Ausgabe 
27.8.1878
 
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ür seine wichtigsten Bedürfnisse von dem Continent ab.

ei er Hätten wir nicht die Buller aus Schleswig und Holstein,

du zur owie aus Holland, so würden nur wohlhabende Leute sich

den Aehnn lieses wichtige Nahrungsmittel erlauben dürfen. Irland 0 Dino 5 efert zwar viel davon an England, allein dieNieler 15 Nee 0 ndFriesländer Butter wird bei weitem vorgezogen. dun. Die Ein Hauptexportartikel nach England vildet die Trocken⸗ N aistez ese von Schiedam in Holland. Zwei bis dreimal wöchent 98 odge See lich je nach der Jabreszeit. kommt ein, Hesendampser in weich* S 9. dull an, und um welche Stunde des Tages oder der Nacht

1 dir En 9 auch sei, sosort nach Ankunft und nachdem die eigens . SWn rde safür destellten Heseninspectoren sich von der Güte und 0 e Arbeber Frische der Waare überzeugt, beginnt die Ausladung der 20 Muserg Tausende von Köcbchen, jedes mit einem oder zwei läng- Laaer De ich runden Lalben in Leinwand ein genäht, im Gewichle

* Uidersg watt on circa 15 Kilo; da berrscht reges Leben; jedes Köcb⸗ ing l denn. gen ist markirt, jeder Großhändler ist mit seinen Arbeitecn tanz don sisrig beschäftigt sein Eigenthum in Empfang zu nehmen

und so schnell wie moglich weiser zu befördern.

un eh cel n. Ganz 1 Schrgze 5 nahe vei dem Ausladeplatz wartet schon derHesenzug e den Betz nit seinen eigens dazu eingerichteten Waggons und ehe 100 chord länf Stunden dergangen sind, ist die ganze Schiffsladung . ang dn on in alle Richtungen durch das Land befördert, um ecuen 4 öffent. ald in tausenden von Krämerladen an die begierig darauf 1 eng bart enden Hausfrauen, die sich hier zu Land sast alle ibt 11 etenffeg. Stod selbst backen, abgegeben zu werden. Fünf Pfennige den zer Loth, das ist der Preis im Kleinen, eine Mark per

Sund en gros;no yeast to day(heute gibis keine pese) bringt die Hausfrau gar oft in die größte Verlegen geit; sie har keine Ahnung, daß das Ausbleiben der Hefe er Thaisache zuzuschreiben ist, daß eine ganze Schiffslad

lege aber nut

Di derte

4 weil * laßturtt Zei

n viel sauereres Gesicht machen, wenn sie die telegraphische Lerlust tragen.

Handel und Verkehr. Friedberg, 24 Aug. Wochenmarkt. Butter kostete

Gießen, 24. Aug. F. 1.520, Eier per Stück 6 Pf., Tauben das Paar 0 Pf., Hühner per Stück 85 Pf., Hahnen per Stück

Wochenmarkt. Butter per Pfd.

W. 5.50, Ochsenfleisch 70 72 Pf. per Pfd., Kuh- und Hindfleisch 5060 Pf., Schweinefleisch 6468 Pf., Kalb seisch 50 60 Pf., Hammelfleisch 6070 Pf.

1 n Frankfurt, 24. Aug. Der heutige Heu- und Stroh a rarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. per

1 1(Ar. M. 1.502 50, Stroh M 1502. Butter per Pfd. dene ni Großen 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M 1.5- 10 im enn Fetail 1. Qual, M. 1 50 2 Qual. M. 1.2530. Eier 1 r 100 M 4506. Erbsen geschälte(per 100 Kilogr.) enen L. 28.30., ganze Erbsen M. 22. 24., Linsen M. 30.32., 3 1 reiße Bohnen M. 28.30., Bohnen zum Einschneiden per

e ue fd. 89 Pf., Gurken per 100 M. 1.20 1.50, Weißkraut

un Stück 20 Pf. Kartoffeln per 100 Kilo M. 5 50-6.

