Deutsches Reich. Darmstadt. Wie die„N. H. V.“ hören, beabsichtigt Prinz Alexander von Battenberg nach den diesjährigen Herbstübungen in ein preußisches Garde- Cavallerieregiment einzutreten. — 5. August.
ist jetzt ebenfalls zu den Conferenzen nach Heidel.
berg abgereist. — 6. August. morgen früh wieder nach England. Berlin, 5. August. Kaisers, der in Teplitz bisher vier Thermal⸗Bäde
und sechs Handmoor⸗Bäder genommen hat, 1 90“ Rabsteigen. ö fle Der Kaiser vermochte heute werden große Vorbereitungen zu seinem feierlichen
wiederbolt mehrere Worte mit der rechten Hand Empfange gero,
recht befriedigend.
gut lesbar zu schreiben.
— ueber einen Selbstmord-Versuch Nobiling's f eg! auf 1 wird der„Post“ berichtet: Nachdem der Meuchel⸗ ottomanischen Civil- und Militär Behörden zu
mörder Nobiling so weit hergestellt war, daß er vertreiben. 1 der Lazareth- Gehülfen der Charité nicht mehr ohnmächtig zur Unterdrückung des Ausfstandes. die Kranken- Pfleger der Alle besitzenden, ruhigen Classen der Bevölkerung
bedurfte, übernahmen ö Lazarethstation der Stadtvoigtei Zeller und Koch
0
die Abnahme resp. Anlegung der nöthigen Kopf. veichis
verbände bei dem Verbrecher. Koch, ein höchst
gewissenhafter Beamter, hatte am Freitag Abend
etwa gegen halb 10 Uhr dem Dr. Nobiling den nison verweigerte theilweise den Gehorsam und Bei dieser Ge- fraternisirte mit dem Pöbel.
legenheit wußte Nobiling, als Koch sein Berband- sangen die Stadt zu plündern, und hat sich der
g 5 zeug zusammenpackte, sich unbemerkt einer kleinen Kasernen, Waffen, des Kriegsmaterials und der
üblichen Nachtverband anzulegen.
Verbandsscheere zu bemächtigen, die er dem äußerst vorsichtigen Beamten stahl und unter seiner Bett⸗ decke versteckte.
Verbrechers hinter sich, als er, wie von einer a a bösen Ahnung erfaßt, noch einmal sein Verband- unserer Truppen ganz gewonnen, namentlich die zeug nachsah und sofort den Veriust der Scheere Besitzenden, da die Bewegung in Serajewo einen
Schnell schloß er die Zelle wieder a offen communistischen Cbarakter trägt.
bemerkte. und fand daselbst zu
hatte, sich die Pulsader zu öffnen. träufelte bereits hervor, doch der Beamte that sofort alles Mögliche, jede Gefahr zu beseitigen. Nobiling batte sich bei dessen Eintritt so gestellt,
als sei nichts vorgefallen und die Häude und
Scheere unter die Bettdecke gehalten. Doch schnell begriff der Beamte die Situation und entdeckte die That des Verbrechers und Selbstmörders. Nobiling meinte, als er sich entlarvt sah: Wäre
Koch ihm nicht wie ein Spürbund auf die Finger
gewesen, er hätte längst Hand an sich selbst ge legt. Nobiling's Verwundung ist eine leichte,
und angelegte Hanudschellen werden ihn nunmehr
von weiteren Selbstmordversuchen wohl abhalten.
— 3. August. Wie das„Frankf. Journal“ von guter Seite hört, soll die Kurie in ihren augenblicklichen Verhandlungen mit der deutschen Regierung von jeder Prinzipienreiterei absehen und nur auf praktische Erfolge ihren Blick ge richtet halten in der ebenso einfachen wie richtigen Ueberzeugung, daß sich doch noch Manches„von selbt“ regeln werde, sobald nur erst eine feste Basis zu weiteren Actionen gewonnen ist. Schon geht das Gerücht, daß Berlin im Falle eines Waffenstillstandes oder Friedens mit dem Vatikan einen Nuntius erhalten soll, während Dr. Falk wohl seine letzte Reise als Minister unternommen haben dürfte.
— Die anti- socialdemokratische Gesetzvorlage, welche dem Reichstage zur Beschlußfassung zugehen soll, bezeichnet als zu verbietende Vereine alle diejenigen, welche social⸗demokratische, sotialistische oder communistische, auf die Untergrabung der bestehenden Ordnung gerichtete Bestrebungen ver- folgen.
Karlsruhe, 6. August. Die Mitglieder der Heidelberger Minister-⸗Conferenz werden einer Einladung des Großherzogs folgend heute an der Hoftafel theilnehmen und Abends nach Heidel⸗ berg zurückkehren.
Ausland. Oesterreich⸗Ungarn.
schlossen sein. Die Serben Finanzminister Schleiermacher reichischen Cordontruppen beschossen. An mehreren
Der Großherzog begibt ch e zu leisten.
