Betreffend: Gesuch des Ausschusses des Württembergischen Kunstgewerbevereins um Erlaubniß zum Vertrieb von Loosen einer Prämien⸗Verloosung kunstgewerblicher Gegenstände im Großherzogthum.
Großherzogliches Ministerium des Innern hat dem kunstgewerblicher Gegenstände im Großherzogthum gestattet.
Bekanntmachung.
Betreffend: Lotterie zum Besten der Wiederherstellung der Katharinen-Kirche zu Oppenheim.
Bekanntmachung.
Friedberg am 11. December 1877.
Württembergischen Kunstgewerbeverein den Vertrieb von Loosen zur Verloosung
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Friedberg am 11. December 1877.
Nachstehend abgedruckte Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 7. laufenden Monats zu Nr. M. d. J. 17387
bringen wir zur allgemeinen Kenntniß.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter.
Wir benachrichtigen Sie, daß wir Großherzogliches Kreisamt Oppenheim ermächtigt haben, einer im Namen des Comité's für Wiederherstellung der Oppenheimer Katharinen-Kirche und durch den Kunsthändler ꝛc. Merkel in Wiesbaden im Juli 1878 zu unternehmenden Aus spielung von Gemälden
die Genehmigung zur Veranstaltung zum Besten des Baufonds für diesen Zweck und Kunstwerken zu ertheilen.
Nach dem genehmigten Verloosungs-Plan werden 50,000 Loose zu je 3 Mark ausgegeben werden und ist deren Absatz im Großherzogthum gestattet.
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v. Gagern.
Deutsches Reich.
Berlin, 13. Dee. Abend Sitzung des Abgeordnetenhauses. Eingegangen ist ein Gesetz— Entwurf über die Betheiligung des Staates an einer von Kiel über Eckernförde nach Flensburg zu bauenden Eisenbahn. Das Haus setzt die General-⸗Discussion über Titel 1 des Einnahme- Etats der Eisenbahn⸗Verwaltung fort. Nach einer längeren Debatte wird der Titel 1 bewilligt und darauf sämmtliche Einnahmen fast ohne Debatte, ebenso die Ausgaben und außerordentlichen Aus- gaben genehmigt.— 14. Dec. Eingegangen ist ein Gesetzentwurf, betreffend die Maßregeln gegen Verbreitung der Reblaus. Auf der Tagesordnung stebt die erste und zweite Lesung des Vertrags mit Waldeck wegen Fortführung der Verwaltung durch Preußen. Durch den Vertrag entsteht eine Etats position von 310,000 M. für Preußen. Der Ver—
trag wird in erster Lesung an die Budget-Com⸗ mission verwiesen. Bei der fortgesetzten Berathung Handelsvertrages mit England.
— Ueber das von London aus gemeldete türkische Rundschreiben, betreffs einer Mediation findet augenblicklich zwischen hier und mehreren anderen Cabineten ein Ideen Auskausch statt. Das Rundschreiben wird noch als unzureichend für die Grundlage der Friedens-Verhandlungen erachtet werden, gilt indessen als erster Schritt, welchem bald weitere folgen werden. Wie ver lautet, ist die Pforte geneigt, die Ausführung der Reformen in Bulgarien unter Europas gemein— samer Ueberwachung zu acceptiren.
Pest. In Ungarn herrscht große Bewegung zu Gunsten einer Vermittlung. General Klapka fordert die Bevölkerung in den Blätter auf, von der Regierung eine Intervention zu verlangen. Die Blätter plaidiren gleichfolls dafür. In Pest wird ein Volks⸗Meeting abgehalten.
— 14. Dec. Im Unterhause beantragte die
Regierung die Zustimmung zur Verlängerung des Bezüglich der
des Etats wurde das Extraordinarium der Forst- orientalischen Frage wurden zwei Interpellationen verwaltung genehmigt. Hierauf wurden die noch angemeldet. Der Gesetzentwurf wegen Bewilligung nicht erledigten Etats Positionen nach den An- des Rekruten-Contingents pro 1878 wurde an-
trägen der Commission angenommen. balaneirt in der Einnahme
Der Etat und Ausgabe
mit
genommen.
