Ausgabe 
17.8.1878
 
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Gesetz einem Ausschusse zur Vorberathung. Be seien. deutende Juristen erachten jedoch die Vorlage für kommen. un annehmbar. Emir seien ihm unbekannt.

Der Kronprinz kehrt Mitte der nächsten sei nach Kabul gegangen.

in einigen Tagen nach Gastein und kehrt zur gültigkeit an.

Zeit der Reichstags Eröffnung nach Berlin zurück Italien. Rom.

Die Kissinger Verhandlungen haben die stellt in Abrede, daß Fürst Bismarck die An⸗ Zustimmung unseres Cultusministers; die Ortho- erkennung der Kirchengesetze durch die Bischöse Gewinn⸗ und Verlust Conto belassen. doxen fürchten daher, daß derselbe sich in seiner vor Herstellung eines modus vivendi gefordert letzte Punkt der Tagesordnung, habe. Der griechische Ministerpräsident Delipannis

Stellung behaupten werde. DieProv. Corr. schreibt über die ist hier angekommen und hatte eine lange Unter-

Heidelberger Minister Conferenz: Ueber bestimmte redung mit Corti. f

Steuer-Gesetzentwürfe fanden keine Detail-Berath-- Türkei. Constantinopel, 13. Aug.

ungen statt; es wurden nur Gesichtspunkte festge- Nach Nachrichten aus Sarajewo hat das von der

stellt, welche für weitere Schritte auf der Bahn insurgirten Bevölkerung eingesetzte Regierungs- der Steuer⸗Reform maßgebend sein sollen. Hier- Comite den von ihm ernannten Gouverneur, Hasiz bei wurde grundsätzlich daran festgehalten, en beauftragt, dem 1 3 behufs Verminderung der direkten Steuer eine 1 b tegen zu 1 und um 175 2 05 0 des e e 18 100 bie eee 9 durch das Reich stattfinden müsse. ie Annahme, etzte das Tabaks⸗ Monopol sei als zu erstrebende Form des bewaffneten Widerstandes Seitens der Insur⸗ dee ee den e richtig. ie Wahl eines bestimmten Systems der U er Tabaksbesteuerung habe weder im Zwecke der Con- der Pforte für Bosnien ernannt worden und wird ferenz gelegen, noch gehöre sie zu deren Ergebniß. sich sofort dahin begeben. Die Veröffentlichung der Conferenz-Ergebnisse seiß. Die Pforte fährt fort, Truppen nach der bei dem vertraulichen Charakter der Conferenz für 1 0 Grenze 125 en 1 soll 15 jetzt nicht zu erwarten. Auf Grund des verein- der Pforte zu erwirken suchen, daß ihm das Be 9 17 N einzelne bestimmte Ge. ab ech in 81 See e en etz-Entwürfe ausgearbeitet werden.* rde. er Großvezir Sapfet Pascha sich diesem Verlangen nicht ganz abgeneigt zeigen, Ausland. der Sultan jedoch Nichts davon hören wollen. erreich⸗ st, 14. Aug. Fürst Labanoff hat der Pforte eine Note . 1995 bestebende überreicht, in welcher er derselben anzeigt, daß Waffenaueführungs und Durchfuhr Verbot auf- ein großer Theil der russischen Truppen im Begriff gehoben, jedoch ist für Weffentransporte nach sei, abzuziehen. Die Einschiffung beginne Anfangs Montenegro, Serbien, Bosnien und der Herzego- der 9 07 0 ie e 5 2 1 in⸗ 5 7. 9 . A Circulardepesche in Betreff der griechischen Frage Brod, 12. August. Das Hauptquartier ist versendet, in welcher sie die in dem Memorandum vorgestern mit der 6. Division nach ungehinderter cli nmnis Suse Aegina Widerlegung Passirung des Defiles von Vranduk und Besetzung die bete N h We ikrun des Castells in Zenica eingetroffen und wurde f ukland. 1 1 Unfu Mag en 15 der Commandirende von der biesigen katholischen hat gegen den Panuslavisten- Unfug 9

Die Beziehungen Rußlands zu dem Eine britische Mission Die Regierung sehe winn von Woche nach Berlin zurück. Fürst Bismarck geht die Vorgänge in Central Asien nicht mit Gleich;

Bevölkdie i 1 kam, mit stürmi griffen, den Slavenverein in Moskau aufgelöst eren mi eee Aksakow Befehl ertheilt, Moskau auf längere

Zeit zu verlassen.

