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bedeutenden Kosten, welche für die Organisation
Rumeliens aufgewendet sind, abhängig gemacht. Livadia. Der russische Botschafter in Paris läßt erklären, daß Angaben der„Times“ über den Gesundheitszustand des Kaisers von Rußland als erfunden zu betrachten seien, da alle Nach- richten, die er von bier erhalten habe, keiner Un- päßlichkeit des Kaisers Erwähnung thäten.
Rumänien. Bukarest. Die militärische Besitzergreisung der Dobrudscha soll unter dem Commando des Generals Angelescu im Laufe dieser Woche erfolgen.
Griechenland. Athen. Communduros hat in der Kammer mitgetheilt, daß das Mini- sterium beabsichtige, sein Project bezüglich der Bildung einer starken Armeereserve mit den An- schauungen der Opposition über die Organistrung einer eventuell zu Kriegsdiensten herbeizuziehenden Nationalgarde zu combiniren, worauf die Kammer entschied, daß alle auf die Insurrection in den
türkischen Grenzprovinzen bezüglichen geheimen Actenstücke vorzulegen sind. Amerika. New Nork, 8. Nov. Nach
den letzten Berichten über die Wahlen haben die Republikaner auch den Congreßsitz in Washing ton und Nevada gewonnen.
— Nach den bisherigen Wahlergebnissen würde das künftige Repräsentantenhaus 133 Republikaner, 148 Demokraten und 11 Mitglieder der Green- back⸗ Partei zäblen; die demokratische Mehrheit kann aber durch die noch ausstehenden Wahler— gebnisse noch steigen.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Nachdem nunmehr die von unserm Lokal⸗Gewerbeverein veranstaltete Gewerbe-Ausstellung vor— über, die Handwerker- und Zeichenschule eröffnet und das Vereinsleben wieder in sein alles Geleise gekommen ist, hat der Verein am 6. d. Mis. Abends in seinem Lokal,
dem Saale zur goldnen Reichskrone, eine Reihe von
Vereins Versammlungen eröffnet, welche von jetzt ab, den Winter hindurch, alle vierzehn Tage in dem genannten Lokale statifinden sollen. Zwar war für den Anfang die
im Interesse unserer Handwerker und Gewerbtreibenden liegen, in den Gewerbe Verein einzutreten, um als Mit glied desselben an diesem ebenso belehrenden als interessan⸗ ten Verhandlungen Theil nehmen zu können.
Bad⸗Nauheim, 8. Nov. Heute Abend brannte ein vor der Saline sitzender Strohhaufen nieder. Ob derselbe absichtlich von ruchloser Hand angesteckt wurde, oder ob eine Unvorsichtigkeit vorliegt, ist noch nicht aufgeklärt. Salinenarbeiter behaupten, ein herumlungernder fremder Strolch habe den Haufen angezündet.
Flensungen bei Grünberg. Am 4. d. Mts. ver⸗ unglückte in der Eisensteingrube„Antonia“ der A beiter Nau von Stangenrod durch einen Erdrutsch. Nau wurde todt unter der Erde berausgezogen.
Ulrichstein. Den„Oberh. Nachr.“ schreibt man von hier: Das Königlich Preußische Remontedepot dahier ist in den letzten Jabren betcächtlich erweitert worden, so daß nunmehr ca. 300 Pferde untergestellt werden können, welche alljährlich im Frühjahr durch das Kriegsministerium, Abtheilung für Remontewesen, inspicirt und Ansangs Juli den betreffenden Truppentheilen überwiesen werden. Dienst⸗
untaugliche Pferde werden zeitweise ausrangirt, d. h. an Ort und Stelle öffentlich gegen Baarzahlung versteigert.
Langen. Der wegen Tödtung seiner Ehefrau in Untersuchung genommene Landgerichtsass ssor Amendt wird noch in seiner Wohnung polizeilich bewacht.
Dieburg. Ein am 27. October bier beim Betteln verhasteter Jude, Joseph Goldberg von Urspringen in Bayern, befand sich im Besitze von 10,000 Mark, theils baar, theils in Staatspapieren.
Darmstadt. Die Zahl der ordentlichen Mitglieder des historischen Vereins für das Großherzogthum Hessen beträgt zur Zeit 319.
Darmstadt. Dem Vernehmen nach sind nahezu 3000 Stück Zehnguldenscheine der Bank für Süddeutsch⸗ land noch nicht zur Enlösung präsentirt worden, desgleichen über 1400 Zehnthalerscheine.
Mainz. In einer hiesigen Familie ereignete sich dieser Tage ein bedauerlicher Unglücksfall. Mehrere Kin⸗ der spielten in einem Zimmer, indem sie mit einem Bolzen nach einer Scheibe schossen. Bei dieser Gelegenheit flog ein Bolzen einem Kinde, das bei der Familie auf Besuch war, in das linke Auge und blieb darin stecken. Die Ver⸗ letzung an dem Auge soll derart sein, daß dasselbe nicht mehr zu retten ist.
