Ausgabe 
14.3.1882
 
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de Kosten der Unterhaltung der Kreisstraßen

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Heil, Butzbach 3 M. 6. Ph. Mäller, Oberhoͤrgern 18 M. 7. Jean Steinhäuser, Butzbach 3 M. 8. H. Bender, Griedel 16 M. 9. Joh. G. Marx, Nieder ⸗Weisel 15 M. 10. B. Häuser V., Nieder- Weisel 12 M. 11. Joh. Reneter, Oppershofen 10 M. 12. H. K. Muller, Gam⸗ bach 10 M. 13. K. Bingel, Gambach 9 M. 14. Matth. Ohly, Holzheim 8 M. 15. Kaspar Antoni, Oppers⸗ bofen 8 M. 16. Heinrich Schmidt, Oberhörgern 7 M. 17. Jul. Fenchel, Griedel 6 M. 18. Martin Kuhl, Holzheim 6 M. 19. Ludw. Kisselbach, Butzbach 3 M. 20. Fr. Lang, Griedel 5 M. 21. Wilh. Dürr, Griedel 5 M. 22. G. Pfeifer, Griedel 5 M. 23. Jac. Sulz⸗ Oppershofen 4 M. 24. H. Magel, Gambach 25. Matth. Schneider, Ostheim 4 M. 26. Ph. Ihr. Böcher, Södel 4 M. 27. Herm. Reitz, Butz bach 3 M. 28. K. Klein, Bußzbach 3 M. 29. J. Sommer, Gambach 3 M. 30. Zeiß, 3. Gambach 3 M. Offenbach, 10. März. Heute Worgen ließ sich wischen hier und Muͤhlheim in der Krümmung unweit der Waldecke Hülfsbahnwärter Schultheiß von hier von dem ersten Zug, der von Hanau um 6 Uhr 43 Min. dier eintrifft, überfahren. 2. Hofheim. Bekanntlich hat die Verwaltung der 5 Sabel für bedürftige, entlassene Pfleglinge

es Landes hospitals Hofheim in ihrem letzten Jahres 5 19 über die bereits vor mehreren Jahren erfolgte

Hründung einer unter der Leitung und Aufsicht der nstaltsärzte stehenden Colonie entlassener Pfleglinge in em der Anstalt benachbarten Orte Crumstadt ausführ chere Mittheilung gemacht. Veranlassung zu der Grün ung dieser Colonie, welche, wie uns mitgetheilt wird, egenwärtig aus 18 Personen besteht, von welchen die Mehrzahl auf Kosten von Armenverbänden und mit Hülfe er von der Hofheimer Unterstützungskasse gewährten Mittel verpflegt wird, gab einestheils die seit Jahren u den beiden Irrenanstalten des Landes herrschende Saumnoth, und anderntheils die Erfahrung, daß den us dem Pflegeverband der Anstalt Ausgeschiedenen in er Regel, wenn sie der öffentlichen Fürsorge anheimfallen, n überaus trauriges Loos zu Theil wird. Die der erwaltung der Unterstützungskasse zur Verfügung stehen⸗ en Mittel reichen indessen nicht hin und hat sich dieselbe rater diesen Umständen veranlaßt gesehen, die Hülfe edler Denschenfreunde in weiteren Kreisen aufzusuchen und sich diesem Zwecke vor Kurzem zunächst an dle evangelische und katholische Geistlichkelt, sowie an die Rabbinate des Endes mit der Bitte gewendet, für das in Frage stebende Internehmen in dem Kreise ihrer beruflichen Thätigkeit trch Kräften wirken zu wollen.

