Ausgabe 
29.1.1878
 
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1878.

Dienstag den 29. Januar.

M13.

berhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Artis Friedberg,

Erscheint jeden Donnerstag und

Samstag.

Dienstag,

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Für die Monate Februar und e der Verlags-Expedition mit 67 Pf., bei den Poststell

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Oberhessischen Anzeiger

bei mit 1 Mark abonnirt werden.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 23. Jan. Das Großberzog liche Regierungsblatt, Beilage Nr. 2 enthält:

I. und II. Uebersicht der für 1878 genehmigten Um lagen in den Gemeinden der Kreise Groß-Getau und Dieburg.

III. Abwesenheitserklätungen.

IV. Namensverändetungen.

V. Diensinachrichten. Der Kanzlist bei dem Ober consistotium Weber wurde zum. Kanzler Inspektot bei dieser Behörde ernannt. Fernen wurde dem Schullebrer Röder zu Raibach die 4. Schulstelle zu Bieber, den Schulamts aspiranunnen Cb. Uihtein und P. Uiblein aus Mains, die 2. und 3. katholische Mädchenschulstelle zu Kastel, dem Schullehrer Heiß zu Selzen die 1. Schulstelle daselbst übertragen; dem Lehrer Glaser zu Nieder⸗Ramstadt wurde das Pauent als Geometer 2. Kl sse für den Krcie Darmstadt ertheilt; dem Schullebrer Simon zu Roden dach wurde die 2. Schusstelle zu Altenstadt, dem Schul lehrer Rauch zu Stockbeim die 1. Schulstelle zu Kleim Ums odt, dem Schulamtsaspiranten Meißinger aus Küch Brom dach die Schulstelle zu Zotzenbeim übertragen.

VI. Rubestandeversetzungen. Der Bauaufsebr Ziegen hain zu Sickenbach, der Schullebrer Nahm zu Mainz, deide auf Nuchsuchen, letzteter unter Anerkennung seinet Du nsie. und der Schullehrer Lutz zu Mainzlar wurden in den Rubestand vetsetzt.

VII. Diensienflossund. Der Honorar Subsihut des Staatsprokurators in Alzey, Dr. Räder, wurde seinee Dienstes entlassen.

5 VIII. Concurtenzeröffnungen. Erledigt ist: die Schul elle zu Da eberg, Gebalt 685 N. 71 Pf.; die 2. Schul⸗ slelle zu Rockenberg, Gehalt 771 M. 43 P..; die 1. Schulstelle zu Heusenstamm, Gebalt 857 M. 14 Pf. Dem Grafen von Schönrorn zu Wiesentheie steht das Präsentations⸗ recht zu; die evang. Pfartstelle zu Robrbach, Gehalt 1311 M. Dem Fürsten zu Isenburg-Vüding en stebt das Präsentauonstacht zu; die kalb. Schulstelle zu Dalheim, Sehalt 685 M. 71 Pf.; die 1. Schulsielle zu Weinols beim, Gehalt 685 M. 71 Pi. Die Concurtenzeröffnung bezüglich der 2. Schulsielle zu Weinolsteim wird zurück Jenommaen; die neu errichtete 5. Schulstelle zu Bretzenbeim,

Gehalt 942 M. 86 Pf.; die 3. Mädchen schulstelle zu Dauler bach, Gevall 942 M. 86 Pf. IX. Sterbesälle. Geslorben sind: der Eymnasial⸗

