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zichten.
Dienstag den 25. April, Vormittags 8 Uhr,
Montag den 19. Juni, Vormittags
Feldgerichtstermine:
8 Uhr,
Montag den 21. August, Vormittags 8 Uhr,
Friedberg am 10. März 1882.
Montag den 23. October, Vormittags 9 Uhr, Montag den 18. Dezember, Vormittags 9 Uhr.
Großherzogliches Amtsgericht Friedberg.
Süffert.
Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 10. März. Die gestrige Debatte, die in der zweiten Kammer über Auf— hebung der Besteuerung der Einlagen der Wein— händler gepflogen wurde, war im Gegensatz zu denjenigen auf früheren Landtagen kurz. Alle Redner waren darin einig, daß diese Abgabe nicht länger aufrecht zu erhalten sei, da sie unseren ehemals blühenden Weinhandel enorm schädige, schon in's Ausland getrieben, wo diese besondere Gewerbesteuer, denn um eine solche handele es sich, nicht bestehe. Bei der heutigen zweiten Lesung des Etats der Landesuniversität und technischen Hochschule wurden die Abstriche verschiedener Institute der Universität, die Wasser— burg und Racké beantragt, nicht genehmigt. Die Forderung für die technische Hochschule wird genehmigt, die Kammer erklärte sich aber gegen den Fortbestand der technischen Hochschule und wurde der Antrag des Finanzausschusses, „das Ersuchen an die Großh. Regierung zu richten, die Anstalt bei fortdauernder geringer Frequenz mit Ende der Budgetperiode aufzu— heben“, mit 25 gegen 22 Stimmen angenommen. Sodann wurden für Schutzarbeiten am Dien— heimer Berg 25000 Mr. bewilligt, der Dittmar'sche Antrag auf Errichtung einer Beschälstation in Butzbach angenommen, dagegen eine Petition aus Biblis wegen Ersatz des durch Eisgang entstandenen Schadens abgelehnt.— 11. März. Die zweite Kammer genehmigte heute die Proro— gation des Finanzgesetzes auf die Monate April und Mai, worauf Hanstein über den Böhm'schen Antrag, das Tabakmonopol betr., berichtete. Des Ausschuß beantragte, die Regierung zu ersuchen, sich im Bundesrath gegen Einführung des Tabakmonopols zu erklären, welchen Antrag Hanstein unter näherem Hinweis auf die Lage der Gießener Tabaks-Industrie rechtfertigte. Staatsminister v. Starck gab die Erklärung ab, daß das Staatsministerium in dieser Frage noch keine Stellung genommen. Schröder führte aus, daß die Kammer berufen sei, das Interesse Hessens zu wahren, was nur durch Annahme des Ausschußantrags geschehen könne. Hierauf wurde mit 23 gegen 19 Stimmen der Ausschuß— antrag angenommen, worauf sich die Kammer einstweilen vertagte.
Berlin, 10. März. Abgeordnetenhaus. Das Abgeordnetenhaus setzte die zweite Be— rathung des Etats des Handelsministeriums fort und genehmigte den Rest der ordentlichen Aus— gaben und der Extraordinarien. Ebenso wird der Etat des Finanzministeriums genehmigt. — 11. März. Der Präsident theilt mit, daß der Abgeordnete Brauchitsch gestern am Herzschlag gestorben sei. Das Haus ehrt sein Andenken durch Erheben. Es folgt die dritte Berathung übr den Ankauf von Privatbahnen. Köhler beantragt eine Zurückstellung dieser Be— rathung, weil er und seine Freunde nicht für das Gesetz stimmen könnten, wenn nicht zuvor das finanzielle Garantie-Gesetz festgestellt sei. Nach mehreren Reden wird der Antrag von Köhler angenommen und das Gesetz zurückgestellt. Bei dem Etat der indirecten Steuern ersucht Neumann, den Brückenzoll in Küstrin aufzuheben. Minister Bitter erklärt, der Brückenzoll könne nur im ganzen Land allgemein aufgehoben wer— den. Dies sei zur Zeit nicht möglich; der Staat könne nicht auf eine so große Einnahme ver— Einnahmen und Ausgaben werden ge— nehmigt bis auf Cap. 9, Zoll- und Steuer— erhebung. Diese werden an die Budget-Com— mission verwiesen. Dann wird der Etat des Cultusministers ohne Debatte genehmigt.
