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1878.
Dienstag den 14. Mai.
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nzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere
berechnet, bei größerem Tabellen- oder Zifferf
atz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der etrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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Amtlicher Theil.
Betreffend: Den Voranschlag der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen für 1878.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die israelitischen Vorstände des Kreises. Unter Mittheilung des in Abdruck nachstehenden Verzeichnisses über die Beiträge der israelitischen Religiousgemeinden des Kreises
Friedberg zu den rubricirten Bedürfnissen beauftragen wir Sie, den betreffenden Rechnern Ausgabedecretur zu ertheilen und dieselben anzu⸗ weisen, die Beträge in den bestimmten Zielen an den Rechner der Landjudenschaft, Grü neberg zu Gießen, pünktlich abzuliefern.
Dr., Bradey.
Friedberg den 11. Mai 1878.
Beienheim 4 M. 70 Pf. Butzbach 42 M. 86 Pf. Fauerbach v. d. H. 4 W. 63 Pf. Gombach 11 M. 48 Pf. Griedel 14 M. 50 Pf. Hoch Weisel 1 M. 93 Pf.
Kirche Göns 5 M. 46 Pf. Langenhain 1 M. 14 Pf. Göns 10 M. 42 Pf. Steinfurth 2 M. 61 Pf. 67 Pf. Bruchenbrücken 12 M. 14 Pf. heim 17 M. 59 Pf. Burg⸗Gräfenrode 19 M. 92 Pf. Rendel 8 M. 78 Pf. Heldenbergen 52 M. 95 Pf. Petterweil 1 M. 7 Pf. Rodheim 28 M. 75 Pf.
Melbach 2 M. 43 Pf. Stammheim 7 M. 43 Pf. Nieder⸗Florstadt 27 M. 70 Pf.
Holzbausen 1 M. 40 Pf. Vilbel 38 M. 40 Pf.
Münzenberg 12 M. 34 Pf. Staaden 24 M. 75 Pf. Nieder⸗Wöllstadt 37 m. 53 Pf. Ober Friedberg 299 M. 4 Pf. Groß-Karben 44 M. 10 Pf. Kaschen 5 M. 49 Pf. Ober⸗Eschbach 1 M. 62 Pf.
Steckbrief.
Nied Assenheim 26 M
Nieder-Eschbach 2 M. 55 Pf Wohnbach 16 M. 45 Pf.
er⸗Weisel 26 M. 45 Pf. Ostheim 4 M. 52 Pf. Pohl⸗ 42 Pf. Bab Nauheim 36 M. Bönstadt 19 M. Rosbach 15 M. 56 Pf. Dorheim 2 M. 7 Pf. Büdes⸗ Klein-Karben 2 M. 31 Pf. Okarben 3 M. 83 Pf. Ober-Crlenbach 12 M. 34 Pf. Wölfersheim 11 M. 82 Pf.
Der Musketier A nton Rem m ert, der 4. Compagnie 1. Nassauischen Infanterie-Regiments Nr. 87, hat sich am 5. Mai dieses Jahres früh zwischen 4 und 5 Uhr in Uniform, ohne Urlaub, aus der Kaserne entfernt, und da er bis jetzt nicht zurückgekehrt ist, der
Fahnenflucht dringend verdächtig gemacht. und der nächsten Militärbehörde abzuliefern.
1) Signalement des ꝛc. Remmert: Anton Rem
Es wird ersucht nach dem ꝛc. Remmert zu fahnden, denselben im Betretungsfalle zu arretiren
mert, geboren zu Petersberg, Kreis Fulda, am
24. October 1857, katholisch, von Profession Schlosser, 1,59, Meter groß, Haare blond, Stirn hoch, Augen braun, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, Zähne vollständig, Bart ohne, Kinn oval, Gesichtsfarbe gelblich, Gesichtsbildung länglich, Statur schwach, Sprache
deutsch, besondere Kennzeichen: Narbe am rechten Zeigefinger.
2) Derselbe war bekleidet mi
t: 1 Waffenrock, 1 eigene Tuchhose, 1 eigene
Mütze, 1 Paar Zugstiefeln, 1 Leibriemen mit Schloß, 1 Seitengewehr Nr. 116, 1 Halsbinde, 1 Unterhose, 1 Hemd.
Mainz den 11. Mai 1878.
Königliches Commando des 1. Bataillons 1
.Nassauischen Infanterie-Regiments Nr. 87.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Gotthard Heinrich Reuß von Dorbeim ist als Feldgeschworner für diese Gemarkung ernannt und verpflichtet worden. Johann Hofmann IV., Heinrich Ulrich IV., und Georg Lind von Weckesheim sind auf den Feldschutz verpflichtet worden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 14, enthält:
I. Bek nutmachung den Aueschlag des Gehalts des Rabbinen zu Bingen für 1878. bett.
II. III. IV. Bekanntmachungen die für 1878 in der Stadt Worms zu erbebenden Umlagen, die Nicht— erhebung eines Theils der für Klein⸗Krotzenburg in 1878 vorgesehen Umlagen und die für 1878 in der Gemeinde
Zell zu erbebende Umlage betr.
V. Ucbensicht der für 1878 genehmigten in den Gemeinden des Kreises Erbach.
VI. Ordensverleibung.
VII.
eines stemden Ordens.
VIII. Namens veränderungen.
IX. Charakierertheilung.
X. Dienstenthebung. Das Anstallungs-Dektret des Lehrers an der Realschule zu Mainz, Dr. Hölzl, wurde auf Nachsuchen zurückgenommen.