Marburg, 24. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1. 1 10. Eier 2 Stück 10 Pf. Zwiebeln b Pfd. 1415 Pf. Junge Hahnen per Stück 60-80 Pf. Ahner per Stück M. 0.901. Frische Kartoffeln 2 Liter

Pf., desgl. per Korb M. 1.701.80., Weiß⸗ und

Gurkensalat. Die Gurke ist eine den meisten Menschen sehr angenehme Frucht. Sie läßt sich auf die mannig sichste Weise zubereiten und mundet stets als eusprechendes Beigericht. Sie ist eine von den nigen Früchten, die wir unreif und zugleich uch genießen und im Allgemeinen ohne Nachtheil, jwoch bei Manchem nicht ohne einige Unbequem⸗ igkeit. Diese besteht in dem sogenannten Auf ßen nach dem Genuß von Gurkensalat. Auch ig gehörte früher zu diesen Duldern, aber, wie ile Genußsüchtigen, zu den rückfälligen, d. h. gesmal, wenn bei mir der oben erwähnte Umstand trat, nahm ich mir vor, keinen Gurkensalat bieder zu essen, hielt aber nie Wort und so wieder illte sich das Ungemach stets von Neuem. End- i dachte ich eenstlich daran, der Ursache nach; üpären und fand sie in der, wenigstens für echwachverdauende, fehlerhaften Bereitungsart des Hurkensalats. Als Hauptzuthaten wurden in allen chbüchern, die ich sah, angegeben: Salz, Essig d Oel und dieser Angabe nach beginnt die hausfrau gewöhnlich damit, die rtcht feinschälig echnittenen Gurken zu salzen; dann erst gießt t Essig zu und endlich Oel. Da jedoch die ken nach dem Salzen sehr zusammengehen und Saft von sich geben, so schreiben manche

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* 2 2

ea Wilhelmine Scheibler. S. 329):

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Aupressen und nun erst mit Oel, Essig, Pfeffer . w. zu untermischen. Ein so durch Peessung Meiteter Gurkensalat ist ein durchaus versehltes

ng in Hull von den Insp ctocencondemned(ver- ammt) und den Meereswogen übergeben worden ist. die SchiedamerGendvre- Fabrikanten werden aber noch

depesche von Hull bekommen, denn sie allein müssen den

1 r Pfd. M. 1 3040, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf.

) Pf., Enten per Stück M. 1.80, Kartoffeln 100 Kilo

ledernes Gericht und wird, wenn es so bei Gastmählern 3 bis 4 Stunden lang als Schau gericht auf dem Tische prangen muß, völlig un- genießbar und daher von den meisten Gästen als Zugabe zum Braten versckhmäht. Wohet mag diese verkehrte Bereitungsweise enkstanden sein? Wer trägt die Schuld? die Noth oder der frühere Mangel an einem guten starken Essig. Man fand, daß ein Gurkensalat, in seinem vollen Saft mit dem gewöhalichen Essig bereitet, nicht sauer genug wird. Für die Schwäche des Essigs mußte nun die Gurke büßen, und ihr schöner ge würzhafter Saft wurde das Opfer. Jetzt, wo man einen guten starken Essig haben kann, ist nun auch die Möglichkeit gegeben, diese ganze Bereitungsart zum Vortheil des Gerichtes umzuändern oder vielmehr geradezu umzukehren, so daß die Reihen folge der Zuthaten nicht mehr Salz, Essig und Oel, sondern Oel, Essig und Salz wird. Auch ist ein Unterschied in der Zeit des Zusetzens dieser Zuthaten zu beachten. Gesetzt, der Gurkensalat soll zu einer Festlichkeit vorher bereitet werden und dann mehrere Stunden lang auf dem Tische als Zierde neben anderem Eingemachten dienen, ohne dabei an seiner Güte zu verlieren. Diese Auf

