Pest, 27. Jan. Im Abgeordnetenhause bat der Deputirte Helsy eine Interpellation über die Bankfrage eingebracht und zugleich die Anfrage an das Ministerium gerichtet, ob dasselbe„wenn es sich zur Durchführung der selbstständigen Nationalbank nicht fähig fühle, durch seinen Rück tritt ermöglichen wolle, daß sowohl die Bankfrage als auch die übrigen noch schwebenden hochwich⸗ tigen wirthschaftlichen Aufgaben den Landes-In: teressen entsprechend gelöst würden.
Frankreich. Paris. Das„Journal officiel“ publicirt ein Ein- und Durchfuhr-Verbot für alle Arten Horn, Ziegen und Schaf- Vieh aus Deutschland, England, Oesterreich, Rußland, den Donaufürstenthümern und der Türkei. Für alles aus anderen Ländern kommendes Vieh wird die strengste Prüfung des Gesundheits-Zustandes angeordnet.
Versailles, 25. Jan. In der Deputirten- Kammer erhielten bei der Wahl zur Budget-Com- mission die Gambettisten, durch die Rechte und die Bonapartisten unterstützt, die Majorität gegen- über der gemäßigten Linken und dem Centrum. Die Wahl Gambetta's zum Vorsitzenden der Budget- Commission gilt als sicher.
— 26. Jan. Gambetta ist zum Vorsitzenden der Budget-⸗Commission gewählt worden. Das Ministerium hat von der Deputirtenkammer einen
Rußlands den Pariser Vertrag durch die Ab- lehnung der Conferenz-Vorschläge nicht als gefährdet betrachtet. Hierauf möge die Pforte bei den Verhandlungen mit ihren Vasallen-Staaten fußen.
— 26. Jan. Die„Pol. Corr.“ meldet; Zwischen der Pforte und Montenegro sind bereits Friedens Verhandlungen im Gange; die Pforte ist zu einigen territorialen Concessionen an Mon- tenegro bereit. Die drei aufständischen Provinzen sollen als militärische General- Gouvernements reorganisirt werden und neben den General-Gou- verneuren christliche Civil-Administratoren erhalten. Außerdem sollen die Polizei-Corps(Zaptiehe) nach dem Muster der österreichischen Gendarmerie
das Babnprovisorium ist soweit vorgeschritten, daß es schon morgen möglich sein wird, Züge mittelst Umsteigens verkehren zu lassen. Durch die elwa noch zu besorgenden Abstürze im Gebirge dürfte die Bahntrace nicht gefährdet sein.
Die Rohrpost. (Aus:„Der Bildungs-Verein.“) (Schluß.) Wie alles das herzustellen sei, das ist wohl keine schwer zu beantwortende Frage; anders aber klingt die Frage: wer will diese drei Meilen lange Rohre, oder auch nur je ein Viertel derselben vollblasen und aussaugen? Es liegt nahe, daß man dabei zunächst an
keine Uebereinstimmung.
irgend eine Art Lunge denkt, obwohl wieder geborenen Christen zusammengesetzt werden. Jedermann weiß, daß ein Organismus wie
Griechenland. Athen, 27. Jan. Der unsere Lunge noch ganz anderes zu leisten hat, Herzog und die Herzogin von Edinburg sind hier als Luft zu sammeln und auszuströmen. Die angekommen und wurden vom Könige empfangen. Lunge der Rohrpost wird also jedenfalls viel Marquis Salisbury reiste heute, nach einer Be- einfacher sein können. Am einfachsten läßt sich sprechung mit dem Herzog von Edinburg, via das Anfüllen der Rohre mit verdichteter Luft Bri disi ab. In der Kammer wurde die Budget- denken. Man brauchte nur in irgend einem Debatte sortgesetzt, zwischen der Regierung und Behältnisse sehr verdichtete Luft zu haben und den Oppositions-Parteien herrscht nach wie vor das Rohr mit diesem Behältnisse in Verbindung zu bringen, dann wird die dichtere Luft ihrer
Rußland. Petersburg. Man schreibt natürlichen Neigung, sich auszudehnen, folgend, der„Pol. Corr.“ von hier: Rußland wird zu- ohne jeden anderen Druck und ohne jede wei— vörderst constatiren, wie weit die Einigkeit des tere Vorrichtung in das Rohr stroͤmen und den
militärisch organisirt und zur Hälste aus ein-
Credit gefordert zur Unterstützung der von Hungers— noth bedrobten Bevölkerung in Französisch-Indien,
Großbritannien. London. Eine Ver- einigung der Liberalen überreichte Gladstone eine Adresse; derselbe betonte beim Empfange derselben, der Pariser Vertrag von 1856 sei durch die Pforte verletzt worden, und daher alle Verpflicht⸗ ungen aus demselben für England aufgehoben. Gladstone sprach sich ferner sehr abfällig über die von der Pforte promulgirte Verfassung aus und bemerkte, England solle seine Anstrengungen zur Befreiung der Christen in der Türkei fortsetzen und die ihm auferlegte Pflicht erfüllen. Diese Rede fand allgemeinen Beifall.
