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1877.
Dienstag den 17. Juli.
M 82.
Oberhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 36 enthält:
I. Bekanntmachung über die Steuerrückvergütung bei der Ausfuhr von Bier.
II. Bekanntmachung über die Ergebnisse der Ver⸗ waltung der geißtlichen Wittwenkasse vom Jahre 1875. Die Einnahme beträgt 230,025 M. 13 Pf., die Ausgabe 214,342 M. 16 Pf., so daß ein Rest von 15,682 M. 97 Pf. bleibt.
III. und IV. Uebersichten der für 1877 genehmigten Umlagen in den israelitischen Religionsgemeinden der Kreise Schotten und Darmstadt.
V. Bekanntmachung, die Niederschlagung der für 1877 auf die israel. Gemeindemitglieder zu Partenheim reparirien Umlage betreffend.
VI. Namensveränderungen.
VII. Diensmnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst gerubt: den Hauptsteuer⸗ amtsassistenten 2. Kl., Müller in Mainz, zum Haupt⸗ steueramisassistenten 1. Klasse zu ernennen; den auf die Pfarrstelle zu Georgenhausen präsentirten Pfarrer Anthes von Hopfgarten zu bestätigen; den 2. Landgerichtsdiener Müller zu Reinheim zum 1. Landgerichtsdiener und den Feldwebel Schäfer aus Alsbach zum 2. Landgerichtsdiener in Reinheim zu ernennen; dem Schullehrer Schäfer zu Gronau die 3. Schulstelle zu Schaafheim, dem Schulamts— aspiranten Schreiber aus Hechtsbeim die Schulstelle zu Offenbeim zu übertragen; den Finanzaspiranten Weimer aus Nidda zum Hauptsteueramtsassistenten 2. Klasse in Mainz, den Finanzaspiranten Stautz aus Darmstadt zum Hauptsteueramieassistenten 2. Klesse in Mainz, den Kanzlisten Bachmann bei der Oberforst- und Domänen— direction zum Oberdomänenkanzlist zu ernennen; den Pfandmeister Sattler in Nidda nach Langen zu versetzen; dem Schullehrer Beckenhaub zu Ginsheim die 1. Schul⸗ stelle daselbst zu übertragen; den Gerichtsaccessisten Keller aus Mainz zum Honorarsubstituten des Staatsprokurators u Mainz zu ernennen.
VIII. Ruhestandsversetzungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: den Aktuar Emrich bei dem Friedensgerichte Worms auf Nachsuchen, den Kreisbauaufseher Schäcker in Gießen auf Nachsuchen, den Kreisbauausseher Hunsinger in Nidda unter Anerkenn⸗ ung seiner Dienste temporär, den Weichenwärter Götz bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn in den Ruhestand zu versetzen.
IX. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die zweite Schulstelle zu Homberg a. d. O., Gehalt 822 M. 86 Pf.; die Schulstelle zu Udenhausen, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die Schulstelle zu Ober⸗Breidenbach, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die dritte Schulstelle zu Grünberg, Gehalt 1114 M. 32 Pf.; Dem Stadtvorstand von Grünberg steht das Präsentations⸗ recht zu; die dritte Lehrerstelle zu Lauterbach, Gehalt 942 M. 86 Pf. N 5
Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bezeichnet alle seitherigen Nachrichten über das Eintreffen der diesseitigen Bevollmächtigten in Wien behufs Wiederaufnahme der Verhandlungen über den Handelsvertrag als verfrüht; desinitive Weisungen über den weiteren Gang der Verhandlungen seien noch nicht ertheilt. f ö
— Die„N. Allg. Ztg.“ schreibt: Gegenüber der Nachricht, daß während der Anwesenheit des Chefs der Admiralität zu Wilhelmshaven die Indienststellung sämmtlicher Schiffe befohlen sei und zu diesem Zwecke auf den Wersten fleißig gearbeitet werde, kommt aus zuverlässigster Quelle
die Versicherung, jene Angaben seien vollständig erfunden, vielmehr würden auf den Werften nur
die nothwendigsten Reparaturen vorgenommen; um- fassendere Arbeiten seien nur für die Schrauben-
Corvette„Ariadne“ angeordnet, die im Laufe des
October nach Ostasien absegeln soll.