Das neue Wegbaugesetz. Nach dem Gesetz vom 27. April 1881, den Lau und die Unterhaltung der Kunststraßen im Croßherzogthum Hessen betreffend, welches am 1 April d. J. zur Ausführung kommt, werden

zr Hälfte von dem betreffenden Kreise, zur anderen Hälfte von der Provinz getragen. Die Uiterhaltungsvoranschläge aber sind dem Pro daizialtag zur Genehmigung vorzulegen(Art. 15). Es bedarf hiernach keiner besonderen Aus sihrung, von wie großer Wichtigkeit es ist, daß a dem hohen Werth der Kunststraßen und den fc bedeutenden Kosten ihrer Unterhaltung, die ichte Art derselben gefunden wird und daß de gleichmäßige Behandlung in der ganzen Provinz stattfindet. Zu diesem Zweck glaube ich, auch auf Grund facher Erfahrungen und Beobachtungen fol ende Bemerkungen machen und der Erwägung uheim geben zu sollen: 1) Nach dem seitherigen, fast überall im Hoßherzogthum eingehaltenen Verfahren werden Hanutlich die zur Unterhaltung der Kunststraßen m higen Steine auf dem oft nicht übermäßig breiten Beg oder Pfad für Fußgänger neben der Fahr siße, mit einem nicht unbedeutenden Kosten awand in künstlichen Haufen aufgesetzt, um hernach von den Steinklopfern zu Chaussee stuen zerkleinert zu werden. Nach der Zer kenerung werden die Steine wieder mit einem gwissen Kostenaufwand gemessen und bleiben Aedann in der Regel vom Frühjahr bis zum Sätherbst auf dem sogenannten Pfad für Fuß zu ger sitzen. Die sich hieraus ergebenden Mißstände be Men nun, abgesehen von unnöthigen Meßkosten, uptsächlich darin, daß man den Fußpfad rend des größten Theils des Jahres nicht Wprechend benutzen kaun, namentlich nicht in Dunkelheit, daß das Zerschlagen der Steine der Chaussee für den Verkehr nachtheilig, für Menschen und Thiere, wegen des Ab Migens von Steinsplittern, Aufstellen von dfängen von Seiten der Arbeiter 2c, geradezu

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und Wetter ausgesetzt sind.

material in der Nähe der einzelnen Ortschaften, oder theilweise in den Steinbrüchen selbst, leicht abzuhelfen.

Durch solche Einrichtungen wurde auch bei dem Bau neuer Straßen viel Geld und Land durch die Anlage schmälerer Fußpfade gespart werden, welche alsdann auch ihrer eigentlichen Bestimmung müßten erhalten bleiben.

2) Wahrend man seither, wie bemerkt, die Steine auf den Fußpfad gesetzt und damit den Verkehr auf die peinlichste Weise gestört und gefaͤhrdet hat, hat man das den Boden be festigende und schützende Gras mit einem be deutenden Kostenaufwand mit den Wurzeln stets entfernt. Die Folge hiervon war, namentlich in den Gegenden mit schwerem Boden, daß bei nassem Wetter diese kostspieligen Fußpfade absolut nicht zu benutzen sind und ebenso die gleichmäßig behandelten Reitwege.

