Betreffend: Den Gewerbebetrieb der Gesindeverdinger.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir weisen diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden Gesindeverdinger wohnen, an, dieselben mit dem Inhalt des vorstehenden
Reglements besonders bekannt zu machen und Reglement ortsüblich bekannt machen lassen.
dessen Befolgung zu überwachen.
Steckbrief.
Friedberg den 23. December 1881.
Sämmtliche Großherzogliche Bürgermeistereien wollen das
Dr. Braden.
Gegen den ledigen Schäferknecht Heinrich Linker von Breungeshain, 50 Jahr alt, mit grauem Vollbart, welcher sich in letzter Zeit in Soͤdel, Rockenberg und Umgegend herumgetrieben hat, ist wegen Diebstahls die Untersuchungshaft erkannt. Im Betretungsfalle ist derselbe an
das hiesige Gefängniß abzuliefern. Friedberg am 21. Dezember 1881.
Großherzogliches Amtsgericht Friedberg.
Süff
Sen
vdt. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Dem vortragenden Rath des Ministeriums des Innern für öffentliche Gesund— heitspflege Obermedieinalassessor Dr. Lorenz wurde der Amtstitel„Ober-Medicinalrath“ verliehen. Der Oberamts-Richter Klingelhöffer in Höchst und der Amts-Richter Bergstraͤßer in Groß— Gerau wurden als Hülfsrichter an das Landge— richt der Provinz Starkenburg berufen; sodann wurde der Oberamtsrichter Siebert in Wald⸗ Michelbach zum Oberamtsrichter in Höchst; der Amtsrichter Schnittspahn zum Oberamtsrichter in Wald-Michelbach; der Amtsrichter Ebel in Grünberg zum Amtsrichter in Alsfeld; der Amts— richter Dr. Werle in Vilbel zum Amtsrichter in Groß-Gerau; der Amtsrichter Zimmermann in Groß⸗Umstadt zum Amtsrichter in Mainz; der Amtsrichter Cellarius in Fürth zum Amtsrichter in Groß-Umstadt; der Amtsrichter Krauß in Hungen zum Amtsrichter in Fürth ernannt.
— Die seither zu dem Amtsgerichte Hungen gehörigen Gemarkungen Bettenhausen, Langsdorf und Villingen werden davon abgetrennt und die beiden erstgenannten dem Amtsgerichte Lich, die letztgenannte dem Amtsgerichte Laubach zuge— theilt; die seither zu dem Amtsgerichte Lich ge— hörigen Gemarkungen Ettingshausen und Münster werden davon abgetrennt und dem Amtsgerichte Laubach zugetheilt; die seither zu dem Amtsgerichte Grünberg gehörigen Gemarkungen Rüddings— hausen, Weitershain und Ermenrod werden davon abgetrennt und die beiden erstgenannten dem Amtsgerichte Homberg, die letztgenannte dem Amtsgerichte Alsfeld zugetheilt; die seither zu dem Amtsgerichte Vilbel gehörigen Gemarkungen Burg⸗Gräfenrode, Heldenbergen und Kaichen werden davon abgetrennt und dem Amtsgerichte Friedberg zugetheilt. Das Regierungs-Blatt Nr. 27 enthält die hierauf Bezug habende Be— kanntmachung.
— Ueber die von dem Reichskanzler an— geregte Frage, ob der Erlaß eines gesetzlichen Verbots, inländischen Waaren durch Inschrift, oder Verpackung, oder auf andere Weise den Anschein zu geben, als seien sie ausländisches Fabrikat, nach Lage der Verhältnisse zweckmäßig erscheine, hat sich auf Veranlassung der Re— gierung die hiesige Handelskammer dahin schlüssig gemacht, daß ein solches Verbot sich nicht empfehle.
Berlin. Der Handels-Vertrag zwischen Deutschland und Italien vom 31. Dez. 1865 und die Schifffahrtsconvention vom 14. Oct. 1867 werden zufolge Uebereinkommens zwischen beiden Regierungen, wodurch die Wirkung der 1875 italienischerseits erfolgten Kündigung nochmals um fünf Monate hinausgeschoben ist, bis 31. Mai 1882 in Kraft bleiben.
