mms
ren tedrchen Niachstt
rng? et
einer Dampfmaschine in Verbindung gebracht, welche die Arbeit leistet, die sonst bei dem Ge— brauche gewohnlicher Luftpumpen dem Men⸗ schen zufaͤllt. Soll nun in irgend einem Rohre die Luft zum Zwecke der Ansaugung verdünnt werden, so wird es durch eine einfache Hahn— vorrichtung mit dem annähernd luftleeren Kessel in Verbindung gesetzt; sogleich stroͤmt die im Rohre vorhandene Luft in den luftleeren Raum und die saugende Verdünnungsluftpumpe sorgt dafür, daß sie auch da nicht bleibe, sondern
der beständig sich füllende Kessel auch beständig
wieder entleert werde. Soll dagegen in ein Rohr zum Zwecke des Fortschiebens verdichtete Luft eingeführt werden, so wird dasselbe in
gleicher Weise— mittelbar oder unmittelbar— mit dem Kessel in Verbindung gebracht, welcher
die verdichtete Luft enthält; diese strömt nun in das Rohr, und die Druckluftpumpe hat dafür zu sorgen, daß dem Kessel wieder Ersatz ge— leistet werde. Dies kann aber aus bestimmten Rücksichten nicht dadurch geschehen, daß die in der Pumpe zusammengepreßte Luft sofort in
den Kessel geleitet werde. Indem nämlich die⸗
selbe aus dem freien Luftraume in die Pumpe
auch eine Menge Wasserdampf mit sichg
außer Thätigkeit.
tritt, führt sie, wie alle atmosphärische Luft, der sich in der unterirdischen Leitung zu Wasser niederschlagen und den Verkehr vielfach behin— dern würde. Dieser wird in der zusammen— gepreßten Luft nur noch flüchtiger, weil durch die Pressung der Luft ein solcher Hitzegrad entsteht, daß man das Leitungsrohr mit bloßer Hand kaum anfassen kann. Deßhalb wird diese Luft erst durch eine Abkuͤhlungs vorrichtung hin— durchgeführt, welche so eingerichtet ist, daß sich der Wasserdampf niederschlägt, ehe er mit der Luft in den Kessel tritt. Dadurch ist bewirkt, daß die gesammte Rohrleitung und die darin wandernden Büchsen höchst trocken bleiben. Um den Betrieb bei Instandsetzung der Vorrichtung niemals einstellen zu müssen, sind in allen vier Maschinenstellen der Rohrpost sämmtliche Vor— richtungen, als Dampfkessel, Dampfmaschinen, Luftpumpen und Sammlungskessel doppelt auf— gestellt; die eine Hälfte derselben ist aber immer Von all diesen hauptsäch⸗ lichen und treibenden Vorrichtungen ist natür— lich in der Arbeitsstube des Rohrpostamtes nichts zu sehen; alle Verbindungen werden durch unterirdische Rohre vermittelt. In die Arbeitsstube mündet eigentlich nur je ein Ende der beiden Rohre, deren eines die Büͤchsen hieher bringt, während das andere sie zur Weiterbeförderung aufnimmt. Beide kommen neben einander wie die Hörner eines zierlichen Schlittens gekrümmt und zurückgebogen aus der Erde. An ihrem Ende, welches etwa tisch— hoch über dem Boden steht, ist eine Art Sam⸗ melkästchen für die ankommenden Büchsen au— gebracht, während sich vor demselben ein Rohr- verschluß findet, nach dessen Oeffnung man Büchsen so einlegen kann, daß sie im Bogen hinab in das unterirdische Rohr gleiten. Das wäre eigentlich das Wesentlichste an dieser Vorrichtung— man wird es aber in Wirk⸗ lichkeit nicht sofort herausfinden, weil nament— lich die vielerlei Hahnvorrichtungen, welche dabei noch angebracht sind, die Vorrichtung viel verwortener erscheinen lassen. Diese Scheibeuhähne dienen dazu, die Oeffnungen der einzelnen Rohre beliebig zu oͤffnen und zu schließen und sie mit den verschiedenen Zuleit⸗ ungsrohren von verdünnter und verdichteter Luft je nach Bedarf in Verbindung zu setzen. Einige aber haben den ganz besonderen Zweck, der ankommenden Sendung einen sanfteren
Empfang zu bereiten, als geschehen müßte,
wenn man sie unter der Wucht der nachschie— benden Luft und der bereits erlangten Beweg— ung in die sogenannte Empfangskammer, d. i. das oben erwähnte Kästchen, prallen ließe. Durch eine besondere Hahnvorrichtung wird hinter den ankommenden Büchsen die Luftsäule abgespannt, so daß sie den Weg aufwärts in die Empfangskammer lediglich durch die einmal
erlangte Bewegung getrieben werden und sanft hineinfallen. Ja es ist in besonderer Vorsicht noch ein zweites Nohr entgegengesetzt in die Kammer eingeleitet, das bei geöffnetem Hahne dem ersten Zuge, wenn er ungehemmt ankom— men sollte, einen Gegenstrom entgegensenden würde. Von diesem Pufferhahn braucht jedoch fast gar nicht Gebrauch gemacht zu werden. Die Büchsen sind aus getriebenem Blech, mit
34 47, S. 6547 Nr. 25, S. 7078 Nr. 11, S. 7162 Nr. 3, S. 7788 Nr. 20, S. 7074 Nr. 23 1 60 Fr. Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern * 47 Fr. Zahlbar 1. Juli.
