Ausgabe 
20.9.1879
 
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Pfarrsielle zu Ober⸗Mockfads, Gehalt 2862 M., das Prä⸗ sentalionsrecht stebt dem Fürsten zu Menburg⸗Büdingen zu. Eine mit einem kath. Lehrer zu beh. Lehrerst. zu Worms, Gehalt 1200 2200 M. Eine Schulstelle zu Heldenbergen, Gebalt 9001400 M. Die Schulstelle zu Ober⸗Sensbach, Gebalt 900 M., das Präsentationsrecht sieht dem Grafen zu Erbach⸗Fürstenau zu. Die Lehrerstelle an der Schule zu Köddingen, Gebalt 900 M. Die Lebrerstelle an der Schule zu Harimannshain, Gebalt 900 M. Eine Lehrer stelle an der Schule zu Münster Gehalt 900 M., das Präsentationsrecht stebt dem Fürsten zu Mendurg Birstein u. Eine Lehrerstelle an der Schule zu Ober-Scemen, Gebalt 900 M., das Präsentalionsrecht steht dem Grasen zu Stolberg Roßla⸗Ortenberg zu. Die Lehrerstelle an der Schule zu Steinberg, Gehalt 900 M., das Präsentations- recht steht dem Grafen zu Stolberg-Roßla⸗Ortenberg zu. XII. Sterbefälle. Gestorben sind: der Lehrer Rein beimer zu Trebur; der Förster Wegerich zu Bingen; der Kanzlei Insprctor Horst zu Darmsiadt; der Kreisamtsdiener Schaffnit zu Darmstadt; der ev. Pfarrer Lemp zu Roden bach; der Consulatosscretär Lauter zu Frankfurt. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 41 enthält die Verordnung über das Verfahren in Forst⸗ und Feldrügesachen. Nr. 42 enthält die Ver⸗ ordnung über die Zustellungen und Behändigungen. Darmstadt. Zu Gerichtsvollziehern wurden ernannt in Darmstadt: der Gervollz. Kaiser zu Pfeddersheim, der Acigeh. Wiltich und der Feldwebel Engel in Darm siadt. der Actasp. Dieter und der Aclasp. Reibstein in Darmstadt; in Beerfelden: der Landgerosubst. Keil zu Darmsiadt; in Fürth: der Actasp. Geiß und der Actasp. Dieler zu Darmstadt; in Gernsheim: der Actasp. Eichenauer zu Wimpfen; in Groß-Gerau: der Actasp. Prinz zu Groß-Gerau, der Actasp. Spira zu Oppenheim; in Groß⸗Umstadt: der Actasp. Müßig zu Groß-Um⸗ stadt, der Privser. Eschborn zu Darmstadtz in Höͤchst: der Actasp. Keil zu Höchst; in Langen: der Aclasp. Weigand zu Langen, der Gervollzstellv. Biegler zu Ober Ingelheim; in Lorsch: der Aclasp. Acker zu Wald⸗Michel⸗ dach, der Privscr. Weyland zu Darmstadt; in Michel stadt: der Act. und Gervollzasp. Müller zu Oppenheim; in Offenbach: der Actasp. Wendeberg zu Gernsheim, der Acta p. Maus zu Offenbach, der Finanzasp. Jöckel zu Darmsladt; in Reinbeim: der Privscx. Herle zu Darm⸗ fiadt; in Seligenstadt: der Actasp. Carnier zu Darm⸗ stadt, der Sleueraufs. Möser zu Höch; in Wald⸗Michel⸗ bach: der Alcasp. Bruchmann zu Michelstadt; in Zwingen; berg: der Actasp. Zachteis zu Zwingenderg, der Schreiber und Registr. Müller zu Darmstadt; in Greßen: der Actasp. Eühner zu Gießen, der Aclasp. Geißler zu Butzbach, der Scrib. Bauer zu Friedberg; in Alsfeld: der Actgeh. Retlig zu Fürih der Aclgeb. Weitzel zu Alsfeld; in Alrenstadt: der Kanzleigeb. Schmit zu Darmstadt; in Büdingen: der Aclasp. Fey zu Büdingen; in Butzbach: der Pripser. Venator zu 8 berg; in Friedberg: der Aclasp. Keil zu Laubach, der Actasp. König zu Friedberg; in Grünberg: der Aclasp. Wallschmidt zu Gießen, der Actasp. Röth zu Lorsch; in Herbfein: der Aclasp. Knieriem zu Herbstein; in Homberg: der Actasp. Metz zu Homberg; in Hungen: der Actasp. Vetzberger zu Hungen; in Laulerbach: der Steuerauss. Vogt zu Oppenheim; in Lich: der Privoscr. Spreng zu Darmstadtz in Bad-Nauheim; der Actasp. Heutzen öder zu Friedberg; in Nidda: der Crimschutzm. Kuhn zu Darmstadt; in Ortenberg: der Aclasp. Müller zu Ortenberg; in Scholten: der Aclasp. Theiß zu Hungen; in Ulxichstein: der Actgeh. Ringelmann zu Grünberg; in Vilbel: der Aclasp. Born zu Zwingen⸗ verg, dec Gervollzasp. Esselborn zu Mainz; in Rhein hessen blieben größteniheils die seitherigen Gerichtsvoll⸗ zieher in ihren seitherigen Stellungen. Ferner wurden ernannt: der Landgd. Zentner zu Groß-Umstadt zum Amisgd. in Hirschborn, der Landgd. Lenz in Langen zum Amisgd. in Wimpfen, der Landgo. Zacheis in Büdingen zum Amisgd. in Schlitz, der Landgosubst. Schwebel zu Offenbach zum Amtsgd. in Laubach und wurden denselben die Wahrnehmung der Dienstverrichlungen der Gerichts vollzieber übertragen. g Der Friedensgerichtsactuar Fürstweger in Mainz wurde zum Hülfsgerichtsschreiber in Hainz, der Land⸗ gerichte Assessor Nuß in Lorsch zum Hülfsgerichisschreiber in Darmstadt, der Bezirksgerichtesecretät Nehr in Alzey zum Oberamisrichter in Alzey und der Gerichis Accessist Dr. Kepplinger aus Mainz zum Amzsrichter in Pfedders⸗

