt der Referent die Annahme, ebenso Bundescommissär Bödicker. Nach einer unerheblichen Debatte wird zunächst Nr. 1(Untersagung der Heil⸗ kunde im Umherziehen von Nichtapprobirten) mit 132 gegen 118 Stimmen angenommen und ebenso Nr. 2 und 3 genehmigt, sowie schließlich der ganze Paragraph nach der Fassung der Commission mit 130 gegen 123 Stimmen an⸗ genommen. Zu§ 56 b, betreffend die Befugniß des Bundesraths, bei obwaltendem Bedürfniß den Ankauf und das Feilbieten gewisser der im § 56 vom Hausirbetriebe ausgeschlossenen Gegen— stände zu gestatten und aus Gründen der öffent⸗ lichen Sicherheit, sowie zur Abwehr von Seuchen noch andere Gegenstände vom Hausirbetriebe auszuschließen, ebenso die Befugniß der Landes— regierungen, das Umherziehen mit Zuchthengsten zur Deckung von Stuten zu untersagen und zu beschränken, beantragt r. Baumbach einen Zusatz, wonach die vom Bundesrathe anzuord— neuden außergewöhnlichen Beschraͤrkungen des Hausirbetriebes fortfallen sollen, wenn der Reichs⸗ tag nachträglich nicht zustimmt. Bundes-Com⸗ missar Bödicker bittet, den Antrag abzulehnen. Bei der Abstimmung wird die Ermächtigung der Landesbehörden, aus Gründen der öffent⸗
lichen Sicherheit, sowie zun Abwehr von Seuchen noch andere Gegenstände vom Hausirbetriebe auszuschließen, mit 139 gegen 135 Stimmen abgelehnt und sodann die Bestimmung des Antrags Baumbach angenommen, daß die Geltung der vom Bundesrathe erlassenen Verordnungen der Genehmigung des Reichstags unterliegt. Die Bestimmung wegen der Zuchtheugste wird aufrechterhalten und so der abgeänderte Para— graph mit großer Mehrheit angenommen. Die folgenden§F§ö 56 e und 4 werden debattelos nach den Beschlüssen der Commission angenommen.
— Die Börsensteuer-Commission des Reichs— tags lehnte in zweiter Berathung den ursprüng— lichen Antrag Wedel-Malchow ab und begann die Berathung des neuen Wedell'schen Antrages (betr. die Einführung eines Schlußnotenzwanges) Die Unterscheidung zwischen Zeitgeschäften wurde für aufgehoben erklärt und die weitere Berathung vertagt.— In der gestrigen Sitzung der Gewerbeordnungs-Commission erklärte der Kriegs— minister im Allgemeinen sich mit dem Principe einverstanden, daß die Militärhandwerker für Civilpersonen keine Arbeit übernehmen sollen, außer Buͤchsenmacher, Sattler und Hufschmiede. Uebrigens sei die Frage der Cantinenwirthschaft durch kaiserliche Ordre geregelt.
Kiel, 9. April. Sicherem Vernehmen nach, tritt Viceadmiral Batsch heute einen längeren Urlaub an.
ieee, d pe Der Köhig Ler⸗ brachte die Nacht weniger ruhig, die krankhaften Erscheinungen treten aber allmählig zurück.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Im Ge⸗ werbeausschuß erklärte der Handelsminister, be— züglich des Normalarbeitstages für die arbeitende Bevölkerung müsse etwas geschehen. Kinder unter 12 Jahren dürften nicht zur Fabrikarbeit verwendet werden. Der Normal-Arbeitstag be— stimme für Erwachsene 12, darunter 10 effective Arbeitsstunden. Die Nachtarbeit soll 6 Stunden betragen.— Abg. Schönerer beabsichtigt, bei der Schulgesetz-Debatte den Antrag zu stellen, Juden dürften in keinem Falle als Schulleiter fungiren.
Pest, 9. April. Der Ministerpräsident er— klärte in der heutigen Sitzung der liberalen Partei, er werde die Interpellation Helsy's be— züglich der Tripelallianz im Laufe der Woche beantworten.
Frankreich. Paris. Die Agence Havas dementirt die Gerüchte, daß verschiedene Ver— treter Frankreichs im Auslande um ihre Ent— lassung nachgesucht hätten.