Das Befinden des reich wird am Mittwoch früh zum Besuche des 1 Kaisers Wilhelm hier eintreffen, im Hotel„Zur
lieutenant Murad Bey niedergemetzelt.
Occupationsarme ist im Bosna⸗Thale nach Ueber Koch hatte kaum die Zelle des windung großer Schwierigkeiten vorgerückt. Die
seinem Schrecken, daß neralstabshauptmann Milliekovic, am 1. August
Nobiling mit derselben bereits den Versuch gemacht von Derbent mit einer Escadron Husaren zur Das Blut Recognoscirung des Bosnathales entsendet, wurde
Convention wegen der Occupation. Ein Ulti⸗ matum an die Pforte steht deßwegen unmittelbar bevor und soll, falls die Pforte ablehnt, Oester⸗ reich- Ungarn selbst zu einer Kriegserklärung ent⸗
haben die öster⸗
Orten haben sich türkische Truppen den Insurgenten angeschlossen, um gegen die Occupation blutigen
Teplitz, 5. Aug. Der Kaiser von Oester⸗
und Abends zurückreisen. Es
Brod, 4. August. Die in Mostar aus- gebrochene Bewegung ist darauf gerichtet, alle
Die türkischen Behörden erweisen sich
erwarten mit Ungeduld den Einmarsch der öster⸗ chen Truppen. Außer dem Muscharif Risact Bey wurden der Kadi, der Mufti und der Ober- Die Gar-
Letzterer hat ange⸗
Munition bemächtigt. Die Haupt ⸗Colonne der
Bevölkerung ist durch das tactvolle Auftreten
Der Ge—
überall scheinbar mit Freuden empfangen. Auf die Kunde von der Organisirung eines Aufstandes in Zepee ging derselbe dahin. Am Eingange des Ortes mit Geweheschüssen empfangen, formirten sich die Husaren zum Feuergefecht. Als Haupt- mann Milliekovic die Unmöglichkeit einsah, vor- wärts zu dringen, marschirte er nach Maglaj zu- rück, dessen früher freundliche Bewohner ein hestiges
Kreuzfeuer auf die Husaren eröffneten, die in scharfer Gangart ein von Bewaffneten besetztes Defilée passiren mußten, wobei 70 Husaren fielen. er Rest der Husaren erreichte unbehelligt die Vortruppen. Auf dem Vormarsche nach Mostar fand am 4. d. bei Citiuk ein kurzes Gefecht mit 500 Insurgenten statt, welche sich mit Hinterlassung von Todten und Gefangenen zurückzogen. Vier österreichische Jäger wurden verwundet. — 5. August. Oesterreichische Truppen sind heute, ohne Widerstand gefunden zu haben, in Mostar eingerückt. Sie wurden festlich empfangen. Die Consuln Wassitsch und Strautz hatten nach Metcovie begeben. Frankreich. Paris, 5, August. Der „Times“ wird aus Constantenopel gemeldet, der französische Botschafter Tournier habe, als er sich vom Sultan verabschiedete, diesem gegenüber er⸗ klärt, daß die Weigerung der Pforte, den Beschlüssen des Congresses bezüglich Griechenlands Folge zu leisten, Verwicklungen verursachen dürfte, denen gegenüber Frankreich nicht gleich bleiben könnte. — Die Behauptung der„Daily News“ be⸗ züglich von Verhandlungen wegen Abtretung der Inseln Rhodos und Chio an Frankreich wird als vollständig falsch bezeichnet. Großbritannien. London, 4. Aug. Bei dem gestrigen Lord⸗Mayor⸗Banket in Man- sionhouse zu Ehren der Minister hielt Lord
Mächten seien zu keiner Zeit herzlicher gewesen, als gegenwärtig, namentlich zu Rußland und Frankreich. — Der„Standard“ meldet offieibs, daß in diesem Jahr keine Auflösung des Parlaments stattfinden werde.
— 5. August. Im Unterhause erwiederte Unterstaatssecretär Bourke auf Anfrage Denison's: Die Regierung hat in Petersburg Erkundigungen über den Zweck der Expedition des Generals Kauffmann südlich des Oxus eingezogen. Diese Expedition ist Gegenstand der Aufmerksamkeit der Regierung.
Italien. Rom, 5. Aug. In Folge der Unterredung des Fürsten Bismarck mit dem Nuntius Masella ließ der Vatican Instructionen für den preußischen Clerus ausarbeiten. Es ist nicht un⸗ wahrscheinlich, daß Erzbischof Ledochowski nach seiner Diötese in Posen zurückkehrt. Masella wird in Rom erwartet, um dem Papste münd⸗ lichen Bericht zu erstatten.
