Ausgabe 
3.1.1878
 
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ASumobiliar-Versteigerung.

Blutströmung nach dem Gehtrn veranlaßt, ver⸗ hindert den Schlaf, denn dieser erfordert eine nur mäßige Fülle der Gehirnarterien. Deßhalb daden Gemüthsbewegungen und Leidenschaften, Nachdenken, Alles, was einenheißen Kopf macht, Schlaflosigkeit zur Folge.

Landwirthschaftliches und Gewerbliches.

Bursitts patentirte Compositlon gegen Kesselstein. Die Direction des volytechnischen Centtal⸗ vereins in Würzburg bat dieses Mittel in dem Betriebs dampfkessel der mechenischen Werkstätte der Könglichen Kreis⸗Gewerbeschule in Würzburg versuchsweise anwenden lassen. Nach dem vorliegenden Berichte hat sich ebenso wie früher sowobl festet Kesselsteln als Schlamm gefunden. Nach einem Gutachten von Prosessor Hülger in Erlangen sieht sest, daß in der Composition Burfiit's weder eine neue Substanz, noch ein neues Princip vocliegt. Die Anwendung fette, leim, gerbstoff und schleimhaltiger vegelabilischer und tbierischet Substanzen zur Verbülung des Auhaftens der Kesselsteinmassen an den Kesselwand⸗ ungen ist schon längst bekannt, und zwar bekannt als nicht geignet, auf die Dauer einen Kesselneineinsatz zu verhin⸗ dern. Ja, wir wissen sogar, daß sellbaltige Substanzen Nachtheile insosern beingen können, als dieselden die Kessel wände bedenklich angre fen. Hilgert hat ferner in der Nähe von Erlangen beobachtet, daß nach Anwendung dieses Mittels das Innere des Kessels überall in bedenklichem Maße verschmiert war und daß der gebildete Kesselstein mi der größten Hartnäckigkeit an den Kesselwandungen sestsaß, so daß er nur mu Mübe entfernt werden konnte. Sehr richtig bemerkt Professor Nies, daß das Butfitt'sche Mittel nicht neu ist, keine Wirkung bat und aus Sub- slanzen besteht, welche die Wirkungslosigkent vollkommen erklären.

Bergolden don Glas. Zum Vergolden von Glas ließ sich Professot Schwarzenbach in Bern folgendes Vet fahren in England patentiren: Von allen Beimengungen freies Gold- Cblorid wird in kochendem Wasser gelöst, die Lösung filtritt, das Filtrat so weit verdünnt, daß 200 Cubik⸗Centimetet Flüssigkeit 1 Gran metalliches Gold enthalten, und sodann mit Nattonlauge alkalisch gemacht. Das Reductionemitlel ist mit Grubengas gesättigtet Wein⸗ geist, den man nach der Sättigung mit dem eigenen Volumen Wasser verdünnt. Von dieser Flüffigkeit werden 25 Cubik⸗Centimetet der alkalischen Gold Cbloridlösung zugesetzt, und diese Mischung wird zwischen die(vorber wobl gereinigte) zu vergoldende Platte und eine unter diese in einer Entfernung von 3 Millimetern gelegte Glas scheibe gegossen. Nach zwei bis dtei Stunden Rube ift die Vergoldung bewerkstelligt, man entfernt die Platte und waͤscht sie.

Bertilgung dee Hederiche. In sebr bedenkeichem Umfange schmarotzt da und dort noch der Oederich auf dem Boden, der der Ernährung der Culturpflanzen dienen soll, und beeinträchtigt die Ernien oft meht als sonstige Uebel es zu ihun vermochten. Es ist immer wieder nöthig zur energischen Bekämpfung des Feindes anzuregen. Dieser Aufgabe sucht zu dienen eine von Amtmann Clement zu Erfurt berausgegebene kleine Schtift:Bewährte Me⸗ ibode zur Berllgung des Hederichs, den landwittbschaftlichen Vereinen Tbüringens gewidmet. Der Zebn ten für Pfarten, Gutsberrn u. dergl. ist in weitem Umfange abgelöst, in noch weiterem Unsange aber wird ein andeter Zebnten, in mebr als dieser, durch Unkräuter, Ackerungczieset, Pflanzen krankbeiten u. dergl. erhoben. Diese Ablösung, soweit sie Uberbaupt möglich it, kinn nur von vermebrler Einsicht und Toätigkeit bewirkt werden und zwar ist dabei keine

Herzcongestion zurück. Alles, was eine stärkere Gntschloigung zu zablen, sondern durch Ablssung ent⸗

schädigt man sich lediglich selbt.