— 9. April. Vergangene Nacht fand im Hause eines Obersteigers in Montceau⸗-les— Mines eine Dynamitexplosion statt, doch wurde nur unerheblicher Schaden angerichtet.
Marseille, 9. April. Circa 7000 Hafen⸗ arbeiter stellten die Arbeit ein. Ruhestörungen fanden bis jetzt nicht statt.
Großbritannien. London. Der Herzog von Edinburg wird als Vertreter der Königin nach Moskau von dem General Wolseley be— gleitet werden. 5
— 7. April. Das Oberhaus hat gestern die Niedersetzung eines besonderen Ausschusses genehmigt, um mit dem vom Unterhause er— wählten Comité die Frage des Canaltunnels in
Berathung zu ziehen. Der Ausschuß soll nament— lich prüfen, ob es mit der Sicherheit Englands verträglich ist, den Canal zu bauen.
— 9. April. Es sind gestern wiederum zwei verdächtige Personen verhaftet worden. Die bei dem verhafteten amerikanischen Arzt Gallagher vorgefundenen Dokumente berechtigen die Polizei zu der Ansicht, daß die Anzahl der Verschworenen eine sehr große sein müsse, und daß sie sich zur Ausführung des teuflischen Planes, England durch Vernichtung öffentlicher Gebäude zu be— kriegen, in die meisten britischen Großstädte be— geben haben. Die Polizei in Cork beschlag— nahmte eine von Glasgow angekommene Partie Nitroglycerin; ferner fand sie eine in der Nahe der Stadt versteckte Quantität von Sprengstoffen.
— 9. April. Zur Verstärkung der Garnison von London werden vierhundert Soldaten aus Chatham eutsandt. Alle Schildwachen in London erhalten scharfe Patronen und stehen von Son— nenuntergang ab mit geladenem Gewehr.
— 9. April. Das Unterhaus hat ohne Abstimmung die Sprengstoff-Bill unverändert in allen Stadien angenommen. Desgleichen hat das Oberhaus der Bill definitiv in allen Lesungen ohne Debatte zugestimmt. Nach der Bill werden die Urheber und Mitschuldigen von Explosionen, sowie die Fabrikanten und Besitzer von Sprengstoffen, welche zu ver— brecherischen Zwecken bestimmt sind, sowie Per— sonen, welche nicht hinlänglich beweisen können, daß die in ihrem Besitze befindlichen Spreng— stoffe zu keinem verbrecherischen Zwecke dienen sollen, zu zweijähriger bis zwanzigjähriger Zwangsarbeit verurtheilt.— Im Unterhaus theilt Fitzmaurice mit, Bib Doda sei nicht definitiv zum Gouverneur vom Libanon ernannt, da England seine Ernennung nicht gebilligt habe.— Dufferin wird binnen Kurzem nach Constantinopel zurückkehren. Derselbe hat alle Instruktionen betreffs der Reformen in Armenien.
Dublin, 9. April. Der Prozeß gegen die des Mordes im Phönixpark Angeklagten hat heute vor dem Schwurgerichte begonnen.
Spanien. Madrid, 9. April. Die Ver⸗— handlungen mit Berlin wegen des deutsch— spanischen Handels- Vertrages sind wieder in vollem Gange; gegenwärtig findet starker De— peschenwechsel statt.
Türkei. Constantinopel. Der Minister— rath unterbreitete dem Sultan den von ihm durchberathenen Eutwurf betr. die Tabaksregie.
Rußland. Petersburg. Das russische Kaiserpaar wird vor der Krönung noch eine Rundreise in Rußland vornehmen.
Egypten. Kairo. Dufferin hat energisch gegen die Langsamkeit in der Ausführung der Gerichtsreform remonstrirt. In Folge dessen haben Auseinandersetzungen stattgefunden, welche möglicherweise zu einer Ministerkrisis fuhren.
Amerika. New-Pork, 8. April. Man hat hier eine irische Dynamitschule, in welcher eine Anzahl junger Leute in der Fabricirung und Handhabung des Dynamits und anderer Explo⸗ sionsstoffe ungenirt durch Professor Mezzeroff unterrichtet wurden, geschlossen. Mezzeroff hat sich nach Frankreich eingeschifft, wo er im Lause dieser Woche eintreffen wird, um vermuüthlich dort seinen Unterricht fortzusetzen.
— Die Compagnie Freiwilliger, die angeb— lich von den Apache-Indianern in New⸗Mexiko


