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Klein.
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triitserklärung solgenden Kalenderjahres ein. welche nicht auf der persönlichen Kirchen⸗ ober Kirchengemeinde—
bcrührn. Der Art. 6 der Regierung vorlage wurde
1878.
Donnerstag den 24. Januar.
Oberhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
rscheint jeden onnerstag und Samstag.
( N
Kreisblatt für den Artis Friedberg.
Dienstag,
Aus dem Großhe
Nr. 50. sub 1.
der direeten Steuern und der Beiträge zu den Kosten der Staatsstraßen für das
Friedberg am 22. Januar 1878.
Bekanntmachung, die Arzneimitteltaxe für das Großherzogthum Hessen betr.—
rzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren:
2 und 3 Nichts.— sub 4. Bekanntmachung den Ausschlag
sub
Jahr 1878 betr.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Deen.
Deutsches Reich. Darmstabt. Das Großberzogliche Regier— ungsblatt, Beilage Nr. 1 enthält:
Iv. Uebersichten der für 1878 genebmigten Um⸗ lagen in den teraclstischen Religionsgemeinden der Kreise
Erbach und Oppenbeim, sowie in den poliiischen Ge— meinden der Kreise Bingen und Alsfeld.
V. Or densverleibungen.
VI. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die mit
einem ev. Lebrer zu besetzende Schulstelle zu Ober Sorg Gehalt 685 M. 71 Pf.; die Schulstelle zu Schwickoris hausen, Geralt 685 M. 71 Pf.; die Schulstalle zu Michelau
Gehalt 689 M. 14 Pf. Dem Fücsten zu Menburg uns Bildingen in Wächterebach steht das Präsentauonsrecht zu; die Schulstelle zu Burg⸗ Bracht, Gehalt 685 M. 71 P.. Dem Fürsten zu Menburg und Büdingen in Birstein sieb!! das Präsentationsrecht zu.
Darmstadt, 21. Jan. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer kam der Gesetzente wurf über die allgemeine Einkommensteuer zur Verhandlung. Die Artikel 1—13 wurden im Wesentlichen in Gemäßheit der Regierungsvorlag— und der Ausschußanträge, denen die Regierung
meistens zustimmte, angenommen. Bei der Be— rathung über die Arfiktl 14 und 36, welche Bestimmungen über die Veranlagung der Ein—
kommensteuer, insbesondere die Steuerskalen ent— halten, beantragte die Mehrheit des Ausschussee die Vorlage der Regierung mit einigen Modisi— catlonen anzunehmen. Die Minderheit des Aus— schusses hatte die Feststellung einer neuen Skala beantragt, in der namentlich auf die Entlastung der unteren Classen der Steuer pflichtigen mehr Rücksicht genommen werden sollte. Nach lebhafter Debatte wurde die Regierungsvorlage nach dem Antrage der Ausschuß⸗Majorität gegen 6 bezw 7 Stimmen angenommen. Ebenso wurde der Artikel 36 angenommen. Desgleichen und obne Debalte der Artikel 15, sowie mit unwesentlichen Modisicationen der Regierungsvorlage die Artikel 16 bis 22.— 22. Januar. In der heutigen Sitzung fuhr die Kammer in der Berathung über die Einkommensteuer sort und wurden die Artikel 23-30 angenommen. Es folgte sodann die Be rathung über den Austritt aus tiner Kirche oder Religionsgemeinschasft. Der Ausschuß hatte elnen neuen Wesetz-Entwurf zusammengestellt, der dem
Inhalte der beiden Regierungsvorlagen allerdings
im Wesentlichen entspricht, jedoch einige nicht un— wesentliche Modificationen enthält. Der Art. 1 des Ausschußantrags wurde angenommen. Der— selbe lautet: Der Anettut aus einer Küche oder Reli— gionsgemeinschaft ist gestarlet, auch ohne Uebertritt zu einer anderen Küche oder Religionsgemeinschaft nach Maßgabe! nachsiehender Bestimmungen. Ebenso der Artikel 2 und 3 welcher bestimmt:„Der Austritt aus einer Kirche ersolgt durch Erklärung des Austrelenden in Per— son vor dem Gericht seines Wohnortes zu Protete.“ An Stelle des Artikel 4 der Regierunge vorlage hatte der Ausschuß folgenden Artikel 5 beantragt, welcher angenommen wurde: Die in Gemäßbeit des vorsiebenden Arukels erfolgte Austrittserklärung ha insdesondere die Wükung, daß der Ausgetretene zu Leist ungen, welche auf der persönlichen Kirchen- oder Kirchen— gemeinde Angehörig keit beruhen, nicht mehr verpflichtet wird. Diese Wirkung iritt, im Falle der Austritt in der trssen Hälste des Kalenderjahres erfolgt, mit dem Schluss bieses Jrhr ee, sonst aber mit dem Schlusse des aufe die Aus Leistungen
Angehörigen beruhen, werden durch jenen Austritt nicht
1. Landw. Regis Nr.
unverändert angenommen. Die Berathung über Ausland.