Liverpool, 26. Januar. Bei Gelegenheit eines gestern stattgefundenen Bankets hielt der Kanzler der Schatzkammer, Northeote, eine Rede, in welcher er bestritt, daß die Conserenz ein Mißerfolg gewesen. Dieselbe habe, obwohl sie nicht gänzlich ersolgreich gewesen, den internationalen Argwohn und Eifersucht beschwichtigt, wodurch die Aussicht auf Frieden jetzt eine bessere als vor der Conferenz sei; doch sei der Frieden nur dann aufrecht zu erhalten, wenn Anreizungen zum Kriege streng gemieden werden.
Belgien. Brüssel. Eine königliche Ver- ordnung verbietet die Einfuhr und Durchfuhr des aus Deutschland kommenden Viehes.
Holland. Amsterdam. Der„Staals- Courant“ verkündigt den Rücktritt des Prinzen von Oranien von dem Posten eines General- Inspectors der Cavalerie. Ein Oberst ist an seiner Statt ernannt.
Spanien. St. Sebastian, 27. Januar. Gestern hat eine Volksmenge die an dem Con- sistorial⸗ Gebäude angeschlagenen Recrutirungs- Aten zerrissen. Mehrere Pfarrer sind Gefangene.
Türkei. Konstantinopel 25. Jan. Nach einem Telegramm der„K. Z.“ hat der Sultan „wegen Krankheit“ keinem der abrtisenden Botschafter die erbetene Abschieds Audienz ertheilt; nur Elliot ist empfangen worden. Salisbury hat vor seiner Abreise ein Schreiben an Miohat gerichtet, worin er diesen für den Mißerfolg der Conserenz ver- antwortlich macht, worauf der Vezier würdevoll antwortete, sein Gewissen sei rein. Ignatieff reist beute, Elliot ist bereits via Brindisi abgereist;
europäischen Concertes gehe. Die neue ace enangten Dienst leisten. Nicht viel anders mache directe Verhandlungen unter den Cabinetten faber verhält es sich mit dem Aussaugen. Wenn
zur ersten Aufgabe; Rußland sei fest entschlossen,
man an einem Gummiball ein Beinröhrchen
die Beschlüsse der geeinigten Mächte durchzuführen, ansetzt, hat man bekanntlich die einfachste
müsse aber auch außer Zweifel stellen, ob Rußland als Europa oder nur als Rußland aufzutreten habe.
Amerika. Wasbington, 24. Jan. Der
Senat nahm mit 47 gegen 17 Stimmen die der Wahlfrage zu bilden. — 26. Januar. Bei der Abstimmung des Senates über die Comitebill, welche die Präsidenten- Wahl- Frage betrifft, und 23 Demokraten für und 16 Demokraten und 1 Republikaner gegen die Annahme. Die Reprä⸗ sentantenkammer wirb die Bill voraussichtlich am Freitag annehmen.
— 26. Januar. Nach einem Telegramm des Reuter'schen Bureau bat nun auch das Repräsen- tantenhaus, und zwar mit 191 gegen 86 Stimmen, die Bill genehmigt, wonach ein aus 5 Senatoren, 5 Mitgliedern des Repräsentantenhauses und 5 Mitgliedern des obersten Gerichtshofes bestehen des Tribunal die streitigen Punkte bezüglich der Wahl des Bundes Präsidenten entschelden soll. Dieser Beschluß ist im ganzen Lande mit großer Befriedigung aufgenommen worden.
Aus Stadt und Land.
Darmstadt, 22. Jan. Vorgestern wurden von dem hiesigen Bezirks- Strafgericht acht Polyiechniker wegen Zweikampfs zu je drei Monaten, einer(G. Berna von Frankjurt, dem wie gemeldet, der Rest feiner früheren Festungsstrase erlassen worden) in eine Zusatz⸗Strase von vier Wochen, einer zu zwei Monaten und bie beiden Kartell träger zu vier Wochen Festungshaft, sowie alle solidarisch
in die Kosten verurtheilt.
Allerlei.
Frankfurt. Am letzten Donnerstag Abend hat die Polizei eine sehr bedeutende Diebsbande ausgehoben, welche sich in dem Stein'schen Weingarten auf dem Röderberge in einem Gartenhäuschen angesiedelt hatte und gerade im Begriffe war, mit Sack und Pack nach Mainz über⸗ zusiedein.
