Curtman. Schroder. Liebknecht. Ober ⸗Moͤrlen 173 5— Ostheim— 94— Pohl ⸗Göns 56 18— Rinderbügen 51 44— Rohrbach 1 68 Stockheim— 96— Wenings 5 99— Wolf* 15—
3 Groß ⸗Kacben. Am verflossenen Sonntag hielt der auf die hiesige Schulstelle präsentirte Lehrer Musch von Annerod seinen Einzug in unsere Gemeinde. In den letzten Tagen der Woche hatien die Schulkinder das Schul ⸗ haus mit Kränzen und Fahnen geschmückt, um den Ein⸗ zug verschönern zu helfen. Nachmittags um 5 Uhr fuhren der Orts- und Schulvorstand und eine Anzahl sonstiger Personen mit mebreren Wagen zur Eisenbahn- Station, um den neuen Lehrer abzuholen. Von unserem Bürger⸗ meister wurde der Ankommende Namens des Orts- und Schulvorstandes begrüßt und Namens der Gemeinde Will⸗ kommen gebeißen, worauf demselben ein dreifaches Hoch ausgebracht wurde. Nach diesem fuhren die Wagen nach Groß⸗Karben, wo sich bereits am Schulhause eine be— ttächtliche Menge Menschen, auch von auswärts, einge · funden balle. Nach dem Absteigen hielt Bürgermeister Bär abermals eine kleine Ansprache, mit welcher er den Ankommenden der Gemeinde als den nunmehrigen Lehrer der 1. Schulklasse vorstellse. Des Abends 9 Uhr brachte der hiesige Kriegerverein unter Beleuchtung dem neuen Ankömmling am Schulbause ein Stländchen, wobei sich wieder sast das ganze Ort eingefunden hatte; auch die Schuljugend verfehlie nicht die Pausen mit schönen Volks⸗ liedern auszufüllen. Hierauf dankte Lehrer Musch der Gemeinde für den unerwarkcten schönen Empfang und schloß mit dem Wunsche man möge auch des Präsentators gedenken und deßhalb dem Freiherrn v. Leonhardi und einer ganzen Familie ein dreifaches Hoch ausbringen, in welches die ganze Versammlung freudig einstimmte.
La- Rockenberg. Es scheint, daß eine umherziehende Zigeunerbande auf die Dummheit der Leute speculitrt, um sich Geld zu erschwindeln. Dieser Tage brachten mehrere Blätter die Nachricht von einem solchen Betrug aus dem nahegelegenen Griedel. Einen gleichen Fall kann ich auch von bier berichlen. Die verflessene Woche kam ein Zigeuner zu einem biesigen jungen Mann, welcher schon mehrere Jahre an einer Brufikranktzeit leidet und versptach ihm sichere Heilung, wenn er das Mittel anwenden wolle, welches er ihm anrathen werde. Der Zigeuner verlangte nun ein Taschentuch, in weiches der Kranke drei Mal spucken sollle; dann müßte er 200 Mark berbeischaffen, welche er in der Nähe des Hauses sammt dem Tascheniuch Nachts um eil Uhr im Beisein des Kranken begraben wolle. Wenn dieses gescheben, dann würde er am dritten Tage völlig gesund sein. Außerdem befabl der Zigeuner noch, daß der junge Mann Niemanden Eiwas sagen dürfe. Zum Glück ging der junge Mensch auf die VPorschläge des Betrügers nicht ein und fertigte ihn damit ab, daß sein katholischer Glaube ihm solchen Aberglauben verbiete. Anzunehmen ist, daß die Zigeuner bande schon viele Gimpel auf ihrer Leimrutbe gefangen und aß nur die Furcht vor Spott und Hohn den Betrug der Oeffentlichkeit entzieht.
-g. Münzenberg. Der Oberhessische Verein für Localgeschichte wird Sonntag den 4. August einen Ausflug herber unternebmen, woselbst Nachmitilags ein Vortrag des Professor von Rilgen über die Geschichte Münzenberg's in Aue sicht gestellt in. Es ist dies wohl das Erstemal, daß ein Fachmann die Forschungen aus dem reichen Material der Münzenberger Coronik vor die Oeffentlichkeit bringt, weßhalb man mit Recht seinen Ausführungen mit Spannung enigegensieht.
Gießen. Die Uebelthäter, welche vorige Woche bei Nieder ⸗Cleen die beiden Schullehrer mißhandelten, sind ermittelt und sitzt einer derselben bereiis im„Kloster“
Allerlei.