heim ernannt.

Berlin, 16. Sept.

das Reiten durchaus nicht schwer fikl. Die großen Reiterstiefel der Pasewalker-Königin Kürassiere be⸗ bielt der Kronprinz sogar während der vorgestrigen Reise von Stettin nach Berlin an den Füßen. Während der ganzen Manöverzeit ritt er seinen prachtvollen Fuchswallach Wörth, den er auch zur großen Parade in Straßburg besteigen wird. Prinz Karl ist in Folge leichter Erkältung gestern Abend nicht mit dem Kaiser nach Straßburg ab- gereist, wird indessen voraussichtlich morgen nach- folgen können. Der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin ist heute früh von Ludwigslust hier eingetroffen und nach Straßburg wetter gereist. General Skobeleff ist gestern Abend zur Bei: wohnung der Manöver nach Straßburg abgereist. Die französischen Offfziere, welche den Manövern bei Danzig und Stettin beigewohnt haben, haben sich gestern nach Dresden begeben und reisen von dort heute nach Wien, um den össterreichischen Manövern beizuwohnen. Feldmarschall v. Man- teuffel hat sich heute früh nach Topper begeben und geht dem Vernehmen nach Ende September nach Straßburg.

Der König bestimmte auf Antrag des evangelischen Oberkirchenrathes, daß die erste ordentliche Generalsynode der evangelischen Landes⸗ kirche für die neun älteren Provinzen am 9. Oct. in Berlin zusammentritt.

17. Sept. Der russische Botschafter von Oubril ist hier wieder eingetroffen und hat die Geschäfte der Botschaft übernommen.