— 10. März. Der permanente Ausschuß des Volkswirthschaftsraths nahm die§§ 32 bis 36 der Monopolvorlage mit geringen Aender—
ungen an. Bei den Strafbestimmungen(§ 37 bis 57) wurde allgemein möglichste Milde em— pfohlen. Die Uebergangsbestimmungen(§ 57 bis 60) wurden wesentlich nach der Regierungs— vorlage genehmigt.— 11. Maͤrz. Der Ausschuß nahm zu§ 66 den Antrag an, wonach alle diejenigen, welche Geschäft vier(statt fünf in der Vorlage) betrieben, einen Entschädigungs— anspruch haben sollen, genehmigt ferner unter Rücksichtnahme auf Hamburg und Bremen die betreffende Resolution und nach Annahme der übrigen§ das ganze Gesetz mit 16 gegen 9 Stimmen. Der Ausschuß genehmigte hierauf die Resolution, wonach bei Vergebung von
Verschleißstellen vorwiegend Diejenigen zu berück-
sichtigen sind, welche ihre Fabrikate selbst ganz oder theilweise im Detail an Consumenten verkaufen.
— 11. März. Der Landes⸗-Eisenbahnrath wurde von der Commission mit 7 gegen 7 Stim— men abgelehnt.
München, 11. März. Der Reichsrath berieth den Beschluß der zweiten Kammer, der gegen das Tabakmonopol gerichtet ist. Nach Schluß der Debatte wird der Antrag der zweiten Kammer, den Vertreter im Bundesrath anzu— weisen, daß er gegen das Monopol stimme, mit 32 gegen 12 Stimmen abgelehnt.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 10. März. Die Einberufung der Reichsraths-Delegationen soll unmittelbar bevorstehen.
— Abgeordnetenhaus. Der Finanzminister brachte eine Gesetzvorlage, betr. die Bedeckung des Deficits von 33,785,677 Gulden durch eine fünfprocentige Papierrente, ferner einen Gesetz— entwurf betr. der Bedeckung des außerordent— lichen Operations-Credits ein. Das Haus setzte die Berathung des Ackerbau-Budgets fort.
— 11. März. Das Journal„Narodni Listy“ meldet, daß die Truppen Dragalj, den Haupt— punkt der Insurrection, besetzt haben, der Verlust derselben ist gering. Uebereinstimmenden Mel— dungen hiesiger Blätter zufolge, wäre die ganze Crivoscje unterworfen, die Insurgenten in wilder Flucht und in der Richtung auf Montenegro zurückgeworfen.
Pest, 11. März. Das Unterhaus nahm mit großer Mehrheit das Budget an.
Frankreich. Paris, 10. März. Roustan ist angekommen und conferirte mit Freycinet wegen der finanziellen und administrativen Reor— ganisation von Tunis.
— Dem„Temps“ zufolge nahm Freycinet die Demission des französischen Finanz⸗Contro⸗ leurs in Egypten, Blignières, an. Der Director für die Buchführung des Ministeriums des Aeußern, Bredif, geht als interimistischer Con—
troleur nach Egypten anstatt Blignidres. Großbritannien. London, 10. März. Das Unterhaus verwarf mit 303 gegen 219 Stimmen den Autrag Gibson's auf Uebergang zur Vorfrage und nahm Gladstone's Antrag gegen die Untersuchung der irischen Landacte mit 303 gegen 235 Stimmen an. Die Anhänger Parnell's enthielten sich der Abstimmung bei dem ersten Votum und stimmten bei dem zweiten mit der Minorität. Windsor. Mac Lean ist unter der Anklage des Hochverraths vor die Assisen verwiesen. Türkei. Konstantinopel, 10. März. Der russische Dampfer„Moskowa“ mit 1000 Sol— daten und Munition für Sibirien lief ohne Ermächtigung in den Bosporus ein. Die Pforte richtete an Novikoff eine Note, in welcher sie gegen diese Unregelmäßigkeit protestirt, zur Weiterfahrt des Dampfers jedoch ermächtigt. Rumänien. Bukarest, 10. März. Die
Boeresco vorbereitet.
[Kammer bewilligte mit 69 gegen 3 Stimmen
die angeforderten 4 Million zur Armeeaus rüstung,
begann darauf die Berathung des Grundbesitz— gesetzes für die Dobrudscha. parlamentarischen Untersuchungs-Commission con—
Der Bericht der
statirt, daß die Commission in dem Ministerium des Aeußeren zwei Entwürfe im grünen Buch vorfand, welche die Wieder-Abtretung von Bess—
arabien betreffen, auf die sich die Anklage von
Kogalniceano richtet. Ein Entwurf sei von Kogalniceano, der andere von seinem Nachfolger Beide Grünbücher ent— hielten Documente, in denen die Stellen, welche persönliche Fragen behandeln, unterdrückt seien. Hierdurch werde jedoch an dem Sinn der Do— cumente Nichts geändert. Kogalniceano suchte nach der Vorlegung des Berichtes nachzuweisen, daß zahlreiche Stellen unterdrückt worden seien. Der Minister Statesco suchte aber darzuthun, daß die Anklagen Kogalniceano's in Nichts zer— fallen, weil die Grünbücher nie vertheilt wur— den. Der beste Beweis, daß die Anklage un— begründet, sei die Weigerung Kogalniceano's, vor der Commission zu erscheinen, um seine Auträge zu pracisiren. Die Kammer ging schließ— lich zur Tagesordnung über.