Berlin. Dem Berliner Stadigericht liegt zur Zeit folgender wunderliche Fall vor. Eine Erbschaft von 180 000 Mark befindet sich seit Anfang dieses Jahres unter Asservation des Gerichtes, welche weder bestritien, noch irgendwie belastet ist, und der Erbe, ein Adoptiv Sohn des Verstorbenen, welcher durch Annahme des Ver⸗ mögens auch keinem Verwandten zu nahe kreten würde, kann zur Annahme der Erschaft nicht gebracht! werden, das heißt: er vereitelt bisher alle Versuche, ihm das Testament zu insinuiren. Alle gerichtlichen Zuschristen an den beim Tode des Erblassers auswärts verweilenden Erben, alle Briefe des Massenverwalters bleiben unbeant— wortet, und seit Monalen wußte Niemand, wo der Erbe sich aufhalte. Jetzt erst hat der Massenverw alter zufällig etsahren, wo der renitente Erbe steckt. Verpflegt und unterstützt von einer mitleidigen älteren Dame, weilt er in einem reizend gelegenen Städchen Süsddeutschlands aver aller Mittel beraubt, und da nun auch die Dame nichts mehr auf ibn verwenden konnte, wendete sie sich dort an einen Geldmann um Aushülfe, bis es möglich sein werde, dem jungen Manne das ihm zustebende Ver— mögen zu verschaffen, welchen si für einen ungerecht Ver: folgten hielt, dem man das Seinige vorenthalte. Der also Angegangene, welcher einen„Berliner Schwindel“ vermuthete, wandie sich hierher um Auskunft an Bekannie und so ist dem Massenverwalter indirekt Kunde von dem verschwundenen Erben zugekommen. Vergebens fragt man sich, was den renitenten Erben bewegen kann, solche Erb⸗ schaft auszuschlagen? Die Annahme einer Geisteskrankheit scheint deshalb ausgeschlossen, weil dortige Aerzte den Mann für ganz gesund halten. Jedenfalls hat man es mit einem Sonderling zu thun, der in unserer Zeit, die „am Golde hängt, nach Golde drängt“, kaum seines⸗ gleichen finden dürfte. Wie der Massenverwalter und das Gericht nun ihren Erben einfangen werden, und ob er dem schweren Unglück einer Erschaft don 180 000 M. endlich Stand halten wird, muß die Zukunft leyren.
Bückeburg. In der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag ist der Berlin-Kölner Courierzug gegen 3 Uhr Nachts in der Nähe von hier entgleist, indem sich die Miltelachse des Schlafwaggons abtöste und, nachdem zwei Personenwagen mit furchtbaren Stößen über dieselbe sich noch wegbewegt hatten, unter dem Postwagen festsetzte. Das Hemmniß veranlaßte eine Entgleisung der hinter dem Postwagen laufenden Waggons, während der vordere Theil des Zuzes mit dem Schiaswaggon noch etwa 200 Schritte weiter sortlies. Vier Waggons sollen zertrüm⸗ mert oder mebr oder weniger beschädigt sein; die Passa⸗
giere und das Zugpersonal blieben glückticherweise unverletzt.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 30. Juli. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. per Ctr. M 1802.20, Stroh per Ctr. M. 2 Butter im Großen 1. Qual. 90 Pf. 2. Qual. 80 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 110 Eier das 100 M. 4 60— 5.60. Erdsen geschälte(per 100 Kilogr.) M. 26.— 32. ganze Erbsen M. 24.— 26 Vohnen M. 25— 28. Linsen M. 28— 36 Kartoffeln M. 5—6. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70— 75 Pf. Kuh⸗ und Rindfleisch 55 68 Pf., Schweinefleisch 7075 Pf., Hammelfleisch 55 68 Pf, Kalbfleisch 60—70 Pf. Bohnen
der Centner M. 5.50 6. Gurken das Hundert 90 Pf. dis M. 1.20.
Frankfurt, 1 Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39 50, Nr. 2 M. 35 50, Nr. 3 M. 31.50, Nr. 4 M. 27 50 Nr. 5 M. 21 50. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 21.50, do. II.(Berliner Marke) M. 18 50. Waizen, eff hiesiger ab Bahnhof hier M 22 75, ab unserer Umgegend M. 21.50—22., do. fremder je nach Qual. M. 20.— 23., Roggen je nach Qual. M. 14— 16 50 Gerste M. 14—19., Hafer M. 14.50— 16, Kohlsamen
M. 31.—32, Grbsen M. 19.—23., Wicken M 15.—16., Linsen M. 17.— 23, Rüböl, detail, M. 74 Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo.