Aus Stadt und Land. Bad⸗Nauheim. Am 25. August findet zur Feier des Ludwigslags große Regalia auf dem Teiche statt, an welcher sich diesmal auch der Gießener Ruderclub betheiligt. Des Abends werden der Teich und Jusel, sowie die An⸗ lagen festlich beleuchtet.

N. Bad Naubeim. Der patriotische Festiag des deuischen Volkes(2. Sep..) wird hier in folgender Weise gefeiert werden: Gottesdienst um 9 Uhr, Kinderfest im hohen Eichwald von bis 6½½ Uhr(bei ungünstigem Wetter in und an der Trinkhalle) sodann von Abends 8 Uhr an ein Banquet im Saale Bayer, wobei die Kur⸗ kapelle und die hiesigen Gesang-Vereine mitwirken. Die hiesige Einwohnerschaft sowohl, als auch unsere Badegäste, werden sich aus's Wärmste und zahlreich bei dem Fesle betheiligen. Die zu erwartende Einquartierung möge nicht eine Beeinträchtigung, sondern im Gegentbeil eine Förder⸗ ung des Festes sein, indem wir unsere Soldaten als ein⸗ geladene und willkommene Gäste ansehen. a D. Steinfurth. Am 11. d. M. fand in dem Rosen⸗ becker'schen Saale hier die ordentliche Generalversammlung des hlesigen Spar⸗ und Vorschuß⸗ Vereins,(eingetragene Genossenschaft), statt und waren die meisten Mitglieder anwesend. Der Vorsitzende hob zunächst hervor, daß in der außerordenilichen Generalversammlung am 8. Novem⸗ ber v. J. der Beschluß gefaßt worden sei eine einsache, klare und sicher zu controlirende Geschäfts-Einrichlung ein⸗ zuführen, was denn auch unter der Leitung eines Vor⸗ ands⸗Mitgliedes des Friedberger Vereins(E. Ermus) geschehen sei. Der Vorsitzende theilte ferner mit, daß ver⸗ schiedene Anträge gestellt worden seien, die jedoch, als zu spät eingebracht, nicht zur Abstimmung gebracht werden könnten, daß er soiche jedoch vor dem Schluß der Ver sammiung zur Discussion bringen werde. Ueber den eisten Punkt der Tagesordnung, denRechenschaftsberich!, gab E. Ermus von Friedberg eine kreue, in allen Theilen verständliche Uebersicht und wies durch Vergleichung aller darauf bezüglichen Einzelheiten den gesunden Sland des Vereins nach, wie er sich durch die neue Einrichtung der unter seiner Leuung gefertigten Bücher ergeben habe. Der zweite Punkt,Bericht über die Prüfung der Bilanz, ergab Folgendes: Der Verein besaß demnach am 1. Juli J. J., als Abschlußtag, an Wechseln M. 15230., an Werih⸗ papieren nach Tagescours M. 1115, in idr. Rechnung mit dem Vorschuß⸗Verein Friedberg M. 72.55, an Kauf⸗ schillingen M. 123874., an Außenständen gegen Schuld⸗ scheine M. 32495 97, an Ulensillen M. 73 28, an Baar⸗

Ziviorufen und einer herzlichen Ansprache begrüßt. Das 13. Armee⸗Corps berichtet aus Zenica, daß

die Haupt- Colonne daselbst gestern eingetroffen ist. Die Verbindung mit der 7. Division, welche am

10. August Trawnik ohne Widerstand zu begegnen besetzte, ist hergestellt. Die 20. Division Szapary konnte ihre Aufgabe, bis Zwornik vorzurücken, vorläufig nicht realistren; sie bestand in ihrem Vormarsche am 4. d. bei Gracanica, am 8. d. bei Han⸗Pirkovac Vorpostengefechte, am 9. d. und den ganzen 10. Aug. Kämpfe vor Tuzla bei un⸗ überwindlichen Verpflegungs⸗ Schwierigkeiten. Nach dem fast alle Zugthiere den Strapazen erlegen waren, hielt Feldmarschall- Lieutenant Szapary für geboten, ohne vom Feinde dazu gezwungen zu sein, zur Sicherung seiner Verbindungslinie sich nach Gracanica zurückzuziehen. Die Verluste sind noch unbekannt.

