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Oberhessischer Anzeiger.
1877. Dienstag den 27. November. 139.
Die Petitzeil. N:; E int jed wird mit 11 e Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, ee dee Samstag. Für den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags⸗Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnirt werden. Amtlicher Theil. a Betreffend: Die Ausführung des Reichsmünzgesetzes, hier die Einziehung der ½ Thalerstücke. Friedberg am 23. November 1877.
Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, Kirchen- und Stiftungs-Vorstände. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 2. dieses Monats benachrichtigen wir Sie zur Bedeutung der Rechner, daß nicht blos die Großherzogliche Hauptstaatskasse unmittelbar, sondern auch alle Großherzoglichen Rentämter und Districtseinnehmereien die dort erwähnten Anerkennt⸗
nisse einzulösen beauftragt sind. Dr. Braden.
Betreffend: Die Behandlung Verunglückter. Friedberg den 22. November 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Wir erinnern an Erledigung unseres Ausschreibens vom 19. August dieses Jahres binnen 8 Tagen. Dr. Braden.
Bekannt m ihn ng Betreffend: Die Anstellung von Militär⸗Anwärtern im Civildienst, hier das Verfahren zu deren Ermittelung.
Einer Mittbeilung der Großherzoglichen(25.) Division zufolge ist, wie aus den bei dem Großherzoglichen Landwehrbezirks Commando Darmstadt II. aus fast allen Kreisen des Großherzogtbums eingehenden Gesuchen geschlossen werden muß, vielfach die Ansicht verbreitet, daß bei dem neuen Verfahren zur Ermittelung von Militär- Anwärtern behufs Besetzung erledigter Stellen gedachtes Commando auch im Allgemeinen mit der Annahme, Prüfung und Weitergabe der Gesuche beauftragt sei. Wir machen deshalb darauf aufmerksam, daß dem Bezirks-Commando Darmstart I. nur insofern andere Functionen als den übrigen Bezirks- Commandos übertragen sind, als demselben die Veranlassung der Veröffentlichung der ihm don den Großherzoglichen Behörden zugehen den Anzeigen über vacante Stellen in dem deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staatsanzeiger obliegt. Die Bewerbungen selbst können an gedachtee Commando, wie an jedes andere Großherzoglich Hessische Bezirks⸗Commando aus dem zugehörigen Bereich erst dann eingereicht werden, nachdem die Vacanz einer Stelle in der Vacanzenliste bekannt gemacht worden ist. Zugleich bemerken wir, daß bei gedachten Stellen eingehende Anmeldungen solcher Personen, welche sich nicht im Besitz tines Civil⸗Versorgungs- oder Civil-Anstellungsscheines befinden, unberücksichtigt bleiben.
Friedberg am 22. November 1877. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.
Dr. Braden.
Deutsches Reich. München. Der Finanz- Minister von Berr entwickelt hatten, schlug Ferry Namens der Linken Darmstadt. Der Forstaccessist Stirn aus hat seine Entlassung gegeben und wurde Ministerial- folgende Tagesordnung vor: Die Kammer, in Hiedenkopf wurde zum Oberförster in Eichelsachsen Direktor v. Landgraff zu seinem Nachfolger ernannt. Erwägung, daß das Ministerium des 23. November ernannt. durch seine Zusammensetzung und Organisation — Die Gewerbe- Ordnung des Deutschen Ausland. die Negation der parlamentarischen Rechte ist, daß Reiches gestattet den einzelnen Regierungen, die Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Gegen- dasselbe die Krise, die seit dem 16. Mai so grau Crrichtung von Schankstellen für Branntwein und über Zeitungs-Meldungen von einer angeblichen sam auf den Geschäften laste, nur verschärsen Spiritus von dem Nachweis des Bedürfnisses ab- diplomatischen Kundgebung Oesterreich- Ungarns kann, erklärt, daß sie nicht in Beziehungen zu hängig zu machen. In Hessen hat man unter- zum Zweck der Desinirung seiner Interessen im demselben treten kann, und geht zur Tagesordnung lassen, eine solche Bessimmung zu treffen, und es Orient ist das„Fremdenblatt“ in der Lage zu über. Baragnon beantragt die einfache Tages- haben sich schädliche Folgen durch das Ueberhand- versichern, daß für Oesterreich-Ungarn in jüngster ordnung. Die einfache Tagesordnung wird ver⸗ nehmen der Branntwein Schänken gezeigt. Ein Zeit keine Veranlassung vorgelegen habe, seine worfen, die motivirte Tagesordnung Ferry mit Antrag des Abgeordneten Büchner ersucht die Interessen. Sphäre zu präeisiren, weil diese bereits 323 gegen 208 Stimmen angenommen.
