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er telegraphirte Mittheilung des Londoner„Daily Fucgraph“, daß Oesterreich und England identische
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f halsche Interessen berührten, als ungiltig zu be—
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Deutsches Reich.
Darmstad t, 30. Jau. liche Regierungsblatt, Beilage Nr. 3 enthält:
1. Bekanntmachung über die Bestätigung von Sli lungen und Vermöchinsssen.
II. Betannimachung Über den Ausschlag der Steuern für die evangelische Kirche in 1878.
III. Bekanntmachung über die Vergütung für die in 1878 in Geld zu berichtigenden Besolsungs und Pensions- natutalien.
IV. Zusammenssellung der Staasschulden⸗Tilgungs— kasse, Rechnung für 1874.
V. Bekanntmachung über die Erhebung einer nach— träglichen Umlage der israelitischen Religionsgtmeinde Groß Umstadt.
VI. O densverleibungen.
VII. Concurtenzeröffnungen. Erlediat ist: die 3. Schulstelle zu Fränkisch⸗Ceumbach, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die mit kath. Lehrerinnen zu desetzenden 1. und 2. Mädchen schulstelle zu Kosiheim, Gebalt 1114 M. 29 Pf.; die Swulstelle zu Erben vausen mit 685 M. 71 Pi. Schul⸗ und 85 M. 71 Pf. Kicchendienst⸗Gebalt; die 3. Schul elle zu Homberg mii 771 M. 43 Pi. Schul und 85 M. 71 Pi. Kuchendienst-Gebalt; die Schulstelle zu Oppensod mii 685 M. 71 Pf. Schul, und 92 M. 57 Pf. Kuchendienst⸗Gehaltz die evang. Pfarrsielle zu Trais⸗ Horloff, Gehalt: 1503 M. Dem Grafen zu Solms Laubach fleht das Präsenta g ionsrecht zu.
Berlin.
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123,667,050 M. Die Einnahme 546,34, 70 M. Der Reichskanzler wird ermächtigt, zur Verstärkung
Casse nach Bedarf, jedoch nicht über 24 Mill., ferner zur Durchführung der Münz⸗Reform bis zu 100 Mill. Schatz Anweisungen auszugeben. Ferner ist eingegangen eine Anleihe- Vorlage für Zwecke der Post, des Telegraphen, der Marine, des Reichs Heeres und zur Durchführung der Münz Resorm in der Höhe von 77,504,465 N.
— Die„Norkd. Allg. Ztg. schreibt: Die Mittheilung, daß der Vorlage über die Stellver⸗ tetung des Reichskanzlers noch eine Denkschrift! beigegeben sei, ist unrichtig; ebenso die weitere Behauplung, der Reichskanzler habe für den Fall der Ablebnung der Vorlage sein Entlassungsgesuch angekündigt.
München, 31. Jan. In der heutigen Sig ⸗ ang der Abgeordnetenkammer wurde nach längerer seftiger Debatte der gesammte Gesetz-Entwurf über den Verwaltungs- Gerichtshof mit 104 gegen 47 Stimmen angenommen.
Ausland. Oe sterreich⸗Ungarn. Wien. Die hier-
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oten an das Petersburger Cabinet gerichtet hätten,
onferenz vorzulegen wären, wird diesseitig als jure Erfindung bezeichnet.
— Sämmtliche Blätter bestätigen, daß Graf udrassy nach Petersburg eine Nole gerichtet habe,
Abmachungen, soweit sie österreichische oder turo- hachten seien, bevor darüber eine Vereinbarung
her Signatar Mächte ersolgt sei. Es verlautet, raf Andrassy habe einen europäischen Congreß
vorgeschlagen, der sich in Wien versammeln solle. Die Montenegriner haben, nachdem die besestigte Triest, 31, Jan. Die österreichische Escardre
bereitet sich zur Fahrt nach der Levante vor. Großbritannien. London, 30. Jan. Unterhause kündigte Pim an, er werde morgen wläßlich der Credit-⸗Forderung solgenden Antrag en: das Haus möge die von der Regierung lobachtete Politik anerkennen, nachdem Seitens Kaisers von Rußland das Versprechen gegeben , daß er nur die Sicherstellung des Looses der Hristen und keinen Gebiets- Zuwachs anstrebe; Haus sei der Ansicht, daß das Versprechen 1 Kafsers durch die Friedens- Basen und den nsischen Vormarsch umgangen sei und krachte deshalb die sosortigt Action Englands als abso⸗
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Beilage. Obe rhe
sslcher Anzeiger.
