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5 Meinz, 17. Jan. Das Wasser des Rbeins steigt ehr rasch beute Vormitlag wuchs dasselde in der Stunde
einen Zoll. Mittags zeigte der Brückenpegel bereits über sechs Fuß. In Mannheim stieg der Rhein von gestern Abend bis beute Morgen drei Fuß.
Worms, 14 Jan. Ein Malergebülse aus Tübingen, welcher beschuldigt ist, der Urheber des vor einigen Wochen zu Heilbronn ausgebrochenen Brandes zu sein, durch den 6 Menschenleben zu Grunde gingen, wurde heute auf Requisitton des Gerichtes zu Heilbronn in der benachbarten Gemeinde Horchheim verhaftet.
Alzey, 17. Jan. In Folge des starken Sturmes ist beute Nacht in Welgesbeim ein leerer Güterwagen auf die offene Bahnstrecke gelaufen. Der erste Personenzug, welcher beute Morgen um 5 Uhr 19 Min. bier abge⸗ gangen ist, stieß mit diesem Wagen, welchen der Führer der Dunkelbeit wegen nicht seben konnte, zusammen, wo durch der Wagen und die Zugsmaschine fark beschädigt wurden. Die Passagiere kamen mit dem bloßen Schrecken davon. Fübrer und Heizer erlitten unbedeutende Verletzungen.
Allerlei. Frankfurt, 18. Jan. Der in den weitesten Kreisen bekannte Componist H. Neeb ist heute seinen langen
Leiden erlegen.
Ludwigsbasen, 16. Jan. Ein biesiger Geschäfts⸗— mann, welcher sich gestern in einen Nachbarort begab, um bei seinen Kunden Geld einzukassiten und Nachts mit dem letzten Zuge zurückkehrte, wurde auf dem Heimweg in der Nähe seiner Wohnung von einem Strolche überfallen. Derselbe brachte ihm fünf Stiche an dem Kopfe bei, worauf der Angegriffene besinnungslos zu Boden stürzte. Die Reisetasche, in welcher sich etwa 200 bis 300 Mark befanden, schnin der Thäter ab und machte sich mit der— selben davon. Bis jetzt ist man des Thäters noch nicht habbast geworden.
Melsungen, 16. Jan. Der hiesige Apotbeker ent⸗ deckte gestern in dem Fleisch eines zu Malsfeld geschlachtelen und theilweise hier zum Verkauf gelangten Schweines Trichinen. Also Vorsicht beim Schlachten, sowie bei dem Genusse von- Schweinefleisch!
Hersfeld. Auch in unserer Stadt ist die beimtückische Trichinenkrankheit wieder aufgettelen. Em biesiger Bürger halte kurz vor Weibnachten zwei Schweine geschlachtet, ohne sie untersuchen zu lassen. Vor einigen Tagen er— krankte nun die Tochter des Mannes und bekam Gesichts— Anschwellung und es wurde zu einem Arzt geschickt. Dieser erkannte die Krankheit als Trichinose und nahm eine Untersuchung des im Hause befindlichen Schweine fleisches vor, welches massenbast Trich nen zeigte. Die Patienlien batte robe Bratwurst gegessen;z die übrigen Familienglieder, welche nur gekochtes oder gebratenes Fleisch genossen baben sind bis jetzt gesund geblieben.
New Nork. Ein Eisenbahn⸗Zu nehmer an einer Versammlung in Harford nach ihrer Heimath zurückführen sollte, zertrümmerte die Brücke bei Farmington und stürzte in den Fluß hinein. Anzahl von Personen wurde getödtet und verwundet.
Handel und Verkehr. Friedberg, 19 Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 80 90 Pf., Eier per Stück 8 Pf.
g, welcher die Theil⸗
Eine große
Gießen, 19. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 80— 95 Pf., Gier per Stück 8 Pf.. Tauben das
Stück M. 2., Gänse per Pfund 70—75 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 7.
Frankfurt, 19. Jan. Der heutige Heu- und Stroh— Markt war überfahren. Heu kostete je nach Qualitat per Cent. M. 2—3., Stroh per Cent. M Butter im Großen 1. Qual. 80 Pf., 2. Qual. 70 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1, 2. Qual. M. 0 90. per 100 M 6 50—8 80 Kartoffeln per 100 Kilogr. M. 7.
Rindfleisch 55— fleisch 5563 Pf., Schweinefleisch 70-80 Pf.
Mainz, 19. Jan. Produecten-Markt. Walzen per März M. 21.70. Korn per März M. 15. 40., ver Mal 15.30. Hafer per März M. 15.—. Rüböl per Mai M. 37.40
Marburg, 19. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 75—95 Pf., Eier per Stück 8—9 Pf., Gänse per Stück M. 4— 6, Hühner per Stück 80— 90 Pf., Hasen per Stück M. 34
St. Kranken- Unterstützungskasse.