Regierung um Vorlage eines Gesetzes im obigen bekannt sei und kein Anzeichen vorliege, daß man— Man liest in der„République frangaise“: Sinne. die früheren Forderungen Oesierreich. ungarns„Seit einigen Tagen besteht ein lebhafter Depeschen⸗ — Dem Vernehmen nach soll bei Einführung ignoriren welle. Austausch zwischen Rouher und Chislehurst.
ber neuen Justizorganisation in Hinsicht der frei— Pest, 24. Nov. Bei Berathung des Straf- Wir erfahren sogar, daß eine der letzten Depeschen willigen Gerichtsbarkeit eine sachlich eingreifende gesetzes lehnte das Abgeordnetenhaus die Todes- eine ziemlich sonderbare Anfrage enthielt? man Veränderung zunächst nicht eintreten; auch sollen strafe ab. wollte von Rouher wissen, ob er die Chiffre⸗ U. a, die Ortsgerichte erhalten bleiben. Dagegen Frankreich. Paris, 23. Nov. Das Schrift des Katserreichs noch aufbewahrt habe. kürften dieselben der Executive enthoben werden. neue Ministerium, welches als„Geschäfts. Cabinet“ Die Telegramme aus Chislehurst sind kurzweg Berlin, 22. Nov. In dem Proteß gegen bezeichnet wird, ist beute Vormittag in folgender„Napoleon“ unterzeichnet. Die Telegraphen⸗ 3. Diest⸗Daber wurde heute vom Kammergericht Zusammensetzung definitiv constituirt: General Direction erachtete dieser Tage, daß die Correspon⸗ das Erkenntniß erster Instanz bestätigt, welches Rochebouet Präsidium und Krieg, de Bannevilles denz einen bedenklichen Charakter annehme, und den Angeklagten wegen wiederholter Beleidigung Auswärtiges, Welche Inneres, Lepelletier Justiz, glaubte daher, ehe sie mit der Beförderung fort- des Fürsten Bismarck zu drei Monat Gefängniß Dutilleul Finanzen, Ozenne Handel, Graeff öffent- suhr, dem Minister darüber n zu sollen. verurtheilt. liche Arbeiten, Faye Unterricht, Roussin Marine. Fourtou zeigte sich über ihre Bedenken sehr er- — Der von der österreichisch-ungarischen Re— Der„Moniteur“ schreibt!: Das Programm staunt und beinahe erzürnt; er befahl, daß man gierung gemachte Vorschlag wegen Abschlusses eines des Ministeriums besteht in der absoluten Beiseite— fortan jede Ueberwachung dieser Correspondenz Heistbegünstigungs⸗ Vertrags ist von der deutschen setzung des unfruchtbaren polltischen Debattirens, unterlassen solle. f 5 Regierung als mit den wirthschaftlichen Interessen um sich einzig und allein den Geschäften zu widmen. Italien. Rom, 22. Nov. Die Regierung Deutschlands nicht vereinbar abgelehnt worden. Dasselbe legt dar, wie es ein Gebot der Noth- legte der Kammer Gesetzentwürfe vor, worunter Es wurde darauf die Verlängerung des Appretur- wendigkeit sei, daß die Kammern unverzüglich das sich ein Handels- Vertrag mit Frankreich befindet, Verfahrens bis Juli oder Ende 1878 von Oester⸗[ Budget berathen, um den beunruhigten und ge- ferner Entwürfe betreffs des Rückkaufs der römischen lech vorgeschlagen. fährdeten Interessen wieder Sicherheit zu geben, Südbahnen, des Eisenbahn- Betriebs, des Baues — 24. Nov. Sitzung des Abgeordnetenhauses. und hat Kammer und Senat aufgefordert, auf neuer Bahnen; ferner über eine sechsmonatliche Den dem Abg. Virchow ist ein Antrag auf Ab- diesem praktischen Gebiete die auflösenden politi- Verlängerung des gesetzlichen Umlaufs der Bank—
ihderung des§. 34 der Geschäfts Ordnung ein- schen Bestrebungen ruben zu lassen. noten, die Errichtung einer Marine- und Militär- segangen. Das Haus setzte die Berathung des— 24. Nov. Nachdem in der heutigen Depu. Akademie in Livorno, die Abänderung einiger
baltus-Etats fort. tirtenkammer die neuen Minister ihr Programm Bestimmungen des Preß- Gesetzes, die Erhöhung


