Ausgabe 
22.9.1877
 
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zum Mittag, währendem der Feind, Laufgräben ziehend, allmählich von den Bergen herunterkam.

Gorni- Studen, 18. Sept.: Plewna wird von den Russen und Rumänen fortwährend bom⸗ bardirt; der Ort ist dermaßen cernirt, daß die Zufuhr von Lebensmitteln und Munition abge⸗ schnitten ist. Die Türken lassen das Bombardement wegen Mangels an Munition unerwiedert. Der Kampf, durch welchen die Russen den Nikolaiberg am Schipka- Passe wiedereinnabmen, dauerte 9 Stunden; die Türken ließen 2000 Todte zurück.

Aus Stadt und Land.

T Friedberg. Die seit drei Jahren dahier bestehenden Pferde- und Fohlenmärkte baben die bei ihrer Gründung gehegten Erwartungen vollständig erfüllt. Die in den Vorjahren statigehabten Mälukte haben sowohl auf Zufuhr als auf Absatz ein durchaus günstiges Resultat gehabt, da sowohl von auswärtigen Händlern als auch aus hiesiger Gegend viele und schöne Pferde zu Markt gebracht wurden, die, was die Hauptsache ist, zum größten Theile verkauft worden sind. Wir können bei der günstigen La ge Fried⸗ vergs und dem namhaften Pferdebedarf der Gegend daher den Fortbestand und die setige Zunahme des hiesigen Pferdemarktes als durchaus gesichert ansehen und wird den bis jetzt hier eingelaufenen Anmeldungen und Nach⸗ richten zufolge der diesjährige am 22. und 23. Oktober statifindende Herbstmarkt eine besondere Frequenz aufweisen.

Von Seiten des hiesigen Comils's sind bezüglich der Auf⸗

stellung und Unterbringung der Pferde sehr zweckentsprechende Veranstaltungen getroffen, die bei den früberen Märkten sich der allgemeinen Anerkennung der fremden Pferde⸗ händler erfreuten. Mit dem Markte ist eine Verloosung verbunden, bei welcher allein 26 auf dem Markte gekaufte Fohlen sowie viele andere schöne und nützliche Gegenstände als Gewinne gezogen werden und ist hierbei der Grundsatz maßgebend, daß nur ganz preiswürdige und reelle Waare zu Gewinnen angekauft wird. So dürfen wir denn sowohl den Verkäufern als den Käufern den Besuch des hiesigen Marktes mit aller Ueberzeugung empfehlen und dürfte die Thar⸗ sache, daß die Händler, welche denselben einmal besucht haben, sämmtlich und mit einer größeren Anzahl von Pferden wiederkehren, hinlänglich zu Gunsten des hiesigen Marktes sprechen.

Marienschloß, 19. Septbr. Heute erkrankten unter auffälligen Umständen eine größere Anzahl der hier statio⸗ nirten Soldaten. Dieselben wurden sofort in's Lazareth nach Gießen verbracht.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 19. Sept. Der heutige Heu- und Strob⸗ Markt war nur ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner M. 2.90 3.50. Strob per Ceniner M. 22.30. Hinsichilich der Ernte in der Welterau er⸗ halten wir folgenden Bericht: Heu und Grummet sehr aut, Korn gut Waizen 5 Ernte, Haser und Gerste 3/4 Ernie, Kartoffel volle Ernte, gibt aber faule. Hülsen⸗ früchte gut. Hafer, Gerste und Grummet litten unter schweren Hagelwettern. Obst: Aepfel gut, das Malter wurde zu M. 8. gestern, auf die Mühle geliefert, ver kauft; Zwetschen/ Ernte. Butter im Großhandel das

Pfund 1. Qual. M. 1.20., 2. Qual. M. 11.10.; im Kleinhandel 1. Qual. M. 1 40., 2. Qual. M. 1.2530. Eier das Hundert M. 55.20. Ochsenfleisch per Pfund 75 Pf., Kuh und Rindfleisch 5564 Pf., Kalbfleisch 6075 Pf., Schweinefleisch 7580 Pf., Hammeifleisch 50-63 Pf. Kartoffeln M. 56. Erbsen, geschälte(per 100 Kiloar.), M. 3032., ganze Erbsen M. 24 26. Bohnen M. 23- 26., Linsen M. 36 40,

Frankfurt, 20. Sept. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 25., do. II.(Verliner Marke) M. 21. Weizen ab Bahnbof hier M. 2324., ab unserer Umgegend M. 22 23. fremder je nach Qual. M. 23 25.50. Korn M. 1718.50. Gerste M. 18-24. Hafer M. 13- 17.75. Kobisamen M. 36-37. Erbsen M. 2124., Wicken M. 17.., Linsen M. 2130. Rüböl M. 83.. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht S100 Kilo.