lebter Professor Baur zu Darmstadt; der Forstwart Heil zu Zwingenberg; der Schullehrer Rabenau zu Kölzenhain; der Landgerichtediener Felobusch zu Lich; der ev. Pfarret Dupont zu Nieder⸗Wiesen; der Pfandm. Bastert zu Gießen. Darmstadt, 25. Jan. 62. Sitzung der zweiten Kammer. Zu dem Antrag Büchner's, daß bei Concesstons-Ertheilungen zur Errichtung don Schankstellen für Branntwein und Spiritus der Nachweis des Dedürfnisses erbracht werde, hatte der Ausschuß Nichtannahme beantragt und wurde der Antrag demgemäß abgelehnt. Sodann folgte die 2. Berathung über den Gesetzentwurf der in fremde Berpflegung gegebenen kleinen Kinder. Einstimmig bpurde beschlossen in der Ueberschrift statt der Worte e tleine KinderKinder unter sechs Jahren zu 5 setzen. Der Gesctzentwurf wurde miteinigen Abänder lagen, welche Beschlüsse der 1. Lesung zu Gunsten der Regierungsvorlage theilweise aufhoben, im Wesentlichen gemäß der Fassung der 1. Lesung in seinen einzelnen Artikeln mit großer Masorltät angenommen. Ebenso wurde das Gesetz sodann im Ganzen angenommen. Kammer zur zweiten Berathung über die Ein führung einer Kapitalrentensteuer. Art. 1 bis 29 urden in der Fassung der ersten Lesung ange- bmmen., 26. Jan. 63. Sitzung ber zweiten Kammer. Die Kammer schritt nach Verlesung niger neuen Eingaben zur Erledigung der beiten Berathung über die Einführung einer Japftal- Steuer und fuhr bei Aritlkel 28 fort.

e Artstel 28 bis 32 wurden mit großer Majerstät nach der Fassung der ersten Lesung aenommen, cbenso das Gesetz im Ganzen.

Schließlich schritt die

Sodann brachte Dumont einen Antrag wegen Erbauung von Kasernen in Mainz ein. Es solgte die zweite Lesung der Gesetzentwürfe über die all gemeine Einkommen- Steuer. Sämmtliche Artikel wurden nach der Fassung der ersten Lesung ange nommen, ebenso das ganze Gesetz. Nach Er ledigung einiger Petitionen vertagte sich die Kammer hierauf auf unbestimmte Zeit.,

Nachdem sämmtliche Mitglieder des Großh. Hauses ihre Zustemmung zum Verkauf des in Frankfurt a. M. auf der Zeil gelegenen, der

der Berathung der Stände über die Großherzog liche Civilliste ein Hinderniß nicht mehr entgegen. 26. Jan. Auf dem Rathhaus tagte beute der früher ver'agte hessische Städtetag, bei welchem 10 Orte: Mainz, Darmstadt, Offenbach, Gießen, Bensbeim, Dieburg, Oppenheim, Worms, Bessungen, Habitzheim, Vilbel, Erbach, Eberstadt, Kastel, Bingen und Bad- Nauheim vertreten waren. Die bandlung leitete Obly(Darmstadt) ein, worauf Dumont(Mainz) zum Vorsitzenden gewählt wurde. Ohlyp referirte sebr eingebend über die in Aussicht genommene Revision des Gesetzes über den Unter⸗ stützungs Wohnsitz, die den Ruin der größeren Städte herbeiführen müßte. Der Städtetag er klärte sich darauf einstimmig gegen die Novelle zum Gesetz über den Unterstützungswohnsitz. Berlin. Der Reichskanzler btantragt beim Bundesrath bezüglich der Gotthard- Bahn, die Subventlons- Staaten sollten sich zu irgend welcher

pflichten, wenn die Herbeischaffung der zur Voll endung der Golthard-Babn außer der Subvention erforderlichen Mittel Seitens der Gotthard-Bahn Gesellschaft vorab sichergestellt wird. Italien und die Schweiz sind laut Mittheilung des Reichs- kanzlers zum Abschluß eines gleichen Nachtrags Vertrages bereit.

Ein dem Bundesratbe vorgelegter Gesetz⸗ Entwurf über die Stellvertretung des Reichs kanzlers lautet: Die durch die Versassungs- und die Gesetze des Reichs dem Reichskanzler über tragene Leitung in der Verwaltung, Beaussichtigung und Bearbeitung der Reichs- Angelegenheiten, sowie die zur Gültigkeit der Anordnungen und Verfüg ungen des Kailsers nothwendige Gegenzeichnung des Reichskanzlers können durch Stellvertreter wahrgenommen werden, welche der Kaiser auf Antrag des Reichskanzlers für die Fälle der Be bindtrung desselben aus anderen Miigliedern des Bundesrathes im Allgemeinen oder für einzelne Amtszweige ernennt.