D. Frankfurt a. M., 1. August. Auch heute zeichne te sich die Tendenz durch große Festigkeit aus und irug auch ter Veikehr einen weit lebhafleren Charakter als gestern. Die sesie Haltung der Börse erstreckte sich indeß nicht nur auf einzelne Werthe, sondern sast das gesammte Verkehrs gebiet des Fondsmarktes nahm an der Besserung Theil. Für Creditactien waren es wiederum Gerüchse von einer ünsligen Semestralbilanz, welche animirend wuklen. Die Palme des heutigen Verkehrs trugen aber Slaatsbabn⸗ actien davon, für welche die Spekulation wachsendes In⸗ ieresse bekundet. Namentlich lagen heute vom Pariset Platze starke Kaufordres für das Effect vor. Als Ursache der Steigerung wurde abermals der zu erwariende Ge⸗ lteide Export angegeben, welcher höbere Einnahmen in Aussicht stellt. Gegen Schluß zeigte sich die Tendenz auf maiteres Berlin etwas abgeschwächt. Creditactien, gessern Abend 2329/ beweglen sich zwischen 233½ und 2327/. Stdatsbabngctien, gestern Abend 2355, gingen zwischen 236¼½—237 und 236½ um. Lombarden notirlen 68. Oesterr. Babnen jest. Galtzier gut beachtet und 2 fl. böher. Buschtiehrader, welche lange vernachlässigt waren, zogen eiwas im Course an. Deuische Baynen ebenfalls aul gehalten. Rbeinische Stamm beliebt und besser, auch
hess. Ludwigsbahn um Bruchtheile höher. Von aus⸗ ländischen Fonds österr. Renten anziehend. Oesterreichische
Prioritäten gesucht und meist besser. Goldnordweft und Ungarische Nordoß⸗Goldpriorisäten wurden vielfach gekauft. Letztere fanden Nehmer 3 705/. Banken sest. Oesterr.
Nationalbank und deutsche Effectenbank steigend. Von Wechseln Wien theurer. Privatdisconzo 3½ pCt. Geld ⸗Cours.
Frankfurt am 1. August 1878. 20⸗Frankenstücke. M. 16 2327 Englische Sovereigns.„ 20 29—34 Russische Imperiales.„ 16 65 70 Holländische fl. 10-Stücke.. 16 65 G Ducaten. 9 52—57 Ducaten al mareo 5 9 55—60 Dollars in Gold. 75 4 17 20
Laudwirthschaftliches und Gewerbliches.
Als ein provates Mitiel gegen Hitzschlag(Sonnenftich) bat sich crystallisirte Citronensäure, welche in allen Apotheken zu haben ift, bewährt und kann dieselbe
Pe sonen, welche in der gegenwärtigen heißen Jahreszeit
im Freien beschäftigt und der Sonnengluth ausgesetzt sind, empfohlen werden. 5
Bei den Bescheinigungen der eingegangenen Beilrägz für die Hinterbliebenen der Veiunslückten des„Großen Kursürst“ wurde vergessen, Frau von Helmolt mit M. 6.— aufzuführen, was hiermit nachmäglich geschiehl.
Die Exvedition des Oberbess. Anzeigers.
Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des
allein ächten Cölnischen Wassers
übertragen und empfehlen wir dasselbe
per Glas zu M. 1.50, „ ½ é Dutzend„„ 880. Dutzend„ i
Die Expedition des Anzeigers. zu sehr billigen Preisen bei Corsetten K. Friedrich.
zu Wetzlar. Submission.
2411 Zum Neubau eines Gebäudes für das Amtsgericht zu Vilbel sollen im Wege der Submission folgende Arbeiten vergeben werden: M. Pf.
Maurerarbeit im Betrag von 2956 80 Steinhauerarbeit 430 25 Zimmerarbeit 1553 22 Dachdeckerarbeit 884 80 Schreinerarbeit 1654 50 Schlosserarbeit 984 50 Glaserarbeit 407 93 Weiß binderarbeit 1891 60 Svenglerarbeit 109— Pflasterarbeit 300
Termin hierzu ist auf Montag den 5. August, Vor⸗ mittags 11 Uhr, festgesetzt im Büreau Großherzoglichen Kreisbauamts Friedberg.
Die bezüglichen Offerten müssen schriftlich, portofrei und versiegelt mit der Aufschrift„Submission für das Amtsgerichtsgebäude zu Vilbel“ eingereicht werden. Die Auf⸗ oder Abgebote sollen nur in Prozenten angegeben werden. Der Kostenanschlag und die Submisstonsbeding⸗ ungen mit Zeichnungen liegen in gedachtem Büreaulocal zur Einsicht bereit.
0 Versteigerungs-Anzeige. 2437 Donnerstag den 8. August l. J., von Nachmittags 1 Uhr an, werden in der Behausung des Kaufmann Bauer dahier die hinterlassenen Mobilien des daselbst verstorbenen Actuar Bauer unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert und zwar:
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