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Rheinprovinz 60,000, an Baden 40,000, an den Regierungsbezirk Wiesbaden 20,000 Mk. Es bleiben also noch zur Vertheilung übrig 500,000 Mk., von denen 100,000 Mk. reser⸗ virt sind.
— 6. März. Der Kaiser hat den Prinzen von Wales zum preußischen Generalfeldmarschall ernannt und demselben die Insignien seiner neuen Würde selbst überreicht.
— 6. März. Ein Besuch, den Windthorst gestern im kronprinzlichen Palais gemacht hat, wird mit der Anwesenheit des Prinzen von Wales in Zusammenhaug gebracht, dessen Schwager bekanntlich der Herzog von Cumberland ist, dem Windthorst als politischer Rechtsbeistand zur Seite steht.
— Bezüglich der Wiedervorlegung des Etats pro 1884/85 im Reichstag ist der letzte Ent— schluß noch nicht gefaßt. Man bemüht sich auch conservativerseits, den Kanzler zu bewegen, diesen Gedanken unausgeführt zu lassen.
— Prinz Friedrich Carl ist, nach erst jetzt eingetroffenen Nachrichten, am 16. Febr. nebst seinen Begleitern wohlbehalten von seiner Sinai— Reise, deren letzter Theil auf dem Landwege zurückgelegt ward, nach Suez zurückgekehrt, wo— selbst ihn S. M. Kanonenboot„Cyclop“ er— wartete, um die Reisenden auf dem Suezcanale zu befördern und über Port-Said nach Jaffa zu führen. Bei ruhigster See und schönstem Wetter landeten die Reisenden in Jaffa, wohin sich der türkische Gouverneur von Jerusalem zum Empfange des Prinzen im Voraus begeben hatte. Am Donnerstag den 22. Februar hoffte die Caravane in Jerusalem einzutreffen.
Kiel. S. M. S.„Elisabeth“, Comm. Cap. z. S. Hollmann, ist am 15. Januar in Nagasaki, S. M. Kanonenboot„Albatroß“, 4 Geschütze, Comm. Corv.⸗Cap. v. Pawelsz, am 20. Januar in Concepcion del Uruguray und am 25. Januar in Paysandu, S. M. S.„Moltke“, 16 Geschütze, Comm. Capt. z. S. Pirner, am 9. Januar c. in Corral eingetroffen.
Hildesheim. Die hiesige Polizei ist einer geheimen Verbindung, welche unter den hier in Arbeit befindlichen fremden Maurergesellen besteht, auf die Spur gekommen.
Frankfurt, 2. März. Gestern Nachmittag wurde bei verschiedenen Socialdemokraten Haus— suchung gehalten und mehrere Personen in Haft genommen. Auch bei dem Wirth Prinz in der Heiligkreuzgasse fand durch einen Commissär und 5 Schutzleute eine umfangreiche Durchsuchung der Localitäten statt. Wie es heißt, wurde auf eine verbotene Broschüre gefahndet.
Carlsruhe, 6. März. Der Großherzog und die Großherzogin von Baden sind heute hier— her zurückgekehrt.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Pest, 6. März. Im Abgeordnetenhaus fand gestern und heute die Generaldebatte über die Mittelschul-Gesetz— vorlage statt.
Belgien. Brüssel, 6. März. Neue Haus— suchungen fanden bei einem russischen Studenten statt, wobei ausgedehnte Verzweigungen mit geheimen Gesellschaften Frankreichs constatirt wurden. Ein Studeut aus Lüttich, Namens Chastapoloff, wurde an der belgischen Grenze festgenommen; man fand 12,000 Frs. bei ihm.
Frankreich. Paris, 5. März. Kammer. Bei der Berathung der Anträge wegen Revision der Verfassung, spricht sich Ferry formell gegen die Berathung aus. Die Regierung werde nicht zögern, eine Verfassungsrevision energisch anzu regen, sobald die Revision möglich sei. Gegen— wärtig würde die Initiative dazu zu einem scharfen Conflict zwischen den beiden Kammern führen. Nach längeren Reden von Maͤdier— Montjau und Andrieux, welche aus verschiedenen Gründen die Verfassungsrevision verlangten, er— klärte Clemenceau, daß die neuen Erklärungen Ferrys die Anfrage nothwendig machten, ob das Votum vom 26. Januar 1882 zu Gunsten der Revision noch giltig, weiter, weshalb der Senat diesem Votum nicht Rechnung getragen.