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und Flette auf den Kriegssuß. Aus der dem Parlament mitgetheilten neuesten diplomatischen Correspondenz ist Folgendee hervorzuheben: Layard machte am 25. Jan. Derby die Mittbeilung, die Friedens⸗Bedingungen kämen der Vernichtung des türkischen Reiches in Europa gleich. Eine Depesche Gortschakoff's an den bicsigen russischen Botschafter Schuwaloff vom 24. Januar besagt: Nach ein— gegangenen Berichten würden türkische Truppen nach Gallipoli dirigirt, gleichwohl habe der Kalser den Großfürsten Nikolaus angewiesen, nach dieser Richtung hin ein Beobachtungstorps zwar vorzu— senden, aber nicht bis Gallipoli vorzurücken. Rußland sei daher nicht nur seinen Intentionen treu ge⸗ blieben, sondern babe noch mehr gethan, wenn
befinden sollten. Ein Memorandum Derbp's an Schuwaloff vom 13. d. bebt bervor, daß die Vermeidung einer auch nur temporären Besetzung
von Constantinopel wünschenswerth sei, und drückte die Hoffnung aus, Rußland werde, um jede solgers aus Brestowae vom 29. Januar, Abends Dem Bundesrathe ist das Haus- Störung der guten Beziebungen zu vermeiden, 6 Uhr, meldet: Wie besetzten am 27. d. Oeman- halts- Etats Gesetz pro 1878— 79 zugegangen. keinen Versuch machen, Constantinopel und die] Bazar. 1. N Die Ausgabe beträgt: 546,341,701 M., nämlich Dardanellen Straße zu besetzen; anderpfalls be- unbeteutendem Scharmützel am 28. d. Rasgrad. fortdauernte Ausgaben 422,674,651 M., cinmalige halte sich England ale zum Schutz seiner In- Die Türken haben sich überall gegen die Festungen
teressen nothwendigen Schritte vor. Gortschakoff antwortete hierauf: der Kaiser intendite jetzt so
Constantinopels. Der Kaiser behalte sich aber volle Actionefreiheit vor, welche das Recht eines jeden Kriegführenden sci.
— 30. Jan. Die dem Parlamente heute vorgelegte Depesche Lapard's an Derby vom 29. Jauuar besagt: Der Großvezir benachrichtigte mich, die Pforte habe am 23. Januar Nachmit— tags eine telegraphische Ordre an die türkischen Delegirten erlassen, in welcher ditselben instrulrt werden, die von dem Großfürsten Nicolaus ihnen schriftlich unterbreiteten Friedensgrundlagen anzu— nehmen. Die Pforte habe seitdem bereits dreimal über das Resultat ihrer Welsung angefragt, jedoch keine Antwort erhalten. Der Großvezir könne nicht zugeben, daß diese Verzögerung den türkischen Delegirten zuzuschreiben sei, da die telegraphische Verbindung mit Kasanlik noch offen sei. — 31. Jan. Die Agitation gegen den Rüst— ungs Credit dauert hier wie in zahlreichen anderen Städten des Landes in ausgedehntem Maße fort. In Woolwich wurde gestern eine große Anzahl Torpedos für die Mittelmeer Flotte verschifft.
Türkei. Constantinopel, 30. Januar. Die Pforte hat den Großmächten nachgewiesen, Rußland verzögere den Frieden. Darob sei die
fürchten. Der Sultan beabsichtigt, England um abermalige Absendung der britischen Flotte nach Constantinopel zu ersuchen.
— 31. Jan. Die Russen besetzten Rodosto.
Toxin er betone, daß die in Kasanlik getroffenen Das Zustandekommen des Waffenstillstandes wird Cent. M 2.50
haupt nicht von einem Fuürsten,
lute Nothwendigkeit; das Haus ersuche daher um von den Kosaken Ktekoff's erbeuteten vier Ge— Das Großberzog⸗ Vorlage des Budgets behufs Stellung der Armee schützen noch 23, im Ganzen also 53.
— Nach Telegrammen aus Constantinopel, wird die Verzögerung der Unterzeichnung der Frledens⸗ Präliminatien mit dem Widerstand der Pforte gegen eine temporäre Besetzung Constantinopels in Zusammenhang gebracht.
— Bezüglich der auf ein bloßes Gerücht basirten Acußerung Northcote's im englischen Unterhause, der Zar beabsichtige für Bulgarien einen Fürst selbst auszuwählen, erklärt die„Agence Russe“, daß in den Friedens- Bedingungen über— sondern nur von einem chiistlichen Gouverntur Bulgariens die Rede sei.
— Hiesige officielle Blätter äußern: Es hieße dem Congresse einen eigenthümlichen Character
wirklich kürkische reguläre Truppen sich in Gallipoli geben, wenn andere Mächte, den Intentionen
Englands folgend, für den Congreß sich militärisch stark machen wollten; ein Wald von Bajonetten sei für einen Congtreß nichts Wünschenswerthes. — Ein Telegramm des Großfürsten-Thron-
Die erste Infantetie-Division nahm nach
hin zurückgezogen. Amerika. New⸗Nork, 30. Jau. Die
dis ordentlichen Betriebs⸗Fonds der Reichs- Haupt- wenig wie vor dem Kriege die Besigergreifung Rebellton gegen die Regierung der Samoa Inseln
endete mit der Gefangennahme der Insurgenten.
