Ausgabe 
20.2.1877
 
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dem Anfügen, daß Denjenigen, welche bis zum

und Nippes bei Cöln, am 6. am 7. d. Mis, auch in Emden, Provinz Hannover,

wohl erwarten, daß die Behörden und Viebbesitzer

Handhabung der bestehenden Gesetze veranlassen.

1877.

Dienstag den 20. Februar.

21.

Oberhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Donnerstag und Samstag.

Dienstag,

Amtlicher Theil.

Nach verzeichnete

Nr. 2. Bekanntmachung, betreffend die Umrechnung der Uebergangsabgaben fahrts⸗Vertrag mit dem Freistaate Costa⸗Rica. Seite 13. betreffend die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen. Seite 40. Nr. 4 Nr. 5. Verordnung, betreffend die Einberufung des Reichstage. Seite 81.

Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden:

und Ausfuhrvergütungen ꝛc. Seite 9. Nr. 3. Freundschafts⸗, Handels- und Sch ff⸗ Bekanntmachung, beireffend die Ernennung von Bevollmächtigten zum Bundceralb. Seite 39. Bekanntmachung, Gerichtsversassungsgesetz. Seite 41. Einführungsgesetz zum Gerichte verfassungsgesctz. Seite 77.

Betreffend: Das Gesetz über den Unterstützungewohnsitz vom 6. Juni 1870.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Groß

Friedberg am 16. Februar 1877. herzoglichen Bürgermeistereien.

Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Berichtserstattung in obigem Betreffe im Rückstande sind, werden hieran wiederholt erinnert unter

dh.

Betreffend: Die Abhaltung eines Obstbaumwärter⸗Cursus an der Ackerbauschule zu

25. dieses Monats nicht berichtet haben, Wartboten zugesendet werden. Klietsch, Kreis- nere

Friedberg am 18. Februar 1877.

Friedberg.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Unter Bezugnahme auf nachstehende Bekanntmachung des Cura- toriums der Ackerbauschule dahier, empfehlen wir Ihnen, Leute Ihrer Gemeinden, welche sich zur Ausbildung als Obstbaumwärter' eignen, zum Eintritt in den am 12. k. Mts. beginnenden Unterrichtscursus zu veranlassen und uns über den Erfolg Ihrer Bemühungen bis zum 5. k. Mts. zu berichten. Da in den Gemarkungen unseres Kreises der Obstbau sich so sehr rentable zeigt, seine Förderung daher volks wirthschaftlich durchaus nothwendig erscheint, sowie aber nicht viel geschehen kann, wenn sachkundige Hülfe bei dem Pflanzen und dei der Pflege der Bäume mangelt, wie dies in vielen Gemeinden der Fall, so glauben wir mit Bestimmtheit annehmen zu dürfen, daß Sie

in dieser Angelegenheit nichts versäumen um zahlreiche Anmeldungen

zu bewirken.

Würde sich einer oder der andere mittellose junge Mann entschließen, an dem Cursus sich zu betheiligen, um nach der Hand g sich in seiner Gemeinde als Obstbaumwärter zu beschaftigen, so wird gewiß der Gemeinderath in wohlverstandenem Interesse der Gemeinde sich zur Bewilligung einer entsprechenden Unterstützung aus der Ge meindekasse bereit finden lassen. Auch machen wir darauf aufmerksam, daß wenn Gemeinden Obstbaumanlagen besitzen, es sehr passend er scheint, den Feldschützen deren Pflege zu übertragen und diese zu dem Behufe als Obstbaumwärter ausbilden zu lassen.

Den weiter beifolgenden Abdruck der genannten Bekanntmachung lassen Sie in den Publications kasten einheften. Dr. Braden.

J

Bekanntmachung,

den Obstbaumwärtercursus an der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Provinzialvereins Obe rhessen zu Friedberg für 1877

Zur Ausbildung tüchtiger Obstbaumwärter wird im laufenden Jahr wieder ein Obstbaumwärter⸗Cursus dahier abgehalten werden.

Es umfaßt der Cursus die Zeit vom 12. März bis 21. April laufenden Jahres unter achttägiger Aussetzung des Unterrichts während der Osterfeiertage, sowie in diesem Herbste vom 13. August bis 1. September.

Der Unterricht wird von tüchtigen Lehrkrästen ertheilt und umfaßt: 1) Geschäfts⸗Rechnen und kleinere W wöchentlich 4 Stunden.

