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des Kaffke-Zolles den seitens der Regierung vor⸗
geschlagenen Satz von 24 fl. an. — 26. Febr. Bei Fortberathung des allge⸗ meinen Zoll- Tarifes nahm das Unterhaus mit
großer Majorität den Seitens der Regierung be.
antragten Zollsatz für Petroleum— 8 fl.— an, nachdem Minister⸗Präsident v. Tisza darauf hin- gewiesen hatte, daß die Finanzlage eine Erhöhung des Petroleum-Zolles fordere.
Frankreich. Versailles, 25. Febr. Senat und Deputirtenkammer genehmigten die provisorische Bewilligung eines weiteren Zwölftels des Budgets.
Italien. Rom. Alle Fragen, die zwischen der römischen Curie und den mit dieser in Be— ziehungen stehenden Regierungen schweben, werden wieder aufgenommen, um denselben jede etwa Platz gegriffene Feindseligkeit zu denehmen. Das ganze Personal des päpstlichen Hofes wird ge— wechselt. Die Intransigenten machen große An- strengungen, um die Bestätigung Simeoni's als Staatssekretär zu erwirken.
Rumänien. Bukarest. In russischen Kreisen wird für den Fall, daß Fürst Karl in Folge der Retrocession Rumänisch-Bessarabiens abdanken sollte, Fürst Gregor Sturdza als Candidat für den Thron Rumäniens bezeichnet
Griechenland. Athen. Officielle Meld- ungen von hier berichten von neuen Metzeleien der irregulären türkischen Truppen unter der griech— ischen Bevölkerung von Venetikon, Kerazdi und Platanos, sowie von der Ausbreitung der In— surrection in Epirus.
Rußland. Petersburg, 25. Februar. Officiell aus San Stefano: Großfürst Nikolaus ist mit Zustimmung des Sultans gestern hier ein getroffen, von der griechischen Geistlichkeit, den Paschas Reuf und Mehemed Ali auf dem Bahn- hofse begrüßt. Die Friedens- Bedingungen sind bereits soweit geordnet. Der betreffende Präliminar— Vertrag wird heute in San Stefano unterzeichnet. Nach der Unterzeichnung wird der Großfürst Nicolaus dem Sultan einen Besuch abstatten. Der Friede wird„Friede von Konstantinopel“ heißen. Der russische Oberst Fürst Cantacuzeno ist bereits gestern in Konstantinopel eingetroffen, um
die Details bezüglich der Bewegung der russischen
Truppen gegen die Hauptstadt und der Besetzung von San Stefand zu regeln. Die Türken ziehen sich gegen Makrikoni zurück. Bei Jutschuk und Tschakjed stehen 9000 Mann Russen. Heute rückten in San Stefano das Preobraschenskyp'sche Regiment, die Kosaken Schukoff's und die Escorte- Compagnie des Großfürsten Nicolaus ein.
— Man erwartet, daß der Schah von Persien demnächst hier eintreffen wird. Der Kaiser hat den Fürsten Mentschikoff beauftragt, dem Schah bis zur Grenze entgegenzureisen und ihm für die Dauer seines Aufenthaltes in Rußland die Gast— freundschaft des Kaisers anzubieten.
Amerika. Washington, 25. Febr. Die Prästdenten des Senats und des Repräsentanten— Hauses unterzeichneten heute die Silber-Bill, die jetzt dem Präsidenten Hayes vorgelegt werden soll.
Verloosungen.
Köln⸗Mindener Eisenbahn 3½ proc. Präm., Antheilsscheine(100 Thlr.⸗Loose). Verloof⸗ ung am 1 Februar e. Am 1. December pr. gezogene Serien: 520 615 1047 1124 1254 1358 1373 1662 1722 1965 2196 2459 2493 2621 2627 2639 2693 2937 3309 3333 3365 3398 3771 3845 3849. Prämien: 2 60 000 Thlr. 131342. 3 10 000 Thlr. 30727. 3 4000
Sentimentalität als von absprechender Hätte.
