Ausgabe 
5.3.1878
 
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Zahl der Typbuskranken stark vermehrt und ist auf 19 pt. gestiegen, während dieselbe früher nur 5 pCt. war. Sämmtliche Waggons auf der Eisenbabn Linie Fratesti- Jassy sind insicirt; Desinfection ist nur in geringem Maße angewendet und schafft keine Abbülfe. Auf der ganzen Linie Simnitza-Fratesti verwesen massenhast unbegrabene Leichen. Es ist unbedingt nothwendig, daß die aus Bulgarien und Rumelien zurückkehrenden russischen Truppen nicht über Simnitza⸗ Fratesti: Jassy, sondern über das schwarze Meer transportirt werden. Die in Jassy befindliche Sanitäts Com- mission bleibt untbäthig.

DerRegierungsbote veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, betreffend die Bildung von vier Reserve-⸗Infanterie-Divisionen. Es sollen für dieselben 16 Reserve-Fuß batterien formirt und in vier Artillerie-Brigaden zusammengezogen werden.

Amerika. Washington, 28. Februar. Die Kammer der Repräsentanten nahm, ungeachtet des Veto's des Präsidenten, die Silber-Bill von Neuem mit 196 gegen 73 Stimmen an. Nach der Annahme der Silber- Bill Seitens der Re- präsentanten ging dieselde in den Senat, der sie mit 46 gegen 19 Stimmen ebenfalls annahm. Die Bill wird somit Gesetz.

Die Abnahme der Schuld im Februar beträgt 2,250,000 Doll. In der StaalsCasse befinden sich 131,318,000 Doll. in Gold und 2,69 1,000 Doll. in Papiergeld.

Aus Stadt und Land.

Gießen. Auf unseter Universität studiren im Wintersemester 187778: evangelische Theologie 20, Ju risprudenz 83, Mediein 61, Thierarzneiwissenschaft 8. Kameralwissenschaft 6, Forstwissenschaft 13, Malbematik 22, Philologie 41, Pdilosopyie und Nafurwissenschaft 25, Pharmacie 20, Chemie 16; zusammen 315.

Darmstadt, 1. März. Das heute publicirte Er⸗ kenntniß des Disciplinar⸗Gerchteboss in der Untersuchung gegen den Landrichter Ceßner und den Landgerichts-Actuar Kronenderger in Wimpfen lautet bezüglich des Ersteren: daß die Vergehungen desselden nicht so schwerer Natur seien daß das böchfle Maß der auf administrativem Wege zulässigen Diciplinar⸗Strase nicht hinreichend erscheine, weßhalb sich der Gerichtshof für incompetent erklärte, bezüglich des Letzteren auf Suspension von Dienst und Gehalt auf die Dauer von fieben Monaten und Ver⸗ fällung in die Hälfte der Kosten der Disciplinar-Unter⸗ suchung und der öffentlichen Verhandlung.

Allerlei.

Stuttgart, 1. März. Oderhofprediger a. D. Prälat v. Gtüneisen, auch als kunsthistorischer Schriftsteller be kann,, ist heute gestorben.

Handel und Verkehr.

Frledberg, 2. März. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0,901., Eier per Stück 6 Pf.

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Gießen, 2. Marz. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 11.06, Gier per Stück 56 Pf., Tauben das Paar M. 1,20, Hühner per Stück M. 1,50 Habnen per Stück M. 1.60, Enten per Stück M. 3,50 Kartoffeln 100 Kilo M. 7.50, Ochsenfleisch 70 Pf per Pfds, Kuhlleisch 50 60 Pf, Rindfleisch 50 56 Pf., Schweinefleisch 62-64 Pf., Kalbfleisch 55 60 Pf., Hammelfleisch 60 Pf. Frankfurt, 2. Marz. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markt war mittelmäßig befahren. Heu kostete je nach Qual. per Cent. M. 2.203,40, Stroh per Cent. M. 22 50. Butter im Großen 1. Qual. 90 Pf.. 2. Qual. 80 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M. 0.951, Eier per 100 M 67. Kartoffeln 6.507., Erbsen geschaͤlte(per 100 Kilogr.) M. 28.33., ganze Erbsen M. 24.28. Bohnen M. 25 28. Linsen M. 28.36. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfund 7075 Pf. Kuh⸗ und Rindfleisch 55- 64 Pf., Kalbfleisch 60 70 Pf. Hammelfleisch 50 63 Pf., Schweinefleisch 70 75 Pf, Marburg, 2. März. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 110120 Pf., Eier per Stück 56 Pf. Mainz, 2. März. Produeten-Markt. Waizen per März M. 22 23.50, per Mai M. 21.35 Korn per März M. 16- 17.20 ver Mai 15 30. Hafer per März M. 1315 30, per Mai M. 14.70. Rübösl ohne Ge⸗ schaft, eff. rohes M. 36.50, gereinigtes M. 38. ohne Faß, per Mai M. 36.50

