Ausgabe 
2.8.1883
 
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Im Interesse der Petroleumverkäufer des Kreises geben wir bekannt, zur feuerfesten Lagerung von Petroleumfässern construirt hat, f 1 Anordnungen entspricht und im Falle seiner 0 ö a Circulare, welche eine nähere Beschreibung des Apparates enthalten, können bei uns einge

eisernes Magazin

eingezogenen technischen Begutachtung den gesetzlicher festen massiven Gehäuses entbehrlich machen wird.

sehen und soweit Vorrath reicht, abgeholt werden.

Arbeitsversteigerung. Betreffend: Die Unterhaltung der Kreisstraßen.

Samstag den 4. August, Vormittags um 9 Uhr, sollen im Gasthaus zur Gerste zu Rockenberg die bei Erbauung einer Nothbrücke über die Wetter vorkom⸗

menden Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: 1) Erdarbeit, laut Kostenüberschlag 2) Zummerarbeit, laut Kostenüberschlag 3) Schmiedarbeit, laut Kostenüberschlag

Zeichnung, Kostenüberschlag und Bedingungen liegen auf dem Burau des Bezirksbauoufsehers Metzger zu Butzbach zur Einsicht off en.

Friedberg den 30. Juli 1883.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

127,00 Mark, 70890

24,00 in Accord gegeben werden.

daß Schlossermeister Joseph Deutsch zu Darmstadt ein mobiles welches nach einer von Großherzoglichem Polizeiamt Darmstadt

Anwendung zumeist die Mauer eines feuer⸗

Arbeiteversteigerung.

Betreffend: Die Unterhaltung der Kreisstraßen.

Freitag den 3. August, Morgens um 9 Uhr, sollen auf dem Bureau des Bezirksbauaufsehers Metzger zu Butzbach die Reparatur von 2 Wegweisern und Lie⸗ ferung eines neuen Wegweisers, veranschlagt zu und das Anstreichen von 50 Stück Wegweiser, veranschlagt zu 5 nach den bei der Versteigerung bekannt gegeben werdenden Bedingungen, öffentlich

31 Mark 300

Friedberg den 30. Juli 1883.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei lage Nr. 18, enthalt:

1. Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Kirchen⸗ und Schulbaufonds für Rheinhessen vom Jahr 1879, 11. 1880 und 111. das:. Quartal 1881.

IV. Uebersicht der für 1883/84 genehmigten Umlagen in den israel. Relgem. des Kr. Friedberg.

v. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft.

VI. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft.

VII. Dienstnachrichten. Es wurde der Musiker Becher zum Hofmusiker ernannt; dem J. Heineck aus Alsfeld das Patent als Geometer 1. Kl. für den Kreis Lauter⸗ bach, dem F. Lohnes aus Höchst das Patent als Geo meter 2. Kl. für den Kreis Alzey ertheilt ö f

Ii. Coneurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die ev. Pfarrstelle zu Gundernhausen, Gehalt 3682 M. Eine Lehrerstelle zu Nieder-Flörsheim, Gehalt 90 M. Die Lehrerstelle zu Planig, Gehalt 1000 M. Die Lehrer- stelle zu Höllerbach, Gehalt 900 M.; dem Fürsten zu Löwen stein⸗Wertheim-Rosenberg und dem Grafen zu Erbach⸗ Schönberg steht das Präsentatlonsrecht zu. Die Lehrer stelle zu Ober-Ostern; dem Grafen zu Erbach-Erbach stebt das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle zu Ober-Hainbrunn, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach Fürstenau steht das Präsentatlonsrecht zu. Eine Lehrer⸗ stelle zu Heßloch, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Gaulsheim, Gehalt 900 M.

Berlin. Der Nationalzeitung zufolge be gibt sich der König von Spanien am 3. August über Paris nach München, dann nach Wien und schließlich nach Berlin, wo er, von seinem Kriegsminister, dem Minister des Auswärtigen, dem Oberhofmeister Herzog Serto und zahlreichem Gefolge höherer Offiziere begleitet, eintrifft.

Homburg v. d. H. Die Ankunft der Kaiserin wird auf Ende August oder Anfang September erwartet. Die Kaiserin wird dann bis zu den Manövern und während derselben hier verweilen. Die Einrichtungen der Wohn ungsräume werden eben im Schlosse einer Neu herstellung unterzogen. Im Laufe dieser Woche wird der Großherzog von Mecklenburg hier zur Kur erwartet und am 15. August trifft der Prinz von Wales hier ein, welcher bis nach Beendigung der Manöver verweilen wird.

Ausland.