Aus Stadt und Land.
Bad- Nauheim. Tec teizendsie lanoschaftliche Schmuck unstes Bades, der Johannesberg, erfteut sich sett einigen Jahren eines kecht gübsch angelegten direkten Fußpfadce; leider ist derselbe jedoch nur die zur halden Hoge des Berges vollendet und schon mancher Kurgast sah sich unangenehm entläuscht, wenn er boffte den ange⸗ nehmen breiten Weg dis zum Gipfel des Berges versolgen zu können. Sollte es den Bewohnern Naußpeims nicht möglich sein, die Vollendung, kesp. Weiterführung dieses Weges viribus unstis settig zu dringen? Die bettessenden Ländereien wären, wenn auch nicht in gerader Linie, zu billigem Preis, ibdenweise sogar unenigelilich von den Besigern zu erwerben, es handelt sich also baupisächlich nut um die Chaufsirungskosten.
Allerlei.
Solingen. In der Nacht zum 25. Januar wurde eine Fabrikstärte für falsches Metallzelo zu Mangenderg bei Solingen entdeckt. Plalsen und Adgüsse für 20 Maik⸗ tücke und 20 Pfennig ⸗ Stücke sollen vorgefunden sein. ie Falschmünzer sind verhaftel.
Elberfeld, 31. Jan. In dem Proceß, delteffend die Gründung der Ryeimischen Effectenbank, wurde heute das Urtbeil verkündet; durch dasselde wurde üdet Horn eine Gesängnißftrase von 2 Jahr 10 Monat verhängt, während die andern Angeklagten freigesprochen wurden. Von den Kosten des Processes wurden Horn acht Zehntel
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penach die Friedene bedingungen einer curopäischen Aufregung wachsend und ein Massacres zu be aufgelegt, beiden Cioil-Parieten je ein Zwanzigstet und
an Zehntel niedergeschlagen.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 30. Jan. Der heutige Heu- und Stroh⸗
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Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. per 3 50, Stroh per Cent. M 2—2 60 Butter bezweifelt. Die Aufregung ist im Wachsen. Hier im Großen 1. Qual. 80 Pf., 2. Qual. 70 Pf., im 7 2 18— 9 9 95 18 N vorliegenden Nachrichten zufolge sind russische 1 8* Ley 3— 8— 1— 4. 5 per We— 8 Kartoffeln per R ogra Truppen ferner in Tschorlu, Burgas und anderen M. 650— 750 Fleischpreise: Ochfenfleisch per Pfund
benachbarten Orten erschienen.
Montenegro. 1 Insel Wranjina sich ihnen ergeben hatte, gestern den Bojana-Fluß von Albanien aus überschritten, Die lürkische Garnison von Trebinje ist am 29. d.
70-75 Pf. Cettinje, 30. Januar. 60— 75 Pf., Hammalfleisch 50— 63 Pf
64 Pf., Kalbfleisch Schweine⸗ Erbsen, geschälte(per 100 Kilogr.)
Kuh und Rind fleisch 55
fleisch 75 80 Pf.
M. 28.—33, ganze M. 24—28. Bohnen M 28 Linsen M. 30.—38.
Frankfurt, 31 Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41, Nr. 2 M. 37. Nr. 3 M. 38., Nr. 4 M. 99,
gegen Ejubinje abgezogen. Nr. 5 M. 23 Roggenmehl%(Berliner Marke] M. 24.,
Rußland Peters b urg. Officiell aus do. II.(Berliner Marke) M. 20. Wazen, ab Babndof — 95 41 bier M. 23., ad unserer Umgegend M. 22.— 22 50, do. Semenli 25. Jan.: General Skobeleff II. meldet: tember je nach Qual. M. 23— 24 Moggen se nach Die Befestigungen von Adrianopel sind ausge-] Qualtät M. 16— 17 50. Gerste M. 19.— 23. Hafer zeichnet angelegt; alle Profile sind dauerhaft mit] M. 13.— 16.50. Erbsen M. 19.— 23. Wicken M. 17.
sleinernen Escarpen und Contre Escarpen versehen An Geschützen sind von den Türken nicht 26,
Linsen M. l verstehen sich saͤmmtlich per 200 Pfund Zollgewicht
19.— 23. Rüboͤl, detail, M. 80. Die Preise
100 Kto.
sondern viel mehr zurückgelassen worden. Die ge— naue Zahl ist noch nicht bekannt. Der letzten Meldung des Generals Gurko zufolge nahm die Capalerie Skobeleff's JI. am 19. Jan, außer den
Briefkasten
Rendel. Ihr Gedicht kommt in der nächsten
R. in
Nummer des Unterhaltungsblattes zum Abdrucke.