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Die Entwicklung dieser Gesellschaft, welche seit Begründung des deutschen Reichs eine beständige ge. wesen ist, hat auch in dem Geschäftsjahre 1876/77 keine Störung erlitten. Die Zahl der ordent- lichen Mitglieder hat sich von 28066 auf 30652 gehoben, die Summe der Jahresbeiträge von Mark: 101327.39 auf Mark: 10655613. An außerordentlichen Einnahmen, darunter von den Bezirksvereinen Hamburg Mark: 10850 88 und Bremen Mark: 7961.20, sind Mark: 31771.48, an Stiftungsbeiträgen, d. h. solchen einmaligen Gaben, welche mindestens Mark: 75. betragen, Mark: 14835, zu verzeichnen. Die allgemeinen Ver waltungskosten betrugen 1876/77 Mark: 27889.75. Während des verflossenen Rechnungsjahres sind 3 Rettungsstationen neu errichtet, 9 wesentlich verbessert worden. Gerettet wurden 83 Per- sonen(seit 1865 bis 1. April 1877 im Ganzen 953), davon besonders viele in der Ostsee und mit Hülfe des Raketenapparats. Die Gesammtzahl der Rettungsstationen beläuft sich auf 69; ver- schiedene Rettungen im letzten Jahre sind deßwegen besonders bemerkenswerth, weil die begleitenden Umstände Jedem die absolute Ueberzeugung er wecken müssen, daß ohne Hülfe der Stationen die durch sie Geretteten dem sichern Tode ver fallen wären. Ein günstiges Resultat baben die Sammelbüchsen ergeben, wovon bisher 1602 untergebracht worden sind. Dieselben kosten M. 7437 90 und haben sich mit dem bis zum

1. April 1877 festgestellten Inhalt von M. 8005.3. schon bezahlt gemacht. Die Gesellschaft besteht

25 binnenlaͤndische Bezirksvereine und 94 Ver- treterschaften(unter letzteren führen wir an: Assen⸗ heim(27 Mitglieder), Butzbach(45), Bad⸗Nau⸗ beim(22), Gießen(48), Friedberg 81, fetzt 86 Mitglieder. Die in Friedberg angebrachten 5 Sammelboote ergaben seit März v. J. M. 18.1. So weit dies dem unterzeichneten Vertreter be kaunt, ist in dem abgelaufenen Jahre das In- teresse der woblhabenden Land Bevölkerung der Wetterau für die menschenfreundliche Aufgabe der Gesellschuft zur Rettung Schiffbrüchiger nicht an den Tag getreten. Und doch ist das Opfer, welches verlangt wird, M. 1.50 Jahresbetrag, ein so geringes! Ein Comité rheinischer Frauen und Jungfrauen hat schon vor Jahren die Mittel zur Anschaffung des Rettungs bootesFrauenlob zusammengebracht. Wäre es nicht ein schönes

wahrer Menschenliebe, wenn die gesammt

folgte, die Mittel zu einem Rettungs- Boote Wetterau aufbrächte und sich damit einen Ehren- platz in der Geschichte der Entwickelung der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sicherte? Möge die hiermit ausgesprochene Idee in allen Kreisen Zustimmung und Unterstützung

Der Gesundheitsrath in St. Petersburg hat die Ein⸗ führung der Guyot'schen Theerkapseln, welche von so aus⸗ gezeichneter Wirkung in Erkältungsfällen, bei Katarrhen, sowie gegen Bronchitis und Schwindsucht find, gestattet. 2 oder 3 Kapseln bei jeder Mahlzeit genommen, führen eine fast augenblickliche Linderung herbei. Die ganze Kur stellt sich auf den kaum nennenswerthen Preis von 1020 Pfennigen täglich.

Zur Vermeidung der zahlreichen Nachahmungen ist genau darauf zu sehen, daß sich auf jedem Flacon die Unterschrift des Herrn Guyot in dreifarbigem Drucke befindet.

Depot in Friedberg in der HofapothekeZum Eugel und bei Dr. Uloth. 3217

13,355 Ceutner Eichenlohrinden der 1878er Eurdte

aus Domanial⸗, Gemeinde und Privat- Waldungen, welche sämmtlich in der Nähe von Friedberg, meist auf dem Taunus und theilweise auch in der Wetterau liegen, sollen Dienstag den 26 März d. J., Vormittags 11 Uhr, zu Friedberg im Trapp'schen Gasthofe öffentlich ver⸗ steigert werden.

Das Schälen, Trocknen und Aufbinden der Rinden wird auf Kosten der Waldeigenthümer besorgt.

Nähere Auskunft ertheilt die unterzeichnete Stelle.

Friedberg den 16. Februar 1878.

Großherzogliches Forstamt Friedberg.

600 pee l.

Eichenlohrinden⸗Versteigerung.

