Ausgabe 
4.10.1883
 
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Betreffend: Die Rechnung der Kreiskasse zu Friedberg für 188/82.

Nach erfolgtem abgedruckte Auszug aus der genannten

Rechnung andurch veröffentlicht.

Friedberg den 2. October 1883.

Abschluß d bricirten Rechnung wird, der Vorschrift in Artikel 43 der Kreisordnung entsprechend, der nachstehend i ee 1100 N Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg.

Dr. Braden. Auszug aus der Rechnung der Kreiskasse des Kreises Friedberg für 1881/82 1 Einnahme. 15. 3 Aus g ab e. 3 40. Nummer Betrag 8 Betrag des e Art. M. Pf. Art. M. Pf. Wiederholung. Wiederholung. äge t ˖ d k 5 44375 33 und 34] 21. Kapitalzinsen. 421 50 ä 14 35 4722. Besoldungen 13062 50 4 6 4. Strafen(Strafbritttheile zu Remunerationen). 3760 12 48 53 23. Diäten und Gebühren 2407 25 7 und 8 5. Stiftungen, Schenkungen, Vermächtnisse. 310 27 54 56 24. Botenlohn und Verkündigungskosten 2120 nf nrnnen. 704 35 57 7125. Bureaugegenstände und Geräthschaften 543 05 1922] 7. Rückersatz von Kosten für Landarme, Geisteskranke ꝛc. 45 75 72-181[ 26. Kreisunterstützungen 9471 05 2325] 8. Aversionalbetr ge 1 182184 29. Für Schul zwecke 265 50 2617. Neu aufgenommene Kapitalien. 10000 185-189] 30. Für landwirthschaftliche Zwecke 5 3850 27-30[ 18. Zurückempfangene Kapftalien 5 402 89 190-193 31. Für Zwecke der Vogt'schen Stiftung. 97 80 31[ 19. Ausstände aus vorhergehenden Jahren 3021 75 194 202 33. Zuschuß in andere Kassen. 2528087 32] 20. Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren 295485 203] 34. Remunerationen aus Strafdritttheilen 3305 5 1 Summe der Einnahme 55638 JSC 204[ 34a. Für die Krelsfourage-Anstalt. 781 01 205 210[ 35. Uneinbringliche Ausstände. 1439 43 211 J 36. Für Kreiskrankenhäuser 2 212 37. Ausgeliehene Kapitalien 1200 Summe der Ausgabe 62186 16 Abschluß. Seite 41. Die Einnahme beträgt Seite 15. 65638 M. 98 Pf. Die Ausgabe beträgt Seite 40 5 62186 M. 16 Pf. Verglichen bleibt Rest 3452 M. 82 Pf. und dieser besteht: der Belege 367. a. in liquidirten Ausständen 1320 M. 36 Pf. ee ee eee, e e eee 5 2049 M. 95 Pf. c. in baarem Vorrath JJV 82 M. 51 Pf. Zusammen wie oben 3452 M. 82

Friedberg, 25. September 1882.

Revidirt, ohne daß sich für vorstehenden Abschluß eine Aenderung ergeben hat.

Darmstadt den 26. September 1883.

Großherzogliche Oberrechnungskamm er. Hahn.

Pf. Der Kreiskasserechner: Kreuder.

Beckenhaub.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 1. Oct. Der Großherzog begab sich gestern in Begleitung des General majors v. Westerweller und des Oberstlieute nants v. Herff nach Bingen. Auf dem Bahan hof wurde der Großherzog von den Spitzen der Behörden empfangen; die Kriegervereine und Schützenvereine hatten vor dem Bahnhofe Auf stellung genommen. Darauf fuhr der Großherzog durch die reich beflaggte und geschmückte Stadt, überall von der Bevölkerung mit jubelndem Zuruf begrüßt, und begab sich dann nach dem Bureau der Niederländischen Dampfschifffahrts gesellschaft, um von dort aus eine Bootauffahrt anzusehen, an welcher Boote der Rudervereine von Mainz, Kreuznach, Mannheim, Worms ꝛc. sich betheiligten. Der Großherzog nahm bei dem Kreisrath das Frühstück ein und sah von hier den Festzug der Schützen- und Turnvereine an, um dann hinauf auf den Rochusberg zu fahren, die Festhalle und die Schießstände zu besichtigen und endlich noch eine Fahrt auf den Scharlachkopf zu unternehmen. Nach der Rück kehr auf den Festplatz besuchte der Großherzog die Festhalle, wo sämmtliche Vereine nochmals vor dem Großherzog defilirten. Die Rückkehr erfolgte Abends.

Berlin. Prinz Wilhelm ist zum Comman deur des 1. Bataillons 1. Garderegiments zu Fuß ernannt worden.

Legationsrath von Plessen aus London begab sich gestern zum Fürsten Bismarck nach Friedrichsruh. Derselbe reist von dort direct nach Petersburg, um während der Abwesenheit v. Schweinitz's als Geschäftsträger zu fungiren.

2. Oct. Der Staatsminister v. Bötticher hat sich gestern zum Fürsten Bismarck nach Friedrichsruh begeben.

Posen. Die Posener Ztg. meldete, Ledo chowski habe auf die Wiedereinsetzung als Erz bischof von Posen-Gnesen verzichtet und dies dem hiesigen Prälaten brieflich mitgetheilt. Das Posener Tageblatt und der Kuryr Poznanski bestreiten jedoch die Richtigkeit dieser Mittheilung.