Fulda, 27. Dez. Bischof Kopp ist gestern mit großem Ehrengeleit hier eingetroffen und verrichtete alsbald am Grabe des heil. Bonifacius ein Gebet. Heute wurde die Einweihung des neuen Bischofs vollzogen. Das Weihamt übte der Bischof von Hildesheim, unter Beistand der Bischöfe von Trier und Würzburg. Die Bis— thümer Freiburg, Limburg, Mainz und Pader— born waren durch Domherren vertreten. Der Ober⸗Präsident und der Regierungs-Präsident waren anwesend. 169 Geistliche wohnten der feierlichen Handlung bei.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 23. Dez.
In den Zeitungen wird von der Aufgreifung ung von Sfax beanspruchen
eines italienischen Segelschiffes mit Kriegscontre— bande für Krivoscje berichtet.
— Die„Wiener Zeitung“ veröffentlicht ein kaiserliches Handschreiben an den Minister-Prä— sidenten Grafen Taaffe, in welchem der Kaiser kundgibt, daß er, um seiner Theilnahme an dem traurigen Schicksale der am 8. Dec. d. J. beim Brande des Ringtheaters Verunglückten einen dauernden Ausdruck zu geben, beschlossen habe, an der Uuglückstätte aus seinen Privat— mitteln ein Gebäude mit einer entsprechend aus— gestatteten Gedächtnißkapelle aufführen zu lassen, in welchem die alljaͤhrliche Abhaltung eines Trauergottesdienstes durch besondere Stiftung sichergestellt werde. Die Erträgnisse des Stiftungs— gebäudes sollen für immerwährende Zeiten den Wiener Wohlthätigskeits-Vereinen und Anstalten zufließen.
— 27. Dezbr. Die„Wiener Abendpost“ schreibt: Der rumänische Gesandte Botaceano verlas im Auftrage der rumänischen Regierung eine an ihn gerichtete, von Statescu unter— fertigte Depesche an den Grafen Kalnoky, in welcher wegen der Thronrede förmlich um Ent: schuldigung gebeten wird. Nach der„Pol. Corr.“ wird Hoyos wieder auf seinen Posten in Bukarest zurückkehren und seine regelmäßigen Geschaͤfte mit der rumänischen Regierung wieder beginnen.
Frankreich. Paris. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bringt die Nachricht, Gambetta habe, nach genauer Kenntuißnahme der Vorarbeiten von der deutschen Regierung, französische Fachmänner mit der Ausarbeitung eines Unfall-Versicherungs— Gesetzes beauftragt.
— Der Arbeitsminister gab Befehl zu den Arbeiten an dem neuen Hafen-Bassin zu Havre, welches die großen atlantischen Dampfer auf⸗ nehmen soll. Er bewilligte 350,000 Fr. für dringliche Arbeiten.
Großbritannien. Dublin, 23. Dez. Eine Versammlung der Grundbesitzer, von welchen 250 zugegen waren, hat Beschlüsse angenommen, worin dieselbe gegen die Handhabung der Land— acte protestirt und gleichzeitig eine Entschädigung für die den Grundbesitzern durch das Gesetz ent— stehenden Verluste verlangt.
Italien. Rom, 22. Dez. Senat. Be⸗ rathung des Budgets des Ministeriums des Aeußern. Carracciolo wünscht Aufklärungen in Betreff der Donaufrage. Der Minister des Auswärtigen, Mancini, erklärte: Durch den Berliner Vertrag sei bestimmt worden, daß das Reglement bezüglich der Schifffahrt auf der Donau zwischen Galatz und dem Eisernen Thore von der europäischen Donau-Commission festzu⸗ setzen sei. Dies Reglement müsse auch eine Be— stimmung darüber enthalten, wer es auszuführen habe. Ihm(Mancini) scheine eine gemeinschaft— liche Controle über die Ausfüh rung durch den Geist des Berliner Vertrages vorgeschrieben zu sein. — Senat und Deputirtenkammer haben sich bis zum 18. Januar vertagt..