Allerlei.
Mittelbexbach, 5. Nov. Gestern Morgen geschah in der Kohlengrube„König“ bei Neunkirchen ein Unglück, indem sieben Bergleute von Mittelbexbach und vier von Wiebelskirchen beim Anfahren in die Grube durch ein
Zahl der Erschienenen keine sehr große, gleichwohl aber war die Versammlung sehr belebt und die Verhandlungen im höchsten Grade interessant. Der angekündigte Vortrag über das Thema„Zert ist Geld“ war sehr ansprechend und belehrend und im Laufe der daran geknüpften Be⸗ sprechung wurde in Folge verschiedener Beanstandungen und Bemerkungen Seitens einzelner Vereins- Mitglieder eine so lebhafte und animirte Debafte hervorgerufen, daß
schlagendes Weiler theilweise zu Boden geworfen oder an Felsen geschleudert, verwundet und furchtbar verbrannt wurden, so daß bei dreien an deren Aufkommen gezweifelt wird. Berlin, 6. Nov. Die kirchliche Trauung des Grafen Rantzau mit der Gräfin Marie v. Bismarck fand im Congreßsaal des Palais des Reichskanzlers heute durch den Prediger der St. Baxrtholomäuskirche stalt, nachdem kurz zuvor durch den Standesbeamten der standesamtliche Akt in einem Privalzimmer vollzogen worden war. Um
December von seiner Hochzeitsreise hier wieber zutrück⸗ er wartet.
Rom, 7. Nov. Der bekannte Prozeß Ankonelli-Lam⸗ bertini nahm gestern vor dem Appellgerichtshof wiederum seinen Ansang. Mit einem Plafdoyer des Advokaten Tajani wurde die Diskussion geschlossen. Das Urtheil erfolgt nächste Woche.
Neapel. Von hier wird gemeldet, daß der Vesuv fortwährend in leichter Thätigkeit sei.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 9. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.— 1.10, Eier 1 Stück 7—8 Pf.
Gießen, 9. Nov. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.90—1., Eier per Stück 7 Pf., Käse per Stück 4—9 Pf., Tauben das Paa; 60 Pf., Hühner per Stück 70 Pf., Hahnen per Stück 70 Pf., Enten per Stück M. 2. Kartoffeln 100 Kilo M. 5.50— 7. Weißkraut per 100 M. 3— 7. Ochsenfleisch 70— 72 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 58—62 Pf., Schweinefleisch 58 60 Pf., Kalbfleisch 58— 60 Pf., Hammelfleisch 56—65 Pf.
Frankfurt, 9. Nov.( Marktbericht.) Der heutige Cerealienmarkt hatte reiche Zufuhr, ohne daß jedoch die Preise zurückgegangen waren. 70 Wagen mit Kraut aus dem Ried und der Wetterau waren am Platz. Die Bauern forderten für schöne Waare 12 M. per 100, waren jedoch schließlich froh, 7—8 M. zu lösen. Kohl⸗ kraut das Stück 8— 10 Pf. Blumenkohl 30— 40 Pf. für große Köpfe, 15— 20 Pf. für kleinere. Butter im Großen 1. Qual. M. 1., 2. Qual. 90 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.15—20, 2. Qual. 1.10. Eier das Hun⸗ dert M. 5.50— 8. Kartoffeln per 100 Kilo gewogen M. 6.50— 7. Ganze Erbsen 20— 22, geschälte Erbsen 24— 26, Bohnen 24—27 Linsen 26—30 M. per 100 Kilo. Ochsenfleisch per Pfd. 70— 75 Pf, Kuh- und Rindfleisch 55— 68 Pf., Kalbfleisch 60— 70 Pf., Schweinefleisch 70—75 Pf., Hammelfleisch 50—68 Pf. Heu und Stroh ziemlich am Markt, der Cent. Heu kostete je nach Qual. M. 2.50— 3., Stroh M. 2— 2.20. Geflügel in Hülle und Fülle. Trotz des schlechten Wetters waren die Bauern zähe. Zu 70 Pf. das Pfund waren Gänse nicht zu kaufen. Hahnen M. 0.70— 1. Hasen das Stück M. 3 50. Spansau das Pfund 40— 50 Pf.
