Ausgabe 
29.8.1878
 
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Berkebt

nachgebend.

Vor dem Namen des Hrch. Kratz II.:

226 ½, bewegten sich zwischen 225¼ bis ½ und 2255/8. Lombarden notirten 62. Von ausländischen Fonds stellten sich österr. Renten und ungar. Goldrente durchweg niedriger. Ungarische Schatzbons sest. Oesterr. Prioritäten waren Oesterr. Bahnen fest. Deulsche Fonds sest. Banken schlossen meist zu behaupieten oder höheren Coursen. Oesterr. Nationalbank verloren 4 fl. Von Wechseln Wien und Amsterdam beurer. Privaldisconso 2/8%.

Landwirthschaftliches und Gewerbliches.

Ein neues Milchgerinnungs mittel. Dr. Witt⸗ mack in Berlin hat interessante Versuche angestellt über die Wirkung des Saftes vom Melonenbaum(Carica Papaya). In diesem Saft findet sich ein Stoff, welcher mit dem Pepsfin große Aehnlichkeit bal. Er vermag hartes Fleisch

4 7 mürbe zu machen und Milch ohne Sauerwerden

zum Gerinnen zu bringen. Der frische Saft wirkt in letzterer

Ounsichi weniger kräftig. Trocknet man ihn aber ein und bringt nun ein kleines Körnchen in Milch von 350, so gerinnt diese sosort, ohne sauer zu werden. Diese Versuche sind noch neu, möglicherwetse sühren sie aber zu einem für die praktische Molkerei brauchbaren Ergebniß.

Mästung mit Brod und Bier. In einem, dem landwirthschaftlichen Verein Lichtfelde über die Provinzial⸗ Ausstellung in Danzig erstatteten Bericht hebt ein Mitglied hervor, daß es dort unter dem Mastvieh noch niegesehene Fellklumpen, bei welchen ihm die Füße wie eingesteckie

Schweselhölzchen vorgekommen, gesehen und aus zuver

lässiger Quelle erfahren habe, daß diese in so hohem Maße gelungenen Resullate durch Fütterung von angesäuertem, ut gebackenem, grobem Brod und Bier erzielt worden sind.

Ameisen. Auch den kleinen Ameisen erklärt der Mensch den Krieg, da er es nicht unterlassen kann, überall in das Walten der Natur einzugreifen, hierbei seine Macht zu entwikeln. Man verhandelt darüber, wie man sie von den Bäumen abhalten kann, schlägt Petroleum, Düngung mit Guano zu diesem Zwecke vor, fragt aber gleichzeitig, ob sie denn wirklich schaden und kommt zu der scharsen Unterscheidung, ob sie wirklich blos die sog. Blattläuse vertilgen oder auch von dem Safte des Laubes ich nähren. Wer die Thätigkeit dieser kleinen Thiere Heobachten will, der finder, daß sie nur an den Blättern wandeln, wo die Eier der Insekten namentlich aber der Schmetterlinge abgelegt sind, daß sie die gesunden Blätter, nicht aufsuchen, den Baum verlassen oder solchen meiden, wo Ungeziefer sich nicht findet. Aber weil möglicherweise einige Blätter beschädigt werden können,

will man die Ameisen vertreiben, um dem Ungeziefer den Pet Baum preiszugeben. Mit Recht hat man in

Preußen das Schonen der Ameisen in Wäldern ange ordnet, um die in ihrer Masse gefährlichen Insekten zu vertreiben; vielleicht würden die Schäden durch die Raupen vermieden werden können, wenn man die Ameisen nicht direkt oder durch Wegnahme ihrer Eier vernichtete. Was sie aber schaden sollen, das weiß man nicht.

Robe und gekochte Kartoffeln. Wir haben Anfangs Januar d. J. vergleichende Versuche über die Fütlerung mit rohen und gekochten Kartoffeln bei Melk vieh anstellen lassen und uns überzeugt, daß 100 Pfd. Kartoffeln, im rohen Zustande(gestoßen) gefüttert, im Durchschniit 2 Maaß Milch mehr erzeugen, als 100 Pfd. derselben Kartoffelsorte, in gekochtem Zustande gesütlert, zu produciren vermögen. Diese 2 Maaß mehr haben auch entsprechend mehr Käsestoff gehabt; allein 10 Maaß Milch von der Fütterung mit gekochten Kartoffeln lieferten gerade so viel Butter, als 12 Maaß, die von der Fütterung mit rohen Kartoffeln gewonnen worden waren.

