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sser sein sollse, im letzten Jahre sei wenigstens keine nderung zum Schlimmeren eingetreten.Diejenigen deise der Bevölkerung allerdings, wurde gesagt che sich, wie namentlich in den Städten und einigen ößeren Orten, der Kirche vollständig entfremdet haben, hen derselben noch immer ebenso sern wie jemals. Die chütternden Exeignisse der jüngsten Zeit, welche in so dringlicher Weise auf die ungeheuren Gefahren hin⸗ wisen, die von der eindringenden Religionslosigkeit drohen, (den dort keinen Eindruck gemacht. Möglich, daß man de sorischreitende Zerstörung der Religion im Volke nich! dänscht, seine eigene Stellung zu derselben jedoch zu ändern ut man sich noch nicht entschließen können. Es scheint sogar, der Gegensatz zur Religion und Kicche sich mit immer vehr Bewußtsein herausdilden wolle. Dagegen läßt sich

merken, daß in den Kreisen, wo man noch an der

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lurche sestbält, das Intetesse für dieselbe dermalen nich!

uach weiter zurückgebt, sondern eher in einigem Zunehmen griffen it. Es scheint, daß die Erfahrungen, die wir macht baben und die so sichtlich darauf hinweisen, daß tir am Rande eines Abgrundes stehen, hier bewußt oder lbewußt einwirken. Als die auch in religißser und lachlicher Hinsicht bemerkenswertheste Erscheinung wurde e sortschreitende Verbreitung der Socialdemokratie berühr! und die Thalsache konstatirt, daß dieselbe, sofern die wirth⸗ Pastlichen Verhältnisse ihrer Entwickelung günstig sind, e allen den Orlen Eingang und Boden fiodet, wo die Levölkerung unkuchlich ist, wogegen sie dort, wo kirchlicher inn und kirchliche Sitte herrscht, einflußlos bleibt. Das claliflischeVorwärts selbst spricht es aus, daß die cialislische Agitation unter der Landbevölkerung bis 17tt wrzugsweise durch den Einfluß der Krche erfolglos ge nacht werde. Von den stalistischen Angaben des Be⸗ achtes mögen hier noch die über die Zahlen der Kirchen ssucher in den drei Städten des Oecanales erwähnt rden. Dieselben beirugen nach den Zählungen an den ei dafür bdestimmien Sonniagen(I. Ostern. 12. nach kinit., 3. Adv.) durchschnuttich im Jahr 1877; in Friedberg 543,3 oder 1 auf 637 Seelen, Nauheim 378,6 1. 866 Butzbach 255,6 15 9,07 wogegen im Vorjahr 1876 in Friedberg 427 3 oder 1 auf 8,1 Seelen, uten 433 1 611 Butzbach 318,6 1, 724 Was Friedberg betrifft, ist hierbei zu bemerken, daß u den Sonnagen 12. nach Trinit. und 3. Adv. die eminaristen mugezählt sind; ohne dieselben, es sind wer 200, stellen sich die Zahlen wesentlich niedriger.) um Anschluß an eine in dem Bericht enthaltene Bemerkung wurden durch Beschluß der Synode die Pfarrämter des Acanates aufgefordert: in solchen Fällen, wo junge Leute, e zur Theunahme an der Katechismuslehre verpflichtet imd, ihren Aufenthalt wechseln dem Pfarramie des neuen zufenchalteortes davon Nachricht zu geben, damit sie auch ier zur Kaiechismuslehre angehalten werden können. Den Hauptgegenstand der Verhandlung bildete die von er Kirchenbehörde zur Berathung gestellte Frage:Was at zu geschehen, um die durch§. 47,3 der Kirchen⸗ rfassung den Kirchenvorständen zur Pflicht gemachte lebung der Barmherzigkeit an Armen, Kranken und

Zetwahrlosten ins Werk zu setz u? Referent war Pfarrer

gigeltus von Steinfurth. Es wurde allseitig anerkannt, die staatliche, auf Grund des Unterstützungswohnsitz

zesetzes geübte Armenpflege eine Ergänzung durch frei⸗ sondern tadezu fordere, und daß zur Ausübung der letzteren die

Liebesthätigkein nicht allein zulasse,

willige zurchengemeinde durch ihr Wesen und ihre Aufgabe vor ugsweise berusen sei. Dieselbe solle der Civilgemeinde wine ihr gesetzlich obliegende Verpflichtung abnehmen, andern da eintreten, wohin die gesetzliche Armenpflege ücht reicht, also z. B. bei verschämten Armen bei Waisen, Zelche bet Landeswaisenanftalt entwachsen find u. dgl., an überall vorzugeweise das geistige und siuliche Wohl jet Pfleglinge im Auge haben. Aus kirchlichen Milieln Kirchen opfern, Armenstiftungen ꝛc.) werden in den Ge u inden des Decanates jährlich etwa 1900 M. für Armen⸗ wecke verwende: Diese Mutel sämmilich in eine Hand, etwa nne bes Decanatsausschusses, zu vereinigen, um sie systematisch Ur irgend einen Zwick zur Bekämpfung des socialen Elendes u verwenden ähnlich der Mathildenstiftung für ver⸗ dahrloste Kinder, wurde von mehreren Seiten als zünschenswerth bezeichnet, jedoch in Rücksicht auf die Be⸗