Einsender erlaubt sich die hiesigen Arbeitgeber wie Arbeitnehmer auf 23. d. Mts. stattfindende Vorstandswahl aufmerk— sam zu machen, denn es liegt gewiß in beider— seitigem Interesse, daß die freiwillige Kasse zu Stande kommt, und daß sie dann sich einen tüch— tigen Vorstand selber wählt.
Wir glauben kaum, daß eine andere in der Lage sein wird, günstigere Bedingungen zu stellen, da ja schon durch den Armenfonds ein erklecklicher Theil von Kostenaufwand für Unverheiratheten getragen wird.
Die Unterstützungssummen können aber nur dann reichlicher fließen, wenn eine recht große Anzahl Mitglieder beitritt und diese sich dann einen recht praktischen Vorstand wählen, welcher mit dem Hospital, den Doktoren für die Behandlung im Hause 1c. einen möglichst günstigen Vertrag ab- schließt, durch weise Sparsamkeit, und Selbstver— waltung die Gelder zusammenhält.
Wir möchten aber ganz besonders unsere hiesigen
Arbeitgeber, welche verheirathete Taglöhner oder [Knechte im Geschäfte baben, die also nicht ver— pflichtet sind, einer Hilfekasse anzugehören, bitten, daß sie diesen die Vortheile der Kranken-Unter— stügungskasse auseinandersetzen und sie zum Ein- tritt zu bewegen suchen.
Ebenso möchten wir unsere Klein-Meister und solche, welche bereits in kleinen Vereinen sind, die die Kranken-Unterstügung als Nebenzweck be—
Paar M. 1., Hühner per Stück M. 1 30, Habnen per
180— 2.
Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70— 75 Pf., Kuh⸗ und 60 Pf., Kalbfleisch 65—70 Pf., Hammel⸗
die nächsten Mittwoch den
Stadt 8
die
treiben, bitten, sich die Sache sehr wohl zu über⸗ legen, ob es nicht besser für sie ist, anstatt ihre Mittel und Kräfte zu zersplittern, einen großen Verein zu bilden, der Alle umsassen kann, wei er nur den einen Zweck hat, seine Mitglieder in Krankheitsfällen zu unterstützen und durch diese
Scelbsthilfe das Selbstbewußtsein des nicht be⸗
Eler mittelten Mannes dem Bemittelten gegenüber zu
heben.
Der hiesige Armenfonds verfügt über große Mittel und überläßt dieselben auch bereitwillig an Hülfsbedürstige, es dürfte aber seinem Vor- stande doch für die Folge zu empfehlen sein, vor— zugsweise Solche zu berücksichtigen, welche auch in den Stunden ihres Wohlergehens an die Zeit der Noth gedachten und durch Eintritt in die freiwillige Hilfskasse durch diese Selbstbesteuerung ein Recht auf Unterstützung sich erwarben.
Zum Schluß berichtigen wir nochmals den vielfack verbreiteten Irrthum, das Gesetz verpflichtet nur den Gesellen und Fabrikarbeiter; zum frei— willigen Eintritt ist Jedermann berechtigt.
Geld Cours.
Frankfurt am 19. Januar 1878
20 Frankenstücke 0 Mk. 16 1721b. G. Englische Sovereiens 1 20 33 38 Russische Impexiales 16 65-70 Holländische fl. 10 Stü e 16 65 G. Ducaten 1 5 9 50—55 Ducaten al marco 5 55-60 Dollars in Gol 1 16 19
in der Hofapotk der Ho
br. Uloth. 237
Engel“ und bei
Verloosung.
Prämie M. 30 Nr. 661,766
2 Asphalt⸗Dachpappen⸗Fabrik. W. Meyer. Niederlage bei Jean Huber in Friedberg.
Bad Nauheim.
Holz- Versteigerung.