Donnerstag den 7. März l. J., Vormittags um 11 Uhr, werden auf dem Büreau unterfertigter Stelle die dies⸗ jährigen Eichenlohrinden aus hiestgem Gemeindewald von 18lährigem Bestand, circa 150 Centner, öffentlich und meistbietend versteigert. Wegen Einsichtsnahme des Rindenschlags beltebe man sich an den Forstwart König dahier zu wenden. Selters am 21. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Selters. raf t.

Feinster Leberthran, fast geruch- und geschmacklos, in Flaschen mit Metall- verschluss à 60 Pf., M. 1. und M. 1.70. Eisenhaltig pr. Fl. à Mark 1. J. A. Windecker, Hossieferant in Friedberg,

Bekanntmachung.

686 Montag den 11. März d. J. von Vormittags 10 Uhr an, sollen zu Nieder-Ohmen(Haltestelle an der Gießener⸗Fuldaerbahn) zur Versteigerung kommen:

1) Hofraithe mit Müßhlenberechtigung und ungefähr 3 Morgen an den Gebäuden liegenden Wiesen;

2) Basaltsteinbruch von eirea 9 Morgen mit mehreren hundert Meter Steinen, besonders zu Decksteinen verwendbar;

3) zwei Arbeitshallen, welche in Abtheilungen auch auf den Abbruch versteigert werden können;

4) vollständige Mühleneinrichtung;

5) 127 Cubikmeter Pflastersteine von vorzüglicher Güte;

6) Locomobile und 2 Brechmaschinen, wovon die eine täglich bis zu 60 Meter Decksteine fertigen kann;

7) eine Brückenwaage, Rohrsteine, Steinkies, Steinsand und sonstige Gegenstände;

8) eine 6 Morgen haltende Wiese am Vieinalweg von Nieder⸗Ohmen nach Elpenrod, wie auch sonstiges Acker⸗ und Wiesengelände.

Grünberg den 20. Februar 1878. Chr. Schäfer, Curator der Dietz'schen Masse zu Nieder Ohmen.

Holzversteigerung.

7186 Montag den 11. März l. J. sollen in dem von Harnier'schen Walde beim Häuserhof versteigert werden: 54 Raummeter Buchen ⸗Scheitholz 1. Classe,

20 5 Prügelholz, 10 15 Eichen⸗ zu Stückholz geeignet, 200 8 Buchen-Astreiser.

Sämmtliches Holz ist bequem abzufahren. Zusammenkunft zur Versteigerung und Anfang präeis 25 Uhr Morgens auf der Chaussee oberhalb des ofes. Häuserhof den 23. Februar 1878.

Ph. J. Weiss in Bad- Nauheim. 82

Schmidt.

Arbeits⸗Vergebung. 718 Die in dem Kasernenhof zu Butzbach zur Aus⸗ führung genehmigten Pflasterer-Arbeiten ꝛc., veranschlagt zu 4500 Mark, sollen Montag den 11. März er., Vor⸗ mittags halb 12 Uhr, auf unserem Büxeau, Garnison⸗ Lazareth, Zimmer Nr. 2, im Submissionswege öffent⸗ lich verdungen werden.

Lusttragende Unternehmer wollen ihre Submissionen, in welchen die Offerten nach Prozenten anzugeben sind, mit der AufschriftSubmission zur Uebernahme der Pflasterer-Arbeiten in der Dragoner-Kaserne zu Butzbach versehen und solche bis zu gedachtem Termin bei unter⸗ zeichneter Verwaltung einreichen.

Kostenanschlag und Bedingungsheft liegen jetzt schon auf genanntem Büreau zur Einsicht offen.

Auswärtige Unternehmer haben sich wegen Ueber⸗ nahmsfähigkeit durch entsprechende Atteste ihrer Orts c. Behörde gehörig auszuweisen.

Butzbach den 26. Februar 1878.

Großherzogliche Garnison⸗ Verwaltung.

Bekanntmachung.

750 Montag den 11. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in dem Gräflichen Hofe zu Wohnbach das daselbst befindliche Fruchtspeichergebäude, 8,75 Meter hoch, 5 Meter breit, zweiflöckig, von Holz, auf den Abbruch meistbie tend versteigert werden. Laubach den 26. Februar 1878. Gräflicher Bauaufseher: Seitz.

Spielkarten. 8

jetzt ab feine und dauerhafte Spielkarten und zwar in

20 diversen Sorten. Louis Weis.

aus 46 Bezirksvereinen, davon 21 Küsten- und

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Zeichen deutschen gemeinnützigen Sinns und ö

Einwohnerschaft der Wetterau diesem Beispiele 0

finden. Möge sie bald zurThat werden. Der Vertreter der Gesellschaft für Friedberg. f Carl Trapp.. Geld Cours. Frankfurt am 2. März. 1878 20⸗Frankenstücke M. 16 2024 Englische Sovereigns 4 20 33-38 Russische Imperiales. 5 16 6772 Holländische fl. 10-Stü le. 1 Ducaten. 0 5 9 5055 Ducaten al marco 1 9 5560 Dollars in Gold. 4 17 20

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