Ausgabe 
23.1.1877
 
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31 33-35 38 39 42 43 48 50 83401 3 5 11-13 1519 2124 N30 3234 36 37 41 43 48 50 8955153 59 61-61 70 76-79 81 82 86 87 91 92 94 96 98 99 104651 53 54 58 61 63 65 6971 79-75 78 80 82 84 86 90 95 98 700 124603 5 9 10 14 17 10 20 28 24 7 29 3133 36 4% 44 45 48 1311013 5 6 8-10 13 14 16 2123 2831 33 34 37 38 42 45 4750 136102 3 5 6 8 9 45 18 19 21 23 25 26 29 34 38 443 46 48 151351 52 5558 606 65 66 68 73 78 80 82 81-86 88 9092 97 98 198203 4 6 9 12 16 17 20 22 24 2628 30 32 33 37 39 41 44 48 2041024 7 13 15 17 1921 23 25 2730 33 35 36 41 44 46 206751 52 5456 59 6163 70 77 79 81 85 87 89 91 95

998 800 237753 55 5759 64 86 73 8486 88 93

95 98 99 2140753 54 56 58 60 61 65 67 72 77 78 80 81 83 85 8891 95-99 28155160 63-67 7173 75 78 79 83 85 87 90 93 97 99 297501 3 11 13 19 21 25 26 28 3035 38 41 43-45 48 50 302552 53 56 5860 62 63 66 68 70 7277 8) 82 83 86 89 90 94 96 31253 55 57 58 6164 65 67-69 71 73 7577 82 8589 92 96 98200 334303 57 913 1921 23 25 28 30-33 35 38 41 42 44 46 48 49 378301 2 6-11 16 18 21 22 25 27 29 35 36 40 42 44 4850 382991 2 6 7 9 15 18 20 23 2632 34 38 41 43 44 4650 387101 2 6 7 9 1518 20 23 2632 31 38 41 43 44 4650 387101 2 5 8 1214 1618 21 23 2829 3Jʃ 32 35 38 4446 48 50 393302 3 6 9 10 13 14 1619 21 23 2628 30 33 3639 44 45 48 50* M. 128.58.

Alle übrigen Nummern in den am 30. November 1876 Falle schlägt die Flamme durch die vorhandene die Metze Zwiebeln 8 Sgr. ic. 2.

gezogenen Serien erhalten den geringsten Gewinn von 2

Die Petroleumlampe und ihre Behandlung. (Schluß.)

Es ist serner auch die Dochtscheide am oberen Ende innen und außen zu reinigen, da sonst der Docht leicht gehemmt und dadurch die Schraube zum Versagen gebracht wird. Die Cylinder reinige man mittelst eines Cylinderputzers von Wolle oder mittelst eines reinen leinenen Läppchens. Ist Rauch oder sonstige Unreinlichkeit im Cylinder sest klebrannt, so tauche man den Cylinderputzer oder das Läppchen in angefeuchtete Asche oder in eine Sodalösung ein und reibe damit die betreffende Stelle. Solcher Art behandelte Cplinder sind mit Wasser nachzu- spülen und trocken auszuwischen. Kugeln und Tulpen reinige man mit Soda- oder Aschenlösung, spüle sie mit Wasser nach und lasse dieselben ab- trocknen; das Abwischen ist zu unterlassen. Man nehme die Reinigung der Petroleumlampen des