Art. 7 des Ausschußantrags wurde ausgesetzt OHesterreich⸗Ungarn. Wien. In hiesigen Als Artikel 8 hatte der Ausschuß beantragt. diplomatischen Kreisen heißt ee, Rußland sei ent- Für Beschwerden wegen Zuziebung der in eeu Ar. 5 schlossen, den Frieden nur in Conslantinopel ab- und 7 etwäbhnten Leistungen finden die Diimmungen iuschließen, der Zar bube den unverzüglichen
Anwendung, welche für Veschwerden wegen Zuzlebung zu den Umlagen oder Ausschlägen der politischen Gemeinden Vermarsch angeordnet. Nowikoff habe in einer
gelten. Insoweit Hebregister für die kirchlichen Umlagen gestrigen Unterret ung mit Andrassy diesem wahr- offen gelegt worden sind, läuft die Beschwerdestist vom scheinlich eine deßfallsige Miltbeilung gemacht. Tage der Zustellung des Anforderungezettels. Die Re-
Oesterreich habe gegen eine zeitweilige Besetzung von Constantinopel nichts einzuwenden.
Türkei. Constantinopel, 20. Jan. Der britische Votschafter Lapard erklärt die Nachricht, daß er die Erlaubniß nachgesucht babe, die britische Zlotte in die Dardanellen einlaufen zu lassen, auf das Bestimmteste für unbegründet.— Drei Abtbeilungen Hülfs- Truppen haben die Serben geschlagen, 12 Geschütze erbeutet und Lozona
gierung stimmte diesem Antrag zu und fand hier- auf die Annahme des Arlikels obne Debatte statt. Den Artikel 7 der Regierungevorlage batte der Ausschuß als Art. 9 in seinen Entwurf unver⸗ ändtrt aufgenommen. Derselbe wurde ohne Debatte angenommen. An Stelle des Art. S der Regierungs- vorlage hatte der Ausschuß folgenden Artikel 10 beantragt: Für Kunde
zeige des Austritts aus einer Kirch
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tet 16 Jabren kat An⸗ 2 1 oder Religionsgemein⸗
n Cie
schaft in den Formen des gegenwärtigen Gesetzes von den— Balkowa eingenommen. jenigen Personen mit bürgerlicher Wirkung vollzogen— 20. Jan. Die Russen sollen heute in werden, weichen die Vesimmung über die rcligse c.] Adrianopel eingerückt sein. Die Eisenbahn⸗Züge
ziebung der Kinder zustehn. Bio zu vollendeter Schulpflich!
müssen letztere aber jedenfalls an dem R ligtonsunterricht verkehren nur bis Tschorlu. Ueber die Verband ⸗ einet im Großberzogthum bestebenden Kirchen- oder Re- lungen im russischen Hauptquartict fehlen nähere ligionsgemeinschaft theilnehmen oder nach Moßgabe de Nachrichten. Ein Telegramm des Gouverneurs Vorschtisaͤn des Art. 19 Absotz 2 des Volk chulgesetzes pon Drama(Bilajet Salonicht) meldet, daß da⸗ 85 16. Juni 1874 Nelinie aii erbalten. Dieser feen 8000 Oerwuadete und Kranfe don der Artikel wurde nach lebbaster Debatte angenommen. Armee Suleiman Pascha's angekommen seien; Als Artikel 11 hatte der Ausschuß folgenden Zu- Legterer bewerkslelligte demzufolge seinen Rückzug fac e ee Ae 5 6 e nach dieser Richtung bin. Achmet Eiub Pascha ir de t 2 5 2 7 E dem wird die bei Torbuchu concentrirten Truppen be⸗ 23. Februar 1850 sind aufgehoben. fehligen, während Mukhtar und Chefket Pascha
— Militärdienstnachrichten. Brandt, Prem. den Besehl über die zur Vertheidigung der Haupt-
stadt bei Tschataldja zusammengezogenen Streit- kräfte übernehmen.