In anderen Ländern, welche in der Straßen unterhaltung Fortschritte gemacht haben, hält man das Gras kurz, hat dadurch immer einen festen Boden und spart viel Geld. Auch wagt man es hier nicht, so viel Land durch das Be setzen mit Steinen dem Verkehr, seiner eigent lichen Bestimmung, zu entziehen. Was nun 3) die Hauptsache, die eigentliche Unter haltung der Fahrstraßen selbst anbelangt, nämlich das sogen. Decken derselben mit Chausseesteinen, so befindet man sich in dieser Beziehung auch noch in den Uranfängen dieser eigenthümlichen Straßenconstruction. Im Herbst nämlich, be sonders im Monat Oktober und November, werden bekanntlich die Kunststraßen, je nach Bedürfniß, einige Zoll hoch mit den geschlagenen Chausseesteinen überschüttet und es wird den verkehrenden Fuhrwerken überlassen, diese lose Masse festzufahren. Welche Thierquälerei, welche schwere Beschädigung an Thieren und Fuhr werken, welche Verminderung der Fahrlast hier durch verursacht wird, ist erstaunlich. Aber noch erstaunlicher ist es, daß man einer solchen, wahr haft empörenden Einrichtung nicht schon längst ein Ende gemacht, daß man noch nicht allgemein die ursprüngliche Behandlung der Straßen, welche ja seiner Zeit, im Verhaͤltuniß zu früheren Straßenzuständen allerdings wünschenswerth und zweckmaͤßig erschienen, längst verlassen resp. ent sprechend verbessert hat. Uunbegreiflich ist es, daß sich Thierschutz- und Landwirthschaftliche Vereine ꝛc. nicht mehr bemühen, diese Quälereien und so bedeutende Beschaͤdigungen an werth vollem Material zu beseitigen. In jenem alt modischen Verfahren liegt aber auch eine schwere Schädigung der Baukasse selbst. Denn diejenigen Chausseesteine, welche nicht durch glücklichen Zufall, wozu rechtzeitiges Regenwetter und passendes Treffen des nivellirenden unglücklichen Fuhrwerks gehoren, fest- und zusammengefahren werden, sondern namentlich bei trockenem und kaltem Wetter massenhaft lose auf der Straße liegen bleiben, werden nun, nachdem sie einzeln, mit der Spitze nach oben liegend, den ziehenden oder laufenden Thieren, besonders dem Rindvieh und den Schafen, die schwersten Qualen bereitet und Beschädigungen verursacht haben, von diesen selbst und den Rädern der Fuhrwerke zur Seite und endlich in die Chausseegräben geschleudert. In den Ländern, in welchen man mit dem Material sparsamer umgeht und zugleich auf die Güte der Straßen und der Verkehrsmittel sieht, werden solche lose Steine sorgfältig gesammelt und je nach Bedürfniß in die, sich bald da bald dort durch die Benutzung der Straße mit schwerem Fuhrwerk bildenden Vertiefungen, Geleise, gebracht, wodurch zugleich größeren Fehlern und Beschwerlichkeiten vorgebeugt wird. Ist aber, was ja nach dem Verkehr, überall in langeren oder kürzeren Zwischenraͤumen, eine umfassendere Deckung der Straße nöthig, so ist

* ist und daß die Arbeiter ganz un

nöthiger Weise bei ihren Arbeiten, zum Nachtheil ihrer Gesundheit oder ihrer Arbkitszeit, Wind

Diesen Uebelstaͤnden ware durch die Er richtung von Lagerplaͤtzen fur das noͤthige Stein

gebreiteten Chausseesteine, feucht mit gutem Ab raum oder Kies und Sand, als leicht verbindende Elemente bedeckt und alsdann mit einer schweren Walze befahren werden.

Wenn man hiergegen die Umständlichkeit und Kostspieligkeit einer solchen Manipulation, welche in vielen Ländern eingeführt ist, etwa auführen will, denn etwas Anderes kann gar nicht da gegen angeführt werden, so bleibt zu bedenken, daß diese an sich gar nicht sehr bedeutenden Mehrkosten in gar keinem Verhältniß stehen zu den obenerwähnten großen Verlusten und Be schadigungen von Vieh und Fuhrwerken, welche gegenwärtig einen so sehr hohen Werth reprä sentiren. Es ist auch hier daran zu erinnern, daß nach den oben gemachten Vorschlägen auch gar mancheErsparungen gemacht werden können, welche dazu noch dem Verkehr selbst zu Statten kommen.

Endlich dürfte es sich

4) nach dem Vorgang und der sehr ge lungenen Einrichtung in anderen Ländern, welche sich durch treffliche Straßen auszeichnen, em pfehlen, nicht Wegaufseher, sondern Wegwärter anzustellen.