Schweiz. Genf, 31. Juli. Ein hier in Scene gesetzter Anarchisten-Crawall, bei welchem die Anführer Ausländer waren, wurde sofort unterdrückt.

Belgien. Brüssel, 31. Juli. Die Depu tirtenkammer lehnte die Eingangs-Zölle auf Cacao, Weinessig und Essigsäure mit 67 gegen 48 Stimmen ab.

Frankreich. Paris, 31. Juli. Die Regierung setzte das außerordentliche Budget auf 264 Million fest und beschloß, dem Parlament noch den Entwurf der am 8. Juni zwischen dem Bey von Tunis und Cambeau vereinbarten Convention zu unterbreiten. In dieser Convention verpflichtet sich der Bey zur Erleichterung der Ausübung des französischen Protectorats diejenigen Reformen in der Ad ministration, der Justiz- und Finanzverwaltung einzuführen, welche Frankreich für angezeigt halten wird. Die französische Regierung garan tirt eine Anleihe zur Conversion der tunesischen Schuld, der Bey verspricht keine neue An

leihe ohne die Zustimmung Frankreichs zu con trahiren.

Großbritannien. London, 30. Juli. Aus Kapstadt wird von heute gemeldet: An Bord des SchiffesKifauns Castle wurde ein Passagier, in welchem man James Carey, den Angeber in dem Dubliner Prozesse vermuthete, durch einen andern Passagier, Namens O' Donel, erschossen. 31. Juli. Nach einer weiteren Meldung aus Kapstadt gilt kein Zweifel über die Identität des Ermordeten mit dem Kronzeugen Carey. Der Ermordete starb, ohne ein Wort sprechen zu können. Der Mörder ist ein ameri kanischer Irländer, eine Höllenmaschine wurde in seinem Besitze gefunden. Derselbe leugnet, vor seiner Ankunft in Kapstadt Carey gekannt zu haben.

31. Juli. Unterhaus. Northcote stellt den bekannten Adreßantrag betreffs der Suez canalfrage. Gladstone bekämpft die jüngsten Lehren Salisbury's, daß England allein das Recht der Einmischung in die Frage habe und Territorial-Rechte durch das Juteresse des Welthandels umgestoßen werden können; ein britischer Canal sei nur auf britischem Gebiet möglich. Northcote's Antrag würde Lessep's Privilegium in ein Nichts verwandeln. Lessep's Ansprüche bestehen schon seit 1872 und sind mithin dem letzten Cabinet bekannt. Die Kammer kann überdies eine Frage nicht entscheiden, die nur ein egyptisches oder ein internationales Tribunal entscheiden kann. Die Kammer ist durch die Action der Regierung nicht gebunden. Glad stone verlangt die Verwerfung des Antrages Northcote's, dessen Annahme den anderen Legis laturen ein schlechtes Beispiel geben würde und für den Versuch, die Rechtsfrage zu entscheiden, die Sache verwickeln würde. Das Haus ver warf Northcote's Antrag.

Italien. Mailand, 30. Juli. Der König ist Abends nach Neapel abgereist.

Türkei. Konstantinopel, 31. Juli. Der Sultan hat das Reorganisationsstatut für die türkische Armee genehmigt; die raschere Mobili sirung und eine verstärkte Centralisation der Armeeverwaltung sind die Hauptgrundsätze des Statuts.

Amerika. New⸗ Pork, 29. Juli. Der spanische Gesandte Barca entleibte sich heute im Albemarle-Hötel mittelst eines Pistolenschusses. Der Selbstmord ist financiellen Schwierigkeiten und jüngsten, unglücklich ausgefallenen Börsen speculationen zuzuschreiben. Der Verstorbene war eben im Begriff, Europa zu besuchen.

Mexico, 26. Juli. Heute hat hier die Aus wechselung der Ratificationen des deutsch-ameri- kanischen Freundschafts-, Handels- und Schiff- fahrtsvertrages vom 5. Dez. 1882 stattgefunden.

Aus Stadt und Land.

Friedberg. Unter den mannigfachen Vereinsge bilden, welche zur Erreichung ihrer gemeinnützigen Be strebungen wieder und wieder die thatkrästige Mithülfe des Publikums in den weitesten Kreisen Deutschlands anrufen müssen, nimmt ohne Zweifel der vor 2 Jahren von dem leider zu früh abgerufenen Professor Beneke gegründete Verein für Kinderheilstätten an den Deutschen

