Famstag den 22. September. M 111
berhessischer Anz
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eiger.
Erscheint jeden
— Die Petitzeile 85 wird mit 11 Pfennig berechnet.
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Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag.
„ Betreffend: Die Fortbildungsschule im Winter 1877/78. Friedberg am 19. September 1877. Die Großherzogliche Kreis- Schulcommisston Friedberg
1 an sämmtliche Schulvorstände, bezw. Vorstände der Fortbildungsschulen des Kreises.
i Unter Hinweis auf unsere Ausschreiben über die betr. Angelegenheit 2) Die Aufstellung und Einsendung neuer Stundenpläne in doppelter
in den beiden letzten Jahren(s. Oberh. Anz. Nr. 92 und 124 von 1875 Ausfertigung und Vorlage von Protokollen über die Vergütung der Lehrer
in Nr. 117 von 1876) fordern wir Sie hiermit auf, nach vorherigem ist nur da nöthig, wo eine neue Eintheilung in Classen, Abtheilungen, Benehmen mit dem Ortsvorstande und Berathung in einer gemeinsamen Abänderung in den Unterrichts-Gegenständen und Stunden, Verwendung
Sitzung, den fraglichen Unterricht alsbald nach den Herbstferien(also anderer Lehrer u. s. w. stattfinden soll.
wenn nicht Mitte October, so spätestens Anfang November, 3) Wo aus Mangel von Schülern der Unterricht ganz ausfallen soll,
wie im vorigen Jahr) seinen Fortgang nehmen zu lassen. Wir bemerken
dazu nur Folgendes:
1) Wo die frühere Einrichtung, wie in den meisten Orten der Fall sein wird, nach dem von uns genehmigten Stundenplan ganz und gar beibehalten wird, bedarf es keiner weiteren Vorlage, als nur der Ver—
zeichnisse der Schüler(nach Abschn VI. 1
bezw. Genehmigung zuzusenden sind.—
Der diesjährige Herbst⸗Faselmarkt des lan
Dienstag den 23.
eine Geldprämie bewilligt. Kreisstadt Friedberg baben hierzu entsprechende gestellt.
nicht als eine Bedingung der Prämtirung. Von
noch nicht am Platze sind.
sterial⸗ Ausschreibens vom 13. Juli 1875), welche mit den nöthigen Angaben, über Beginn der Schule, über die von Ihnen an auswärtige Schulvorstände gemachten Mittheilungen ꝛc. uns berichtlich zur Ein sicht
Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eigenthümer erscheint
Gemeinde- Fasel ausgeschlossen, desgleichen Fasel, die um 9 Uhr Vormittags Für Fasel, welche als tauglich befunden, aber
erwarten wir umgehe
bunden. Schließlich e an Ihrem Theile mit
0 und 2 a- d des Mini- dieser heilsamen Anstalt
Bekanntmachung.
Commission] nicht prämiirt werden, Nicht genügend gesessel
Beträge zur Disposition
der Preisbewerbung sind Friedberg am
Der Director des l
Betreffend: Den Herbst⸗Faselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirks⸗Vereins Friedberg.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Sie wollen die wegen des in Friedberg
heften lassen.
an die Großherzo
dwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Oetober d eeses Jahres
Die aufgetriebenen Fasel werden durch eine hierzu bestellte gemustert und wird dem Eigenthümer der als preiswürdig erkannten Thiere Der landwirtbschaftliche Bezirksverein und die
nd berichtliche Mittheilung mit dem Bedeuten jedoch,
daß wir auch bei sehr geringer Schülerzahl, mit Rücksicht auf den Unter— richt im nächsten Jahre,
auf Ertheilung des Unterrichts bestehen müssen.—
4) Schüler, welche die Ackerbauschule dahier besuchen, bezw. zwei Jahre lang besucht haben, sind vom Besuche der Fortbildungsschule ent⸗
mpfehlen wir Ihnen die sub. 1 geforderten Berichte
bis längstens zum 6. October laufenden Jahres an uns einzusenden und
den Lehrern für eine gedeibliche Fortentwickelung zur Erzielung erfreulicher Ergebnisse thätig zu sein. Dr. Braden. l
Friedberg soll
zu Friedberg abgehalten werden.
wird auf Verlangen eine Weg-Vergütung ausgezahlt. te Thiere werden vom Platze weggewiesen werden.
Die zum Abschlusse kommenden Verkäufe wollen dem Großherzog⸗ lichen Bürgermeister, Herrn Foucar dahier, zur Anzeige gebracht werden. Zu recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen.
20. September 1877. andwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg. Dr Br a deen Friedberg den 20. September 1877.
glichen Bürgermeiste reien.
zur Abhaltung kommenden Faselmarktes erlassene Bekanntmachung in den Publikationskasten ein-
Dr. Braden.