Gute kommen, der Kirche und zwar am besten den Decanatscocporationen für Zwecke christlicher Barmherzig keit zur Verfügung gestellt werden. Ein darauf gerichtetes Ersuchen an die Kirchenbehörde wurde einstimmig beschlossen. Endlich wurde eine an S. M. den Kaiser gerichtete Huldigungs⸗ und Glückwunschadresse(von G. Hieronimus in Friedberg kaligraphisch ausgeführt) von den Mitgliedern der Synode unterzeichnet.

Ueber Lebensversicherung. (Schluß des Artikels in Nr. 108.) Hierbei dürfte auch die Frage in Betracht zu ziehen sein, ob und event. welche Vortheile ein Versicherter zu erwarten hat, der, im 30. Jabre mit 20,000 M. versichert, nach 15 jähriger Mit⸗ gliedschaft keine weiteren Beiträge zahlen will und seine Versicherung in eine prämienfreie, selbst⸗ verständlich mit reduzirter Versicherungssumme um zuwandeln wünscht. Nehmen wir auch in diesem Falle die Bestimmungen der Lebensversicherungs; und Ersparnißbank zu Stuttgart als Grundlage an, so wird das volle Deckungskapital und die ganze rückständige Dividende als eine ein⸗ malige Einzahlung betrachtet und der jetzt 45 Jahre alte Versicherte erhält für die geleisteten Prämien- beiträge eine Police über 15,000 Mark, welche beim Tode zahlbar ist, für welche aber weitere Beiträge irgend welcher Art nicht mehr zu entrichten sind. Nach 15 Jahren hat der Kapitalist aber erst 10,050 M. angesammelt, während der Versicherte seine 500 M. auf andere Weise nutzbringend anlegen kann, dem- nach dürfte unsere Behauptung, daß die Ver⸗ sicherung vortheilhafter ist, als die Anlegung der Gelder in der Sparkasse, zur Evidenz bewiesen

worden sein.

Eng verbunden mit der Ersparniß ist in zweiter Reihe die heutige wirthschaftliche Lage, welche größere industrielle Unternehmungen nicht gestattet, selbst aber in dem Falle einer momentan günstigen Entwickelung des Geschäfts bilden die jeweiligen Zeitverhältnisse einen nicht zu unter schätzenden Faktor in dem Bestande eines Ge- schäfts und was man oft in vielen Jahren in dasselbe gelegt, gebt vielleicht in nur eben so vielen Tagen vollständig verloren. Von allen diesen Eventualitäten wird die Lebensversicherung nicht berührt, weder ist ein vorher bestimmtes Verbleiben bei derselben nothwendig, noch ver mögen Kalamitäten des politischen oder sozialen Lebens nachhaltigen Einfluß auszuüben, gerade in den Zeiten der größten wirthschaftlichen Krisen hat sich die Lebensversicherung als die sicherste und solideste Kapital- Anlage bewiesen und der Zugang von neuen Versicherungen bei den deut⸗ schen Lebensversicherungsgesellschaften war beispiels⸗

oder gegen eine etwas höhere Prämie für den Fall der Erreichung eines bestimmten Lebensalters event, für früher eintretenden Tod. Wohl Nie⸗ mand wird unterlassen, sein Haus gegen Feuers gefahr zu versichern und doch fürchtet wohl selten Jemand, von einem Brandunglück heimgesucht zu werden, mindestens ist es fraglich, ob diese Ver⸗ sicherungssumme jemals fällig wird; der Tod aber kommt früher oder später und darum sollte sich jeder Hausvater die ernste Mahnung ans Herz legen: Versichere dein Leben und eher

heute als morgen, wo es vielleicht schon zu spät ist. 7 2 2 2 2 S. 2 2 E S e 83 SSS SS SSA 25 ZS 22 223 S S 282 2 2E 20 22 2 2 8 S S Se 8 e 2 2 Jahre. Mark. Mark. Mark. 30 1 20103 502 19601 31 2 20241 102⁴ 19217 32 3 20382 1567 18822 8 20546 2132 18414 8 20713 2719 17994 35 6 20899 3330 17569 36 7 21093 3965 17128 37 8 2294 4626 16668 38 9 22503 5313 16190 39 10 21721 6025 15606 40( 6768 15179 I 7541 14641 4. 13 3% 355 1300 43 14 22682 9181 13501 44 15 22535 10050 12897 45 16 23222 10954 12268 48 11 223508 11894 11614 47 18 23806 12872 10934 48 19 4116 13889 10227 49 20 24438 14944 8494 21 24773 16044 8729 51% 3 17187 77934 52 23 25483 18374 7109 53 24 205860 19611 6249 54 25 26252 20897 5355 5⁵ 26 28660 22235 4425 56 27 27084 23626 3458 57 28 27525 25071 22454 58 29 27983 26576 1407 50 30 28460 28146 314 60 31 28956 29774 818

Fritz Doehring.