Clemenceau beantragte die Berathung auf morgen zu vertagen. Die Kammer nahm letzteren Antrag mit 276 gegen 207 Stimmen an.
— 6. März. Die Kammer nahm bei Be— rathung der Revisionsanträge mit 307 gegen 182 Stimmen die vom Präsidenten vorge— schlagene, von Ferry acceptirte Motion an, worin die Kammer das Vertrauen zur Regierung ausspricht. Ein Antrag, die Revisionsanträge zur Erwägung zu ziehen, wurde abgelehnt.
— 6. März. Die gegen Byrn vorgebrachten Anklagepunkte erwiesen sich als nicht begründet und wird Byrn voraussichtlich heute freigelassen werden.
— Thibaudin lehnte die vom Petit Meri— dional angeregte Ehrensäbel-Subscription ab. In dem betreffenden Briefe heißt es u. A.: „Als Armeechef habe ich das Beispiel der ab— solutesten Correctheit unter allen Umständen zu geben und von meinen sämmtlichen Untergebenen zu fordern.“— Dem Temps zufolge würde Barrère zum Director der Handelsangelegen— heiten im Ministerium des Aeußeren ernannt werden.
Großbritannien. London. In Kreisen, welche mit den Conferenzmitgliedern Fühlung haben, will man wissen, daß Rußland gar nicht die Absicht habe, die Arbeiten an der Kilia— mündung sofort in Angriff zu nehmen, geschweige denn zu beschleunigen. Es gewinnt den Anschein, daß Rußland die Durchsetzung seiner Absichten nur mit Rücksicht auf einen zu erzielenden poli— tischen Erfolg betrieben habe.
Dublin, 5. März. Der Verschworene Thomas Martin wird ebenfalls Zeugniß gegen die irländische Mordbande ablegen. In der Person des in Havre verhafteten englischen Unterthans James Walsh, gleichfalls der Theil— nahme an dem Morde von Lord Cavendish beschuldigt, glaubt man der mysteriösen„Nr. 1“ habhaft geworden zu sein.
Spanien. Madrid, 5. Marz. Die Anar⸗ chisten-Agitation nimmt in Andalusien, namentlich in der Umgegend von Keres zu. Arcos, das Haupt der Agitation, wurde gestern verhaftet. Anarchistische Zweiggesellschaften in Granada und Malaga wurden entdeckt. Bei eres wurden Eisenbahnzüge mit Steinen beworfen und mehrere Reisende verletzt.
Italien. Rom. Die Regierung fährt fort, allem, was mit der letzten Petardendemonstration im Zusammenhange steht, die größte Aufmerk— samkeit zuzuwenden. Man ist, so weit es sich um das gegen das österreichische Botschaftshotel gerichtete Bombenattentat handelte, jeder etwaigen österreichischen Reclamation durch die strengsten Maßnahmen zuvorgekommen.
Türkei. Konstantinopel. In der Frage der Besetzung des Gouverneurpostens im Libanon ist ein Umschwung eingetreten. Oesterreich und Deutschland wenden sich nun selbst von der Candidatur Rustem Paschas ab, da für sie keine Ursache obwaltet, in dieser Frage den Absichten Frankreichs entgegenzutreten und sich in einen Gegensatz zu denselben zu bringen.
Rumänien. Bukarest, 6. März. Die Kammer votirte mit allen gegen eine Stimme den Gesetzentwurf, der die Regierung ermächtigt, 15 Million für Befestigungs Arbeiten auszugeben. Der von der Commission festgesetzte Credit von 30 Million wurde auf das Verlangen des Ministerpräses auf die Hälfte herabgesetzt.
Griechenland. Athen, 5. März. Die Kammer lehnte mit 104 gegen 62 Stimmen die Tagesorduun! ab, welche die Ablehnung des der wirthschaftlichen Lage des Landes nicht ent— sprechenden Budgets beantragt hatte.
Rußland. Petersburg. Alle Anzeichen mehren sich, daß die Nihilisten neuerdings, an— scheinend noch vor der Krönung, irgend einen gefährlichen Anschlag beabsichtigen. Man hofft hier, durch die verschiedenen Arretirungen in der letzten Zeit dem Plaue der Nihilisten vor— gebeugt zu haben.
— Von russischer Seite sollen für die Re—
gulirungsarbeiten an der Weichsel 120,000 Rubel
verausgabt werden.
ersetzen.
