fälschung, Vertb. Adv. Dr. Schüler. Den 2. Oct. Vorm. 8 Ubr gegen M. Stern von Langenschwarz wegen Mein⸗ eids, Verth. Adv. Dr. Rosenberg. Den 3. Oct., Vorm. 8 Uhr gegen G. Gunderloch von Rendel wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, Verth. Adv. Dr. Guffleisch. Dens., Vorm. 11 Ubr gegen K. Kromm von Scholten wegen Diebstabls, Verth. Adv. Baist. Den 4. Oct. Vorm. 8 Uhr gegen H. Balser IV. von Burkhardsselden wegen Körper⸗ verletzung mit tödlichem Erfolg, Verth. Ado. Metz. Dens., Nachm. 3 Uhr gegen A. Pliisch von Grüningen wegen Noilbzucht, Ver ib. Adv. Labroisse. Den 5. Oct., Vorm. 8 Übt gegen J. Redner von Sachsenhausen wegen Körper⸗ verletzung mit lödilichem Ersolg und Diebstahls, Verth. Adv. Steinberger.
Darmstadt, 26. Sept. Der Generalmajor und Com⸗ mandant der Restdenz Darmstadt Kehrer feierte heute sein 50jäbriges Duüensljubiläum und wurde ihm aus diesem Anlaß der Slern zum preußischen Kronenorden und das Commandeurkreuz 1. Cl. des Ludewigsordens verliehen.
Darmstadt. Von den Manövern berichtet der Mainz. Anz.: Den zahlreichen fremdländischen Offizleren, welche der Kaiser parade beiwohnten und den Manövern solgten, waren Pferde oder Posikaleschen, nach Auswahl, zur Ver⸗ fügung gesiellt. Feldmarschall Graf Molike bediente sich jortwährend einer vierspännigen Postkalesche, in welcher er den Manövern über Stock und Stein folgte. Tragikomisch ist das Geschick der Tribünenbesucher; am Morgen vor der Parade wurden glücklichen Besitzern von Plätzen auf der Tribüne bohe Preise für dieselben geboten, wotauf aber Keiner einging. Dann begann die Parade und schon die ersle Truppenbewegung wirbelte solchen Staub auf, daß von der Tribüne aus nichts mehr zu sehen war, als dieser Staub, dem man schließlich zu entgehen suchte, indem man die Tribüne verließ.— Die Manöoer gehören zu den größten, die bisher vorgenommen wurden, da sich 1½ Armeecorps an denselben betheiligte. Zum Schluß noch eine Anekdote von unserem Großherzog. Sofort nach Beendigung der Parade hafte er den Wagen bestiegen und kam als erster auf die Stalion Wabern. Dort standen Kriegervereine, Festjungfrauen und onstige zum Empfange herbeigeeilte Personen, die den hessischen Landesfücsten mit begeisterien Hochrufen empfingen.„Ihr seid ja irr, Leute“, sagte der Großherzog lachend„ich bin ja nicht der Kron⸗ prinz!“ Denn er wußte, daß dem Kronprinzen die Sache galt und er mit diesem verwechselt wurde.
Allerlei.
Kassel, 25. Sept. Auf der Station Guntershausen (dem Kreuzungepunkt der Bergisch Märkischen und der Main⸗Weser⸗Bahn) ist heute Vormittag kucz nach 8 Uhr ein bedauerlicher Unfall vorgekommen. Der von Eisenach nach Kassel abgelassene Früb Personenzug rannte bei seiner Einfahrt in die jetzt aus Anlaß der Manöver mit rollen⸗ dem Materiale überfüllte Stauon Guntershausen gegen
den hinteren Theil eines jedenfalls im unrichtigen Geleise slehenden unbesetzten Militär Extrazugs, so daß etwa zehn Wagen sofort zertrümmert wurden. Von dem Personale!
des Bergisch-Märkischen Personenzuges trugen 3 Beamte schwere Verletzungen davon, während die Passagtere, von mehreren leichten Contusionen einzelner Personen abgesehen, mit dem allerdings nicht geringen Schrecken davon kamen.
Gotha, 26. Sept. Dr. Petermann, der berühmte Geograph, ist heute hier gestorben.
Bremen. Deuische Gesellschaft zur Retiung Schiff⸗ brüchiger. Von der Insel Juist wird berichtet: Am 19. d. M., Morgens 5 Uhr kam die Meldung, daß am Ende der Kalsamer Dünen(Nordstrand), eine Brigg ge— strandet sei. Nach vielen vergeblichen Versuchen erklärte die Mannschaft des Retiungsbootes, daß es unmöglich sei, durch Rudern das Schiff zu erreichen, wonach mutelst des Rakeienepparats eine Leine über das verunglückte Schiff geschossen wurde, welche in dessen Takelage fiel. Zwei der Schiffbrüchigen begaben sich in die Wantien, machten die Leine dort fest, und holten auch sosort den Stertblock ein. An der Schießleine wurde nun durch das Reitungsboor die Mannschaft, bestehend aus dem Kapilän, Untersteuecmann und drei Mann, ans Land geholt. Ein Sohn des Kapitäns, 34 Jahre alt, der als Steuermann diente, die Frau desselben, ein zweiter Sohn von 14 Jahren, eine Tochier von 11 Jahren und ein Matrose haben laut Aussage der Geretleten um 5 Uhr früh schon ihren Tod deim Versuche, sich mii dem eignen Boote zu retten, ge— funden. Ein Matrose war an der Kalsamerdüne mit dem umgeschlagenen Boot lebend angetrieben. Das verunglückte Schiff war die euglisch Brigg„Argysa“, Kapt. Luckbam.