Marburg, 9. Nov. Der heutige Wochenmarkt war mittelmäßig besucht. Butter kostete per Pfd. M. 0.95 bis M. 15. Eier per Stück 7—8 Pf., Käse per Stück 10—12 Pf. Zwiebeln per Pfd. 8—10 Pf. Junge Hahnen per Stück M. 0.90—1., Hühner per Stück M. 0.80—1., Gänse per Stück M. 3.50— 5.50. Kartoffeln 2 Liter 15-18 Pf., Weißkraut per Kopf 4—5 Pf., desgleichen 100 Stück M. 2.50—4. Wirsing und Kohlraben 1 Stück 5 Pf., Kohlraben 2—3 St. 10 Pf. Hasen 1 St. M. 3.—3 50,
„Falsche 50 Pfennig⸗Stücke“ kursiren augenblicklich in unserer Gegend. Kürzlich fand Einsender dieses ein falsches 50 Pfennig-Stück in seiner Ladenkasse mit fol⸗ genden Erkennungszeichen:„Die Null im großen 50 war nicht eben ausgeprägt, die Schrift DEUTSCHES RE CH hatte keine gleichmäßig stehenden Buchstaben, die Ränder⸗ ung war unvollständig und der Klang sehr matt.
die Versammlung, welche um 8 Uyr begonnen hatte, bis nach 11 Uhr b und allen 120 J den Eindruck 5 Uhr war Fami siendiner von 60 Gedecken und um Geld⸗Cours. eines nicht allein belehrenden, sondern auch böchst unter- 7 Uhr reiste das junge Ehepaar nach Wien ab. Der Frankfurt am 9. November 1878. haltenden und genußreichen Abends hinterließ. Voraus- Trauung folgte im engsten Familienkreise ein Diner, an 20-Frankenstücken. a e sichtlich wird der Vortrag über das für den nächsten welchem, außer den Mitgliedern der Häuser v. Bismarck Englische Sovereiggns gs..„ 20 35—40 Vereins Abend, Miltwoch den 20. d. Mis., in Aussich: und v. Rantzau, der Staatesekcetär v. Bülow, der württem⸗ Russische Impertiales„ 16 68—69 genommene Thema„Selbstistder Mann“ zu ähn bergische Gesandie v. Spitzemberg, der Geh. Legationsraths Holländische fl. 10-Stücke. 16 65 G. lichen interessanten Debatten Anlaß geben, und werden Bucher, der Chef der Reichskanzlei, Geh. Regierungsrath[ Ducate nnn„ 9 55—60 die Vereins Miiglieder darauf aufmerksam gemacht, die-] Thiedemann und der Legationsrath v. Holstein Theil Ducaten al ma reo 9 61—66 selben nicht zu versäumen; insbesondere aber möchte es! nahmen. Das neuvermählte gräfliche Paar wird Anfang Dollars in Gold. 2 4 112 N 2** 0 r 14 Erdarbeiten in der Gemarkung Aufforderung. Marinirte Häringe, Nieder⸗Wöllstadt. 3565 Diejenigen Steigerer, welche am 23. August Engl. Speckbückinge
3517 Donnerstag den 14. November, Nachmittags 1 Uhr, sollen Erdarbeiten im Gesammtbetrag von eirea 2000 Mark in der Gemarkung Nieder-Wöllstadt vergeben werden.
Zusammenkunft um die angegebene Zeit an dem Gast— hause„Zur Linde“.
Nieder⸗Wöllstadt den 7. November 1878.
Wenck, Bezirksbauaufseher.
Bekanntmachung. 3554 Donnerstag den 14. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen nachbezeichnete, zum Nachlaß der Augustin Schweitzer's Eheleute dahter gehörigen Hegenstände öffentlich versteigert werden: 1 Fahrkuh mit Kalb, 1 trächtige Fahrkuh, 2 fette Schweine, Heu, Grummet, Kartoffeln, Dickwurz, Stroh, 1 Wagen, Pflug und Egge, Bettungen, Weißzeug, Kleidungsstücke und sonstige Hausgeräthschaften. Ober-Mörlen am 10. November 1878. Großherzogliches Ortsgericht Ober-Mörlen. Jeck e l.
1 8 755 55 Blaue Kartoffeln
werden zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exped.
des Aazeigers. 3439
Gestrickte Kinderkleider, ura
und Gamaschen, sowie Schlaber billigst bei K. Friedrich.
laufenden Jahres in dem Gräflichen Revier„Wickstadt“ Holz ersteigert und noch im Walde sitzen haben, werden hierdurch aufgefordert, dasselbe binnen 10 Tagen abzu- fahren, als man sich gegenfalls genöthigt seben würde, nach den Versteigerungsbedingungen 10 und 11 zu ver— fahren. Wickstadt den 9. November 1878 Gräfliche Oberförsterei Assenhelm. Schallas.
f N 15 b D i 1 N Cronberger Kastanien, Italienische Maronen 3524 bei W.Lilhelm Fertsch. 5 5* K 1 54 Zu vermiethen. 3483 Mein, Wohnhaus, große Augustiner Schulstraße, bestehend in zwei geräumigen Wohnungen, sowie die an— grenzenden Lager⸗Räumlichkeiten, beabsichtigelgetrennt oder
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