Frankreich. Paris, 13. Dee. Das Cabinet
713,692,564 M., und zwar sind dauernde Aus- Dufaure ist constituirt; die Zusammensetzung des⸗ gaben 640,589,571 M., außerordentliche Aus- selben ist folgende: Dufaure Präsidium und Justiz,
gaben 73,102,993 M.
Marceère Inneres, Waddington Auswärtiges, Bar— 9 ges,
— Der Rucktritt des Ober-Consistorial-Raths doux Unterricht, Borel Krieg, Pothuau Marine, Say
Herrmann vom Präsidium des Ober-Kirchenraths steht in bestimmter Aussicht. Die interimistische Führung seines Amtes übernimmt der Unterstaats- Secretär von Sydow.— Fürst Bismarck kehrt bis Weihnachten nach Berlin zurück.
Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 13. Dec. Im Abgeordnetenbaus beantragte Sueß, daß in das Gesetz, betreffend die provisorische Verlänger— ung des Ausgleichs, auch die Bestimmung über die mit dem 1. Januar 1878 in Geltung tretende
Erhebung der Zölle in Gold aufgenommen werde.
Im Fortgange der Sitzung nahm das Haus in zweiter und dritter Lesung die Regierungs Vorlage, betreffs Forterhebung der Steuern und Bestreitung der Staats Ausgaben bis Ende März 1878 an; deßgleichen den Gesetzentwurf über die provisorische Verlängerung des Ausgleiches mit Ungarn, und zwar nach den Aus schuß Anträgen, welche nur insofern von der Regierungs-Vorlage abweichen, als der Aus schuß bezüglich sämmtlicher zu verlängernden Gesetze die Normirung der Verlängerung auf drei Monate in Vorschlag brachte.
— 14. Dec. Bei der Berathung des Gesetz— entwurfs betreffend das Rekruten Contigent peo 1878 beantragte Sturm im Wehrgesetz Ausschusse des Abgeordnetenhauses folgenden Zusatz⸗ Artikel: durch die Bewilligung des Contigents solle der Enischeidung über die Kriegsstärke des Hetres nach dem Jahre 1878 keineswegs vorgegriffen werden. Minister Horst betonte die Nothwendigkeit der Gleichförmigkeit des Rikruten-Gesetzes in beiden Reichshälften; indeß habe ee nichts einzuwenden en Antrag, daß die Anschauung Sturm's im Berichte Ausdruck erhalte. Hierauf wurde das Rekruten-Gesetz und der zuletzt bezeichnete Antrag vom Ausschusse angenommen.
9e Jen d
Finanzen, Teisserene de Bort Handel, Fregeinet
öffentliche Arbeiten. Die Bildung des neuen republi—
kanischen Cabinets macht in Paris und im Lande einen sehr befriedigenden Eindruck; die Deputirten der Linken erhielten bereite zahllose Beglückwünschungs. Depeschen aus den Departements. Das Cabinet wird voraussichtlich von der Kammer die sofortige Votiruug des gesammten Budgets fordern. Das „Journal des Deb.“ meldet die Entlassung des Präsidentschafts-Secretars Waomte d'Harcourt. Eine große Anzahl Präfecten und Unterpräfecten haben ihren Abschied eingereicht. Als Unterstaats- Seeretäre werden bezeichnet: Lepére für das Mini⸗— sterium des Innern, Lamb für das Unterrichts- und Turquet für das Justiz Rissort.„Figaro“ will erfahren haben, Hector Pessard werde Director im Ministerium des Innern und erhalte die Leitung der Preß-Angelegenhesten. Auch unter der franzö sischen Diplomatie im Auslande werden zahlreiche Veränderungen erwartet
Note, worin sich dieselbe bereit erklärt, die Mediation der europäischen Mächte anzunehmen. Die Note weist auf die Gewährung der Constitution durch den Sultan bin und fährt dann fort: da die Waffenehre der beiden Theile reichlich befriedigt sei, warum solle da noch der beiderseits verderb⸗ liche Krieg fortgesetzt werden? Europa könnte jetzt mit Nutzen interveniren, da die Pforte bereit sei, einen Vergleich zu schließen. Die Türkei sei mit ihren Hülfs-Quellen noch nicht zu Ende und werde für ihre Unabhängigkeit und Integrität Alles opfern, wünsche jedoch dem Blutvergießen ein Ende zu machen und rufe den Gerechtigkeits- Sinn der Großmächte an.