XI. Sterbefälle. Gestorben sind: am 15. April der Obergerichtsrath ßilling zu Mainz; am 19. April der Kanzlei⸗Inspeclor Müller zu Darmstadt.
— 11. Mai. Prinz Ludwig von Battenberg
Umlagen
Eltern auf Schloß Heiligenberg eingetroffen. Berlin, 12. Mai. Ein ebenso verruchtes als wahnwitziges Attentat wurde gestern auf das Leben des Kaisers versucht. Als der Kaiser mit der Groß herzogin von Baden Nachmittags um 3½ Uhr von der Spazierfahrt nach dem Palais zurücksuhr, wurden unter den Linden in der Nähe des Hauses Nr. 6 mehrere Revolverschüsse auf den Kaiser ab— gefeuert. Der Kaiser blieb unverletzt. Eine Kugel ging durch das Hinterrad des Wagens. Die Großherzogin von Baden gewahrte das Vorge- fallene früher wie der Kaiser und sagte:„Man hat auf Dich geschossen!“ Der Verbrecher wurde durch den Kaufmann Ulbrecht festgenommen. Der Mensch schoß noch auf den Bierverleger Rettig und den
Kaufmann Siegrist; keiner wurde getroffen. Der kaiserliche Wagen hielt unmittelbar nach den
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Schüssen still und blieb eine Zeit lang stehen. Der Jäger des Kaisers war gleich Anfangs vom Bock gesprungen und hatte sich an der Ergreifung des Attentäters betheiligt. Nach einigen Minuten wurde ein zweites Individuum in der Mitte der Linden ebenfalls vom Publicum verhaftet. Dasselbe hatte, wie man sagt, den Attentäter befreien wollen Letzterer ist der Klempuer-Geselle Emil Heinrich Max Hädel, genannt Lehmann, aus Leipzig. Der- selbe wurde nach dem nächsten Polizei-Büreau in
Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen
der Mittelstraße geführt, wo heute Nacht die ersten Verhöre stattsanden. Der Vernehmung wohnten bei: der Mintster des Innern, Graf zu Eulenburg, der stellvertretende Polizei-Präsident v. Herzberg, der Oberstaats-Anwalt v. Luck, der Staats Anwalt Tessendorf und der Chef der Criminal Polizei Pick. Die Untersuchung führte der Stadtgerichtsrath Johl. Hädel ist 1857 in Leipzig geboren; er gibt an, bei der Wittwe Breiter in der Stallschreiberstraße hier gewohnt zu haben. Bei der Haussuchung
vorgefunden. Hädel gibt an, er habe sich unter den Linden aus Noth eeschleßen wollen. Die Unter— suchung hat ergeben, daß Hädel früher socialistische Versammlungen in Schkeuditz bei Leipzig abgehalten habe. nahme des Attentates verdächtig, heißt Krüger. Derselbe ist Arbeiter und stammt aus Berlin. Die Stadt prangt aus Freude über die Rettung des Kaisers im Fahnenschmuck. Bei dem Kaiser fand großes Diner statt. Tausende umstanden das Palais. Im Laufe bes gestrigen Abends begab sich der Kalser, von dem Kronprinzen und der Großherzogin von Baden begleitet, nach dem Opern— hause und von da später in das Schauspielhaus. In beiden Häusern erhob sich bei dem Eintritt des Kaisers das gesammte Publikum, das ihn mit stürmischen Hochs begrüßte und unter Begleitung
des Orchesters die Nationalhymne sang. Auf der Hin- und Rückfahrt wurde der Kaiser von der Volksmenge in den Straßen durch enthusiastische Zurufe begrüßt. Viele Straßen waren illuminirt und durch bengalisches Feuer beleuchtet.
— 11. Mai. Graf Schuwaloff hat gestern dem Kaiser seine Aufwartung gemacht und ist Abends nach Petersburg weitergeteist Schuwaloff überbringt die bestimmte Entscheidung Englands hinsichtlich seiner ferneren Haltung, sowie der Grenzen seiner etwaigen Zugeständnisse. Deutsch— land empfiehlt, Englands Anerbietungen anzu— nehmen. Die Hoffnung auf Verständigung ist im Steigen.
Der zweite Verhaftete, welcher der Theil
Berlin, 9. Mai. Der Reichstag nahm heute die Berathung der Novelle zur Gewerbe Ordnung bei§ 135 auf. Eine sehr lange Discussion rief § 139 hervor, wonach im Gegensatz zu der Re⸗ gierungs-Vorlage das Institut der Fabrik. Inspee⸗ toren obligatorisch eingeführt werden soll. Lasker
ist heute von England zum Besuch bei seinen daselbst wurden verschiedene socialistische Schristensstellte den Antrag, daß die Regelung der Zu—
stäudigkelts Verhältnisse zwischen den Polizti-Be⸗ hörden nicht den Landes- Regierungen, wie die Commission vorschlug, sondern der verfassungs— mäßigen Regelung in den Einzelstaaten übertragen werde. Obwohl dieser Antrag vom Bundes- Commissar Nieberding bekämpft ward, wurde er doch schließlich angenommen, im Uebrigen nahm das Haus die Commissions-Fassung an. Der folgende Abschnitt, enthaltend die Straf-Bestimm- ungen, wurde gleichfalls in der Commissions-Fossung genehmigt, ferner auch die von der Commission vorgeschlagene Resolution, wonach der Reichskanzler ersucht wird, über die Beschäftigung von Kindern und jungen Leuten im Alter von 14— 16 Jahten in der sogenannten Haus- Industrie und über die Miltel zur Beseitigung der dabei vorkommenden Unzuträglichleiten Erörterungen anzustellen. Der
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