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Donnerstag den 1. Februar. MN 13.
berhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
der Verlags-Expediti
Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei
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on mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abounirt werden.
Belteffend: Das Gesetz über den Unterstützungswohnsitz vom 6. Juni 1870.
Amtlicher Theil. Friedberg am 29. Januar 1877.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Es stehen noch Viele mit Erstattung der
Vorlage erinnern.
durch unsere Verfügung vom 10. dieses Monats geforderten Berichte zurück, weshalb wir die sofortge J. B. d. K.: Klietsch, Kreis- Assessor.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Konrad Klös und Jakob Hildeb
rand von Hausen wurden als Wiesenvorstände bestellt und verpflichtet.
Friedrich Jörg Maurer von Klein Karben wurde als Nachtwächter daselbst ernannt und verpflichtet.
Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 6 enthält die Instruction für den mit der amtlichen Prüfung und Revision der Dampfkessel beaustragten Prüfungstechniker. Darmstadt. Bei der zweiten Kammer ist der Antrag eingebracht worden, die Regierung zu
ersuchen, dieselbe wolle auf Vereinigung der nach
Einführung der neuen Reichs-Justiz-Gesetze noch als praktisch sich erweisenden, bisher an die Ge- richtsbehörden erlassenen reglementären Verfügungen (General- Aue schreiben, Gemein ⸗Bescheide ic.) zu einer einzigen, sostematisch geordneten Sammlung,
und zwar so zeitig Bedacht nehmen, daß diese
Sammlung mindestens gleichzeitig mit der Ein- führung der Justiz-Gesetze in die Hände der Ge: richts-Behörden gelangt. 5 — 30. Jan. Die zweite Kammer der Land- stände bielt beute nach längerer Pause ihr 39. Sitz- ung. Nach Verlesung der neuen Eingaben wird die Wahl Keller's an Stelle des ausgeschiedenen Dr. Stüber für gültig erklärt. Auf der Tages- ordnung standen sodann die Recommunicationen der ersten Kammer bezüglich des Antrags, die Durchführung des Art. VII der Reichsver—
sassung, das Eisenbahnwesen betr., und den Ein-
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lösungstermin der Hessischen Partlalschuldscheine über 50 Gulden betr. Der Ausschuß beantragte bei Beiden Beharten auf dem früheren Beschluß und Erlaß einer einseitigen Adresse und fand der Ausschußantrag Annahme. Nach der Recommuni⸗ tation der ersten Kammer bezüglich der Gesinde— ordnung, waren noch verschiedene Differenzen zwischen beiden Kammern vorhanden. Die vom Ausschuß beantragten Aenderungen wurden ein— stimmig angenommen. Es folgt sodann die Berathung über den Antrag, Abschaffung der s.g weinkäuflichen Copulation in ihren civiltechtlichen Wirkungen betr., und die Eheverlöbnisse in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen betr. Der Gesetz— entwurf wurde nach der Regierungsvorlage mit einigen unwisentlichen Modisicationen angenommen.
Koßhlscheld, 22. Januar. In Folge von Arbeiter-Entlassungen auf den Gruben der Ver— einigungs⸗Gesellschast baben am Sonnabend ver- schledene Excesse staltgefunden, zu deren Unter— drückung Militär aus Jülich requirirt wurde.
Straßburg. der elsaß- lothringische Landes- Ausschuß auf den 5, Febtuar einberufen werden.
Ausland.
Hesterreich⸗Ungarn. ( Abgeordnetenhaus.) Ver Budget Ausschuß lehnte nach langerer Debatte, namen tiich aus finanziellen
Gutem Vernehmen nach wird
Wien, 29. Jan.
Rücksichten, mit 15 gegen 11 Stimmen den An- pfunden und vermehrt nicht unbeträchtlich das trag des Referenten auf Bewilligung eines Credits herrschende Elend.
