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Oskar Friedrich aus Berlin. Och. Schreiber aus Homburg, Kreishomberg. Wilhelm Böhm aus Walddorf, Kreis Glatz. Johann Heinrich Keil aus Heinzendorf. Heinrich Sachs aus Kölkheim, Kreis Wies⸗
Karl Otto Wilkens aus Altona.
Heinrich Becker aus Werl, Kreis Soest.
Joseph Lepping aus Vreden, Kreis Achaus.“ Franken.
Joh. Friedrich Thüra aus Fürstenberg a. d. O. Heinrich Hendrichs aus Elberfeld. Karl Winterscheid aus Großauheim, Kreis August Bänsch aus Niederstreit, Kreis Ernst Eisenblätter aus Peisterwitz, Kreis
Hanau. Striegard. Friedrich Pohl aus Putzig, Kreis Neustadt. Johann Gra Friedrich Priese aus Guͤsten, Kreis Bernburg.
Paul Zittlau von Klostermühl, Regierungsbezirk Ca
Johann Neurru aus Lüttisch.
Theodor Baier aus Altendorf, Kreis Essen. Wilhelm Thorwest aus Potsdam.
Johann Weller aus Giebelstadt, Kreis Unter- Friedrich Geisler aus Glatz. Johann Repke aus Strahlsund.
Saarlouis.
baden.
Ohrau. uer aus Fraulautern, Kreis Karl Mayer aus Lauenbur
Steckbrief.
richterlichen Haftbefehls in das Gefängniß zu Vilbel einzulieferu.
Friedberg am 18. Juli. 1881.
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Balthaser Geisler aus Pfenndorf, Neuwied. 7
Wilhelm Karl Reubert aus Spangenberg, Kreis Melsungen.
Heinrich Wolter ausKnesebeck, Kreis Gifhorn.
Karl Ludwig Grüneberg aus Cladow.
Heinrich Haak aus Schmalkalden.
Bernhard Hädel aus Erfurt.
g. Ludwig Krüger aus Treuenbitzeln. Friedrich August Höntzsch aus Radeburg.
ssel, fruͤher Eisenbahnarbeiter in Assenheim, ist wegen Diebstahls auf Grund
Der Großherzogliche Amtsanwalt .
Deutsches Reich.
Darmstadt. Professor Dr. Laspeyres ist für die Zeit vom 1. October 1881 bis dahin 1882 zum Rector der Landes-Universität in Gießen ernannt worden.
— Militärdienstnachrichten. Weimann, Vice— feldw. vom Landw.-Inf.-Reg. Nr. 38, wurde zum Sec.⸗Lt. der Res. des 4. Gr. Hess. Juf.⸗ Regts. Nr. 118,— Müller, Pr.⸗ Lt. von der Landw.⸗Jnf. des 1. Bats. 1. Gr. Hess. Landw. Regts Nr. 115, zum Hauptm. befördert. Müller, Sec.⸗Lt. der Res. des 4. Gr. Hess. Juf-Regts. Nr. 118, der Abschied bewilligt.
Berlin. Ueber eine Mißhandlung des Predigers Fliedner durch spanische Polizeibeamten hört die„Nod. Allg. Ztg.“: Der kaiserliche Ver— treter in Madrid sei beauftragt, diesen, sowie andere Fälle, in denen spanische Behörden Aus— schreitungen gegen Deutsche begingen, der spani— schen Regierung bekannt zu geben. Die bis— herigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Regierungen ließen erwarten, daß auf spanischer Seite alle Vorsicht getroffen würde, um künftig solche Vorfälle zu verhüten.
— Dem„Tageblatt“ zufolge verbürgt die römische„Italie“, der Papst habe den Zöglingen des Collegii germanici, welche dasselbe absolvirt, empfohlen, Conflicte mit deutschen Civilbehörden zu vermeiden, um das Pacifications-Werk der Bischöfe nicht zu stören.
München. Nach dem gesammten Resultat der Wahlen werden in der neuen Kammer 90 bis 92 Anutiliberale 67 bis 69 Liberalen gegen— überstehen. Die Rheinpfalz und Mittelfranken wählten durchweg liberal, Bamberg extrem-clerical, in Würzburg war nach zweimaligem Wahlgang das Resultat unentschieden.
Ausland.
Oesterreich⸗-Ungarn. Prag, 21. Juli. Der Statthalter Kraus empfing heute den Landes— Ausschuß. Nach dessen Ansprache erwiederte er: Ich spreche als österreichischer General, der über— haupt keine Politik, am wenigsten Partei-Politik treibt. Ich bringe beiden Nationalitäten die gleiche, wohlwollende Gesinnung entgegen. Die bestehenden Gesetze sind mir die einzige Richt— schnur zur Beurtheilung der nationalen Interessen.
Frankreich. Paris. Nachrichten der „Agence Havas“ aus Tunis bestätigen eine er— hebliche Beruhigung, welche seit einigen Tagen in der ganzen Regentschaft, namentlich in dem Bezirk von Kairuan und Susa, bemerkbar sei. Sie wird dem tiefen Eindruck zugeschrieben, den die Einnahme von Sfax auf die Bewohner machte.