Kalserin Elisabeth-Westbahn, Silber⸗ Prlor.⸗Obligatlonen von 1860-1862. loosung am 1. Februar e. Serie 179 252 505 517 554 744 765 777 789 895 1018 1350 1372 1384 1516 1586 1633 1809 1865 1903 1906. Jede dieser Serien enthalt? Obligationen à 900 fl.: 1 2 3 19 20 21 22 23.— Obligationen à 600 fl.: 4 5 6 17 18 24 25 26. Obligationen à 300 fl.. 7 89 10 11 12 13 14 15 16 27 28 29 30 31. Zahlbar am 1. August o.
Montanstatistik des Großherzogthums. Produktionen der Bergwerke, Hütten(Eisengießereien) und Salinen in den Jahren 1876 und 1877.
Zusammengestellt von Großh. Bergmeister Tecklenburg in Darmstadt.
1876. 1877.
Produkte. Menge. Werth. Menge. Werth.
Centner. Mark.] Centner.] Mark.
Braunkohlen. 847081 361662 8515680 345639
Eiseneize 1602370 5141601841244 568379
Manganerze. 14652 29304] 17979 44328
Kochsalz.. 267734 309120] 264287 300826
Holzkohlenroheisen 35978 259959] 33949 245298
und zwar:
a. Masseln zur Gie⸗
ßerei. 8 8002 32008 8145 32580 b. Gußwaaren erster
Schmelzung 18870 191527“ 15946 173286 o. Bruch- u. Wasch⸗
Men 9106 36424 9858 39432 Koaksroheisen. 326520 959560] 257700 730000 Gußwaaren zweiter
Schmelzung 33249 3657390 39446 445813 Schweißeisen.. 233 1864 1020 8160 Schweißeisen, fer⸗
tiges Fabrikat. 950 7030 805 6000 Sa.(exel. a. b. ,o.) 2808398 2694443
Der Werth der in 1877 erzielten Produkte hat also trotz der schlechten Conjunetur gegen den Produetions— werth in 1876 nur ca. 4 pCt. abgenommen.
Literarisches.
Aus der Londoner Armenpflege. Von Octavia Hill. Ueversetzt im Auftrag Ibrer Königlichen Hobeit der Großberzogin von Hessen. Wiesbaden bei J. Niedner(III und 109 S., 1 M. 60 Pf.
Aus mehr als Einem Grunde verdient diese Schrift sehr, mit großer Aufmerksamkeit gelesen zu werden. Sie bespricht eine Frage, die jedem Menschenfreunde dringend am Herzen liegen muß und auf welche die Zeitverbältnisse immer unabweisbarer unsere Blicke lenken, nämlich die
Frage: wie kann den Noihständen der Unbemittelten und
insbesondere der Armuth abgebolsen werden? Daß die
höchstgestellie Dame unseres Landes dieser Frage ihre Füt— sorge zuwendet, daß sie zu einem Buche dieser Art selber eine Vorrede abfaßt: das muß mit dankbarer Freude be- grüßt werden. Landes mutter ist ein noch schönerer Titel als Landesfürstin. Man wird deshalb die sebr einsichts— vollen und beherzigenswerthen Ansichten, welche die er— wähnte Vorrede auespricht, mit doppelter Befriedigung lesen. Das Buch istsso hober Empfehlung durchaus würdig.
Es entbält bezüglich der Armenpflege nicht nur vortreff—
liche allgemeine Grundsätze, sondern es zeigt auch, wie
dieselben auf reicher, erfolggekrönter Ersahrung ruben. Es bezeugt bei der Verfasserin, wie das bei ausgezeichneten
Engländerinnen öfter vorkommt, zwei Vorzüge enigegen—
gesetzter Art, nämlich einerseits durchaus edle Gesinnung
und andererseits Geschick und Eifer zu unermüdlicher prak tischer Thäligkeii. Octavia Hill wurde durch ihre Liebe zu den Armen nicht blind für deren Febler, und die Er— kenntniß dieser Fehler ließ ibte Liebe nicht erkalsien. Ihre
Urtheile und Vorcschläge haben ebenso wenig von süßlicher
Die Reli⸗
giositätettitt nur an wenigen Stellen bestimmt hervor.
