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Betreffend: Die Besetzung einer Kreisbotenstelle im Kreise Friedberg. g Die Stelle eines Kreisboten(Pfandmeisters für Communa
1877.
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Samstag den 20. October.
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er Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Den Ausbruch der Rinderpest zu Geisenheim.
Friedberg am 18. October 1877.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg i d an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großh. Polizeiverwaltung zu Bad-Nauheim und Großh. Polizei-Commissär zu Wickstadt. Aus Anlaß des Ausbruches der Rinderpest zu Geisenheim ist der Königlich Preußische Geheime Regierungsrath Beyer von dem Herrn Reichskanzler auf Grund des§. 12 des Gesetzes vom 7. April 1869, Maßregeln gegen die Rinderpest betreffend, zum Reichs-Commissär ernannt worden. Zufolge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern beauftragen wir Sie, den von dem genannten Reichs-Commissär in Rinderpest⸗
Angelegenheiten etwa an Sie ergehenden directen Requisitionen sosort zu entsprechen.
Telegramme und Schreiben unter der Adresse des Reichs-
Commissärs sind an die Königlich Preußische Regierung zu Wiesbaden zu richten, welche dieselbe dem Adressaten sofort zustellen wird. Zugleich beauftragen wir Sie, etwaige Ausbrüche der Rinderpest oder Fälle, wo deßfallsiger Verdacht vorliegt, sowohl uns als dem Großherzoglichen Kreis- Veterinäramte Friedberg Zwecks Constatirung der Krankheit umgehend zur Anzeige zu bringen und bis auf Weiteres das betreffende Gehöfte sorg—
fältig absperren zu lassen.
Die über den Ausbruch der Rinderpest in
gierungsbezirk Wiesbaden belegenen Stadt Geisenheim angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß die Seuche durch Rindvieh eingeschleppt aus Oesterreich- Ungarn
ist, welches über Linz und Passau geführt wurde.
Da die vollständige Sperre der deutschen Landesgrenze gegen die Einfuhr von Wiederkäuern aus Oesterreich-⸗Ungarn erst in neuester Zeit erfolgt ist und da vorher zahlreiche Viehtransporte aus Oesterreich Ungarn nach Deutschland, insbesondere nach den südlichen Theilen desselben, ein— geführt find, so ist bei der zeitigen großen Verbreitung der Rinderpest in Oesterreich⸗Ungarn zu befürchten, daß unter den eingeführten Rindern sich 3)
wiederholt inficirte Thiere befunden haben.
Es ist deshalb die größte Wachsamkeit geboten, um jeden etwa
noch erfolgenden Ausbruch der Rinderpest schnell zu entdecken und dann die Weiter verbreitung der Seuche durch rechtzeitige energische Maßregeln
zu verhüten.
Der auf Grund des F. 12 des die Maßregeln gegen die Rinderpest betreffenden Reichs ⸗Gesetzes vom 7. April 1869 bestellte, unterzeichnete Reichs⸗Commissar ersucht daher die zuständigen Verwaltungs behörden:
1) durch angemessene Veranlassungen dafür sorgen zu wollen, daß von allen verdächtigen Erkrankungen von Wiederkäuern sofort der zu— ständigen Polizei-Behörde Anzeige gemacht wird und daß verdächtig erkrankte Wiederkäuer nicht abgeschlachtet werden, ohne vorher thier—
ärztlich untersucht zu sein;
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der im preußischen Re- zu machen, daß
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Dr. Braden.
2) durch geeignete Bekanntmachungen die Viehbesitzer darauf aufmerksam
eine sorgfältige Ueberwachung des Gesundheits-
zustandes der Wiederkäuer gegenwärtig besonders geboten erscheint und daß die sofortige Anzeige verdächtiger Krankheitserscheinungen bei der Polizei-Behörde dem eigenen Interesse der Vieh besitzer ent— spricht, da die Unterlassung der schleunigsten Anzeige einer verdächtigen Erkrankung jedenfalls den Verlust des Anspruchs auf Entschädigung für die gefallenen oder getödteten Thiere zu Folge hat. fahr der Behandlung erkrankter Thiere durch Kurpfuscher hinzuweisen; dafür Sorge zu tragen, daß die den Veterinär Polizei-Behörden zustehende Controle bei der Desinficirung der zum Viehtransport ge- brauchten Eisenbahnwagen c. mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Verhältnisse sorgfältig ausgeübt wird.
Von etwa erfolgenden Ausbrüchen der Rinderpest wollen die zuständigen Verwaltungsbehörden dem Unterzeichneten Nachricht geben und demnächst über die Art der Seucheneinschleppung und die zur Unterdrückung der Seuche getroffenen Anordnungen thunlichst schnell schriftliche Mittheilung machen.
Wiesbaden, den 16. October 1877.
Auch ist auf die Ge⸗
gefälligst sofort telegraphische
Der Reichs ⸗Commissar: Beger,
Geheimer Regierungs- Rath.