— 22. Juli. Der Senat genehmigte das Gesetz über die Armee-Organisation mit einigen Aenderungen.
— 23. Juli. Der französische Admiral in Sfax unterhandelt gegenwärtig mit den Führern der dortigen Angesessenen, welche sich vielfach weigern, Sfax wieder zu betreten aus Furcht vor den dortselbst noch befindlichen Insurgenten, die noch fortgesetzt in den Kellern versteckt auf— gefunden werden.— Die Expedition, die im Herbst gegen Bu-Amema geht, soll aus drei Colonnen bestehen: eine von 2500 Mann geht von Saida, eine von 1200 Mann von Sebdu, eine von 1200 Mann von Gerpville aus. Alle drei sollen sich in der Gegend von Ksur ver—
acclimatisirten Truppen bestehen, die durch Nach— schub aus Frankreich ergänzt werden.
— 23. Juli. Der Senat begann die Be— rathung des Budgets. Fresneau(von der Rechten) und Bocher(vom rechten Centrum) üben eine scharfe Kritik über die Fiuanzverwaltung. Der Finanzminister Magnin und Varroy vertheidigen die Vorlage der Regierung.
— 25 Zöglinge aus der Kriegsschule von Saint Cyr, welche der Messe zur Feier des Grafen v. Chambord beigewohnt, wurden heute aus der Anstalt entlassen. Sie wurden sofort in verschiedene Regimenter eingetheilt, wo sie fünf Jahre als Soldaten zweiter Classe dienen müssen.
Großbritannien. London, 23. Juli. Das Unterhaus verwarf bei der Einzelberathung der irischen Landbill alle von der Regierung be— anstandeten Amendements.
— England, Oesterreich und Holland be— reiten einen gemeinsamen Schritt bei Rußland vor, wegen der grausamen Behandlung der Juden, welchem sich andere Mächte anschließen würden.
Rumänien. Bukarest. In den der Re— gierung nahestehenden Kreisen gilt der Wieder— eintritt Boerescu's in das Cabinet als Minister des Aeußern als höchst wahrscheinlich.
Türkei. Konstantinopel, 22. Juli. Ge— rüchtweise verlautet, Munis Bey werde Tewfik Pascha als Finanzminister ersetzen. Die Affaire bezuglich des Zollcordons befindet sich noch in der Schwebe.
Bulgarien. Sofia, 23. Juli. Die früheren Minister Zankow und Slaviekoff sind gestern Morgen in Plewna verhaftet worden.
Rußland. Petersburg.„Golos“ bezeich— net die Nachricht der ausländischen Blätter über stattgehabte Ausschreitungen gegen hiesige Juden für unbegründet.
Amerika. Washington, 23. Juli. In dem Befinden Garfield's ist seit heute Mittag einige Besserung eingetreten. Irgendwelche Anzeigen einer Blutvergiftung, deren Eintreten man be— fürchtete, zeigten sich bisher nicht. Die Aerzte Hamilton und Agnew aus Philadelphia wurden telegraphisch und mittelst Extrazug ans Kranken— bett berufen.
Asien. Sahore, 22. Juli.„Daily News“ meldet: Ejub Khan drängte die Vorposten des Emirs Abdhurrhaman nach Girsht zurück.
Aus Stadt und Land. Friedberg, 25. Juli. Ein uns für heute zuge⸗ sagter Festbericht traf nach Redaetionsschluß ein und mußten wir denselben für die nächste Nummer zurückstellen. Darmstadt, 21. Juli. Ein hiesiger Glasermeister G. war vorgestern in Bensheim, wo er den vorletzten Zug versäumte und deßhalb den letzten nach Darmstadt gehenden Zug(einen Schnellzug) benutzen mußte. Der⸗ selbe hatte in der Eile vergessen, ein Zusatzbillet zu lösen und kündigte ihm der Condueteur an, daß er hier in Darmstadt das übliche Strafgeld nachzuzahlen haben werde. Wahrscheinlich um dieser Nachzahlung zu ent⸗ gehen, sprang der Mann zwischen Eberstadt und Darm— stadt aus dem in voller Geschwindigkeit befindlichen Zuge, wobei er so unglücklich stürzte, daß er das Genick brach und sofort todt war.
P. A. Mainz. Der für den ersten Hauptfesttag, 14. August, projeetirte Festzug wird durch die Betheilig—⸗ ung der hiesigen Vereine und Gewerkschaften an Mannig⸗ faltigkeit und Schönheit der Ausstattung die sonst üblichen Veranstaltungen dieser Art weit überkreffen. Auch soll sich derselbe deßhalb nach dem jüngsten Beschlusse des Festausschusses nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, um
eingen und bis Fignig vorgehen. Sie soll aus
Bewegung setzen. Ingleichen wurde das große Vocal⸗ Coneert, welches seitens der hiesigen Männergesangvereine unter Leitung des Kapellmeisters Lux in der Festhalle zur Ausführung gebracht werden wird, von Montag auf Dienstag Abend und das Nachtmanöver der freiwilligen Feuerwehr von Dienstag auf Mittwoch Abend verlegt. Um den Besuch aller Festlichkeiten thunlichst zu fördern und zu erleichtern, hat der Festausschuß weiterhin den Beschluß gefaßt, auch für Nichtturner Festkarten zum Preise von 3 Mark auszugeben. Diese Einrichtung wird sicherlich allseitig freudig begrüßt werden und den Be⸗ such der Festlichkeiten bedeutend erhöhen.