Um so wohlthuender verspürt man sie als Grundlage der
echten Barmherzigkeit. Von dem Vielen, was aus dem
Schrisichen gelernt werden kann, sei hier nur hecvorge—
hoben, daß in demselben das blose Almosengeben auf das
Ungefähr hin mit vollem Richte als ungenügend und
so gar verderblich dargestellt wird. Es werden ganz andere
und höbere Anforderungen an die Besitzenden und Gebil— delen gerichtet. Trotz des sehr ernsten Inhaltes liest sich das Buch recht angenebm. Man wird in anschaulichster
Während man
Weise mitten in die Wirklichkeit geführt.
Thlr. 25979. 2000 Thlr 131344. 1000 Thtr. 109789. wichtige Anregungen und bereits woblerprobile Rathschläge
500 Totr. 25986 109786 124624 192236.
à 200 empfängt, unterhält man sich z gleich. Die Sprache lrägt
Thlr. 30720 52302 56168 109797 122946 124629 das anziebende Gepräge feinsler Bildung, vornehmer Ein⸗
131334 146832 165402 165410 192424 4 110 Thlr. Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern — Zahlbar am 1. April e.
Oesterreichische 1860er Loose. Ve a vom 1. Februar 1878. Gezogene* 101 248 490 566 922 943 1235 1478 1575 2076 2316 2763 3514 3643 3645 3797 3826 3870 3923 3958 4214 4227 4390 4439 4556 5001 5033 5100 5541 5698 7181 7487 7570 7649 8112 8246 8347 8362 8421 8497 9000 9172 9827 9859 10215 10270 10275 10541 10620 10850 11063 11363 11644 11758 11950 12218 12325 12385 12401 12491 12584 12591 13058 13288 13578 13871 14050 14877 15277 15317 15680 15922 17555 17100 15015 16757 16950 17241 17427 17477
559 17729 18012 18132 18605 1865 2 1913 19650 9715 18654 18802 19135
fachheit und praklscher Klarheit. Die Uebersetzung scheint wohlgelungen; nur ganz selten merkt man, daß man eine solche vor sich hat. Für die englischen Münzen hätte hier und da wohl der Werth in deuischem Gelde angegeben werden sollen. Die äußere Ausstaltung des Buches ist eine sehr ansprechende. Nach alledem empfehlen wir das selbe nicht blos Armenpflegern, Geistlichen und Lesegesell— schaften auf das wärmste, sondern allen Freunden des Volkes, namenilich auch gebildeten Damen.
Handel und Verkehr. Friedberg, 27. Febr. Waizen M. 22 25., Korn M. 17, Gerste M 1750—18., Hafer M 14—17 Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 27. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0,90—1.—, Eier per Stück 6 Pf.
Gießen, 26. Febr. Wochenmarkt. Butter per Pfb,
Ver⸗ M. 1., Eler per Stück 5—7 Pf., Tauben das Paar 90 Pl.,
Hühner per Stück M. 1,50, Hahnen per Stück M. 1 60, Enten per Stück M. 3,40, Kartoffeln 100 Kilo Mä 7,60, Ochsenfleisch 70 Pf. per Pfd., Kuhfleisch 50— 60 Pf., Rindfleisch 50— 56 Pf., Schweinefleisch 62— 64 Pf., Kalbfleisch 55 60 Pf., Hammelfleisch 60 Pf.
Frankfurt, 25. Febr. Der heutige Viehmarkt war
schlecht befahren. Angetrieben waren ca. 300 Ochsen, 100 Kühe und Rinder, 220 Kälber und 200 Hammel Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 70.— 73, 2. Qual. M. 66.— 68. Kühe und Rinder 1. Qual, M. 60.—62., 2. Qual. M. 54—58 Kälber 1. Qual,. M. 67-70, 2 Qual. M. 60.—62. Hämmel 1. Qual, M. 58.— 60, 2. Qual. M. 50—54
Frankfurt, 25. Febr. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr 2 M. 40, Nr. 3 M. 38., Nr. 4 M. 33, Nr. 5 M. 24 Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 24. do, II.(Berliner Marke) M. 20. Walzen, effeetiv hiesiger M. 22.25 22.50. ab Bahnhof hier M. 23., ab unserer Umgegend M. 22.25— 22.50, do. fremder je nach Qual, M. 23.— 24. Roggen je nach Qualität M. 16.— 17,50, Gerste M. 19.— 23. Hafer M. 13.— 16 Erbsen M. 19.— 23. Wicken M. 17. Linsen M. 19.— 23. Rüböl, detail, M. 78. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo.