Berlin. Die Stadtverocdneten⸗Versammlung wählte den Reichstags-Präsidenten v. Forckenbeck, seitherigen Ober— Bürgermeister von Breslau, zum Ober Bürgermeister von Bertin.
Roßla. Vor einiger Zeit starßb hier eine Frau in Folge der eingenommenen Arzenei. Dieser Tage verhan⸗ delte in öffenilicher Sitzung das Kreisgericht in Sanger— hausen über dieje Angelegenheit und verurtheilte wegen fahrlässiger Tödtung eines Menschen den Arzt Dr. B., der auf dem Recepie neben der Zahl 15 die Bezeichnung „Tropfen“ weggelassen hatte, zu 1 Monat, den Apotheker Sch., der durch einen unerfahrenen Lehrling Medicamente verabreichen ließ zu 2 Monaten und den Apotheker-Lehr⸗ ling F., der 15 Gramm statt 15 Tropfen verabsolgt hatte, zu 3 Monaten Gefängniß.
Neapel, 28. Sept. Die neuesten Nachrichten vom Vesuv melden, daß der Rand des neuen Kraters ein⸗ gestürzt ist. Die Lava han das jetzige Niveau des Kraters erreicht. In Neapel ist der Widerschein weithin sichibar. Der Ausbruch scheint seine größte Stärke erreicht zu haben.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 28. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.10— 20, Eier per Stück 6 Pf. 2 Stück 11 Pf.
Gießen, 28. Sept. Wochenmarkt Butter per Pfd. M. 1.— 1.10, Eier per Stück 6 Pf., Tauben das Paar 60 Pf., Hühner per Stück 75 Pf., Hahnen per Stück 70 Pf., Enten per Stück M. 1.60, Kartoffeln 100 Kilo M. 5.10, Ochsenfleisch 70— 72 Pf per Pfd., Kuh- und
Rindfleisch 52—62 Pf, Schweinefleisch 66—68 Pf., Kalb⸗ fleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 60—70 Pf.
Frankfurt, 28. Sept. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markt war ziemlich befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 2— 3., Stroh M. 2.— 250. Weiß⸗ kraut waren 36 Wagen am Platz; der Centner kostete M. 180 2.10, Kohlkraut das Stück 10—12 Pf., Blum en⸗ kohl 15—20 Pf. Kartoffeln per 100 Kilo M. 5 50 6. Butter per Pfund im Großen 1. Qual. M. 1.15, 2. Qual. M. 1.05, im Detail 1. Qual. M. 1 25— 30, 2. Qual. M. 1.15— 20. Eier per 100 M. 4506. Erbsen ge⸗ schälte(per 100 Kilogr.) M. 26.— 28., ganze Erbsen M. 21.—23., Linsen M. 30.—32. Bohnen M. 28— 30. Aepfel zum Einkeltern M. 7.50—8 Ochsenfleisch per Pfd. 70— 75 Pf., Kuh- und Rindfleisch 54— 60 Pf., Kalb⸗ fleisch 60—70 Pf., Hammelfleisch 5868 Pf., Schweine fleisch 7075 Pf. Auf dem heutigen Markte war Ge⸗ flügel in Masse zu billigen Preisen vorhanden. Schöne Hahnen wurden mit M. 1.3060 bezahlt. Hasen Jagd⸗ preis per Stück M. 3 50, Marktpreis M 4 20. Spansau gesucht, das Pfund 60 70 Pf.
Marburg, 28. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.—1 15, Eier 1 Stück 6 Pf., junge Tauben das Paar 60- 70 Pf. junge Hahnen per Stück 60— 70 Pf., Hühner per Stück 90 Pf.—1.20 M. Weiß⸗ und Roth⸗ kraut per Kopf 6— 15 Pf., Wirsing und Kohlraben 1 Stück 5— 10 Pf., Kohlraben 2— 3 Stück 10 Pf. Hasen 1 Stück 3—3 M. 50 Pf. Feldhühner 1 Stück 90— 100 Pf.
Brodpreise vom 1. bis 16. October. Nach eigener Angabe der Bäcker. Fir Friedberg: 23 Waizen, ½ Korn. 2) Korn, ½ Waizen. [Erste Sorte 1 Pf. Zweite Sorte 1 Pf.
— 26—„ 1 õ—e 13 1õ—e Dritte Sorte Brod 39 Pf. Wecke bei sämmtlichen Bäckern 3 Pf. per Stück. Für Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise v. I. bis 16. Oetober.
Für Friedberg, Bad⸗Naubeim und Butzbach unverändert.