Serbien. Belgrad, 11. März. Minister und Abgeordnete leisteten dem König den Eid der Treue. Der König erließ eine ausgedehnte Amnestie.
Griechenland. Athen, 10. März. Die Kammer wählte mit 127 gegen 76 Stimmen Spiridion Valoriti, den Oppositionscandidaten, zum Präsidenten. Der König wird Tricupis mit der Neubildung des Cabinets beauftragen.
Rußland. Petersburg. Russischen Blättern zufolge wird König Ludwig II. von Bayern zu den Krönungsfeierlichkeiten in Moskau erwartet.
Afrika. Tunis, 12. März. Südtunesische Insurgenten in der Stärke von 1000 Mann griffen unweit Eldjem die französische Recognos— cirungsabtheilung an, wurden aber zuruͤckge— schlagen. Es cursirt das Gerücht, die Jusur— genten proclamirten Ali-Ben-Kalifa zum Bey. Fliegende Colonnen sollen von Gafza und Gabes nach der tripolitanischen Grenze gehen.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Am 16. März beginnen die öffentlichen Prüfungen am hiesigen Schullehrerseminar. Im ver⸗ flossenen Schuljahr war das Seminar von 146 Zög⸗ lingen frequentirt; am Schlusse des Schuljahres befanden sich noch 141 in der Anstalt, da einer starb, 6 aus- und 2 eintraten. In der ersten Klasse befinden sich 57, in der zweiten 48, in der dritten 43 Seminaristen. Von 36 vorige Ostern neu Eingetretenen sind 30 aus Ober⸗ hessen, 5 aus Starkenburg und einer aus Rheinhessen. Der Unterricht wurde von 12 Lehrern ertheilt.
Butzbach, 11. März. Gestern Abend um 7 Uhr 20 Min. wurde ein prachtvoll glänzendes Meteor be— obachtet, welches sich von Westen nach Osten über Butz⸗ bach hin scheinbar sehr langsam bewegte.
Butzbach, 10. März. Gestern wurde der alljähr⸗ lich hier stattfindende Frühjahrs-Fasel-Zuchtvieh- und Schweinemarkt abgehalten. Befahren war der Markt mit 52 Faseln, 135 Rindern, 58 Kühen und ca. 700 Schweinen, gegen fünfzig Fasel, dreißig Kühe, 80 Rinder 15 Kälber und elrea 400 Schweine im Vorjahre. Bei der mit dem Markt verbundenen Prämiirung erhielten Preise: A. Für Fasel, reine Berner Race: 1. H. Stoll, Nieder⸗Wöllstadt 30 M. 2. Chr. Schäfer, Ossenheim, erhält, da schon der Fasel früher prämiirt wurde, keine Geldprämie, sondern 5 M. Weggebühr. 3. Fr. Wetz, Münzenberg 15 M. Vogelsberger Race: 4. K. Sann, Ettingshausen 30 M. Allgäuer Race: 5. Postmeister Bender, Hof Griedel, kann leider, obgleich der Fasel ein wirkliches Prachtexemplar ist, da über 2 Jahr alt, keine Geldprämie erhalten, weßhalb 3 M. Wegverguͤtung ge⸗ währt wurde. Berner Bastard: 6. Jac. Stahl, Nieder⸗ Wöllstadt 30 M. 7. G. Wilh. Schmidt, Reichelsheim 20 M. 8. Karl Bopp, Reichelsheim 16 M. 9. Ludw. Fauerbach, Nieder-Wöllstadt 15 M. 10. H. Bausch 111. Nieder⸗Wöllstadt 14 M. 14. Karl Kammer, Birklar 12 M. 12. H. Schmollbach, Rodheim 10 M. B. für Rinder, reine Berner, Berner Bastard und Vogelsberger Race: 1. Fr. Bausch, Nieder-Wöllstadt 25 M. 2. Wilh. Schutt, Rockenberg 25 M. 3. Adam Sparwasser, Buß⸗
bach 3 M. 4. Adam Heinz, Griedel 20 M. 5. Karl
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