Handel und Verkehr.
Gießen, 25. Jan. Das helle und trockene Wetter hatte unseren Markt am 23. und 24. d. M. zu einem statk besuchten gemacht. Aufgetrieben waren 862 Stück Rindvieh und 147 Schweine. Am etrsien Tage war der Handel so lebhaft, daß schon am Vormittag der Markt
9 5 9 Ausnahme des runden N eee* einem zu Ende ging; am zweiten Tag war mehr fettes Vieh Lederfutteral überzogen, 6,5 Cm. weit, 15 Cm. aufgetrieben, das bel ziemlich gleichen Preisen wie am
lang, gleich einer kleinen Weinflasche ohne vorigen Markte abgesetzt wurde. Schweine im Preise ge⸗ Hals. In einer jeden haben an 20 Briefe wehr 3 60 8 25 5 21: 9 b. J N 9 7 ran K N 2
oder Karten etwas zusammengerollt Raum. N. Al., M. 2 M., Nene en e e
n J Nr. 2 M. 37., Ni. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Fast niemals wird eine Büchse allein gesendet, Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27.,
sondern es laufen deren stets mehrere, bis 150. II.(Berliner Marke) N. 22. Weuen N. 25.25. hintereinander in einem sogenannten„Zuge“. Fern N. 18½—19½., Gerste M. 18—20. Hafer 8 5(M. 15½—18. Kohlsamen M.—., Erbsen M. 21—24.,
K N55 se 1 5 58 8 8— Als letzte Buͤchse eines solchen Zuges muß stets Wien N. 19. vinsen M. 21—30., Rübzl M. 83. eine Schlußbüchse folgen, das heißt eine solche, Die Preise versteben sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ welche, mit einer Ledermanschette versehen, luft-(gewicht= 100 Kilo.
dicht an die Rohrwandung anzuschließen ver⸗ 1 1 26. Jan. bogele de dach Ouslisd 3 8 8— mat war gut befahren. Heu koftcte je na Uglität pe mag. Versäumt der Bedienstete die Einlage Gentner. M. 4.50—6.50 n M. 4—5 50.
dieser Schlußbüchse, so schwimmen die übrigen] suner 1. Qual. im Großhandel das Pfund M. 1.10. im Rohre einher, wie das Steinchen im Blase- bis 1.20., 2. Qual. M. 1—1.10., im Kleinhandel 1. Qual.
Der beutige Heu⸗ und Stroh⸗
rohre und müssen durch Nachsendung geschoben N. 1.30., 2. Qual. M. 1.120. Eier das Hundert 1 5 W gewöhnliche M. 5.—., italienische M. 8.—. Kartoffeln werden. Alle 15 Minuten geht von jedem per 200 Zollpfund M. 5.50—6
Postamte ein Zug ab und wird am nächstenß Minz, durch ein telegraphisches Signal angekündigt.] Mäc; 22.65. Durchschnittlich durcheilt er 1000 Meter in 2 n der Minute, so daß er einschließlich des Auf—.* Uiuvd 1 r 18. enthalts in den Aemtern in etwa 20 Minuten[Käse pr. Stück 9—12 Pf. Hübner pr. Stück 90 Pf. bis jeden der beiden Hauptkreise zurücklegt. Im] N. 1.30. Gänse pr. Stück M. 2 50—3. Zwiedeln pr. nächsten Postamte angekommen, fallen die] IId. 18—20 Pl. Weiekcaut br. Kopf 10 W. Büchsen klappernd in den Empfangskasten. p Jede trägt die Nummer desjenigen Amtes, an welchem ihr Inhalt zur Ausgabe kommen soll.
27. Jan. Producten⸗ Markt. Korn per März 17.10.
Waizen per Hafer per März
Geld- Cours.
Frankfurt am 27. Januar 1877.