München, 13. Juli. Kammer der Abge— ordneten. In der Generaldebatte über den Gesetz- entwurf, betreffend den Hauptetat der Militärver⸗ waltung erklärte der Krlegsminister, indem er am Schlusse der Debatte allen von Seiten der kleri- kalen Vorredner geäußerten Bedenken entgegentrat, daß eine neue Creditforderung für die Bewaffnung der Infanterie nicht in der Absicht der Regierung
liege. Das gegenwärtige Gewehr stehe auf der Höhe der Zeit und sei allen anderen ebenbürtig. — 14. Juli. In der heutigen Kammersitzung wurden die Gesetzentwürfe betreffend den Hauptetat der Militärverwaltung für das erste Vierteljahr 1877 und desgleichen für das Etatsjahr 1877/1878 laut Bericht des Finanzausschusses provisorisch an- genommen. Im Laufe der Debatte richtete Abg. Aloys v. Hafendrädl an das Ministerium eine Anfrage hinsichtlich einer im Etat ausgeworfenen Position von 126,000 M., die Bayern an Preußen zu zahlen hat. Vom Regierungstisch wurde darauf mitgetheilt, diese Zahlung erfolge für die von Preußen den bayerischen Truppen in Metz alljähr— lich geleisteten Lieferungen.
— 14. Juli. Bei Eröffnung der Abend— sitzung der Kammer verliest Minister Pfeuffer eine Botschaft des Königs, durch welche die Kammer vertagt wird. Die Sitzung wurde hierauf mit einem dreimaligen Hoch auf den König geschlossen.
Straßburg. Straßburg erhält ein vier- zehntes detachirtes Fort am rechten Rheinufer zwischen Fort Kirchbach und Rhein nahe bei der Altenheimer Mühle.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die„Pol. Corr.“ bezeichnet die Angaben verschiedener Zeit— ungen über die Aufhebung der Sperre des Hafens von Klek sowie Pourparlers mit der Pforte und der englischen Regierung und endlich betreffs einer
unbegründet.
— Die Pforte hat hier wegen Besetzung des serbischen Gebiets am Timok behufs Verhinderung des russischen Proviant Transports angefragt. Graf Andrassth erklärte, weder eine russische noch eine rumänische, noch eine türkische Besetzung des serbischen Gebietes zuzulassen.
— Ein hier verbreitetes Gerücht will wissen, daß die Kaiser-Zusammenkunft in Salzburg am 8. August nicht ohne diplomatische Assistenz vor sich gehen werde. Andrassy soll nämlich den Kaiser Franz Josef, und Bülow den deutschen Kaiser nach Salzburg begleiten. Letzteres würde natür— lich mit der besonderen Einwilligung des Fürsten Bismarck geschehen.
Frankreich. Paris. Dem„Constitutionnel“ wird aus London geschrieben: Rouher wird einige Tage in Chislehurst bleiben. Viele einflußreiche Persönlichkeiten und fremde Journalisten haben dort Audienz nachgesucht. Man kündigt als be— vorstehend eine Proclamatson des kaiserlichen Prinzen an, in welcher dieser erklärt, daß er sich im Jahre 1880 einer Plebiscit-Probe unterwerfen werde.
— Der Appellhof hat die Verurtheilung von Bonnet⸗-Duverdier, ehemal. Präsidenten des Pariser Gemeinderathes, zu 15 Monaten Gefängniß bestätigt.
Großbritannien London. Der„Globe“ dementirt auf's Entschiedenste die Meldung der „Daily-News“ von dem Rücktritt des Carl von Beaconsfield. Es sei daran niemals gedacht worden.
— 13. Juli. Die Kanonen-Boote„Flamingo“ und„Condor“, letzteres mit einem Torpedoapparat versehen, wurden nach der Donau zum Schutze „Morning-Post“ steht der Schluß des Parlaments am 10. August bevor.