Karlsruhe, 25. Jan. Die zweite Kammer verwarf den Antrag der klerikalen Abgeordneten, betreffend die Nachbezahlung bezw. Wiederzablung der im Jahte 1875 gestrichenen erzbischöflichen Dotattlon. Ebenso wurde der Antrag der Kleri kalen auf Abänderung des Gesetzes über die Vor bildung der Geistlichen abgelehnt. Von Seiten der Regierung, welche ihte Zustimmung zu dem ablehnenden Beschluß der Kammer erklärte, wurde hervorgehoben: das Gesetz werde nicht eher abge ändert, bis die Curie das Verbot des Staats Examens oder der Dispensnachsuchung zurücknehme.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 25. Jan. Minister- Candidaten werden genannt:

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Großh. Familie gebörenden Palais gegeben, steht

Ver⸗

weiteren Leistung nur unter der Bedingung ver⸗

Schmerling, Hofmann, Hohenwart. Herbst und Rechbauer wurden beute vom Kaiser empfangen. Es wird als möglich erachtet, daß in Ungarn ebenfalls eine Minister-Krise ausbricht. Die innere Situation ist ernst.

26. Jan. Im Abgeordnetenhause erklärte Minister-Präsident Fürst Auersperg, daß der Kaiser das Demissionsgesuch des Ministeriums angenom- men und dasselbe mit der Fortfaͤhrung der Ge schäfte bis zur Bildung des neuen Cabinets be auftragt habe.

Pest, 26. Jan. In der gestrigen Sigung der liberalen Partei fanden Verhandlungen über die Ausgleichungs- Vorlagen statt. Tisza trat warm für den Ausgleich ein und protestirte gegen die Auffassung, daß Oesterreich Alles verwerfe, was für Ungarn vortheilbaft sei. Bezüglich des Abschlusses des Vertrage mit Deutschland sprach der Ministerpräsident die besten Erwartungen aus. Im Unterhause erklärte Tisza, die gegenwärtigen Ver- wicklungen seien durchaus nicht getignet, um sich in Betreff det orientalischen Angelegenheiten zu äußern, Frankreich. Parise, 26. Jan. Der Bot⸗ schafter Graf Saint⸗Beuter ist heute Abend nach Berlin abgereist.

Bersallles, 24. Jan. Die Kammer stimmte

ciner Amnestie für alle zwischen dem 16. Mai und dem 13. December 1877 begangenen Preß⸗ vergehen zu.

SBroßbritannien. London, 24. Jan. Da die Russen auf Gallipeli vorrücken, wurde der Admiral der Mittelmeer- Flotte, gegenwärtig in Saros, instruirt, eine Streitmacht von Marine⸗ Soldaten und Matrosen in der Nähe von Bulair zur interimistischen Vertheidigung von Gallipoli zu landen und sechs der geräumigsten Schiffe be reitzuhalten, um das Gros der Garnison von Malta nach Gallipoli zu führen.

25. Jan.Times undDaily News melden den Rücktritt der Minister Lord Derby und Carnarvon.Times erfährt, daß Carnar von's Demission acceptirt worden sei, dagegen dürsten große Anstrengungen gemacht werden, Derbp's Rücktritt zu verhindern.

25. Jan. Im Unterhause machte Schatz kanzler Nortbheote folgende Mittheilung: Der russische Bolschafter Graf Schuwaloff habe beute gewisse Friedens- Grundlagen zur Kenntniß des Lord Derby gebracht. Seitdem sei die am Mitt⸗ woch nach den Dardanellen beorderte Flotte an gewiesen worden, an der Mündung der Dardanellen halten zu bleiben. Die Credit-Forderung betrage 6 Mill. L. St. Von dem angeblich erfolgten Abschlusse des Waffenstillstandes sei nichts bekannt. Im Oberbause bezeichnete Lord Carnarvon als Gründe des Rücktritts von seinem Ministerposten die Beorderung der britischen Flotte nach den Dardanellen und die Forderung des Supplemen tar- Credits.

25. Jan. Die Admiralität erließ die Ordre, das AvisobootLively und die Fregatte Newceastle, welche beide der ersten Reservedivision angehören, völlig auszurüsten und in den Dienst zu stellen.

26. Jan. In der beutigen Sitzung des Oberhauses erklärte Beaconsfield auf Befragen von Sandwich Folgendes: da die Regierung ohne

Nachricht über die Unterhandlungen zwischen den