Permanentweiß. Das Bleiweiß ist in neuerer Zeit durch das der Firma Meißner und Bourjau in Schönungen(Braunschweig) patentirte schweselsaure Bariumoxyd vielfach versetzt worden, das außerordentlich weiß ist und durch Meißner so verbessert wurde, daß es nicht blos als Wassersarbe stark deckt, sondern diese Eigen schaft auch im Oel behält.

Getrocknete Eier. In St. Louis in Amerika hat sich, wie dieFundgrube miitheilt, eine große Fabrik aufgethan, welche sich mit dem Trocknen von Eiern be⸗ schästigt und diese in den Handel bringt. Das Ei wird, nachdem es mit Hilse des Lichtes auf seine Güte unter sucht worden, in ein ungeheueres Becken geworsen, wo durch eine Eentrifugalmaschine die Schalen gebrochen und von dem Eiweiß und Dotter getrenut werden. Die Flüssigkeii wird dann durch ein neues Verfahren getrocknet und das Product, das wie Farinzucker aussieht, zur Ver⸗ sendung in Fässer verpackt. Die Fabrik soll während der Eiersaison täglich 510 lausend Dutzend Eier verarbeiten. Versuche, welche mit diesem Fabrikate, das zweimal die Linie passict hatte, angestellt worden sind, sollen ein sehr befriedigendes Resultat ergeben haben.

Kerne von Steinobst bald zum Aufgehen zu bringen. Da die Kerne von Steinobst in der Regel sehr lange im Boden liegen, ohne zu keimen, was natürlich oft nachtheilig wirkt, indem die beste Zeit zum Wachs⸗ (ihum der Pflanzen vorübergeht, empfiehlt der französische

Gärtner Clavel, diese Kerne mit Kleie in einem steinernen Topfe schichtenweise einzulegen, sie mit Regenwasser zu befeuchten und 10 12 Tage stehen zu lassen. Diese Kleie erhitzt sich, kommt in Gährung und befördert das Aufspringen. Sollte die Kleie zu sehr austrocknen, so muß man sie wieder etwas anseuchten. Auf diese Weise behandelt, sollen die Kerne in 810 Tagen aufgehen.

Verfahren, eine Beimischung von Baum⸗ wolleinleinenen Geweben zu erkennen. Dasselbe gründet sich auf die Eigenschaft der Leinenfaser, daß diese sich beim Eintauchen in eine alkoholige Lösung von Kobol⸗ säure(im Handel unter dem Namen Autin oder gelbes Corallin bekannt) hierauf in eine concentrirte, wässerige Lösung von kohlensaurem Natron und schließlichem mehr- maligem Aaswaschen damit, schön rosaroth färbt, während die Baumwollfaser ungefärbt bleibt. Es genügt hierzu ein einige Eentimeter breiter, zuvor durch Waschen von seiner Appretur befreiter hierauf wieder getrockneter und an drei Seiten bis auf einige Millimeter ausgezupfler Leinwandstreifen.

Geld ⸗Cours.

Frankfurt am 27. August 1878. 20⸗Frankenstücke M. 16 2529 Englische Sovereigns 20 4045 Russische Imperiales. 16 7277 Holländische fl. 10-Stücke. 18 Ducaten 4 f 7 9 5560 Ducaten al mare 5 9 5863 Dollars in Gold. 41 17 20

Briefkasten. Anonyme Zusendungen finden, wie schon Die Redaction.

Herr Johann Maria Farina

gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des

allein ächten Cölnischen Wassers

übertragen und empfehlen wir dasselbe

U sa gasse. oft bemerkt, niemals Aufnahme.

per Glas zu M. 1.50, ½ Dutzend 3 Dutzend 1

Die Expedition des Anzeigers.