Der Beförderung des Contre- Admirals Batsch, Stationschefs der Nordsee, dessen Urlaub in diesen Tagen abläuft und der nach seiner Be⸗ gnadigung ein Abschiedsgesuch eingereicht haben soll, das jedoch zuruckgewiesen worden, zum Director der Admiralität an Stelle des Vice- Admirals v. Henk, und der des Contre- Admirals Berger zum Chef der Marinestation der Nordsee sieht man, wie dieKöln. Ztg. meldet, Ende dieses Monats bestimmt entgegen.

Die Angabe derWeser-Ztg., die Ver- handlungen mit Rom seien unterbrochen, weil die Antwort des Cardinalstaatssecretärs Nina auf die letzten Vorschläge des Fürsten Bismarck noch aus stehe, ist bloße Erfindung.

Ausland.

Holland. Haag, 16. Sept. In der ersten Kammer entwickelte Ministerpräsident van Lynden das Programm des neuen Cabinets. Das Mini: sterium werde unter Achtung aller Rechte mit Mäßigung ohne Schwäche an den constitutionellen Principien festhalten. Es werde nicht zögern, eine Reform und Neuorganisation vorzuschlagen, welche die Fortschritte der Zeit erheischen.

Großbritannien. London. DerStan dard erfährt, daß eine Begegnung zwischen Wad: dington und Lord Salisbury bevorstehe, welche das Erzielen eines Einverständnisses in der ägyptischen und der griechischen Frage bezwecke.

Eine Meldung desReuter'scheu Bureaus aus Kapstadt vom 28. August besagt, Cetewayo sei am 28. August gefangen genommen worden.

Gegenüber der Nachricht derTimes aus Kandahar, die Proclamirung des heiligen Krieges betr., die bis jetzt unbestätigt geblieben ist, meldet

155Standard aus Bombay vom 16. Sept.: Der Kaiser wohnte gestern und beute den Feldmanövern bei Stettin bei und brachte im Uebrigen beide Tage in ruhiger verbreitet, Zurückgezogenbeit zu. Nachmittags reiste der Kalser ihnen anzuschließen.

Das Gerücht, der Emir sei der Bewegung gegen die Engländer beigetreten, wurde durch Aufständische um die Stämme zu veranlassen, sich Der Versuch ist aber bis

nach Berlin zurück und drückte den auf dem Bahnhof jetzt mißlungen.Reuter's Bureau meldet aus in Stettin Versammelten wiederholt seine Anerkenn- Simla: Der Emir sandte ein Schreiben, worin ung und seinen Dank für die in der Provinz ge- er sein tiefes Bedauern und große Bekümmerniß, fundene herzliche Aufnahme aus. Der Kaiser und sowie jedes Vertrauen in die britische Regierung der Kronprinz, die Prinzen Wilhelm, Karl und und die Absicht ausdrückt, die Schuldigen bestrafen Friedrich Karl und der Großherzog von re wollen. Eine weitere Meldung aus Kandahar burg Schwerin sind dann Abends wohlbehalten besagt, der Angriff auf die Gesandtschaft sei nicht hier eingetroffen. gutgeheißen, aber es sei auch kein ernstlicher Ver⸗

17. Sept. Der Kaiser mit dem Prinzen such zum Entsatze der Gesandtschaft gemacht wor⸗ Wilhelm ist heute Abend von hier nach Straßburg den; nur die Theilnahme weiterer Truppen an abgereist; der Kronprinz und Prinz Friedrich Karl[dem Angriffe habe man verhindert. Das schlossen sich in Potsdam an. Der Kronprinz ist TransportschiffMalabar ist heute von Ports · von seinem Fußleiden wieder soweit hergestellt, daß mouth nach Bombay mit 40 Offizieren abgesegelt demselben während der verflossenen Manövertage und nimmt in Queenstown 1100 Unteroffiziere

und Soldaten zur Verstärkung der Armee auf.

Meldung aus Simla vom 17. Sergeant und einige Guiden sind aus Kabul nach Alikheyl entkommen. Die Militärbehörden erhielten Nachrichten, wonach seitens der Grenzstämme die Verbindung zwischen Khyber und Kabul theilweise zerstört worden ist. Transportschwierigkeiten ver⸗ zögern den Vormarsch der Colonnen von Khyber und Kurum, welche je 11,000 Mann aller Waffen- gattungen zählen.