1 Deutsches Reich.
N Darmstadt. Hauptmann Scriba vom 4. Inf.⸗Reg. Nr. 118 zum überzähligen Major be— fördert; Graf zu Jsenburg-Büdingen und Philipps— eich, Oberst à la suite des Garde⸗Grenadier-Regts. Nr. 1 und Commandant von Swinemünde, zum Commandanten von Colberg und Oberst Lieutenant v. Strantz unter Stellung à la suite des Ulapen— Regts. Nr. 10 zum Commandanten von Swine— münde ernannt.
— Postpersonalnachrichten. 1) Versetzt ist: Der Obertelegraphist Nürnberg von Neustadt i. O. unter gleichzeitiger Ernennung zum Ober Tele- graphenassistenten nach Gießen. 2) Angenommen ist: Der frühere Ortsbriefträger Diefenthäler in Armsheim zum Postagenten daselbst. 3) Ausge- schieden ist: Der Postagent Dick zu Armsheim. 4) Entlassen ist: Der Postverwalter Poh in
Wöllstein. Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 20. Sept. Der Zar richtete ein Handschreiben an den Kaiser Franz Joseph.— Nach Rückkehr Andrassy's aus Salzburg, woselbst er seit gestern mit Bismarck f tonferirt, soll ein gemeinsamer Ministerrath statt— nden. Andrassy wird die beiderseitigen Regier- ingen über seine Verabredungen mit Bismarck siformiren; dießfällige Aufklärungen in den Par- N lumenten antwortlich von gestellten Interpellationen erden für wahrscheinlich gehalten. Sicherem Ver— behmen noch betrifft der Gegenstand der Conferenz
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155 und Oesterreich möchten zu Gunsten Ruß- lands in Constantinopel interveniren.
Frankreich. Paris. Der Minister des Innern v. Fourtou, hat den Präfekten den Befehl ertheilt, das Assichiren einer jeden Wahlproklamation zu verbieten, worin der Regierung kxiegerische Ab- sichten unterstellt werden oder gesagt werde, daß der Wahlkampf, wie ihn die Regierung führe, den Frieden compromittiren könne. Die Verfasser solcher Wahl Aufrufe sollen überdies sofort ge— richtlich verfolgt werden.
Türkei. Constantinopel, 17. Sept. Un- geachtet der letzten blutigen Niederlage der Russen bei Plewna soll, den neuesten Nachrichten Osman
Pascha's zufolge, der Kampf noch fortdauern—
— 18. Sept. Officiell. Die Regierung er— klärt! die Nachricht von der Räumung des Schipka— Passes durch die Russen für unbegründet. Die Brigaden Salih Pascha's und Vessel Pascha's seien, nachdem sie die den Nikolai Berg besetzt haltenden Russen vernichtet, nach einer sechs Stun— den dauernden Besetzung der russischen Position aus strategischen Gründen wieder in ihre früheren Stellungen zurückgekehrt.
Serbien. Belgrad. Der gestrige Minister— rath beschloß die Vertagung des Eintritts in die Kriegs⸗ Action. Die auf dem Marsch befindlichen Truppen verbleiben vorläufig, wo sie sich augen— blicklich befinden. Die Sendung von Truppen an die Grenze wurde sistirt. Trotz der im Augen—
blicke friedlichen Stimmung wurden jedoch alle
Salzburg das Ansuchen Gortschakoff's, Deutsch- im Auslande weilenden serbischen Studenten eine unsere ganze Linie.
berufen. Am 18. d. gingen 100 Munitionswagen nach Ipanica ab.
Montenegro. Cettinje, 20. Septbr. Die türkische Besatzung in Bilek erhielt freien Abzug. Die Montenegriner ziehen gegen Stolae. In Trebinje und Mostar treffen die Türken Vor- bereitungen zur Vertheidigung gegen die Operationen der Montenegriner gegen die Forts Nozdre und Ilostup am Dugapasse.
Griechenland. Athen, 18. September. Das Cabinet hat von dem Könige seine Entlassung erbeten, der König dieselbe jedoch nicht angenommen.
Rußland. Petersburg, 17. Septbr. General Radetzky meldet aus dem Schipka-Paß: Nach fünf Tage dauerndem Bombardement haben die Türken heute einen Sturm gegen das Fort Nikolai unternommen. Morgens 5 Uhr verbreitete sich der Angriff an dem 2000 Mann türkische Kaisergarden und arabische Truppen theilnahmen, auf der ganzen Linie. Nach einem Kampfe von neun Stunden wurden die Türken mit enormen Verlusten zurückgeschlagen.
— Der„Pester Lloyd“ meldet: Gortschakoff habe telegraphisch Bismarck's und Andrassp's Ver- mittlung wegen einer Waffenruhe angesucht, die Pforte sei jedoch einem Waffenstillstand abgeneigt und wolle definitiven Friedensschluß, beabsichtige aber, eine Kriegs- Entschädigung zu verlangen.
— Eine Depesche des„Golos“ meldet aus
Igdyr vom 18. d.: Heute in der Frühe eröffneten die Türken von ihren Batterien ein Feuer auf Die Kanonade dauerte bis