Morgens vor, damit etwaige Reparaturen und

Dochterneuerungen rechtzeitig vorgenommen werden können. Wird die Reinigung der Petroleumlampe erst kurz vor dem Gebrauch vorgenommen, so ge- schieht dieselbe meistens ia nicht gehbriger und zweckentsprechender Weise und etwa auszuführende Reparaturen werden vom Spengler nicht mit der nöthigen Ruhe und Umsicht ausgeführt. Dies ist die Ursache, daß die Lampen häufig schlecht brennen, was man demschlechten Petroleum, demschlechten Dochte oder derschlechten Con- struction der Lampe zuschreibt. Lampen, die tagtäglich regelmäßig gebrannt werden, brennen viel gleichmäßiger und entwickeln größere Licht- stärke, als unregelmäßig benützte Lampen. Bei Lampen, welche längere Zeit nicht benützt werden, ist es nothwendig, das Petroleum abzugießen, den Docht zu entfernen und die Vase und Brenner genau zu reinigen, um die Verharzung des Petro- leums zu verhüten. Es genügt jedoch nicht, das alte, verharzte Petroleum einfach abzugießen und durch frisches zu ersetzen, sondern es muß auch die Glasvase sorgfältig gereinigt und ein neuer Docht eingezogen werden. Aus demselben Grunde darf kein Petroleum gebraucht werden, das den Sommer über in kleineren Quantitäten aufbe wahrt wurde, auch sind derartige Gefäße, bevor sie mit Petroleum gefüllt werden, mittelst Asche und heißem Wasser zu reinigen 7) Bei dem Ankaufe von Glascylindern sehe man darauf, daß dieselben genau passen. Würde man z. B. einen 12% Glascylinder auf einen 10 Rundbrenner setzen, so würde die Flamme roth brennen und qualmen, well der Luftstrom fürn die Flamme zu stark ist. Bei den geschnürten(gekröpften) Rund- brennerchlindern muß die Kropfhöhe dem Brenner genau angepaßt sein und soll der innere Durch- messer an der Schnürstelle mit dem äußeren Durch- messer des Dochtes zur Erzielung elner guten und hellbrennenden Flamme in annähernd gleichem Verhällnisse stehen. Beim Ankauf der Cylinder

wähle man nur solche, die unten eine mögllchst gleichmäßige Wandstärke haben, da die Ausdehn⸗ ung des Glases dieser Cylinder beim Brennen der Lampe auch gleichmäßig stattfindet. Während des Brennens sind die Cylinder möglichst vor Zugluft zu schützen, da sonst die bestgekühlten Cylinder springen. Häufig liegt die Ursache der vielen Feuersbrünste und Unglücksfälle, welche durch den Gebrauch des Petroleums eatstehen, in dem Um- stande, daß die Luftzufuhr unterbrochen oder ge hemmt ist, indem die Durchbrüche des Brenners durch Dochtkruste, Staub und Wolle u. s. w. verstopft sind. Die Temperatur des Brenners und demnach auch des Petroleums wird durch die fehlende nötbige Luftströmung ganz erheblich ge- steigert, es findet in Folge dessen ein Zusammen schmelzen des Brenners statt, der nach unten längst weiter gebrannte und weiter gekohlte Docht rutscht mit den übrigen glühenden Rückständen in das Glaebasin, dessen Gase beim Zusammentritt mit frischer Luft und diesen glühenden Rückständen sofort txplodiren. Nicht selten wird eine Explo⸗ sion dadurch herbeigeführt, daß der Docht die Dochtscheide nicht vollständig ausfüllt. In diesem

Lücke in das Bassin und bringt die daselbst be- findlichen Dämpfe zur Explosion. Anlaß zu Explosionen gibt ferner der Umstand, daß eine Ergänzung des Petrolcums dei Nacht bei pressanten nächtlichen Arbeiten nothwendig ist. Die Lampe wird in diesem Falle ausgelöscht und beim Eingießen ein anderes Licht oder Lampe benützt. Beim Eingießen des Petroleums entweichen nan die im Bassia befindlichen leicht zündlichen Gase, entzünden sich an dem in zu großer Nähe befind- lichen Lichte und die Explosion ist fertig. Die meisten Unfälle werden jedoch durch Umwerfen der Petro- leumlampe bervorgerufen, wodurch leicht brennbare Stoffe wie Tischdecken, Kleidungsstücke u. s. w. in Brand gesetzt werden. Häufig treten aber auch Explosionen bei der reinlichsten, vorsichtigsten Be: handlungsweise der Petroltumlampen ein. In diesem Falle liegt die Ursache im Gebrauche von Petroleum, welches unvollständig gereinigt, oder absichtlich mit leichtflüchtigen Oelen verunreinigt ist. Zur Verhütung derartiger Unfälle sei die von Professor Dr. Zängerle in München ersundene Petroleumlampe empfohlen). Wir selbst haben viese Lampe einer eingehenden Prüfung unterstellt, deren Resultat ein so günstiges war, daß wir das Urtbeil, welches in dem vortrefflichen, populären SchriftchenFeuer und Licht von L. Jung, München 1875 hierüber gefällt ist, in vollem Maße bestätigen können.Um die vielen Feuers brünste zu verhindern, welche durch Umwerfen der Petroleumlampen entstehen, hat Professor Dr. Zängerle in München eine sehr zweckmäßige Petro- leumlampe construitt. Es wird bei dieser Lampe wesentlich an Petroleum gespart und ist die gleich mäßige Flamme sehr weiß. Jede Gefahr einer Exploston ist ausgeschlossen und bei etwaigem Um- wersen der Lampe wird die Flamme durch das nachfließende Wasser sofort ausgelöscht. Die Lampe faßt auch so viel Petroleum, daß das lästige Nachfüllen nur selten zu geschehen braucht. Diese Lampe kann allen Familien, insbesondere jenen mit Kindern auf das Beste empfohlen werden und list deren Verbreitung nur zu wünschen, damit die durch Petroleumlampen vorkommenden Feuersbrünste immer seltener werden oder ganz aufhören. Den Lesern, welche sich über die Construction und Behandlungsweise der Petroleumlampe näher unterrichten wollen, empfehlen wirdie Petro leumlampe und deren Behandlung von G. Fischer, Weimar 1876.