7 1. 7, 7
„ 1*—
Geld⸗Cours.
Frankfurt am 28. September 1878. 20⸗-Frankenstücke M. 16 22—26 Englische Sovereigns„ 20 38—43 Russische Imperiales.„ 16 64-69 Holländische fl. 10-Stücke.„ 16 65 G. Oocdtenßnß 5 9 60—65 Ducaten al marco 8 9 60—65 Dollars in Gold.— 4 17— 20
Aepfel-Versteigerung zu Friedberg. ö
Mittwoch den 2. October l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die der Stadt Friedberg gehörenden Aepfel aus der Feldgemarkung, circa 400 Malter, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. ö
Hierbei bemerken wir, daß die Aepfel auf Kosten der Stadt abgemacht, dem Käufer kostenfrei dargewogen und an einen innerhalb der Stadt gelegenen Platz verbracht werden sollen.
Die Versteigerungsbedingungen können jederzeit hier eingesehen werden, auf Verlangen wird auch Abschrift! ertheilt.
Kartoffel- und Dickwurz⸗ Versteigerung.
3104 Montag den 7. Oktober l. J., Vormittags 9 Uhr, lassen die Unterzeichneten auf hiesigem Rathhause die Kartoffel⸗Erndte von 8873 Meter im Storchsnest.
2336 an der Ober-Rosbacher Chaussee, „Dickwurz⸗Erddte„ 424 Kl. in der Wingertsgasse
an den Meistbietenden versteigern. Friedberg den 26. September 1878. Geschwister Vogt.
Versteigerung eines Faselochsen.
*.„„„
Bekanntmachung.
3127 Mittwoch den 2. Oetober l. J., Vormittags 11½½ Uhr, soll in hiesigem Rathbhaus das Abmachen und Nachhausfahren des städtischen Obstes öffent⸗ lich an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 30. September 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg.
ö F e A
Güter-Versteigerung. 3128 Montag den 7. October d. J., Vormittags 9 Uhr,
lassen die Geschwister Vogt auf hiesigem Rathhause ihre Aecker in hiesiger und Fauerbacher Gemarkung an den
3044 Mittwoch den 2. October l. J., Nachmittags Meistbietenden versteigern.
Friedberg den 24. September 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou ca r.
2 Uhr, soll an dem städtischen Faselstalle ein zu schwer gewordener fetter Ochse öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 24. September 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. S
Friedberg den 30. September 1878. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. F o u d d.
Pferde⸗ Verkauf.
3
Obst⸗Versteigerung
41 2 7 7 5 3120 Unterzeichneter beabsichtigt eine 10 Jahre alte 8 b zu Friedberg. Kapitalgesuch.[Fuchsstute, welche ausgezeichnet geritten 5 von sehr f een 3043 Dienstag den 1. October l. J., Vormittags 9 Uhr f schönem Körperbau ist, so daß sich selbige vorzüglich als g du b anfangend, sollen die der Stadt Friedberg gehoͤrenden 3115 Zur Erbauung einer neuen Schule will die Ge. Zuchtstute eignet, am 3. October, Vormittags 11 Uhr, * Aepfel, Birnen und Zwetschen aus der Stadtgemarkung meinde Nieder-Mörlen ein Kapital von 5 6000 Mark oͤffentlich meistbietend zu versteigern. tet* 2 in passenden Abtheilungen an Ort und Stelle meistbietend aufnehmen. Darauf Nefleetirende wollen sich an uns Butz bach den 26. September 1878.
wenden. Nieder Mörlen den 27. September 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder ⸗Moͤrlen. Mö bs.
versteigert werden. Der Anfang ist am viereckten Weiher(Vorstadt.) Friedberg den 24. September 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg.
5 e 8 5 75 28 8 5 3 wan Düegenng, Got perleigerung.
2944 Dienstag den 29. Oktober l. J., Vormittags 2 Uhr, soll in dem vormals Müller'schen und Heß'schen 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Garten und dem vorderen Hirschgraben das diesjährige Immobilien des Bäckermeisters Anton Heng st off entlich Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, in meistbietend versteigert werden: Abtheilungen melstbietend versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Friedberg den 30. September 1878.
Dr. Ewald,
10 bis 12 Stück(gebraucht), im Preise von 250 bis 400 Mark, habe zu verkaufen. C. L. Glück.
Ziehung 15. Oct.
lur.. Klftr. Großherzogliche Schloßverwaltung Friedberg. Oppenheimer Katharinen⸗Loose d Mark 3. 1 2 70 1 Hofraithe in der Stadt, Dönges. Darmstädter Pferdemarkt⸗Loose 8 Mark 2.
2. 392. 12 Scheuer daselbst C 5 n Wiederverkäufer bedeutenden Rabatt. 3065 2. 391. 11%. Grabgarten daselbft. Ein Reals chüler(Al. 64423.) Carl Gauls in Darmstadt.
Friedberg den 14. September 1878. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fot K.
findet freundliche Aufnahme in einer Familie. bei der Exped. des Anzeigers.
Näheres 3062
Ein Parthie Orhoftfässer 312
sind zu verkaufen im Hotel Trapp.