Schweiz. Bern, 13. Aug. Der National-

rath hat sich mit 85 gegen 33 Stimmen dahin entschieden, daß der hinsichtlich der Gokthardt Subvention gefaßte Beschluß einer Volksabstimm⸗ ung zu unterliegen habe.

Großbritannien. London, 13. Aug. Unterhaus. Stanhope erläuterte das Budget für Indien, theilte mit, daß der Verlust an Menschen⸗ leben in den durch Hungersnoth heimgesuchten Districten auf 1,350,000 geschätzt werde und zeigte an, daß Verträge mit den eingeborenen Fürsten abgeschlossen wurden, welche die allmählige Auf⸗ hebung der Zoll Linien und Aufhebung des Zucker- zolles gestatteten. Der Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben in dem Jahre 187879 wird auf über zwei Millionen geschätzt; die Einfuhr

und die Ausfuhr haben sich bedeutend gehoben;

Die Ernte Auesichten sind gut. Der Unter- Staalssecretär Bourke antwortete auf eine Anfrage Dilke's, es sei der Regierung unbekannt, daß die Russen den Oxus überschritten hätten. Er wisse

nicht, wo die Russen in Eentral- Asien stationirt

Die russische Mission sei in Kabul ange. Beßand M. 48138, an rücksänbigen Zinsen abzüglich der

Vorwärts⸗Zinsen M. 5227.73; dagegen schuldel derselbe an Stamm Antheilen M. 6428 25, an Spar Einlagen M. 16114001 und verbleibt verglichen ein Brutto Ge⸗ M. 11001.65. Nach längerer Diskussion wurde dem Vorsiand Decharge ertheilt. Den dritten Punll, Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinns

DieVoce della Verita betreffend, wurde an Dividenden je M. 15. an 75 Mil⸗

glieder mit M. 1125. vertheilt, ein Reservesonds von M. 5000. gebildet und der Rest mit M. 4136.45 dem Der vierie und

Ausschusses fand durch die Wahlen von Simon Loe ser, Pfarrer Vigelius, Lehrer Huber und Eberh. Thönges IV. seine Erledigung. Während der brachte der Vorsitzende die Eingangs erwähnten Anträge: süber Abänderung der Gehalte des Vorstandes, anstatt in Procenten, diese zu fixiren; Cautionen der Vorstandsmil⸗ glieder; Vorsicht bei den Bürgschafts⸗ und Kaufbriefs⸗Ver⸗ hällnissen; Verschleppungen im Allgemeinen, wodurch Rück⸗ stände und Verluste an Zinsen enistehen, zu vermeiden ꝛc. ꝛc., zur Besprechung, als deren Resultat ein besseres Verständniß über die inneren Verhältnisse des Vereins anzusehen ist.

Allerlei.

Oppeln. Die königliche Regierung zu Oppeln bringt folgende Verordnung zur Kenntniß:Auf Grund des§. 11 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung verordnen wir für unsern Verwaltungsbeziik was folgt:§. 1. Allen Personen, welche das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist verboten, auf öffentlichen Straßen und Plätzen, sowie an sonstigen öffentlichen Orlen, namentlich auch in öffentlichen Reslaurations- und Vergnügungslokalen resp. Gärten und auf allgemein zugänglichen Transporltanstallen Tabak zu rauchen.§. 2. Zuwiderbandelnde werden mit 15 Tylr. Geldbuße, welcher für den Fall des Zahlungsunvermögens derhälinißmäßige Gefängnißstrase zu substilutren ist, bestraft.