bereits oben gesagt. Die Scheiben werden zuerst mit Oel, dann mit gesalzenem Essig u. s. w. ge⸗ mengt. Genug, das neue Gericht mündete und ich erhielt ein erneutes Lob, als ein zweites erschien, in dem geschmorte Gurken erkannt wurden. Denn dieses war gleichsam eine folge⸗ richtige Ergänzung des Salats, da es aus den dicken Schalen bereitet worden, welche behufs der Darstellung des Gurkensalats beseitigt werden mußten, aber sich zu Schmorgurken ganz vor züglich eigneten. So war demnach einem der ersten Grundsätze der kochenden Haushaltung ge nügt, möglichste Vollkommenheit der Speise bei sorgfälliger, sparsamer Nutzbarmachung sogenaunter Abfälle. Ihrem innersten Stoffgehalt nach ist die Gurke eines der merkwütdigsten Nahrungsmittel; so arm an Stoff und so reich an Wasser ist keines. Nach dem Verhältniß von 100 Theilen berechnet, besteht: 1) die halbreife Gurke aus: 3 Loth festem Stoff und 97 Loth Wasser; 2) die sogenannte Salzgurke aus: 5 Loth festem Stoff und 95 Loth Wasser; 3) die sogenannte Essiggurke aus: Loth sestem Stoff und 95½ Loth Wasser, indeß die gekochte Kartoffel 25 Loth Nährstoff und 75 Loth Wasser enthält. Das Zellgewebe muß ganz

gabe ist nur durch Halbheit zu lösen. Man macht nämlich den Salat nur halb fertig, indem man vorläufig das wegläßt, wodurch die Gurken⸗ scheiben enisaftet und holzig werden: das Salz und den Essig. Zu dem Ende kommen die Gurkenscheiben, reichlich mit Oel versehen, auf den für sie bestimmten Platz, indem man sie zuvor noch mit Petersilie, Schnittlauch, Esrdagon, Kressen blumen und dergleichen ausgeschnückt hat. Da- neben stellt man Essig, und zwar gesalzenen(auf 1 Weinflasche voll Essig 1 Loth Salz), um ihn, wenn die Speisezeit für den Gurkensalat gekommen, sogleich bei det Hand zu haben. Er wird löffel wrise nach vorher erprobtem Verhältniß hinzuge⸗ setzt, schnell umgerührt, um nun sogleich die Runde bei den Gästen zu machen. Ein solcher Gurken salat bietet wirklich einen Genuß, da die Scheiben so frisch und saftig sind, wie eben geschnittene, indem die Oelschicht, in welcher sie selbst stunden⸗ lang verweilen mußten, ihnen auch nicht die ge- ringste Unbill angethan. Auch ist dierbei der vorher gesalzene Essig eine wesentliche Verbesserung, was mir die Leserinnen gewiß zugeben, denen versalzene Speisen vielleicht schon manche unange nehme Augenblicke bereitet haben. Zudem läßt sich nun auf diese Weise das Salz gleichmäßig vertheilen und man kommt nicht in den Fall, alle Augenblicke das Gesicht zu verziehen, nämlich dann, wenn man ein etwas derbes Salzkornchen, das der Auflösung entging, zwischen die Zähne bekommt. Hlermit ist, wie ich hoffe, dem Bedürfniß nach einem guten Gurkensalat genügt, aber nut im Allgemeinen, denn es gibt noch einen ganz beson deren Fall, wo auch diese Bereitungsart nicht zweckentsprechend ist. Dieser Fall tritt dann ein, wenn Mitglieder der weit verzweigten zahnlosen(Y) Gesellschaft damit bewirthet werden sollen. Für diese ist auch ein solcher Gurkensalat zu hart und zu schwer verdaulich.

Ich sprach hierüber mit Freundinnen, die bei mir zu Gaste waren und deren tägliche Tischgenossen

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zu jener Gesellschaft gehörten.Schaffen Sie uns einen noch zarteten Gurkensalat, sagten sie.Sie sollen einen haben, den man gar

nicht zu kauen braucht, der vielmehr auf der Zunge zergeht, antwortete ich, der ich auf diese Forderung vorbereitet war und winkte der Dienerin. Bald darauf brachte sie den neuen Salat. Seine Wirkung auf die Zungen der Schmeckerinnen war überraschend. Sie mußten gestehen, nie etwas Vollkommneres der Art gekostet zu haben. Die Sache war sehr einfach zugegangen. Ich hatte

be vor(unter diesen die 14. Auflage] Hälfte der natürlichen Größe erlangt hatten. Ndie

irkenscheiben, eine halbe Stunde vor dem Ge- das innere Kerngehäuse übrig blieb. uch hinlänglich zu salzen, beim Gebrauch starkf dann nicht der Quere, sondern der Länge nach

von den Gurken die mittelgroßen gewählt, d. h. solche, in welchen die Samenkerne erst etwa die