Unterscheidung von Leinen und Baumwolle ohne jedes Hilfemittel. Dr. Wieberbold sagt darüber: wenn man einen Faden aus Leinen oder Baum- wolle, indem man die beiden je in eine Hand nimmt, langsam und vorsichtig aufdteht, ibn alsdann durch einen gelinden Zug auseinander reißt und nun die beiden durch den Riß entstandenen Enden beobachtet, so findet man, daß sich der leinene Faden vom baumwollenen in solgen⸗ der Weise charakterislisch unterscheldet. Der baumwollene Faden geht zunächst sehr leicht d. h. ungleich leichtet ale der leinene auseinander und zeigt an seinen langgestreckten Enden ein gekräuseltes, zweigartig gewundenes Aussehen; der leinene Faden dagegen reißt in der Regel kurz ab und die Enden bilden ein aus graden, nicht sich windenden FJädchen bestehendes Büschel. Wer einmal die Probe an reiner Leinen und Baumwolle gesehen, wird sich, glaube ich, nicht mehr täuschen können und es wird ihm ein leichtes sein, die Gewebe nach dieser sehr einfachen Methode auf Beimischung des einen oder anderen Bestandtbeiles zu untersuchen. Wir empfehlen diese Probe angelegentlichft der Aufmerksamkeit und Nachprüfung der Techniker.

Zinkspäne gegen Kesselstein- Bildung. Zinkabfälle, in einen Dampfkessel gebracht, sollen, indem sie allmälig verschwinden, die Bildung von Kesselstein ver⸗ bülen. Nach einem Berichte des Maschinen⸗Jugenicurs Capelle in Havre batte ein- Maschinenwäcrter des Packel⸗ boolesSt. Laurent bei dessen Ausfahrt von Havre in einem Kessel einen Zinkolock vergessen. Nach der Rückkehr des Schiffes nahm er eine Untersuchung des Kessele vor und fand zu seiner großen Ueberraschung, daß sich im Innern des Kessels weder irgendwelche Niederschläge ge⸗ duldet batten, noch irgend eine Spur des zurück gelassenen Zinkblocks aufzufinden war. Er setzte dann in einen Kessel abermals einen Zinkblock von 80 Kilo ein und der⸗ selde verschwand ebenso, ohne eiwas zurückzulassen, als einen schwärzlichen Schlamm im unteren Theile des Kessels, welcher durch Wasser leicht fortgespült werden konnte. Auf Grund dieset Wahrnehmungen wurde mit einem Dampfkessel zu Angers derselde Versuch gemacht und die Erscheinung bestätigt gefunden.

Alte Korkpfropsen zu reinigen. Um alie Korkpfropfen zu reinigen, werden dieselben in einem Topfe mit Wasser übergossen; nachdem sie alle gehöcig benetzt sind, gießt man englische Schweselsäutre zu, auf 10 Pfund ½ Pfund Säuce, und rührt mit einem Holze um. Die Flüssigkeit wird nach 24 Stunden abgegossen und die Pfropfen mebrmale mit Wasser gut nachgespült, die ein auf irgend einen großlöcherigen Pfropfen angedrücktes Lackmuspapier nicht mehr röibet: dann trocknet man die Pfropfen schnell und scharf. Die Säure mit Alkilt atzu⸗

stumpfen ist nicht thunlich, weil dadurch die frische Farbe des Korks leidet. Ueber die Bildung des Guanos. Allgemein

berrscht die Ansicht, det Guano auf den Juseln det Chincha sei eine Anbäufung von Exctementen det auf den Inseln zu Tausenden sich ausbaltenden Vogelarten. In Win klich⸗ keit ist dies nur tbeilweise der Fall; der Guano desieht aus zwei Massen, die in zwei vetschiedenen Zeittäumen und auf zweierlei Weise gebildet wurden. Die oberste dei Weitem geringere Masse desselben besteht aus den Excte⸗ menten von Vögeln und deten Leichen, sowie aus Exctementen und Leichen von Scehunden(Otarla), welche sich auf den Inseln aufbielten. Die untete, bei Weitem größte Masse bildete sich in vorbistorischen Zeiten durch das Hinadsinken zum Meercsgrunde det Excremente zabl⸗ reichert, auf einem kleinen Raume des Meectes sich auf⸗ haltendet Wassetvögel. Auf diese Weise entstanden Schichten, wesche später sammt dem Mectesgrunde geboben wurden und die Juseln bildeten; diese Ablagerung von Guano findet noch beutzutage statt.

den

Handel und Verkehr.

Irledberg, 2 Jan. 1877. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund W. 0 901.00, Gier per Stuck 8

Frankfurt, 31. Dec. 1877. Der heutige Viehmarkt war zlem ich befahren. Angetrieben waren ca. 300 Och sen, 120 Kübe und Rinder, 160 Kaͤlber und 300 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1 Qual. M. 73 75 2. Qual. M. 68.70 Kühe 1 Qual. M. 60, 2. Qual. M. 56 58 Kälber 1. Qual. M. 64. ½ Qual. M. 58. 60. Haͤmmel 1. Qual. M. 56. 58, 2. Qual. M. 48 50

Frankfurt. 31. Dee. 1877. Fruchtbeticht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37, Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29, Nr. 5 M. 23 Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 24, do. II.(Berliner Marke) M. 20. Walzen, ab Bahnbof hier M. 23 25, ab unserer Umgegend M. 23 25.50, do. fremrer se nach Qual. M. 23. 24 Korn je nach

Qual. M. 16 5017 75 Gerste M. 18.21 50. Hafer M. 12 75 16. Erbsen M. 19. 23. Wicken M. 17. Linsen M. 19. 27. Rüböl, detail, M. 80 Die Preise

verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo.