Kiel. S. M. S.Leipzig, 12 Geschütze, Comm. Corv.⸗Capt. Herbig, ist am 7. August von Hakodate nach Wladiwostock in See ge

Wolf, je 4 Geschütze, Comm. Corv.⸗Capt. Klausa und Capt.-Lieut. v. Raven, sind am 16. August in Shanghai eingetroffen.

Metz, 2. Oct. Der Reichstags-Deputirte Antoine ist gestern Abend unter der Anklage des Landesverraths verhaftet worden.

München. Geheimer Legationsrath v. Rud

hardt ist zum außerordentlichen bayerischen Ge⸗ sandten und bevollmächtigten Minister am kgl. sächsischen Hof ernannt worden.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Pest, 1. Oct. Das Abgeordnetenhaus constituirte sich heute für die letzte Session und wählte Baron Szontagh zum Vicepräsidenten. Der Präsident bleibt während der ganzen Legislaturperiode derselbe.

2. Oct. In der gestrigen Conferenz croa tischer Abgeordneten bemerkte Tisza, er werde in der Wappenfrage von der Legislative die Voll machten verlangen, welche eine befriedigende Lös ung herbeiführen werden; er werde sich für Wap pen ohne Aufschrift aussprechen. Sobald die Ord nung vollständig wieder hergestellt sei, werde der constitutionelle Zustand wieder ins Leben treten; begründeten Klagen werden die Ressort ministerien abhelfen.

Schweiz. Bern, 2. Oct. Der deutsche Kronprinz ist gestern hier eingetroffen.

Holland. Haag. Die Regierung legte den Kammern Gesetzentwuͤrfe vor, betreffend Wieder herstellung des Eingangszolles auf Cerealien und Holz, auf Erhöhung der Spirituosensteuer um drei Gulden, temporäre Erhöhung des Zuschlags auf die Personalsteuer um zwanzig Prozent, auf die Erbschaftssteuer um zwölf Prozent.

Dänemark. Kopenhagen, 1. Oct. Der Reichstag ist eröffnet worden. Das Folkething wählte den Führer der radicalen Linken, Berg, mit 62 Stimmen zum Präsidenten, das Landsthing wählte den bisherigen Präsidenten Liebe wieder. Das dem Folkething vorgelegte Budget weist eine Gesammteinnahme von 53½ Million und eine Gesammtausgabe von 51⅜ Million Kronen auf. Die Zunahme des Staatsvermögens wird auf 3 Million und die Abnahme der Staats schuld auf 2 Million veranschlagt.

gangen. S. M. KanonenbooteIltis und

Frankreich. Paris, 1. Oct. Präsident

Grevy machte gestern dem König von Spanien im Namen Frankreichs Entschuldigungen wegen der mißliebigen Kundgebungen, deren Urheber er nicht mit Frankreich verwechseln dürfe. Grevy bat den Koͤnig, Frankreich einen neuen Beweis seiner Sympathie zu geben, indem er die Ein ladung zum Banket im Elysée annehme, an welchem alle Mitglieder der Regierung theil nehmen würden, und wo er die wahren Gefühle Frankreichs gegen ihn kennen lernen würde. Der König erwiederte, er sei von freundlichen Gefühlen für Frankreich beseelt nach Paris ge kommen und wolle dieses durch Annahme der Einladung auf's Neue beweisen. Der König ist übrigens heute Morgen schon abgereist. Es ist kein weiterer Zwischenfall vorgekommen.

1. Oct. Ferry und Challemel-Lacour conferirten heute längere Zeit. Das Gerücht von der Demission des Kriegsministers gewinnt an Glauben.

2. Oct. Ferry conferirte gestern mit Grevy. Der für heute Vormittag anberaumte Ministerrath wurde abgesagt. Bis jetzt demis sionirte kein Minister. Der Zwiespalt zwischen Thibaudin und den übrigen Ministern ist indeß notorisch. Angeblich sind noch zwei andere Mi nister, darunter Challemel-Lacour, entschlossen, gesundheitshalber zu demissioniren. Es heißt, Ferry hielt Grevy einen ausführlichen Vortrag uber die Lage. Die Lösung der Keisis wird noch im Laufe der Woche erwartet. Das Journal Paris sagt bei Besprechung von Ein mischungen Wilsons, des Schwiegersohnes von Grevy, in die Regierungsgeschäfte: Die Ministet ergriffen die Initiative, um Grevy in aller Ehrerbietung eine Reihe von Schriftstücken vot zulegen, welche geeignet sind, Grevy über die Schwere des getriebenen Mißbrauchs aufzuklären.

Spanien. Madrid, 1. Oct. Gestern Abend trat ein Ministerrath anläßlich der Pariser Ma

nifestationen gegen den König zusammen. Die;

Journale sind sehr erregt und klagen die fran zösische Regierung wegen unzureichender Maß regeln an. Die Correspondencia glaubt, die Regierung werde eine Protestnote nach Paris senden und die Besttafung der Urheber der Manifestationen verlangen. Einigen Journalen

zufolge umstellte der hiesige Präfect die hiesige

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