Dieselben hätten in jeder Beziehung und nach den verschiedensten Richtungen hin für die zweckmäßige und gute Unterhaltung und Pflege der Kunststraßen und damit für ein so großes und wichtiges Kapital stets zu sorgen. Hierhin gehört, außer der fortwährenden Beaufsichtigung der Straßen, das Reinhalten derselben, das Ausfüllen der Geleisen und Löcher, das Sam [meln und Verwenden der losen Steine, das Instandhalten der Fuß- und Reitwege, der Gräben und Durchlässe, die Beaufsichtigung und Pflege der an den Straßen befindlichen Baume ꝛc Auf diese Weise könnten auch ältere und nicht mehr so kräftige Leute entsprechend be schäftigt werden. Und dies ist jedenfalls besser, als die Unterstüͤtzungen durch die Gemeinden ohne Arbeit.

Ob solchen Wegwärtern in manchen Gegen den nicht auch die Instandhaltung von Gräben und Baͤchen übertragen werden könnte, hängt von localen Verhältnissen ab.

Es wäre gewiß zweckmäßig, wenn Betheiligte und Sachverständige ihre Ansicht in dieser, nach mehreren Richtungen hin so wichtigen Ange⸗ legenheit austauschen wollten.

Assenheim, 1. Marz 1882.

Dr. Geyger.

Die Wasserversorgung der Stadt Friedberg. Nachdem schon vor einiger Zeit eine ziemlich aus⸗ führliche Darlegung über den Stand dieser Angelegenheit in diesem Blatte veröffentlicht worden, sind bieran anknüpfend neuerdings einige, theilweise wohl zu beherzigende Punkte zur Sprache gebracht worden. Einige davon sind, soviel bekannt, in dem bis jetzt vorliegenden Vertrags⸗Entwurf bereits berücksichtigt, andere, wie insbesondere die hochwichtige Frage der Canalisirung, sind, wie aus den betreffenden veroͤffentlichten Gemeinde⸗ raths-Verhandlungen zu ersehen, auf dahin zielenden Antrag bereits beschlossen und soll Letztere hiernach gleich⸗ zeitig mit der Regelung fuͤr die Wasserleitung zur Aus führung kommen und die in Aussicht genommene Con⸗ struetion des Hochreservoirs läßt erwarten, daß Unfaͤlle, wle die befürchteten, nicht vorkommen konnen.

Dagegen ist ein anderer Punkt, und gewiß nicht der unwichtigste, bis jetzt nicht zur Besprechung gekommen, wenigstens nicht zur öffentlichen, und dies ist der finan zielle. Voraussichtlich werden die Ausgaben für Ver zinsung und Amortisirung des Anlage-Capitals, sowie die Kosten für den Betrieb des Wasserwerkes nicht un bedeutend sein und werden dieselben durch den Ertrag der Einnahmen für den Wasserverbrauch gedeckt werden mussen, wenn die ohnehin schon auf's Aeußerste in An⸗ spruch genommene Leistungsfählgkeit unserer Communal steuerpflichtigen nicht über ihre Kräfte belastet werden soll, um die Mittel zur Deckung eines etwaigen Defielts aufzubringen. Um aber die vor allem Andern hierfür noͤthige Sicherheit zu haben, ware es nunmehr doch an der Zeit, in entsprechender Weise die verbindliche urkund liche Erklärung aller Derer, welche Hausanschlüsse an das Wasserwerk machen und Wasser beziehen wollen, zu bewirken, um zu ersehen, ob und in wie weit die Kosten des Werkes durch den, bei dem in Aussicht genommenen billigen Preis des Wassers sich ergebenden Ertrag gedeckt werden, um rechtzeitig Vorkehrung treffen zu können, damit die dem Einen zu Gute kommende Wohlthat des bequemen und reichlichen Wasserbezugs für Andere, deren Mittel ihnen nicht erlauben, von derselben Gebrauch zu machen, nicht zu einer drückenden Belastung wird.

das einzig Richtige, daß die auf derselben aus

* Pfeunigsparkasse siehe am Schluß d. Bl.