Verloosung.

Kurbessische Anlehen vom Jahre 1863. Die nachstehenden Obligationen des vormals kurhessischen Anlehens vom Jahre 1863 die zur Rückzahlung auf den 1. November d. J. gekündigt worden, sind noch nicht zur Einlösung gekommen: Lit. X. über 1000 Tblr. Nr. 51 54 197 1155. Lit. B. über 500 Thlr.: Nr. 1797 2936 2943 2945 5461 6413 6414 7284 8186 8188 8336 8337. Lit. C. üver 200 Thlr.: Nr. 1406 1413 1418 1422 1424 3056 3057 3059 3062 3063 3084 3071 3072 3074. Lit. D. über 100 Thlr.: Nr. 1001 1002 1009

1010 1013 1016 1018 1020 1023 1024 1026 1029 1031 1032 1037 1038 1042 1044 1045 1047 1048 1049 1050 4604 4605 4600 46114612 4613 4614 4619 4620 46274628 4629 4630 4631 462 463 4630 4638 4641 4643 4644 8108 8109 8113 8115 8116 8119 8121 8123 8124 8128 8129 8130 8133 8135 8138 8139 8143 8144 8145 8149 8150 8153 8154 8357 8360 8361 8363 8364 8368 8373 8381 8384 8385 8387 8389 8394 8395 8396 8399 8400 8403 8404 17614 17620 17622 17623 17625 17626.

Geld Cours.

Frankfurt am 31. December 1877

20 Frankenstücke Mk. 16 18 22 Englische So vereins» 20 3237 Russische Imperiales 16 6570 Douändische fl. 10 Stücke 16 65 G. [Ducaten 8 0 9 50 55 Ducaten al marco 9 5560 Dollars in Gold 3 4 1619 Herr Johann Maria Farina

gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln

dat uns den Debit des

allein ächten Cöluischen Wassers

übertragen und empfehlen wir dasselbe

ver Glas zu M. 1.50, ½ Dußend 1 Dutzend 5 16,75

Die Exped. d. Anz.

Unterhosen zum Cinkaufapreise, Unterjacken aller Art dußerst dilig det

K. Friedrich.

* U f ufforderung. 12 Diesenigen Steigerer, welche am 29. October l. J. in dem Gräflichen RevierWickstadt Holz erstelgert und noch im Walde sitzen haben, werden hiermit exsucht, das selbe binnen 10 Tagen abzufahren, als man sich gegen⸗ falls genöthigt sehen würde, nach den Versteigerungs

bedingungen 10 und 11 zu verfahren.

Wickstadt den 26. Dezember 1877. Gräfliche Oberforsterel Assenheim. Schal las.

Montag den 7. Januar d. J. kommen in den Waldungen des Großherzoglichen Hauses, Distrikt Burg wald, Schlag V., XIX XXI, XXIII und XXIV 6441 Eichen⸗Birken⸗Wellen, 137 Gebund Pfriemen, 5 Kubikmeter Haldestreu zur Verstesgerung. Zusammenkunft Morgens halb 10 Uhr im Distrikt Burgwald, Schlag v. Ober⸗Rosbach den 1. Januar 1878. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Ros bach. Strack.

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Obligations-Verloosung. 34 In heutiger Vorstandssitzung der israel. Religions- Gemeinde dabser wurde die Obligatton Nr. 25 von 100 fl. d. d. 1. April 1846 zur Rückzahlung ausgeloost. Der Inhaber kann erwähnten Betrag von jetzt bis 1. April 1878, an welchem Tage die Verzinsung aufhört, bel dem Rechner in Empfang nehmen.

Friedberg den 30. Dezember 1877.

Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde: S. Hirschhorn.

4** Kiefernsamen- Versteigerung. 42 Dlenstag den 8. Januar 1878, Nachmittags 1 Uhr, soll in der Wirthschaft des Johannes Möckel 111. in Ziegenberg die Klefernsamen-Erndte in dem Langenhalner

Gemeindewald öffentlich versteigert werden. Zlegenberg am 31. Dezember 1877. Großherzogliche Bürgermeisteret Langenhaln.

Rumpf.

Holz Versteigerung.

43 Mittwoch den 9. Januar 1878, Vormittags 10 Ubr ansangend, soll in dem Langenhainer Gemeindewald⸗ Distrikt Hühnerpfad und Eichkopf, folgende Holzsorti⸗ mente, als:

125 Gebund Birken⸗Rutzreisig(Besenretser),

7390 Wellen Durchforstungsreiser,

2440 Gebund Ginstern

oͤffentlich versteigert werden.

Der Anfang ist im Distrikt Hübnerpfad, woselbst auch die Birken-Nutzreisig steben. Zlegenderg am 31. Großherzogliche

Dezember 1877. Buͤrgermeisteret Langenhain. Rumpf.

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