— Es finden gegenwärtig Verhandlungen statt behufs Errichtung einer päpstlichen Nuntiatur in Bogota(Columbia) und einer Gesandtschaft für die Freistaaten von Columbia bei dem Vatican. Personen sind noch nicht ernannt.
—„Popolo Romano“ will wissen, aun das Ministerium des Aeußern seien Vorschläge der französischen Regierung eingelangt über die Ent— schädigung, welche die italienischen Unterthanen in Folge des Bombardements und der Plünder—
Türkei. Constantinopel. Die zwischen der Pforte und den Bankiers von Galata noch in Erörterung gestandenen Conventionsbestimm— ungen sind durch gegenseitige Concessionen voll— ständig geregelt; am 26 Dec. traten auf der Pforte die Delegirten der Bondholders und der Bankiers von Galata behufs Uebergabe der offiziellen Documente betreffs des finanziellen Arrangements zusammen.— In der heutigen Sitzung der türkisch-russischen Finanzeommission erklärte Novikoff, daß er die in Folge des Ab— schlusses des Arrangements mit den Bondholders verlaugten neuen Instructionen erhalten habe. Sodann wurde über die Art der Garantien, jedoch noch ohne Resultat, debattirt.
Rumänien. Bukarest, 22. Dez. Die Ab⸗ reise des österreichisch-ungarischen Gesandten Grafen Hoyos nach Wien soll heute erfolgen; während der Dauer der Abwesenheit des Grafen wird Legationsrath Salzberg die Gesandtschafts— geschäfte leiten.
— 23. Dez. Die Kammer verhandelte über die Interpellation wegen Kallimaki-Kathargi's Veröffentlichung diplomatischer Acten. Alle Red— ner, selbst die von der Opposition, tadelten Kalli— maki. Der Minister des Aeußeren erklärte, das Gesetz enthalte darüber keine Strafbestimmung Er werde aber demnächst einen bezüglichen Ge— setzentwurf vorlegen.— 24. Dezbr. General Lecca interpellirte die Regierung darüber, welche Maßregeln dieselbe zur Feststellung und Be— zahlung der Kriegsschuld der Türkei an Rumänien getroffen habe.— Das Budget pro 1882 weist 121½½ Million an Einnahmen und 121 Mill. an Ausgaben, somit eine halbe Million Ueber— schuß auf.
— 25. Dec. Die Affaire Kallimaki-Kathargi kam gestern im Senate durch die Interpellation Gradisteano's zur Sprache und beantragte letzterer folgende Motion:„In Aubetracht dessen, daß Kallimaki-Kathargi durch die Veröffentlichung diplomatischer Documente eine tadelnswerthe, unmoralische Handlung verübte, geht der Senat in der Ueberzeugung, daß der Justizminister seine Pflicht thun und den Genannten in An— klagezustand versetzen werde, zur Tagesordnung über.“ Der Minister Statescu acceptirte diese Motion erst, nachdem der Interpellant dieselbe dahin modificirt hatte, daß der Regier— ung die Wahl des geeigneten Momentes zur Einleitung gerichtlicher Schritte überlassen bleibe. Die so modificirte Motion wurde mit 24 gegen 2 Stimmen angenommen.
Rußland. Petersburg. Das„Peters—
burger Journal“ spricht von einer deutsch⸗öster⸗
reichisch-türkischen Allianz, welche angeblich den
Zweck hätte, die Türkei in Tripolis zu nuter-
stützen, um den französischen Machinationen in Tunis ein Schach zu bieten.
— Der„Regierungsbote“ macht bekannt, daß am 19. Dezember Morgens in der Rentei zu Sebastapol ein Diebstahl mittelst eines Minen— ganges ausgeführt worden sei. In der Rentei— casse fehlten 47,000 Rubel. In Folge der so— fort angestellten sehr energischen Nachforschungen im Innern des Reiches, sowie in Konstantinopel wurden in Armansk drei Personen verhaftet, bei welchen 27,000 Rubel von dem gestohlenen Renteigelde gefunden wurden.
— Der„Regierungsbote“ meldet: Laut Aller⸗ höchstem Befehle sollen 23 in letzter Zeit ver— haftete politische Verbrecher, welche die Regier— ung sür Leiter oder maßgebende Glieder der
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