2) Bodenkunde und Düngerlebre.. 17 11 3) Bau und 3 der ee E 1 2* 4) Obstbaulehre ei 1 4 5) Obsikunde e 1 3

6) Praktische Uebungen 919 15

Der Unterricht wird durch eine reicht Sammlung der besten Lehr- mittel und Instrumente unterstützt. Die praktischen Uebungen werden nach einem bestimmten Plane in dem zu diesem Zwecke angelegten pomologischen Garten der Ackerbauschule vorgenommen, wie auch außerdem mehrere größere Obsibaumschulen dahier zur Benutzung kommen.

Dienstnachrichten aus Bürgermeister Wörner, Jakob Dörner II. Hoch⸗Weisel ernannt und verpflichtet worden.

und Wilhelm Becker von Hoch

betreffend.

Wöchentlich findet eine Excursion nach benachbarten größeren Baum anlagen statt.

Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt. Für Kost und Logis haben die Schüler selbst zu sorgen. Wollen Schüler in freien Stunden in dem pomologischen Garten thätig sein, so erhalten sie hierfür entsprechende Zahlung. Anmeldungen sind möglichst bald und laͤngstens bis zum 7. März laufenden Jahres an das unterzeschnete Curatorjium oder an den Vorstand des Obstbaumwärter-Cursue, Reallehrer Würth dahier, ein zureichen. Etwaige Anmeldungen bei den landwirthschaftlichen Bezirks vereinen oder den Großherzoglichen Bürgermeistereien bitten wir uns ge fälligst übermitteln zu wollen.

Friedberg den 18. Februar 1877.

Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg.

Dr. Braden, Klietsch, Schmidt,

Kreisrath. Kreis-Assessor. Kreis ⸗Schulinspector.

dem Kreise Friedberg.

-Weisel sind als Feldgeschworene für die Gemarkung

Deutsches Reich. Friedberg. Nach einer Mittheilung des Oberprasidenten der Provinz Hessen-Nassau ist der Ausbruch der Rinderpest am 5. d. Mts. in Cöln in Dresden und

Darmstadt.

Modellen. und in Gelsenkirchen, Kreis Bochum, Regierungs- II. bezirk Arnsberg, amtlich constatirt worden. Es wird daher darauf aufmerksam gemacht, daß die Besorgniß elner Einschleppung der Seuche in unsere

Provinz vermehrt erscheint, und darf man deßhalb

kirchen pro 1876.

IV. und V. Nachträge

die größtmöglichste Vorsicht anwenden bezw. strengste] Pingen.

VI.

Das Großherzogliche Regier- ungsblatt Nr. 8 enthält:

I. Bekanntmachung, die Bildung von Sachverständigen Vereinen in Gemäßheit der Reichsgesetze über das Urheber recht an Werken der bildenden Künste, Photographien und das Urheberrecht an Mustern und

Bekanntmachung über die neue Organisation der Obersörstereien Lampertheim, Bekanntmachung wegen der Nichterhebung von Umlagen in der soraelitischen Religtonsgemeinde zu Weis

genehmigten Umlagen der loraelitischen Religlonsgemeinden und der Communalbedürfussse der Gemeinden des Kreises

Ordensverleihungen.

VII. Ermächtigungen zue Annahme und zum Tragen eines fremden Orden. 5

VIII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 20. Jan. dem Kreisschulinspector Fleiensehner zu Lauterbach die evang. Pfarrstelle zu Jugenheim, am 23. Jan, dem evang. Candidaten Sehrt aus Gründerg die Pfarrstelle zu Wir- berg, am 24. Jan. dem Schullehrer Bönsel zu Nieder⸗ Moos die erste Schulstelle zu Kaichen zu übertragen; am 31. Jan. den Forst⸗Accesisten Dr. v. Eschwege zum Hof⸗ jagdjunker zu ernennen.

IX. Coarokterertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog baben Allergnädigst gerubt: am 17. Jau. dem Möbelsabrikanten Bemte in Mainz den Gbarakler alsCommerzienrath' zu verleihen.

X. Oienstentlassung. Seine Königliche Großherzog haben Allergnädigst geruht:

den Schutz der

Wendelsbeim und Bingen.

zur Uebersicht der für 1877

der den

Hoheit am 17. Jan.