Mainz, 19. Sept. Froducten⸗Marft. Waizen pet Nov. M. 22 70. Korn per Nov. M. 15 45. Hafer per Nov. M. 15 25. Rüböl per Oct. M. 39.75.

Geld- Cours. Frankfurt am 20. September 1877.

20⸗Frankenstücke 1 Mk. 16 25 29 Englische Sovereigns 1 20 35 40 Russische Imperiales e 16 7 8 Holländische fl. 10- Stücke. 16 65 G. Ducaten., ee Ducaten al marco 9 6267 Dona es,

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Versteigerung.

2948 Mittwoch den 26. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden dahier

1) 1600 Centner Kartoffeln,

2) 8 Zwiebeln, zur Lieferung öffentlich versteigert.

Mittwoch den 3. October, Vormittags 10½ Uhr, für 1878 zur Lieferung im Submissionswege vergeben:

1) eirca 50 Centner weiße Bohnen,

2 0 Erbsen, 0 5 Linsen,

1 80 Salz(Nauheimer), 5) 50 Hectoliter Petroleum,

6) 1 5 Rüböl,

3 1 5 Thran,

8) 25 Centner Reis,

9 6 Nudeln,

1 8 5 geschälte Gerste und 11) 22 gedörxte Zwetschen.

Die unter pos. I, 2, 3, 4 und 5 aufgeführten Gegen⸗ stände werden einzeln, diejenigen unter 6 und 7 und unter 8 bis 11 aber zusammen vergeben.

Von Erbsen, Bohnen und Linsen sind Proben hier vorzulegen; während die übrigen Gegenstände genau nach den hier voliegenden Mustern geliefert werden müssen. Letztere, sowie die Lieferungsbedingungen können täglich auf dem Seeretariat der unterzeichneten Direction von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr Nach⸗ mittags eingesehen werden und belieben Lieferungslustige ihre Offerten bis längstens den 5. October d. J., Vormit⸗ tags halb 11 Uhr, in dem vor dem Direetionsbüreau aufgehängten Submissionskasten verschlossen einzulegen.

Marienschloß den 18. September 1877. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direetion.

Seri ba.

Aepfel-Versteigerung. 2909 Montag den 24. J. M., Mittags 12 Uhr, sollen die der Gemeinde zustehenden Aepfel, eirea 60 Malter, baumweise versteigert werden. Trais⸗Münzenberg den 17. September 1877. Großherzogliche eee Trais⸗Münzenberg. o K* x.

Lieferung einer Schnellwaage. Für die Stadt Friedberg soll eine Schnellwaage, welche bis zu 125 Pfund auswiegt und gesetzlich gestempelt sein muß, angeschafft werden. Lusttragende Lieferanten haben ihre Angebote längstens bis zum 24. d. Mts. bei uns schriftlich einzureichen. Friedberg den 18. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J o u e a r.

Bekanntmachung.

Montag den 24. September, Vormittags 11 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause das Gras und der Klee aus dem Straßbachsgraben, von der sog. Krummgasse bis an die Galgenbrücke, an den Meistbietenden versteigert werden.

Friedberg den 18. September 1877.

Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J11T1CCCC 5 744 Vollständiges Lager aller Formulare und Stempelpapiere

in starkem gutem Papier.

2918

Louis Weis, neben Herrn Ph. Windecker.

Blauer WVitriol,

2873 Prima⸗Qualität, bei Wilh. Bernbeck.

Aepfel-Versteigerung

zu Friedberg.

sollen in hiesigem Rathhaus die der Stadt Friedberg gebörenden Aepfel aus der Feldgemarkung, circa 300 Malter(per Malter 200 Pfund), öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.

Hierbei bemerken wir, daß die Aepfel auf Kosten der Stadt abgemacht, dem Käufer kostenfrei dargewogen und an einen innerhalb der Stadt gelegenen Platz resp. Eisenbahn verbracht werden sollen. Die Versteigerungsbedingungen können jederzeit hier eingesehen, auf Verlangen kann auch Abschrift davon ertheilt werden. Friedberg den 20. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg.

5 F o u e a v.

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Obst-Versteigerung 9 zu Friedberg.

2943 Donnerstag den 27. September l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen die der Stadt 1 ge⸗ hörenden Aepfel, Birnen und Zwetschen aus gemarkung, worunter sich vorzügliches Tafelobst befindet, in passenden Abtheilungen an Ort und Stelle an den Meistbietenden versteigert werden.