Alexandrien Elias Pascha, Iman Pascha und Kaufmann Georg Hamberli sind in Kor— dofan von Madhi gehenkt worden, weil sie dem Generalgouverneur Nachrichten über die Stellung der Insurgenten gesandt hatten. Die Europäer in Khartum wuͤnschen sehnlichst die Rückkehr Gardon Pascha's.
Amerika. Newyork. Der ehemalige Vice⸗ präsident der Conföderation der Südstaaten, gegenwärtig Gouverneur von Georgia, Alexander Stephens, ist gestorben.
— Newyork Herald erwähnt des Gerüchtes, daß in der nächsten Session des Congresses eine anderweite Tarifbill zum Zweck der Herbei— führung weiterer Reductionen eingebracht werde.
— In Folge des neuen Tarifgesetzes sind bereits verschiedene Fallimente eingetreten. Die Eisenfabrikanten von Pittsburg klagen, daß ihr Geschäft unter dem neuen Tarifgesetz außer⸗ ordentlich leiden und eine Herabsetzung der Arbeitslöhne nöthig werden würde.
Washington, 4. März. Die Session des Congresses wurde heute geschlossen. Beide Häuser treten erst am 3 December wieder zusammen. In nächster Session werden die Republikaner den Senat controliren und das Repräsentanten— haus wird eine große demokratische Majorität
haben. Auszug
aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut:
18. Febr. Johannes Kreuder, Schreiner von Ober—
Ofleiden mit Marie Rühl von Echzell.
Geboren: 5 Dem Fruchthändler Elias Meyer 1 Tochter. Dem Kaufmann Jean Betz 1 Tochter. Dem Bahnmeister Louis Buß 1 Sohn. Dem Schuhmacher Johs. Günther 1 Sohn. Dem Maurer Heinrich Reuß 1 Tochter. Dem Handschuhmacher Johs. Heng 1 Tochter. Dem Gerber Leopold Jäger 1 Tochter. Dem Großh. Hofuhrmacher Adolph Mayer 1 Sohn. Dem Metzger Samuel Neuhof 1 Sohn. Dem Schuhmacher Johs. Diehl 1 Tochter Dem Bierbrauer Johann Valentin Binzel 1 Sohn. Dem Handelsmann Wilhelm Schmidt II 1 Sohn. Dem Bäcker Johann Wilhelm Louis Theodor Hofmann 1 Tochter.
Gestorben:
Maria Kath. Meyer, Ehefrau des Sergeanten und Bataillonsschreibers beim Gr. Bezirks⸗ kommando Friedberg Johannes Meyer, alt 25 Jahr.
Georg Übrich, Schuhmacher, alt 76 Jahr. Salomon Garde, Handelsmann, alt 69 Jahr. 28. Febr. Georg Franz Dieterich, Seiler, alt 63 Jahr.
* Die häufigen Klagen über die Erfolglosigkeit einer Annonce und das dafür weggeworfene Geld würden verstummen, wenn man von Haasenstein& Vogler in Frankfurt(Main) über die Form, den Inhalt und die geeigneten Zeitungen zuvor fachmännsschen Rath einholen möchte. 573
31. Jan. . Febr. . Febr. . Febr. . Febr. Febr. Febr. Febr.
22. Febr. 25. Febr. 26. Febr. 28. Febr.
2. März.
—— N
11. Febr.
15. Febr. 21. Febr.
Geld⸗Cours. Frankfurt am 6. März 1883. 20 ⸗Frankenstüc ke do. in y Englische Sovereignssgs. 20. 37—42 Russische Imperiales 16. 73—78
Ducaten. 5.... 5 9. 54—59 „ al mare Dollars in Gldd
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbath- und Neumondsfeier vom 10. März 1883. P. Schekalimfest.
Beginn:
Freitag Abends 5 Uhr 15 Min. Samstag Morgens 8 Uhr— Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 6 Uhr 45 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 11. März ab Morgens 6½ Uhr, Nachmittags 5 Uhr.
Die russische Regierung beabsichtigt die Arbeiten aleich mit dem Beginne des Frühjahres in Angriff zu nehmen. Egypten. Kairo, 6. März. Sechs englische Lehrer sollen an den Regierungsschulen angestellt werden; das ist der erste Schritt, um die fran⸗ zösische durch die englische Umgangssprache zu
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