Italien. Rom, 13. Dec. Man meldet von heute Mittag, der Papst beß ade sich besser und habe eine große Zahl Cardinäle empfangen. Das Consistorium sei auf den 28. d. verlegt worden.
Türkei. Constantinopel, 13. Dee. Chakir Pascha hat das ihm soeben erst übertragene Commando aus Gefundheitsrücksichten niedergelegt. Obwohl die türkischen Journale den Widerstand bis auf's Aeußerste predigen, ist die Haltung der Bevölkerung doch eine ruhige.
— 13. Dee. Das Parlament wurde heute vom Sultan im Palais Dolma-Bagdsche bei An— wesenheit der Staatsbeamten und aller Diplomaten eröffnet. Der erste Secretär des Sultans verlas die Thronrede, welche auf die Ausführung der Reformen, betreffend die Gleichheit aller Unter— thanen, Gewicht legt und die letzteren auffordert, die Opfer zur Vertheidigung des Landes fortzusetzen.
— Der Fall von Plewna hat tiefen Eindruck auf die Pforte hervorgebracht. Man spricht neuer— dings wieder von einem Wechsel im Großvezirat. Es wird versichert, Schakir Pascha habe Befehl erhalten, sich nach Sophia zurückzuziehen. Die Absetzung Mehemed Ali's erfolgte, weil derselbe wegen Mangels an Kräften sich weigerte, eine kombinirte Bewegung mit Suleiman Pascha aus- zuführen, als Letzterer gegen Tirnowa vorrückte. Gerüchtweise verlautet, auch Mukhtar Pascha solle ersetzt werden. Die christliche Bevölkerung scheint durchaus abgeneigt, in die Bürgergarde einzu⸗ treten. An griechischen und armenischen Kirchen befanden sich gegen den Militärdienst gerichtete Anschläge.
— Auf Ersuchen des Sultans hat der britische
[Botschafter Layard an Loed Derby telegraphirt, er
— Nach der„Independauce“ hat Mae Mahon möge nach Bukarest telegraphiren, um Osman Pascha
Andeutung erhalten, daß im Fall der Kammer— Auflösung und der Verkündigung des Belagerungs Zustandes Deutschland seine Truppen an der französischen Nord- und Ost-Grenze verdoppeln und England seinen Botschafter Lord Lyons, abberufen würde. Es dürfte dies wesentlich auf die endlichen befriedigenden Entschlüsse Mae Mahons eingewirkt haben. Versailles, 15. Dee. zwei zwölftel des Budgets und die vier dirketen Steuern. Die Bonapartisten und Legitimisten erklärten vorher, daß sie für die Bewilligung stimmen würden, daß aber darin keine Vertrauens“ Erklärung für das Ministerium liege. Großbritannien. Lord Derby unterbreitete gestern dem Cabinets- Rathe eine von der Pforte erlassene Cireular⸗
Die Kammer votirte
London, 15. Dec.
die Sympathien des Sultans auszudrücken. Osman
Pascha's Gemahlin ist der Gegenstand allgemeiner
Sympathie. Die Würdenträger und Deputirten haben ihre Theilnahme für das traurige aber ruhmvolle Geschick ihres Gatten ausgedrückt. Osman Pascha's beide Knaben werden auf Kosten
der Nation erzogen.
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— Im Libanon herrscht lebhafte Erregung; man verweigert die Absendung des Truppen ⸗Con⸗ tingents für die Pforte, weil das Libanon ⸗Land unter dem Protectorat Euxopa's stehe, und Lehnt aus gleichem Grunde die Beschickung des turkischen
Parlamenfs durch Deputirte ab.
— Die Pforte protestirte in einer Note an die Großmächte gegen die Kriegs Erklärung
Serbiens und widerlegte die in der Note von 1
Christie angeführten Motive Serbiens.
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