Seeküsten eine hervorragende Stelle ein. Während seines zweijährigen Bestehens sind dem Verein an freiwilligen Beiträgen reichlich 80,000 M. zugeflossen, mittelst deren Hospitze in Norderney, Wyk a. Föhr, Gr. Muritz und Zoppot errichtet worden sind. Zum Theil freilich hat sich der Vorstand, da die erwähnte Summe weitaus nicht für die Herstellung größerer Anstalten ausreichte, mit recht provisorischen Einrichtungen sich behelfen müssen und jedenfalls bleibt noch ein sehr dringlicher Bedarf zu decken uͤbrig. In Norderney z. B. ist bislang nur ein völlig unzureichendes kleines Haus mit ca. 40 Betten vorhanden, während sich für das vierfache dieser Zahl ein unabweisbares Bedürfniß zeigt. Von Seiten unseres Kaiserhauses wird dem Verein die vollste Sympathie ent⸗ gegengebracht. Kaiser Wilhelm hat dem Verein zum Bau eines großen National Hospitzes in Norderney die bedeutende Summe von 250,000 M. unter der Beding ung bewilligt, daß die weiter erforderlichen 250,000 M. bis zum Schlusse des Jahres 1883 in anderer Weise durch den Verein beschafft werden. Das Nronprinzliche Paar hat das Protektorat über den Verein übernommen und aus dem Silberhochzeitsfonds einen namhaften jähr lichen Beitrag in Aussicht gestellt. Da der Vorstand nicht im Stande ist, im Wege freiwilliger Sammlungen in so kurzer Frist die erforderliche große Summe auf zubtingen, so hat er sich beim königl. preuß. Staats- ministerium um Bewilligung einer Gold- und Silbeer Lotterie bemüht nnd es ist diese Concession denn auch zur großen Freude aller Betheiligten gewährt worden. Es wird die Ausgabe von 700,00) Loosen a 1 M. ge plant und der Centralausschuß der hygienischen Aus- stellung hat mit Rücksicht auf die vom Vereine verfolgten Zwecke bereitwilligst den Verkauf der Loose auf der Aus- stellung genehmigt. Die Leitung der geschäftlichen Seite des Unternehmens und die Begebung der Loose ist der Deutschen Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius u. Co. in Berlin und der Oldenburgischen Spar- und Leihbank in Oldenburg, übertragen. Bei den übrigen Bundesstaaten ist ebenfalls die Concession für diese Lotterie nachgesucht und es steht zu hoffen, daß die Loose in kurzer Zeit abgesetzt werden und der segensreich wirkende Verein damit sofort in den Besitz der Mittel gelangt, welche der große Bau in Norderney beansprucht. Die Ziehung ist auf den 15. Januar 1884 festgesetzt. Die Hälfte des Betrags der verkauften Loose wird zum An kauf der Prämien benutzt werden. Letztere bestehen nur aus preiswerthen Gold- und Silbersachen und zwar sollen die höchsten Treffer im Werthe von 59,000, 20,000 und 10,000 M. aus Gold- und Silbersäulen formirt werden. Loose können durch den hiesigen Vorschuß- und Credit⸗ Verein e. G. bezogen werden.

Allerlei.

Wiesbaden, 30. Juli. Am Samstag, Abends um 10 Uhr, also um dieselbe Zeit, als das verhängnißvolle Erdbeben auf der Insel Ischia stattfand, sind auch in Wies baden leichte Erdschwankungen wahrgenommen worden.

Rüdesheim, 28. Juli. Heute Vormittag wurde der Kopf der Germania-Statue aufgezogen. Derseibe war vorher nebst der Krone zur Ansicht des Publikums ausgestellt und die große Wenge der Zuschauer war entzückt über den prachtvollen Anblick. Um ½j12 Ubr war der Kopf aufgesetzt, ein Hurrah erscholl vom Ge rüste, die Böller donnerten von der Höhe und auch von Rüdesheim und Bingen, die Häuser wurden be flaggt, die Seminaristen von Boppard sangen von der Terrasse des DenkmalsDie Wacht am Rhein und ein doppelt dreifaches Hoch erscholl dem Gießer, v. Miller, aus dessen Gießerei in München das nunmehr vollendete Kunstwerk hervorgegangen ist.

Wien. Die electrische Ausstellung wird am 16. Aug eröffnet.

Nyiregyhaza, 30. Juli. Der Vertheidiger Eötvös hielt heute sein Plaldoyer und wies zunächst die Behaupt ung Szalays zurück, daß die Vertheidigung Belastungs- zeugen durch ihre Fragen einer Tortur unterzogen. Szalay babe seinerseits die Angeklagten, die sich seit Jahr und Tag nun im Kerker befänden, des Fanatismus und des Mordes geziehen; das sei für dieselben gewiß mehr Tortur gewesen, als für freie Zeugen ein halbstündiges Examen. Der Anklage fehle der objeetive Thatbestand

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