Allerlei.
Bonames. Vor einiger Zeit berichteten wir, daß auf dem Eisenbahndamm eine mit Dynamit gefüllte Kapsel gefunden worden sei. Wie verlautet, hat die Untersuchung ergeben, daß diese Kapsel weder Dynamit noch einen sonstigen Sprengstoff enthielt, sondern lediglich ein unbrauchbares Stück von einer elektrischen Batterle war, das mit anderem Schutt auf ein benachbartes Feld gebracht und von da wohl auf den Bahndamm ver— schleppt worden war. Auch wenn dieses Stück auf den Schienen gelegen hätte, wäre keinerlei Gefahr für einen passirenden Zug daraus entstanden, denn es wäre einfach zusammengedrückt worden.
st. Frankfurt. Welchem Besucher der Patent⸗ und Musterschutz Ausstellung ist nicht das aus Choeolade hergestellte Portal der bekannten Chocoladen-Fabrik von Gebr. Stollwerck in Köln aufgefallen? Dieser in Art der Triumphbogen großer Residenzen, wie uns mitge⸗ theilt wurde, aus über 5000 Kilo Chocolade gemachte Aufbau hat auch stark von der Hitze zu leiden. Die Choeco⸗ laden⸗Baumeister haben in den frühen Morgenstunden täglich mehrere Stunden zu ergänzen und zu repariren und wenn die tropische Hitze anhält, wird der ganze Bau noch wegfließen, zum großen Vergnügen der zahl⸗ reichen jugendlichen Besucher, welche sich mit den ab— fallenden Bausteinen und Ornamenten sehr befreunden. Das Arrangement von Schaustellung und Fabrikation der renommirten Chocoladen-Fabrik ist gefällig und impo⸗ sant und eine würdige Vertretung deutscher Chocolade⸗ Industrie; es wäre recht bedauerlich, wenn der Choco ladenbau entfernt werden müßte.
Frankfurt. Am 20. Juli hatte die Hitze hier ihren höchsten Grad erreicht: 30 und sogar 300 R. im Schatten und auch die Besucher der Ausstellung hatten sehr darunter zu leiden. Erst am Abend entlud sich ein starkes Gewitter mit reichlichem Regen, der auch noch am 21. fortdauerte. Nach dem Gewitter wurde es im Ausstellungsgarten wieder sehr belebt und die Bilse'sche Kapelle, die wegen des Unwetters erst später beginnen konnte, spielte eine Stunde länger. Der Besuch am Mitt⸗ woch ist trotzdem auf mehr als 10,000 Personen anzuschlagen. Auch die Königin von Holland beehrte die Ausstellung am 20. mit einem nochmaligen und recht langen Besuche und machte im Hauptgebäude viele bedeutende Einkäufe. Der König von Holland verweilte am 21. Juli fast den ganzen Tag in der Ausstellung. Nach einer stunden-⸗ langen Besichtigung am Vormittag, fuhr derselbe 1 Uhr in die Stadt zurück, fand sich aber schon um 3 Uhr wieder ein und blieb bis zum Abend.
Zürich, 21. Juli. Ferdinand Keller, der Entdecker der Schweizer Pfahlbauten, ist heute, 81 Jahre alt, gestorben.
Chamounix, 22. Juli. Heute früh 2 Uhr 58 Min
wurde ein wellenförmiger Erdstoß von Nordost nach Ost laufend hier wahrgenommen.
Bern, 22. Juli. Heute Morgen gegen 3 Uhr wurde
ein heftiger Erdstoß aus nördlicher Richtung kommend hier wahrgenommen. Auch bei Lyon und Grenoble wurde ein Erdbeben verspürt.
Landwirthschaftliche Schulen für Mädchen. Als die Frau eines Landwirths, welche in
Zeitungen nicht nur die Anzeigen und das Ver— mischte, sondern auch die Aufsätze mit Interesse liest, möchte ich bitten, die nachfolgenden Zeilen zu lesen. die Wahrnehmung, daß die Söhne unseres mitt— lern und kleinen Bauernstandes zu meiner Freude in den landwirthschaftlichen Winter- resp. Fort— bildungsschulen Gelegenheit finden, alles das zu
Veranlaßt wurden dieselben durch
lernen, was ihnen zu einer ersprießlichen Aus—
2 Uhr Nachmittags, sondern Vormittags 10½ Uhr in
übung ihres Berufs noth thut, ohne daß dabei
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