Türkei. Constantinopel. Eine türkische Fregatte hat Simferopol bombardirt; die übrigen (türkischen Schiffe sind nach Sebastopol gesegelt.
eventuellen Occupation von Bosnien als vollkommen
der britischen Interessen beordert.— Laut der
13. Juli. Ein türkisches Geschwader, welches Eupatoria beschossen hatte, ist mit einem erbeuteten russischen Schiff hier eingetroffen.
J 13. Juli. Mittheilung des Ministers des Auswärtigen, Sapfet Pascha, an die Vertreter der Pforte im Auslande: Die in Kestan Belorun eingerückte russische Divistion hat die Muselmänner entwaffnet und deren Waffen unter die Bulgaren vertheilt, worauf die muselmännische Bevölkerung niedergemetzelt und deren Wohnungen in Brand gesteckt wurden. Demnach scheinen die Russen, welche sich als Vertheidiger des Rechts und der Humanität und als Beschützer unserer Völkerstämme ankündigten, die Ausrottung der muselmännischen Bevölkerung systematisch zu verfolgen. Wir zweifeln nicht, daß Europa durch die Mittheilung solcher Grausamkeiten lebhaft erregt und von Unwillen ergriffen werde.
— Man glaubt, daß demnächst der Waffen- stillstaͤnd mit Montenegro abgeschlossen werde. Die Russen sind von Tirnowa aus im Vorrücken begriffen, doch sind alle Balkan-Uebergänge von den Türken stark besetzt.
— Die von Tirnowa retirirten Türken, aus vier Infanterie-Bataillonen und einigen Hundert Reitern bestehend, stießen zu Sapfet Pascha, welcher mit zwanzig Bataillonen bei Kersowa nächst Os manbazar eine verschanzte Stellung bezog. In Frenchissar, wo sich große Militärdepots befinden, explodirte der Pulverthurm mit 500 Pulverkisten.
Montenegro. Cettinje. Der britische Consul in Scutari ist im fürstlichen Hauptquartier in Orjaluja, wie wan sagt, in wichtiger Mission eingetroffen. Sämmtliche Herzegowiner Insurgenten sollen sich am 15. d. in Ostrog versammeln, wo der Fürst am 16. d. mit einem Armeecorps ein- treffen soll. Die Montenegriner beabsichtigen die Occupation einiger türkischen Grenzdistriete. Su- leiman Pascha steht noch immer mit 30 Bataillonen bei Antivari.
— Der montenegrinische Ober- Befehlshaber meldete, daß er am 10. Juli die Türken geschlagen und sechs türkische Dörfer in der Herzegowina zerstört habe.
Serbien. Belgrad. Die jüngst aus der Skupschtina ausgetretenen Deputirten werden wegen Beleidigung dieser Versammlung und Verleumdung des Cabinets gerichtlich verfolgt, sind somit nicht wieder wählbar. Der conservative politische Club in Belgrad ist polizeilich aufgelöst. In Kragujevatz und Jagodina sind zahlreiche Parteigänger der Minorität verhaftet. Der Fürst hat den Empfang einer Deputation der Opposition abgelehnt. Die Fristen betreffs der Geltung des Ausnahme-Zu— standes sind weiter erstreckt worden.
— Die serbische Regierung ließ 40 der eon— servativen Partei im Lande angehörige Bürger verhaften; ebenso wurden alle Socialisten-Chefs festgenommen.
Rumänien. Bukarest. Ein Telegramm von hier an die„Pol. Corr.“ in Wien erklärt alle Gerüchte über eine bevorstehende Ueberschreitung der Donau Seitens der Rumänen und den Ab- schluß einer Convention Rumäniens mit Serbien für unbegründet; Rumänien verbleibe in defensiver Haltung.
L Rumänien erhält zur Vertheidigung gegen den türkischen Angriff bei Widdin ein russisches Hülfscorps von 8000 Mann. Rußland sendet 32,000 Mann Verstärkungen zur Kaukasus- Armee.