Italien. Rom. Der Finanzminister über⸗ mittelte dem Kammerpräsidium den Voranschlag des Staatshaushalts Etats für 1880, wonach die Einnahmen 1402, die Ausgaben 1395 Million betragen, also ein Ueberschuß von 7 Million er⸗ wächst. Der das Budget begleitende Bericht sagt, daß die dem Parlamente vorliegenden, größere Ausgaben involvirenden Projecte in den Voran⸗ schlag nicht einbegriffen seien; würden dieselben auch veranschlagt, so stelle sich ein Deficit von 6 Millionen heraus.

Türkei. Constantinopel. Der ehemalige Kammerpräsident Hassan Femi wurde zum Minister der öffentlichen Arbeiten, und Riza Bey zum Präfekten von Constantinopel ernannt.

Die Aussichten auf Fortsetzung der griechisch⸗ türkischen Conferenzen sind insofern wieder un⸗ gänstiger, als die Pforte in die Discussion der eigentlichen Grenzfrage insolange nicht eintreten zu wollen scheint, bis nicht über die Auslegung des 13. Protokolls definitiv entschieden ist. Die Pforte soll geneigt sein, sich einer schiedsrichter⸗ lichen Entscheidung der Mächte in der Protokoll frage zu unterwerfen. eL 17. Sept. Heute waren in der Stadt verschiedene Gerüchte über ein angebliches Attentat auf den Sultan verbreitet. Veranlassung hierzu gab ein angeblich geistig gestörtes Individuum, welches den Eingang in den Garten von Nildiz Kiosk erzwingen wollte, hierbei drei Soldaten verwundete und selbst schwer verwundet wurde.

Serbieu. Belgrad. Die Einberufung der großen Skupschtina wird aus politischen Mo⸗ tiven verschoben. Die ordentliche kleine Skupschtina, deren Majorität Ristie sicher zu sein scheint, wird dieser Tage zur Session im October einberufen. 3 Die Nachricht von einer Zusammenkunst der christlichen Fürsten der Balkanländer in Nisch ist unbegründet; nur der Fürst von Bulgarien

wird sich zu einem mehrtägigen Besuche nach Belgrad begeben. Rumänien. Bukarest, 17. Sept. De⸗

putirten⸗ Kammer. Anwesend 123 Mitglieder. Majorescu verlangt Vertagung der Berathung über die Verfassungsreviston, bis die Regierung einen neuen Gesetzentwurf eingebracht habe. Minister Boerescu weist nach, daß die Regierung einen verfassungswidrigen Act begehen würde, wenn ste die Verhandlung des von der Kammer ausge⸗ arbeiteten Gesetzentwurfs nicht gestatte. Die Regierung werde im gegegeben Augendlick ihre Meinung kundgeben.

Rußland. Petersburg, 17. Sept. Der russische Botschafter Labanoff ist vom Kaiser nach Livadia berufen worden. Es geht das Ge rücht, Osman Pascha werde von dem Posten des Kriegsministers zurücktreten und Derwisch Pascha sein Nachfolger werden.

Aegypten. Kairo. Ein Cabinetswechsel ist bevorstehend; dem Vernehmen nach würde Riaz Pascha das Präsidium und die Portefeuilles des Innern und der Justiz übernehmen.

Amerika. New Nork, 12. Sept, Nach⸗ richten aus Santiago de Cuba zufolge verlangen die Sklaven auf den Plantagen die Freiheit, welche die Sklaveneigner auch versprachen, im Falle jene sich verpflichten, drei Jahre gegen Löhnung zu arbeiten. Die Sklaven desertiren. Die Behörden haben den Generalcapitän hinsichtlich der Ergreif⸗ ung von bez. Maßregeln um Rath ersucht. Eine Madrider Depesche besagt, die Regierung beab⸗ sichtige, in den Cortes die Emanicipation der Sklaven vom Mai 1880 ab unter der Bedingung siebenjähriger zwangsweiser Arbeit gegen Löhnung zu beantragen.

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