von 600,000 fl. für die Bethbeiligung an der Serbien. Belgrad. Nach der„Indep.“ Pariser Welt- Ausstellung ab. Der Referent hatte der Zar dem Fürsten Milan gerathen, den Gomperz legte in Folge dieses Beschlusses sein Frieden anzunehmen, von welcher Seite er auch Referat zurück und meldete einen Minoritäts- An- komme. Der„Agence Havas“ zufolge hätte der Fürst denn auch in Beantwortung der an ihn ge⸗
trag auf Bewilligung genannter Summe an. Frankreich. Paris. Der Ausschuß des richteten Depesche des Großvezirs seinem Wunsche
Abgeordnetenhauses, welchem der Louis Blanc'sche Ausdruck gegeben, Verhandlungen zur Herbei⸗ Ab trag auf Abschaffung der Todes Strafe über- führung eines Einverständnisses über den Friedens- wiesen worden war, hat, ohne auf eine theoretische schluß eingeleittt zu sehen. Die Friedens Ver⸗ Prüfung der Frage einzugehen, den Antrag aus handlungen selbst haben gestern bereits auf neutralem Opportunitäts-Gründen verworsen. Boden, und zwar in Wien begonnen. Unterhändler Lon. Wie man dem„Moniteur“ von hier sind der türkische Botschafter Aleko und der serbische schreibt, hat der Gemeinderath 200,000 Fr. für Consul Zukitsch. Die Grundlage der Verhandlungen die Arbeiter bewilligt, welche unter der„Krisis“ bildet der Stand der Dinge vor dem Kriege,. leiden. Von einer solchen Krisis, die nach diesem Fürst Milan erklärte, er wünsche lebhaft den Frieden, Beschluß doch sehr empfindlich sein muß, hatte Rufiland. Petersburg. Der„Golos“ man bis jetzt noch gar nichts gehört. Nur ganz bespricht die Acußerung des Belgrader Blattes unbestimmt verlautete und zwar nicht in der Presse,„Istol“, welches behauptete, die Serben erwarteten sondern in Pariser Handelskreisen, daß die Aus- nur das Signal Rußlands, um den Krieg wieder fuhr von Seidenstoffen in letzter Zeit bedeutend aufzunehmen. Der„Golos“ nennt diese Aeußerung zurückgegangen sei. ein Mißverständniß und sagt, Rußland ermunterte Großbritannien. London. Wegen der die Serben niemals, den Krieg anzufangen, son⸗ Zunahme der Rinderpest in Deutschland ist auch dern suchte sie im Gegentheil davon abzudalten.
die Einfuhr von Schmalz, Häuten, Heu, Hörnern, Serbien dürse die Verantwortlichkeit nicht auf Hufen, Dünger und frischem Fleisch aus Belgien Andere wälzen. Es sei mehr als wahrscheinlich, verboten worden. daß Rußland auch in der jetzigen Phase der
Italien. Rom. Im nächsten Consistorium orientalischen Frage die Interessen Serbiens nicht werden zu Cardinälen ernannt die Erzbischöfe außer Acht lassen werde, daraus folge aber nicht, Eder von Salzburg, Kutschker von Wien, Langenleux daß diese Interessen Rußland hauptsächlich bei den von Reims, Bischof Pie von Poitiers, und einige Maßnahmen leiten sollen, welche wegen des Miß
erfolges der Conferenz nothwendig erscheinen würden.
italienische Bischöfe.
Türkei. Constantinopel. Gerüchtweise— Nach einer Sensations- Nachricht des verlautet, die Pforte wolle demnächst mit der„N. J. Tagbl.“ die aber vorderhand mit gebübrender Ernennung christlicher Gouverneure vorgehen. Vorsicht aufzunehmen ist, wäre ein Thron Wechsel — In der türkischen Hauptstadt nimmt die in Rußland als eine nahe Möglichkeit bezeichnet. Geld- Calamität immer größere Verhältnisse an, Die Kriegs-Partei habe— so versichert man— den der Werth dee Kupfers, Silbers und der Kaimes Thronfolger vollständig gewonnen; der Zarewitsch fallt dem Golde gegenüber von Tag zu Tag, und soll in Folge dessen seinem Vater, der mehr als dem entsprechend steigen die Preise der Lebens- je kriegsscheu ist, die Ueberzeugung beigebracht Mittel in erschreckender Weise, so daß z. B. eine haben, daß er, im Interesse sowohl der Dpnastie, Oka Zucker, deren Preis im November v. J. als auch des Reiches, sich in's Privatleben zurück- noch 0 Piaster betrug, beute 14 Piaster kostet. ziehen solle. Alexander II., welcher schon vor Vorige Woche stieg der Preis fur 1 Oka gewöhn- einigen Monaten daran dachte, die Krone nieder- lichen(schwarzgrauen) Brodes am Samstag Millag zulegen, soll nunmehr wirklich entschlossen sein, plötzlich von 2 auf 3 Piaster 10 Para. Im dieses Vorhaben auszuführen.
Augenblicke waren sämmtliche Brod Läden von Warschau. In der Diböcese Augustowo einer kämpfenden, schreienden, drohenden Menge wurde kürzlich der Pfarr- Administrator Lopinski besetzt, welche schließlich durch aufgebotene Zaptleh-fauf höheren Besehl verhaftet und nach kurzer Wachen in Ordnung gehalten werden mußte, und Untersuchung nach Olenetz in die Verbannung eine Stunde später war olles Brod ausverkauft. abgeführt, weil er beim Absingen der Mutter- Gerade die Preis- Steigerung des Brodes, welches Gottes Litanel in der Kirche dreimal die Bitte bier das Haupt- Nahrungsmittel der niederen angestimmt und mit der Gemeinde gesungen batte: Volks- Schichten ausmacht, wird aufs bitterste em-„Heilige Mutter Gottes, Königin von Polen, bitte