— Die Meldung, daß Monsignore Czacki sich nach Petersburg begeben werde, ist unbegründet. Die Verhandlungen zwischen dem Vatican und Rußland werden in Wien geführt. Die Unter⸗ handlungen zwischen England und dem Vatican wurden für den Augenblick suspendirt und zwar in Folge der Schwierigkeiten, welche sich bezüglich der Wiederherstellung der Beziehungen und der Befugnisse der betreffenden Vertreter ergeben.
— Der Cardinal de Luca macht Schwiecig⸗ keiten wegen Annahme des Staats ⸗Secretariats, indem er die vom Cardinal Franchi befolgte Politik nicht vollständig billigt. Wenn der Papst und das Cardinal Collegium sich den Anschau⸗ ungen de Luca's nicht anschließen, dürfte wahr⸗ scheinlich der Nuntius in Wien, Monsignore Jacobini, zur interimistischen Uebernahme des Staats- Secretariats bis zu: ersolgten Entscheidung berufen werden.
— 4. August. Heute wurden in Livorno, Cesena und Velletri Meetings der„Italia irredenta“ abgehalten, ohne daß sich ein Zwischenfall er⸗ eignete.— Der König und die Königin werden Mailand am Mittwoch verlassen und sich nach Venedig begeben.
Türkei. Constantinopel, 4. August. Die Russen haben die Rhodope-Insurgenten auf⸗ gefordert, Ost-Rumelien binnen 10 Tagen zu räumen, widrigenfalls sie angegriffen würden. Zwei hier erschienene Führer der Aufständischen zeigten darauf dem englischen Botschafter Layard an, sie würden Widerstand leisten und machten die Russen für die Folgen verantwortlich.
— Von Varna schreibt man, daß die Türken die ganze Umgebung von Varna Angesichts der bevorstehenden Räumung dieses Platzes verwüsten.
— Nach aus Adrianopel bei der Pforte ein- gelangten Nachrichten hat der Generalgouverneur Fürst Dondukoff⸗Karsakoff der bulgarischen De⸗
ch putation der Stadt Pyilippopel auf die Klage,
daß Philoppopel nicht zu Bulgarien geschlagen wurde, den Rath ertheilt, vorläufig ruhig zu sein und sich mit der Hoffnung zu trösten, wenige Jah re würden zur Verwirklichung ihrer Wünsche genügen.
Rumänien. Bukarest. Bessarabien soll am 20. August formell an Rußland übergeben werden. Am gleichen Tage erfolgt die Demo bilistrung der rumänischen Armee, mit Ausnahme der zur Occupation der Dobrudscha bestimmlen Theile. Die sormelle Besitzergreisung der Do⸗ brudscha dürfte kaum vor Ende August staltfinden⸗ Es soll eine Militär⸗Verwaltung eingeführt wer“ den, bis die Bewohner für eine Civilverwaltung reif sind. Die Obersten Angelesco und Slaniceano gelten als die resp. Truppeucommandanten; Oberst
Beaconsfield eine längere Ansprache, worin er eine geschichtliche Darstellung der Ereignisse gab,
führt haben. Er sagte, daß er glaube, der Friede
Wien, 6. Aug. werde ein dauernder sein, da sämmiliche Mächte
Die österreichisch-tückischen Beziehungen haben zufriedengestellt seien, die Kriegspartei in Rußland sich noch ernster gestaltet, als bisher befürchtet] nicht in der Majorität sei und Italien und Frank- wurde und bleibt selbst das Aeußerste nicht aus- reich sich überzeugt hätten, daß das politische geschlossen. Oesterreich Ungarn verlangt nämlich Gleichgewicht des Mittelmeers nicht bedroht sei. die unbedingte Annahme der diesseits sormulirten! Die Beziehungen Englands zu den auswärtigen
welche schließlich zu dem allgemeinen Frieden ge⸗
Falciano wird Chef der Ingenieur: und Topo · (graphen-Abtheilung.. a Griechenland. Athen. Die Türken in Thessalien und Epirus suchen unter Anwendung von Gewaltthätigkeiten die Griechen zur Unter- zeichnung von Eingaben gegen die Annexion zu zwingen. Die Behörden begünstigen sogar das Räuberwesen zu diesem Zwecke. Die Griechen weigern sich jedoch hartnäckig. l
— Die Provinzen Margariti und Paramplhia
omburg Gerstrut geste Herlschasen Meihspferde sinb. Durch auf det Cbau auf dem ma Hertschasten teiler einen halte. Ig Frank ehr statt bvetsetzl. D auf dem K kam nun ehemaliger um ihm d wurde aber das Loos vi Köln, mit dem 9 schweble de Etage aufge provlsorisch Die Zuschn nehmen lau bei bem gro Kelte 240 6 wegungen de Wegen. teichen Pub mit großer Alexa Schnelligke im Jihte
—
Fried W. 15.—! Alle Preise
Fried! per Pfd. M