Elm, 25. Jan. Heute hat hier ein Eisenbahn Unglück stattgefunden. Ein Zug ist durch Anstoß einer Maschine entgleist, die Zugmaschine ist über die Böschung gestürzt und hat den Packwagen mitgezogen. Glücklicher Weise löste sich die Verkuppelung zwischen letzterem und den Personen-Wagen, so daß die Personen-Wagen mit ihren
Werther, Zichy und Calice reisen Sonnabend via Insassen unbeschädigt blieben. Ein Maschinen⸗Führer hat
Triest ab.
laut des amtlichen Telegrammes, welches der Großvezier Midhat Pascha am 24. Januar an die Fürsten von Serbien und Montenegro gerichtet hat, um dieselben zur directen Verständigung über den Frieden mit der Türkei einzuladen.
72 27. Januar. Der englische Botschafter Elliot machte dem Großvezier Midhat Pascha die Mittheilung, daß England entgegen der Auffassung
ein Bein gebrochen, ein Anderer ist leicht und ein Heizer
Cilli, 22. Jan. Nach authentischen Meldungen finden im Gebirge oberbalb des Sannthales bei Stein— brück noch immer Rutschungen der Erdmassen statt, so daß die Gefahr weiterer Abstürze zu besorgen ist; factisch aingeweten sind sosche im Bereich der Sanne nicht. Hier ist das Rulschungsterrain vorläufig ganz unvetändert. [Das zur Hilfeleistung aufgebolene Militär, ebenso wie Bahunarbeitet und Privatbedlenstete entwickeln rastlose, energische, äußerst lobenswerthe Thätigkeit. Am Durch— stiche und Brückenbaue wird fleißig gearbeitet. Die Noth brücke für Fußgeher gelangt heute zur Vollendung. Auch
5 15 1 5 5 schwer verbrannt. — Die„Köln. Zig.“ veröffentlicht den Wort-
Spritze. Und wie füllt man eine solche Spritze? Man drückt den Gummiball zusammen und setzt die Röhrchenöffnung unter Wasser. Läßt nun der Druck der Finger nach, so daß der Bill an, ein gemischtes Comite zur Erledigung Ball
wieder seine frühere Form einnehmen
könnte, so bleibt der innere Raum wegen der Absperrung der einzigen Oeffnung durch das Wasser luftleer, oder vielmehr er enthält nur stimmten 24 Republikaner einen Rückstand sehr verdünnter Luft.
Da nun diese nicht den Widerstand leisten kann, wie die dichtere äußere Luft, so steigt von dem Gewichte der äußeren Luft gedrückt, das Wasser in den Ball auf und wir sagen, der Ball hat das Wasser aufgesaugt. Hierzu genügte also einfach die Herstellung eines luftleeren oder vielmehr eines Raumes mit verdünnter Luft. Daß dieser Raum, der das Wasser aus dem Gefäße einsaugte, in gleicher Weise, ja mit noch größerer Gewalt auch Luft einsaugen würde, ist selbstverständlich, wenn auch hierbei der Augenschein nicht so deutlich ist. Würde man also ein genügend großes Behältniß mit verdünnter Luft herstellen und damit die mit Luft gefuͤllten Rohre verbinden koͤnnen, so würde die Luft aus diesen Rohren in das Be— hältniß strömen und in jenen ebenso verdünnt werden. Dann würde die dichtere Luft auf der anderen Seite des Bolzens sich mit Erfolg ausdehnen und diesen vor sich hinschieben können; so also würde er angesaugt werden. Die Vorrichtung aber, mittels welcher man in einem abgeschlossenen Raume die Luft verdichten und verdünnen, oder theilweise auspumpen kann, hat die Mechanik bereits hergestellt, es ist die sogenannte Luftpumpe, die je nach be— sonderer Einrichtung für beide Zwecke dienen kann. Die Luftpumpe ist also die eigentliche treibende Maschine der Rohrpost, sie hat durch die sinnreiche Anwendung hierbei eine ganz besondere Bedeutung erlangt. Man hat also an vier Punkten des ganzen Rohrnetzes förm— liche Werkstätten zur Verdünnung und Ver- dichtung der Luft aufgestellt. Als Behälter dienen in jeder solchen Werkstatt je ein großer eiserner Kessel zur Aufnahme der verdichteten und je einer zur Herstellung eines luftverdünn— ten Raumes. Die Größe derselben ist ver— schieden zwischen 1,7 und 2 Meter Durchmesser und 4,5 bis 7 Meter Länge. Mit dem ersten der genannten Kessel steht eine Luftdruck-, mit dem anderen eine Luftverdünnungspumpe in Verbindung, beide von solcher Größe, daß an einen Betrieb durch menschliche Kraft nicht zu
denken ist. Sie sind daher beide wieder mit
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