— Nach Berichten aus Adrianopel wären die M. Abends mit 12 Bataillonen Regimentern Cavalerie daselbst
Lt. vom 4 Inf. Regt. Nr. 118 von dem Com- mando bei der Kriegsschule Hannover den; Philippi, Viceseldw. vom Res.-Landw. Bat. Ruft i 9 9— 125 Russen erst am 21. d. Nr. 80 zum Sec.⸗Lt.
der Res. des 2. Inf.⸗Regts. Nr. 116, von Tengg, Vicewachtm.
er chibun⸗
zu
Infanterie und zwei von demselben J 5 eingerückt.
Bat. zum Sec.-Lt. der Res des 1. Drag.⸗Regts. 5 el 5 35 7 3 45 n— 22 an. r Aufruf des S 5 Nr. 23, Kisseberth, Vicefeldwebel vom 2. Bat.. Jan g de* 1 Sultans in 3„Aegte. Nr, 118 2„„ dee den Waffen batte nur geringen Erfolg. Die 4. Landw. Regte. Nr. 8 zum Sec. Lt. der] Pforte ist bestrebt, um jeden Preis Waffen- Still 3 736. 0 0 n- Still- Landw.-Inf., Wißmann, Vicefeldw. vom 1. Bat. af!
1 2 stand zu erlangen, deshalb gingen an die türkis 115 zum Sec.» Et. der. 7 1 1 dusst ch 3 1 r Jug—— — 92—— 1 en i che* k 7 one Landw.-Feld- Art. befördert; Studt, Sec.-Lt. von 6 9—— 10 lich 5 10 520 7 10 5 Rn edingunge
der Landw.⸗Fuß⸗ Art des 1. Ne.— a 571 4%„ Woffenstillstand zu schließen. Man befürchtet da Regts. Nr. 118 als Prem. Lt. der Abschied die. ppen unsahin 5 die S. bewilligt. e: 5* 1 Al Vaupiste 5 vertheidigen; die Besfürzung ist ungeheuer. Die 9** 0 5 f— 4 2 Berlin, 22. Jan. Abgeordnetenhaus. Der türkiscen Bevollmächtigten sind beauftragt, für
Gesetzentwurf betreffend die Staats- Betbelligungs den Fall an dem Bau der Eisenbahn Kiel-Eckernsörde- dingungen telegraphisch an die Pforte zu referiren. Flensburg und der Ausdehnung der w stbolsteinischen] Es verbreitet sich nunmehr die Ansicht in Con- Bahnen wurde in zweiter Lesung nach den Com- stantinopel, daß die Pforte durch die bedrohliche missions Anträgen genehmigt. Das Chaussee- Gestaltung der internen Verbältnisse, namentlich Polizei Gesetz nebst zahlreichen dazu gestellten in der Haupstadt selbst, gezwungen würde, um Amendements wurde nach längerer Debatte an die jeden Preis die Einstellung der Feindseligkeiten Commiffion zurückverwiesen. zu erkaufen. Das Elend der bier eingetroffenen — Die Königin Victoria hat eigenhändig an über 300,000 Flüchtlinge ist unbeschreiblich. Die den Zar geschrieben, für die Türkei interventrend.] Panik und die Erbitterung wachsen. Die Türkei bietet Batum als Freihafen, die— 22. Jan. Suleiman Pascha telegraphirt, Grenzänderung Armeniens, die Schleifung von daß er gestern bei dem Hafen von Kawala ein- Kars und Erzerum, die Oeffnung der Dardanellen getroffen sei, wo er seine Truppen auf den er⸗ für alle Krlegsschiffe und die Erledigung der Warteten Traneportschiffen einschiffen werde. Ein serbischen, bosnischen und bulgarischen Angelegen-[Telegramm aus Gallipoli meldet, daß ein russisches heit durch eine Conferenz als Friedens Bedingungen! Corps auf Gallipoli vorrückt. an. Rußland verzögerte die Verhandlungen. Prinz Serbien. Belgrad, 21. Jan.(Amtliche Reuß widerrätb die Besetzung Stambuls, weil] Meldung.) Die serbischen Truppen haben Kur- England alsdann in die Action eintreten würde.(schumlje wieder eingenommen; sie fanden daselbst
unerwarteter Härte der russischen Be—
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