Handel und Verkehr.

Friedbera, 9. Oet. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 8095 Pf., Eier per Stück 7 Pf., 2 St. 13 Pf. Friedberg, 8. Oet. Waizen M. 18., Korn M. 14. 16, Gerste M. 15.17., Hafer M. 12. 14. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Frankfurt, 8. Oet. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren circa 320 Ochsen, 180 Kühe und Rinder, 160 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 70.73.,

t ichligungen der Einzelgemeinden als unausführbar er⸗ ann. Dagegen wurde es allseitig als wünschenwerih Ane ckannt, daß die Gelder, welche in den sog. Waisen jüchsen vei Taufen und Tlauungen gesammelt werden, wwie die Collecte für die Landeswaisenanstalt am Neu- nahrstage, welche tbalsächlich nur der Staatskisse zu!

weise im Jahre 1873 und 1874, in denen die wirthschaftliche Misdte ihren Anfang nahm, viel bedeutender, als in den vorhergehenden Jahren, wie er seit jener Zeit auch beständig im Wachsen begriffen ist.

Die Lebensversicherung ist für alle Klassen der bürgerlichen Gesellschaft empfehlenswerth: für weniger Bemittelte ist sie ein Sparhafen, durch den die Familie gegen alle Wechselfälle des Lebens vor Mangel und Noth geschützt werden kann und für Vermögliche und Geschäftsleute aller Art bietet dieselbe Gelegenheit, den Ihrigen auf alle Fälle diejenigen Beträge sicher zu stellen, die sie bis zu ihrem höheren Alter für dieselben zu er werben hoffen.

Es sollte daher kein für das Wohl der Seinen besorgter Familienvater versäumen, sein Leben zu versichern, sei es für den To desfall

2. Qual. M. 65. 68., Kühe und Rinder 1. Qual. M. 60. 62., 2. Qual. M. 54.56, Kälber 1. Qual. M. 62.64, 2. Qual. M. 58.60., Hämmel 1. Qual. M. 60.62., 2. Qual. M. 50. 52.

Geld⸗Cours. Frankfurt am 8. October 1878.

20⸗Frankenstücke. M. 16 1822 Englische Sovereigns 20 3540 Russische Imperiales 0 16 65 70 Holländische fl. 10⸗Stücke. 16 65 8. Ducaten 35 8 9 6065 Dueaten al marco 9 6570 Dollars in Gold. n 4 1720 Briefkasten.

F. W. Füller in Köppern. Wir haben mebrmals größere Parthien von Middle Park- Loosen nachbestellt. Dieselben sind alle verkauft und die Zeit ist jetzt zu kurz, um noch einen Transport: kommen zu lassen.

Die Expedition.

* Arbeits-Versteigerung. 220 Montag den 14. October, Vormittags 11 Uhr, zoll auf dem Gemeindehaus zu Heldenbergen nach⸗ nannte Arbeit und Lieferung öffentlich in Accord ge jegeben werden: Pflastererarbeit, veranschlagt zu

Keferung von Pflastersand Bilbel am 8. October 1878.

162 Mark, 280

10

o d, Bezirks bauaufseher.

lauer Vilriol

3140 bei Wilhelm Fertsch.

Bullen⸗Versteiger Bullen⸗Versteigerung. 3213 Freitag den 11. d. Mts., Mittags 12 Uhr, wird ein der hiesigen Gemeinde gehöriger, im Bullenstall stehender, zu schwer gewordener Bulle an den Meist⸗ bietenden an Ort und Stelle versteigert. Rodheim v. d. H. den 7. Oetober 1878. Großherzogliche Bürgermeistere Rodheim v. d. H. es.

Wehrheim, Beigeordneter.

1 oder 2 Realschüler

können in einer Familie Kost erhalten gegen

mäßige 3226

Vergütung. Näheres bei der Exped. d. Anz.

Faselochs⸗Verkauf.

1 3212 Dienstag den 15. October J. J., Vormittags um 10 Uhr, soll ein noch junger, gut gehaltener Gemeinde- Faselochs öffentlich versteigert werden. Gettenau den 7. October 1878. Oroßherzogliche Bürgermeisterei Gettenau. unt b.

Ziehung 15. Oct.

Oppenheimer Katharinen-Loose à Mark 3, Daͤrmstädter Pferdemarkt-Loose à Mark 2. Wiederverkäufer bedeutenden Rabatt. 3065 (H. 64423.) Carl Gaulé in Darmstadt.