1 Intraden) ist durch den Rücktritt des Kreisboten Rühl erledigt. Bewerber um
dieselbe wollen sich unter Vorlegung von Zeugnissen über Qualification, gute Aufführung und Gesundheit innerhalb 14 Tagen, vom Tage des ersten Erscheinens in diesem Blatte, bei der unterzeichneten Stelle melden.
Friedberg am 12. Oktober 1877.
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Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Draa de r.
Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier—
ungsblatt Nr. 43 enthält:
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1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.
II. Uebersich! der Rechnung der Landes⸗Wassen-Anstalt
Darmstadt für 1876. Die Gesammt-Einnabme beträgt 116,948 M. 65 Pf., die Gesammt⸗Ausgabe 211,891 M. 65 Pf. Der Sland der Waisen am Schluß dee Jahres 1876 ißt folgender: Am Schlusse des Jahres 1875 blieben 1533. Während 1876 wurden aufgenommen: 1) in der
Provinz Starkenburg 149, 2) in der Provinz Oberhessen 82,
) in ber Provinz Rheinhessen 73, 4) die Waisen, welche während der Lehrzeit Unterstützung erhalten 95, zusammen 177. Enllassen wurden: 1) in der Provinz Starken⸗ burg 130, 2) in der Provinz Oberhessen 77, 3) in der Jrovinz Rheinbessen 43, 4) Wassen, welche während der Ahrzeit Unterstützung erhiellen 82, zus. 332. Der Stand
der Waisen am Schlusse des Jahres 1876 berechnet sich
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hernach auf 1645. i III. Nachträgliche Uebersicht der für 1877 genehmigten Umlagen in ben Gemeinden des Kreises Gießen. IV. Bekanntmachung, die Erhebung einer nachträg⸗ chen Umlage für die sorgelitische Religionsgemeinde Butz—
kbich betreffend.
V. Orceneverleihungen. VI. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen siemder Orden.
on. Namens veränderungen.
VIII. Dienst nachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruhl: dem Schul⸗ amtsaspiranten Biedenkapp aus Rodheim die 5. Schulstelle zu Lampertheim, dem Diakonus zu Groß⸗Bieberau, Röm— held, die evang. Psarrstelle zu Arheilgen, dem evang. Pfarr⸗ amtskandidaten Hepding aus Offenthal die Pfarrstelle zu Ulrichstein zu übertragen; den Kreisbauausseheraspiranten Wolf von Armsbeim zum Kreisbauaufseber in Nidda zu ernennen; den auf die 2. Schulstelle zu Münster präsen⸗ lirten Schulverwalter Lotz zu Sulzheim zu bestäligen.
IX. Ruhestandsversetzungen. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben Allergnädigst geruht: den Lehrer an dem Gymnasium zu Worms, Willenbücher, den Forst⸗ warten in Vorholz, Unkelbach, auf Nachsuchen unter An⸗ erkennung seiner Dienste, den Schullehrer zu Hahn, Röder, unter Anerkennung seiner Dienste, den Forstwarten in Frankenstein, Weysand, den Forstwarten in Gorxheim, Steinbrenner, auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand zu versetzen.
X. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste Schulstelle zu Reichelsbeim, Gehalt 857 M. 14 Pf.; die zweite Schulsielle zu Altenstadt, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die evang. Schulstelle zu Fischbach, Gehalt 685 M. 71 Pf.; eine Lehrerstelle zu Offenbach, Ansangsgehalt 1200 M., dem Fürsten zu Isenburg⸗Birstein stebt das Präsentattons— recht zu; die Schulstelle zu Nonnemoth, Gehalt 685 M. 71 Pf., dem Fürsten zu Solms Braunfels steht das Präsentationsrecht zu.
XI. Sterbefälle. Gestorben sind: der Forßsmeister
Dittmar zu Darn sadt; die Lehrerin Dupuis zu Mainz; der Landgerichtsdiener Blum zu Herbstein; der Schullehrer Brand zu Ober ⸗Hilbersheim.
Darmstabt. Der Finanz- Aspirant Neuß aus Darmstad tg wurde zum Kalkulator 2. Klasse bei der Ober⸗Steuer⸗Direktion ernannt.
Berlin. Eulenburg's Entlassung ist abge⸗ lehnt und denselben nur ein Urlaub von 6 Monaten bewilligt worden; Friedenthal ist mit seiner Ver- tretung beauftragt.
— Die„Prov.-Corr.“ meldet, daß die Er— öffnung des Landtages durch den Vice-Präsidenten des Ministerraths, Campausen, im Auftrage des Kaisers erfolgen wird.
— General Stosch's Verbleiben als Marine- Minister ist höchst zweifelhaft. Die Differenzen mit dem Reichskanzler sind noch nicht ausgeglichen. Stosch wird jedoch während der Session noch seine bisherige Thätigkeit beibehalten.
— 17. Oet. An der heutigen Ersatzwahl im erszen Berliner Landtags⸗Wahlbezirk(an Stelle von Duncker) nahmen 632 Wahlmänner Theil z mit 603 Stimmen wurde Löwe(Fortschritts- Partei) zum Abgeordneten gewählt.
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