Der Anfang ist am viereckten Weiher(Vorstadt).

Friedberg den 20. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg.

F o u ea r.

DODdbbst⸗Versteigerung.

2931 Mittwoch den 26. d. M., Mittags um 12 Uhr, sollen die der Gemeinde Hoch-Weisel gehörigen Aepfel, eirca 25 Malter, sowie eine Parthie Zwetschen und Birnen meistbietend versteigert werden. Hoch-Weisel den 17. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch- Weisel. Wörner.

2944

Obst⸗Versteigerung. 2930 Montag den 1. October d. J. Mittags 1 Uhr, sollen die hiesigen gemeinheitlichen Aepfel und Zwetschen zur Versteigerung kommen. Södel den 20. September 1877. 1 Großherzogliche argen Södel. e i tz.

Aepfel-Versteigerung. 2927 Mittwoch den 26. September, Vormittags 9 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde gehörigen Aepfel, eirea 300 Malter, in Abtheilungen an Ort und Stelle öffent⸗ lich meistbietend versteigert werden. Nieder⸗Wöllstadt den 19. Sept. 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Wöllstadt. B uf f. Aepfel-⸗Versteigerung. 2938 Dienstag den 25. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen die Gemeinde-Aepfel, eirea 70 Malter, abtheilungs⸗ weise versteigert werden. Rockenberg den 20. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Rockenberg. Kr a me r.

Wollene Unterjacken& Hosen

2849 billigst bei Geschwister Schloß.

Freitag den 28. September l. J., Nachmittags 3 Uhr,

er Stadt⸗

Aepfel- Versteigerung.

Die diesjährige Erndte an den Aepfelbäumen der Staatsstraße von Schwalheimer Hof über Echzell, Gettenau und Bingenheim bis gegen Staden soll Donnerstag am 27. September l. J., Vormittags um 10 Uhr anfangend, öffentlich loosweise an die Meistbietenden versteigert

werden.

Zusammenkunft am Knotenpunkt beim Schwalheimer

Hof.

Nidda am 19. September 1877. Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. 2929 Weiter.

Arbeits⸗Versteigerung.

2926 Montag den 24. September, Nachmittags 1 Uhr, soll die Ausräumung der Nidda in der Gemarkung f nochmals einer Veraccordirung ausgesetzt werden.

Assenheim den 17. September 1877. Wenck, Bezirksbauaufseher.

Arbeits ⸗Versteigerung.

2921 Montag den 24. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, soll auf dem Bürgermeisterei-Büreau zu Dorheim Pflaster⸗

arbeit, veranschlagt zu 100 Mark, öffentlich in Accord gegeben werden. f Bad⸗Nauheim den 17. September 1877.

ö Bürückel, Bezirksbauaufseher.

1 Obst⸗Versteigerung.

2922 Montag den 24. d. Mts. Mittags 12 Uhr, sollen die der Gemeinde Dorheim gehörenden Aepfel, eirea 120 Malter, und Birnen, eirea 20 Malter, auf Ort und Stelle dahier öffentlich versteigert werden. Dorheim den 18. September 1877. Großherzogliche A e Dorheim. 1

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2932 Am 1., 2. und 3. October l. J., Vormittags ½10 Uhr anfangend, lassen die Erben der verstorbenen Actuar Sames Eheleute ihr zu Vilbel an der Haupt straße gelegenes geräumiges zweistöckiges Wohnhaus mit großem Gemüse- und Obstgarten, welches sich zur Fabrik⸗ anlage sowohl, wie zu einem Landsitze eignet, sowie noch einige Grundstücke, welche theilweise an den Garten an⸗ grenzen, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigern. Zugleich lassen dieselben verschiedene Hausmobilien, als: Betten, Sopha's, Stühle, Kaunitz, Schränke, Kommoden, Küchen⸗ geräthe u. s. w. öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigern. Bemerkt wird, daß die Mobilien am 1. und 2. und die Immobilien am 3. October zur Versteigerung kommen. Vilbel den 14. September 1877. In Auftrag der Erben: Eduard Camp.

⁊Kurzsichtige. Schwachsichtige. Augenkranke.

Rathenower Brillen werden genau nach der Pupillenweite und für das Auge passend geliefert. Für Augenkranke werden Gläser nach ärztlichen Bestimm⸗ ungen obne Preiserhöhung eingeschliffen. Perspective, Feldstecher, Operngläser u. s. w.

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Frankfurter Hof, unter den Arcaden, Laden Nr. 3

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