Brodpreise vom 1. bis 16. März.
Für Friedberg, Bad Nauheim und Butzbach unverändert.
Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom J. bis 16. März.
Für Friedberg und Butzbach unverändert.
Für Bad⸗Nauheim: Pr. 1½ Kilo. f
Ochsenfleisch 70 Pf. M. Pf. Kuhfleisch, g-em. 50„ Schweinefleisch— 62 2 ungem.—„ Dörrfleisch— 86 Hammelfleisch 50„ Solperfleisch— 70 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 1— Kalbfleisch 60„ Schinken 1— Keil und Carre—„ 8Leber- u. Blutwurst— 80 Nierenfett 60„ Schwartenmagen— 91 Hammelsfett—„ Cervelatwurst 1 70 Schaaffleisch—„ Fleischwurst— Bratwurst— 91
Schmalz, ausgelassen, 96 Pf., unausgelassen 86 Pf. Schweinen Keil und Carre bei sämmtl. Metzgern 66 Pf. Ausnahmspreise. Bei S. Loeb Nierenfett 50 Pf.—
Bei H. Aletter Solperfleisch 66 Pf., Cervelatwurst 1 M.
50 Pf., Schmalz, ausgel., 91 Pf.— Bei H. Friß
Cervelatwurst 1 M. 40 Pf.— Bei Fr. Langsdorf Cerve⸗
latwurst 1 M. 60 Pf.— Bei J. Schimpf Wittwe
Schweinefleisch 60 Pf., Cervelatwurst 1 M. 40 Pf. Geld Cours. Frankfurt am 26. Februar 1878 20 ⸗Frankenstücke„ WM. 16 20 Englische Sovereigns 8„ 2 Russische Imperiales a„ 16 67—72 Holländische fl. 10 Stü be 156 65 Ducaten. 3* 9 50—55 Ducaten al marco 0 9 55—60 Dollars in Golt 8 4 17 20 Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Geboren: 9. Febr. Dem Schuhmacher Georg Hübner eine Tochter. 11 Dem Fabrikuufseher Joseph Müller ein Sohn. 11 Dem Sattler Julius Kegler ein Sohn. 111 Dem Schuhmacher Friedr. Jacobi eine Tochter. 1 Dem Schuhmacher Philipp Klees eine Tochter. K Dem Fruchthändler Jacob Stern ein Sohn. 1773 Dem Lackirer Michael Napoleon Schmidt eine Tochter.
8 Dem Handarbeiter Johannes Ploch eine Tochter.
Gestorben::
15. Febr. Heinrich Wahl, Söhnchen des Brauers Friedr. Wahl, 1 Jahr, 1 Monat alt.
16.„ Jacob Leonhard Schuhmacher. a
17.„ Jobann Leonhard Bitsch, Großh. Distrikts⸗ einnehmer in P., 82 Jahre alt.
17.„ Katharina Sprengel, Ehefrau des Metzger
Theodor Sprengel, 28 Jahre alt.
N Margaretha Stein, Ehefrau des Lohnfuhr⸗
manns Heinrich Stein, 47 Jahre alt.
1 Johannes Jost, Taglöhner aus Burg⸗Gemün⸗
den, 44 Jahre alt.
198 Ein Söhnchen des Handarbeiters Johannes
Ploch, 1 Stunde alt. ö
19.„ Gustav Adolf Rösner, Schornsteinfeger⸗
Geselle aus Dresden, 36 Jahre alt. 25 Johannes Orth, Pfarrvicar von Reichels⸗
heim, 30 Jahre alt.
Nur gegen die wirklich guten Artikel macht sich die
Coneurrenz geltend. Die Guyot'schen Theerkapseln, welche von so ausgezeichneter Wirksamkeit in Erkältungs⸗ fällen, bei Katarrhen, sowie gegen Bronchitis und Lungen⸗ schwindsucht sind, haben zahlreiche Nachahmungen her⸗ vorgerufen. Herr Guyot kann nur für diejenigen Flacons eine Garantie leisten, welche mit seiner Unter⸗ schrift in dreifarbigem Drucke versehen sind. 1 Depot in Friedberg in der Hofapotheke„Zum Engel“ und bei Dr. Uloth. 273
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