174 In den Frhr. von Franckenstein'schen N
Engelsborn und Eichelgarten werden versteigert:
Mittwoch den 23. Vormittags 10 Uhr: 42 Raummeter Buchen⸗Prügelholz,
lddistrikten
Januar,
80 5 Eichen⸗ 5
6 5 Aspen 1
48 5 Buchen⸗ und Eichen⸗Stockholz, 1300 Stück Buchen⸗Wellen, 5500„ Cichen⸗„
Donnerstag den 24. Januar, Vormittags 10 Uhr: 533 Eichen⸗Stämme von 14—32 Centimeter messer, 4—13 Meter Länge, mit 113 meter Inhalt, 36 Buchen⸗Stämme, mit 4 Kubikmeter Inhalt, 163 Eichen⸗Derbstangen, mit 13 Kubikmeter Inhalt, 34 Buchen 6 mit 1,50 Kubikmeter Inhalt. Freitag den 25. Januar, Vormittags 10 Uhr: 490 Eichen⸗Stämme von 13— messer, 5—12 Meter Länge, mit meter Inhalt, 19 Buchen⸗Stämme, mit 2,20 Kubikmeter Inhalt, 147 Eichen⸗Derbstangen, mit 12 Kubikmeter Inhalt, 22 Buchen⸗ 4 mit 1 Kubikmeter Inhalt. Sämmtliches
Durch Kubik⸗
Durch Kubik
28 Centimeter 108
Stamm⸗ und Stangenholz ist ins
besondere zu Wagnerholz geeignet. Ockstadt den 12. Januar 1878. N Zusammenkunft jedesmal Vormittags 10 Uhr im
Distrikt Engelsborn, zunächst den ehemal. Schieß mauern. Der Frhr. von Franckenstein'sche Oberförster Rumpf.
llaarhalsam.
sehr beliebt als bestes Mittel Für das Wachisthum der Haare. 1. 20 Pf. Haarfärbemittel die Flasche 2 M. J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg, F h. J. Weiss in Bad- Nauheim.
für die Erhaltung une Flasche k 60 Pf. und
46
Jagd Verpachtung.
Die Jagdgerechtigkeit in der Gemarkung Vilbel wird anderweit auf 6 Jahre und zwar in zwei Jagd⸗
bezirken, enthaltend 2374 resp. 1800 hess. Normalmorgen, bestehend in Acker-, Wiesenland und Wald unter den im Versteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Be— dingungen Mittwoch den 6. Februar 1878, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause dahier meistbietend verpachtet werden, wozu Jagdliebhaber eingeladen werden. Vilbel den 11. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Sin 12: l.
Jagd- Verpachtung. 182 Die der Gemeinde Kloppenheim zustehende Jagd in dasiger 1600 Normalmorgen umfassender Feldgemark— ung wird mit dem 7. k. Mts. leibfällig und soll Dienstag den 5. Februar 1878, Nachmittags 2 Uhr,
auf unserem Büreau unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf weitere 6 Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden.
Kloppenheim den 9. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Kloppenheim. Kliem.
Jagd- Verpachtung.
275 Die Jagd in der Gemarkung Gettenau, von eirea 550 Hectaren Feld- und 135 Hectaren Wald, soll Freitag den 8. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, auf dem Rath— haus dahier auf weitere 6 Jahre verpachtet werden.
Gettenau den 16. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterel Gettenau.
Mut h.
Ein zuverlässiger junger
Mau n
sucht Stelle zur Führung einer kleinen Oeconomie. [Offerten unter B. K. 285
31 Mittwoch den 6. Februar d. Nachmittags
Uhr, soll die der Gemeinde Massenheim zustehende Wald⸗
jagd Dalbigsberg im Taunusgebirg, eirca 193 Morgen
und Feldjagd eirca 1400 Morgen, in der Gemeindestube
dahier auf weitere 6 Jahre meistbietend verpachtet werden. Massenheim am 15. Januar 1878.
Großherzogliche Bürgermeisterei Massenheim. Aller.
Versteigerung von Brauhaus⸗ geräth.
276 Dienstag den 29. d. Mts. soll das Gemeinde⸗ Braugeräth als: 1 kupferner Braukessel, eirea 70 Ohm große Bütten u. s. w. versteigert werden.
Jagd Verpachtung.
haltend, 2 Gettenau den 16. Januar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gettenau. Muth. Holz- Versteigerung. 281 Donnerstag den 24. Januar 1878 Morgens 10 Uhr anfangend, sollen im Nieder-Weiseler Gemeindewald, Distrikt Plahles, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 120 Raummeter Buchen- und Eichen⸗Scheltholz, 40 5 5 Knüppel
—„ 1000 Stück Eichen⸗Reisig,
12 Raummeter Buchen- und Eichen⸗Stockholz,
24 Stück Eichen⸗Bauholz, 14,82 Festmeter Inhalt. Die Zusammenkunft ist in der Eichlache oberhalb
Hausen. Nieder⸗Weisel den 19. Januar Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Weisel. Reuter.
Zucht Bulle.
Bei dem Unterzeichneten steht ein schoner gelbscheckiger Berner Bastard Bulle zu verkaufen. Nieder-Woͤllstadt den 16. Januar 1878.
Heinrich Fauerbach.
1878.
270