Landwirthschastliches und Gewerbliches.

Selbsteutzündung von Benzin. In Folge einer Explosion zu Puteaux in Frankteich, dei welcher man eine Selbstentzündung in Benzin getauchter Zeug stosse vermuthete, stellte Frankillon eine Untersuchung Über die Möglichkeit einer solchen an und fand, daß allerdings wollene Gewebe durch Eintauchen in Benzin die Eigen schaft erhielten, durch Reiben mit andern Körpern, z. B. der Hand, stark elekteisch zu werden. Es wäre möglich

daß unter gewissen begünsligenden Umslänben, 3. 8. recht trockener Luft, diese Erregung so stark würde, baß auf genäherte metallene Gegenstände größete, zur Ent⸗ ündung des Bezins fühtende Funken überspringen anlen(7); doch es gelang nicht, diese Möglichkeit durch das Expetiment nachzuweisen.

Zur Holzconservttrung. M. Paulet beschreibt die Veränderungen, welche mit Kuapfervitriol in ficitte Eisen⸗ dahnschwellen nach zehn⸗ bis zwölfjäbrigem Liegen erlitten. Die Schwellen sind gewöhnlich kupferfrei, da diesee Metall nach und nach durch die koblensäurebaltigen Wässer sort⸗ geführt wird; dagegen enthalten sie viel kohlensauren Kuk und ziemlich beträchtliche Menge Eisen in unlösliche Form. Die Veränderungen sind seht bedtutend an den Stellen, wo die Schienen aufgelegen baben; das Holz hat hier bis zu einer zumlich großen Tiese eine braune Farbe angenommen und ist ganz morsch geworden. Seine Dichte ist auf 0,38 gesunken. Es enthält Sucktoff und be⸗ deutende Mengen Eisen und Calcium, Carbonat und löst sich in Kalilauge auf.

Der landwirthschaftliche Andau von Gemüse⸗ arten und Handelsgewächsen. Die Preise, welche auf nicht wenigen städtischen Märkten, namentlich denen größerer Städte, für den Bedarf der Küche an den ver⸗ schiedenen Gemüsearten gezahlt werden müssen, sind tteil⸗ weise sehr hoch und es braucht deispülsweise nut erwähnt zu werden, daß auf den Märkten mehreren mütleren oder größeren Städte Norddcuischlands für eine Mandel Mobr⸗ rüben mittlerer Größe zu bezahlen sind2 Sgt., für eine Kooltüve mittlerer Größe 9 Pfg. die 1 Sgr., für Nun dietet abet die landwirtbschistliche Cultur mehrerer dieser Wurzelgewächse und Gemüsearten, also der Andau im Großen, keinerlei Schwierigkeiten, oder vielmeht er wird schon vieljach be⸗ trieben und es bleibt nut eigenthümlich, weßhalb nicht