Material⸗Lieferung. 2704 Die Lieferung nachstehender Materialien: 855 Böden 10er Stämme, ger 50 Stuck breite Schleinerdiele, Hlattige,

400 G schmale Dachdiele, 25 breite Doppeldiele, 20000 eichene Pfähle,

1200 Liter Rüböl, ffür die BraunkohlengrubeLudwigshoffnung bei Mel bach soll auf dem Submissionswege vergeben werden und ist hierzu Termin auf Mittwoch den 4. September d. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt.

Die Lieferungsbedingungen liegen auf unserem Büreau dahier zur Einsicht offen. Offerten sind portofrei und wersiegelt mit der AufschriftMateriallieferung' versehen wor dem Termin ebendaselbst einzureichen.

Bad⸗Nauheim am 24. August 1878 Droßherzogliches Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim.

Jäger.

Edictalladung.

2703 Die nachstehend, nach Flur und Nummer bezeich⸗ neten Liegenschaften find veräußert worden, ohne daß das Eigenthum daran urkundlich resp. genügend nachge⸗ iesen werden kann. Es sind deßhalb Ansprüche jeder Art an denselben so gewiß binnen 4 Wochen von heute un dahier vorzubringen und zu begründen, widrigenfalls die darüber stattgehabten Veräußerungen bestätigt, be⸗ llehungsweise die Einträgebeschränkt gelöscht und die Einträge in das Mutations⸗Verzeichniß werden verfügt werden.

Gemarkung Hungen. Vor dem Namen des Heinrich Steller: 1II/ 278. Gemarkung Wohnbach.

Vor dem Namen des Johs. Koch: X/280. XVI /534.

Gemarkung Villingen. Vor dem Namen des Hrch. Zimmer, Schuster: XXII /586. Gemarkung Berstadt. Vor dem Namen der Johs. Schmidt I. Wittwe Anna Katharine, geb. Schneider: 1/162. 1/1091. 11/262. f 1/15. 1/16. 1X/ 295. X 1/210. X1/211. XIV/111. Bor dem Namen der Anna Dorothea Schmidt: XI/208.

Gemarkung Obbornhofen. Vor dem Namen des Hrch. Lingner III.: 1/25. Bor dem Namen des Phllipp Kammer: 1/28,3. 1/28,7. Vor dem Namen des Hrch. Dietz III. und Ehefrau Marga⸗ rethe, geb. Roth: V/24. Hungen am 24. August 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. rin.

26 in den schönsten Farben billigst bei

Stidene Umknöpftücher& Jonlaude riedri

Versteigerung von Pflastererarbeit.

Die zur Herstellung des Gossen- und Banketpflasters in der Ortsdurchfahrt zu Södel zu 202 Mark veran⸗

schlagte Pflastererarbeit wird Donnerstag den 3. Sep⸗

tember l. J., Mittags 12 Uhr, auf dem Gemeindehaus

* Södel an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert. Friedberg am 26. August 1878.

Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. e u 5

2702

Grummetgras⸗Versteigerung.

Freitag den 30. August, Vormittags 10 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert werden.

Fauerbach b. Fr. den 28. August 1878.

Großherzogliche 5 Fauerbach b. Fr. Helfer

Grummetgras- Be N soll das der hiesigen Gemeinde 557 55 Grummetgras, circa 200 Morgen, in der Wirthschaft des Heinr. Phil. Dauernheim meistbietend versteigert werden. Nieder⸗Florstadt den 26. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Florstadt. A

in der thierischen Welt. Geschichte des Bartes. Von Dr. Bunz. Mit 15 Illu⸗ stratlonen. Vor dem Sturm. Historischer Roman von Theodor Fontane.(Fortsetzung.) Abdera überall. Von Richard Andree.

Mit einer illustr. Beilage: Kaiser Wilhelm in

Teplitz mit seiner Tochter, der Großherzogin von Baden. Nach dem Leben. An unserm Büchertisch.

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Die soeben erschienene Nr. 47 enthält:

Im Schatten erblüht. Von Germanis. Am Strande. Gedicht von August Sturm. Zeichnung von Karl Mücke. Die Rheinische Provinzial-Blinden-Anstalt, zu Düren. Von Alice Kurs. Der Generationswechsel

Von Dr. Paul Friedrich. Zur

Neue holländisehe marinirte

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