Ein Bediensteter öffnet die Kammer, legt die Frankenstücke Mk. 16 20—24 Büchse mit der betreffenden Nummer heraus] Nuffche Dee** 5 und wirft die übrigen sammt den bereit gehal-] Holländische eas 65 6. tenen, die von hier aus abgehen sollen, in das Ducateeeen 7 9 60-65 zweite Rohr, dessen Einlageklappe ein zweiter] Ducaten al marto„ 9 64—69 Bediensteter gleichzeitig geöffnet hat. Nun Dollars in Gold„ 416—19
werden die Hähne gestellt und der Zug geht 7 weiter. Gegenüber der Beförderung durch den 5 A 1 83 u g 5 750 Telegraphendraht kommt dabei in Betracht, aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. daß auf diese Weise bis 300 Briefe, bezieh⸗ Geboren:
ungsweise Karten und Telegramme mit einem 20. Jan Nee mr Male befördert werden können, während die 24. Jan. ee—— Dr. med. Heinrich Aufgabe und Abnahme von eben so viel Tele— Wilhelm Weckerling ein Sohn.
grammen auch bei dem Vorhandensein vieler Gestorben:
Beamteg eine bedeutende Zeit in Anspruch 24. Jan. Taglöhner Johannes Kohler VI., 38 Jahre alt. nimmt. Bei einer Betriebszeit von täglich
13 Stunden konnten gegenwärtig in beiden Herr Johann Maria Farina
Rohrpostkreisen täglich mehr als 23,000 Sen— dungen befördert werden. Die großartige Ein— richtung verdankt ihre Einführung dem unter— nehmenden Geiste des deutschen Generalpost— meisters Dr. Stephan; die Anlagen wurden in
gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln
hat uns den Debit des
allein ächten Cölnischen Wassers
übertragen und empfehlen wir dasselbe
acht Monaten mit einem Aufwande von 8 ee F 8 1½¼ Million Mark hergestellt. Dutzend 2 1 Die Exped. d. Anz. Verloosung.— 5 Stadt! Mailand 45 Fr.⸗Loose von 1861. K.*
Mailand, 2. Januar. Gezogene Serien; Nr. 292 422 Dr. Kirchhoffer, 486 571 739 957 985 1110 1258 1371 1696 1889 Arzt in Straßburg Elsaß, befaßt sich speeiell mit der 1913 1975 2157 2215 2355 2418 2486 2589 2607 Behandlung von Pollut., nächtlichen Bettnässen und 2696 2700 2715 2860 2877 2907 2974 3069 3075 Impot. 194 3284 3527 3576 3666 3702 3765 3887 3891 4036—— 1046 4239 4307 4320 4330 4392 5140 5158 5190 5206 5294 5325 5467 5527 5549 5672 5846 5858 0 6276 63148 6392 6397 6403 6525 6547 6554 6717 85 32 7078 7102 7185 7102 7788 7974. Gewinne: S. 627688 28 M. 6 70.000 Fr. S. 957 Nr. 38, S. 7788 Nr. 20 8.* A 1000 Fr. S. 5294 Nr. 32, S. 5846 Nr. 1, S. 6554 Nr. 14— 10 à 500 Fr. S. 1696 Nr. 28, S. 2700 Nr. 34, S. 64138 E 28 Nr. 58, S. 7078 Nr. 37 à 300 Fr. S. 985 Nr. 23, S 0 8 5 S. 2486 Nr. 19. S. 2607 Nr. 16 31, S. 2700 Ni. 8 S8* 28 S. 5158 Nr. 44, S. 5527 Nr. 1, S. 5549 Nr. 10 PCs 25 à 160 Fr. S. 1975 Nr. 20, S. 2255 Nr. 29, S. 2480 S 27 Ne 2 5 2 30 2 468 9 S. 5 1 *„ e e. 41 Die soeben erschienene Nr. 17 enthalt: Nr. 27, S. 6413 Nr. 41, S. 6525 Nr. 44, S. 7192 Die Stufenfahre eines Glücklichen. Noman von Ni. 29 1 100 Fr. S. 202 Nr. 48, S. 739 N.. 20, Louise von Frangols.(Fortsezung)— Cyprische Reise⸗ 8. 957 Nr. 15, S. 985 Nr. 41, S. 1110 Nr. 10, früchte von Franz v. Loher. I. An der Gegenküste.—
Der Islam und seine Voͤlker. Bergeinsamkeit. Dtelitz.
5 Von M. Lüttke. I. Eine Skizzenbuch⸗ Erinnerung von Karl Mit zwei Originalzeichnungen von K. Diellz:
5. 1889 Nr. 33, S. 1913 Nr. 37, S. 1975 Ni. 1 15 30, S. 2589 Ne. 6, S. 2607 Nr. 48, S. 2710 Nr. 3
19, S. 1877 Nr. 10, S. 3069 Nr. 31, S. 3075 Nr. 2,
8. 3284 Nr. 60, S. 3527 Ni. 38, S. 3705 Nr. 31, Oemsen in Sicht und Blick auf die Jugsplbe durch das S. 3891 Nr. 2, S. 4330 Nr. 4 24, S. 5140 Nr. 3 Rainthal. Am Familientische: Bei Laternenschein. 8. 5158 Nr. 6, S. 5100 Ne. 57, S. 5200 Nr. J, Mit dem Bilde von Herterich: Interessante Lektäre.
, 5294 Nr. 39, S. 5846 Nr. 12, S. 6276 Nr. 40, Zu Bestellungen empfiehlt sich
S. 6397 Nr. 40, S. 6413 Nr. 1, S. 6525 Nr. 281 Carl Bindernagel in Friedberg.