och weit mehr, als es geschieyt, Laudwörthe in der Nähe

von Sädten in det genannten Beziehung sich mit dem Bedarf der Städte ebenso direkt in Rapport setzen, als es mit den Producten der Viebbaltung oder mit Getraide geschiebt. Es sind beispielsweise innerhald oder außerhalb det Cocuttenz-Cultuten in der Provinz Sachsen per Morgen erzielt worden 474 Ceniner Mohrrüden, 298 Centner Tohlrüben. Welche Rechnung sich nun aber auch schon dei Annahme der Hälfte dieser Erträge gegenüber den genannten Markipreisen ergibt, dedarf keiner weiteren Ausführung. Namentlich die Kleindesitzet in der Näze größeret Städte sollten in größerer Zahl, als es tdat⸗ sächlich an vielen Orten der Fall, ihr Augenmerk auf das richten, was auf dem genannten Wege zu erteichen ist.

Die Gefährlichkeit der Perlsucht(Franzosen⸗ krankheit) des Rindes, wurde neuerdings durch den Direktor det königl. Thierarzneischule in Berlin Gerlach constatirt. Gerlach machte Impfversuche mu der Tuderkelmasse, den traubensöemigen Gedilden, welche auf der Brust⸗ und Bauch⸗ haut der mit Perlsucht behafteten Thiere entsiehen und ge⸗ langte dabei zu dem Ergebnisse, daß sowobl durch Uebertrag⸗ ung dieses Stoffes in die Haut u. in das Fleisch wie durch die Fütterung solchet Tuberkelmasse Ansteckung und der Tod bei den Versuchstbieren bervorgetufen wird. Dem enisprechend sind auch, wie Prosessor Dr. Falke, dec diesem Gegenstande imRyeiischen Pionier einen Arukel widmet, bemerkt, diejenigen Menschen, welche mit dem Fleisch solcher Thiere mittelst wunder Hände zu ihun baden, oder die soschen Tuberkelstoff in den Verdauungskanal bringen, namentlich Fleischer, welche beim Ausschlachten solcher Tiere nach altem Brauche das Messer bie und da in den Mund nehmen, schon sehr gesährdet. Desgleichen ist die Milch von solchen perlsüchtigen Thieren sehr gefährlich für den Genuß Welches Unheil dieselde, namentlich in der Kinderwelt, anrichtet, davon dekommt man im Hindlick auf die Versuchresulate eine Ahnung, wenn man die Milch⸗ wirthschaften großer Städte betrachtet. Fast immer findet man bier perlsüchtige Küde, welche sich schon durch den aussälligsten Husten verdächtig machen.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 18. Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 11., Nr. 2 M. N., Nr. J M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., o. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen M. 25.., Korn M. 18½19½., Gerste M. 17½ 19½., Hafer M. 15½18. Koblsamen M.., Erosen M. 2124., Wicken M. 19., Linsen M. 2130., Rüböl M. 85. Die Preise versteben sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ gewicht= 100 Kilo.

Frankfurt, 20. Jan. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Ceniner. M. 3.506. Strob per Centner. M. 4.505. Butter 1. Oual, im Großhandel das Pfund M. 1.10., 2. Qual. M. 1., im Kleinbandel 1. Qual. M. 1.15 bis 1.20., 2. Qual. M. 1.0510. Cier das Hundert gewöbnliche alte M. 6.., ilalienische M. 8.. Kartoffeln per 200 Zollpfund M. 5.50.

Main,, 20. Jan. Producten-Markt. Waßzen per März 23.10. Korn per März 17.25. Haser per Mätz 17.15. Rub per Mal 38.70.

Geld Cours.

Frankfurt am 20. Januar 1877.

20 Frankenstücke

») Die Zaäͤngerle'schen Lampen sind im Preise von 8 Mark per Stück an durch das General Döpot derselben von F. Wocher in München, Thexrestenstraßse 4, zu beziehen.

Englische Soverei gans5 20 33-38 Russische Impertales 0 16 70.78 Holländische fl. 10 Stücke 8 16 65 G. Ducaten.. 0 60-65 [Ducaten al marco 9 6462 1

Dollars in Gold