Die Gurken wurden so dick geschält, daß nur Dieses wurde

so in längliche Scheiben zerschnitten, daß der Schnitt jedesmal in der Quere durch die jugend lichen Samenkerne ging. Was nun solgt, ist

eigener Art sein, daß es im Stande ist, eine so große Menge Wasser in wohlgestalteter Begrenzung festuhalten. Es offenbart sich hier so recht die Lebendigkeit der Pflanzenzelle. Der Bade- schwamm, der in seinen vielen Zellen und Röhren eine beträchtliche Menge Wasser zu halten vermag, erreicht hietin die Gurke nicht. Läßt man einen Schwamm, der 10 Loth wiegt, sich recht voll saugen, so nimmt er doch nur 90 Loth Wasser auf; der Gurkenstoff also über Zmal mehr! dabei gibt der Schwamm bei der leisesten Berühr ung sein Wasser ab, die Gurke aber läßt sich meilenweit trausportiren, ohne auch nur ein Tröpfchen von sich zu lassen.(Unt, z. Schw. B.)

Literarisches. Geschichte der 25 Feldbergfeste, bearbeitet von Ludwig Stabl, Turnlehrer zu Offenbach, ist im Ver

lage der C. Forger'schen Druckerei zu Offenbach erschienen.

Diese Broschüre dürste mit Recht sowohl in turnetischen als auch außerturnerischen Kreisen willkommen sein, denn sie bespricht die Geschichte dieser mit dem Volksleben der Taunus:, Main- und Rheingegend so innig verwachsenen, allgemein beliebten Feldbergseste, die bis heute einzig in ihrer Art in Deulschland dastehen, in böchst erschöpfender, sochkundiger Weise, so daß Allen Rechnung getragen wird. Das Titelblatt zeigt eine wohlgelungene Ansicht des Feld⸗ berghauses, dessen Grundsteinsegung und Eimweibung eben- falls in den Hauptzügen mitgetheilt ist; das zweite Blat trägt das Biloniß des Turnvaters Jahn. Die Broschüre ist, was wir ganz in Ocdnung finden, dem Begründer der Feldbergseste, August Ravenstein in Franksurt, gewidmet. Das Werkchen eignet sich namentlich auch für Turner⸗ Bibliotheken. Da bei der schönen Ausstauung der Preis von 50 Pf. äußerst mäßig Zist, so ballen wir hiermit die vöchst interessanteGeschichie der 25 Felobergseste, welche durch alle Buchhandlungen zu beziehen ist, allen Turn⸗ vereinen und Turnern, allen Tuen- und Taunusfreunden, wie dem übrigen Publikum bestens empfohlen.

Geld Cours. Frankfurt am 24. August 1878. 20 Frankenstac k Englische Sovereigns 20 40-45 Russische Imperiales 5 W 10 Holländische fl. 10-Stücke. Dudate nee 5 9 5560 Ducaten al mareo 8 9 5863 Dollars in Gold. 4 1720

Bekanntmach Bekanntmachung. 2684 Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Aetien-Verein Gutehoffnungshütte zu Oberhausen unterm heutigen Tage mit dem Eisen⸗ und ManganerzbergwerkeDavid in der Gemarkung Pohl⸗Göns, Kreises Friedberg, mit einem Felde von 792,200 Quadratmetern belsehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Ver meidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks Eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Berg meisterei Gießen Jedem gestattet.

Darmstadt den 1. August 1878. Großherzogliche Ober-Forst- und Domaͤnen-Direetion, Berg Abtheilung. Bo se. »dt. Tecklenburg.

r 2 zu den billigsten Preisen, Hosenträger, bei K. Friedrich.