Berlin. Das Kapitel üder die Verfälschung der Lebensmittel ist wieder um einen interessanten Beitrag be⸗ reichert worden. Einer der Berliner Fabre kanten von Feigen⸗ kaffee, welcher sein Product in zahllosen Zeitungsannoncen alsdurchaus reines, nur aus den besten Smyrnaer Feigen bestehendes seit Jahren dem Publikum anpreist ist ge gen⸗ wärtig der Staalsanwalischast denuncirt worden, weil sich herausgestellt bat, daß jenes Fabrikat vorzugsweise aus Lupenensamen bergestellt wurde. Eine der größten Samen⸗ handlungen Berlins hatte die Lieferung übernommen und machte ein vorzügliches Geschäft dabei. Das beste Geschäst aber vat nalürlich der Fabrikant selbst gemacht, denn der Ceniner Lupinensamen koste 6 bis 7 Mark 50 Pf., während der ächte Feigenkaffte mii 1 Mark pro Piund verkauft wird.

Basel, 15. Aug. DerSchweizer Volksfreund meldet: Gestern erschoß sich in Zürich der bekannte Militärschrift⸗ steller Oberst Wilhelm Rüstow.

Philadelphia, 11. Aug. Ein Wirbelwind wüthete am vorigen Freitag, Nachminags 6 Uhr, in Mallingford (Connzcheut) und zerstörte die Kirche, die Schule und 40 Wohnhäuser, wobei 21 Personen getödtet und 50 ver⸗ wundet wurden. Vier von diesen wu den sterbend unter den Trümmern hervorgezogen und man fülchtet, daß noch weitere 6 Personen sterben werden. Die Spur des Wirbel windes war eine ha be(englisch.) Meise breit und seine Dauer eine Minute. Gleichzeitig sand ein surchtbares Gewifter und ein sehr hefliger Plaͤtzregen statt. Auch an anderen Orten in den Niw England-Staaten und im nördlichen Tyeile des Staates New-Pok richtelen in der vorigen Woche heftige Gewitter großen Schaden an.

Landwirthschaftliches und Gewerbliches.

Kokosfaserstricke zum Gelreidebinden. Nachdem wir Anfang d. Mts. ein 2,65 m langes Probestück oben bezeichneten Artikels erhalten hatten, wu den mehrere Bestellungen gemacht, von denen die erste diesen Montag bier einpassirte. Zu unserem Bedauern erwies sich dieselbe großentheils als nicht mit der Probe übereinstiimmend. Letztere war von hellbrauner Farbe und gleichmäßiger Stärke, bestand nur aus isolirten Fasern von glatter, äußerst zäher Beschaffenheit und besaß eine vorzüg⸗ liche Haltbarkeit, besagie größere Sendung dagegen war theils hell⸗, theils dunkelbraun gefärbt, zeigte viele wesent⸗ lich dünnere Stellen, sowie bin und wieder bandarlige Bestandiheile, mit anhaftenden morschen, markartigen Ge⸗ webspartien und ließ bezüglich der Festigkeit viel zu wünschen übrig. Während ferner das Probeband sich mittelst einer Schlinge leicht um das Gebund festziehen ließ, gelang dieß bei den aus fraglicher Lieferung gemachten Bändern, in Folge ihrer Rauheit, häufig nicht. Nach Alledem scheint es, als wenn die Kokosfaser zwar zu guten Getreidebän⸗ dern verarbeitet werden kann, daß indessen die jetzige Fav ri⸗ kation dieses Artikels noch nicht mit der nöthigen Sorg⸗ salt ersolgt. Wir können daher die im Handel vorkom⸗ menden Kokosfaserstricke zum Getreidebinden nach den bis⸗ herigen Erfahrungen noch nicht empfehlen. Dr. Tobisch.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 14. Aug. Der heutige Wochenmarkt hatte wieder alles in Fülle. Weißkraut kostete 2025 Pf. Gurken per 100 je nach Qual. M. 1. 1.50. Tauben 50.60 Pf, junge Hahnen 80 90 Pf. Kartoffeln M. 6. 6.50. Butter per Pfund im Großen 1. Qual. 90 Pf., 2. Qual. 80 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.1520, 2. Qual. M. 1. 1.10. Eier per 100 M 4 50-6. Erbsen geschälte(ver 100 Kilogr.) M. 26. 30., ganze Erbsen M. 22. 24., weiße Bohnen M. 25. 28. Linsen M. 28. 36. Ochsenflesich per Pfd. 7075 Pf., Rindfleisch 56 64 Pf.,

Schweinefleisch 70 75 Pf., Kalbfleisch 60 70 Pf.

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