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* 1 2 1 4 et 16 · 1 it K 0 1 1 7 0 2˙¹
Wie man heizt.
Wir entnehmen der sehr empfehleuswerthen Zeitschrift„Gesundheit“ folgenden beherzigens- weriben Artikel ibres Redaktrurs Professor Dr. C. Reclam:„Die Nächte werden kühl; wir wollen morgen früh ein kleines Feuer machen lassen,“ sprach der Hausberr am Frühstückstisch, indem er sich behaglich in jenes Kleidungsstück wickelte, welches ein Hemmschub der Thatktraft genannt wer den muß: in den Schlafrock. Dieses weibische Kleid sollte nur für Kranke gestattet werden, als ein Uebergang zwischen Bett und wirklichem Anzug. Seit die deutschen Gelehrten sich nicht mehr im Schlafrock abconterfeien lassen, steht deutsche Wissen— schaft erst auf eigenen Füßen und hat Großes ge— leistet. Ein Schlafrocks- Weichling friert immer. Bei dem in Aussicht gestellten ersten Einheizen seufzte die Gattin. Nicht etwa aus bypgienischen Bedenken.
1 1
Aber sie wußte, daß der zum ersten ung“
Jetzt konnte doch nicht mehr die„Ausstrablung“ der Wärme für die Empfindung des Frierens ver— antwortlich gemacht werden? Die Freunde schoben es auf Gewöhnung. Diese Erklärung ist jedoch nicht die richtige. Die gesteigerte Empfindlichkeit hat vielmehr darin ihren Grund, daß beim an— dauernden starken Heizen der Raum des Zimmers, sowie die in ihm befindlichen Gegenstände und die Wände austrocknen. Je mehr sie ihre Feuchtig— keit verlieren, um so mehr saugt die trockene Luft (welche in Folge der Erwarmung geeignet und geneigt ist, auch umsomehr Wasserdunst in sich auf- zunehmen) die Feuchtigkeit da auf, wo sie dieselbe
fast allein noch findet: bei den Menschen. Die unmerkliche Ausdünstung der Haut und Lunge wird gesteigert. Da nun diese„Verdunstung“
von Feuchtigkeit uns noch viel mehr Wärme ent-
zieht, als der vorerwähnte Verlust durch„Ableit⸗
an die Luft und die„Strahlung“ an kalte
Male wieder erwärmte Ofen bäßlichen Geruch dem Umgebung, so wird durch die gesteigerte Ofenwärme
Gemache mittheilt. über Nacht die Fenster offen blieben,
Sie gab also Befehl, daß
Zimmer gut auslüfte und so ihrer Meinung nach, Freund;
damit das und der Ofen erscheint als bester Freund.
allmälig auch das Wärmebedürfniß gesteigert— Kein
— ein Feind! denn in der erhöhten
der üble Osengeruch weniger wahrnehmbar sei. Zimmerwärme dünsten auch alle anderen Gegen- — Allein sie täuschte sich. Am anderen Morgen stände mehr aus, und die Luft wird verschlechtert. 1
roch der angeheizte Ofen wie alljährlich,— zu- gleich aber fröstelten die Genossen am Frühstücks⸗ tisch. Am Thermometer zeigten sich T 15“ R. — die Luft war warm— und doch hatten Alle das Gefühl der Kälte.„Mehr heizen,“ befahl der Hausberr. Die Temperatur der Luft stieg auf + 170 und trotzdem blieb das Frostgefühl Es wird den meisten Menschen so schwer, einfache, wissenschastliche Wahrheiten, die sie seit Langem genau kennen, auf das tägliche Leben anzuwenden. — Daß wir nicht nur an die uns umgebende Luft Wärme abgeben(weshalb wir in kalter Luft „frieren“), sondern daß jeder warme Körper gegen lältere Gegenstände Wärme ausstrablt, das wissen
In der warmen Luft athmen wir weniger Sauer-
stoff ein(unser nothwendigstes Lebensbedürfniß!)
und der Stoffwechsel wird langsamer und geringer
wir Alle. Wir lassen deshalb die Oefen„schwarz“
anstreichen, weil Mangel an Farbe die Ausstrahl- ung begünstigt— und fühlen die Heizung„weißer“
Klinkeröfen desbalb behaglich, weil ihnen jene Ausstrahlung in geringem Grade eigen ist— während wir am offenen Kamin an der den
Flammen zugewendeten Seite die fast stechende
— der Appetit mindert sich— es tritt mürrische Stimmung ein— der Schlaf ist kurz und un- rubig— alle Verrichtungen des Körpers lassen zu wünschen übrig. Da haben wir das treue und betrübende Bild der Bureaukraten— der älteren Kaufleute— der viel im Zimmer lebenden Frauen und alten Mädchen kurz, der meisten Stuben-
menschen im Winter. Nur Diejenigen, welche ibrem Ofen niemals gestatten, die Luft über + 150 R.(= 200 C.) zu erwärmen, sind
Leiden nicht unterworfen. Willst D Hüte Dich Liegen au
Macht vorzeitig alt u
diesem wahren Kraft und Witz, Ofenhitz!
*— Verloosungen. Braunschweigische 20 schweig, 31. December 1876
Braun Nr. 65
Thlr. Gezogene Serien
oose.
22 490 597 624 634 713 721 1002 1072 1138 1184
1233 1371 1438 1555 1755 1807 1920 2209 2533 3329 3425 3492 3651 3718 3854 3902. Gewinne: S. 597 Nr. 25 105,000 M.— S. 713 Nr. 18 30,000 M. S. 404 Nr. 18, S. 1184 Nr. 15. S. 1555 Nr. 3, S. 1920 Nr. 12, S. 3329 Nr. 7 à 3000 M. [S. 624 Nr. 0, S. 634 Nr. 4, S. 1002 Nr. 17, S. 1072 Nr. 7, S. 1184 Nr. 25, S. 1233 Nr 15, S. 1371 Nr. 9, S. 1371 Nr. 24. S. 3329 Nr. 10, [S. 3718 Nr. 4 1500 M S. 58 Nr 10, S. 404 Nr 14, 22, S. 490 Nr. 13, 14, S. 597 Nr. 2, 19, 22, S. 624 Nr. 11, S. 713 Nr. 6, 7, 16, 17, S. 721 [Nr. 16, S. 1002 Nr. 6, S. 1138 Nr. 11. 14, S. 1371 Nr. 6, 13, S. 1555 Nr. 5, S. 1755 Nr. 23, S E Nr. 3, S. 2833 Nr. 3 S. 4 r. 9, 7, S. 3492 Nr. 6, S. 3651 Nr. 12, S. 3718 9 5. [S. 3854 Nr. 7, 17, 22 3 600 M, Alle übrigen in den
obigen Serien enthaltenen Nummern à 300 M. Zahlbar 1. Februar
Oesterr. Credit fl. 100⸗Loose vom Jahre 1858. Serien⸗ und Gewinn⸗Ziehung vom 2. J ar 177. Heimzahlung am 1. Juli 1877. Serien Nr. 2 390 75 1951 2263 2322 2631. 2725 3049 357 3395 32 3467. Gewinne S. 2 N. 40 fl. 200,000 S. 1321 5 fl. 40,000 S. 2 Nr. 52 fl. 20,000. S. 26 7 à fl. 5000. S. 2725
3000. S. 2 Nr. 9 65, S. 390 Nr. 3. S. 751 3288 Nr. 79 à fl. 1000 0 8 S. 3900 N. 11, 1951 Nr. 10 39 51 89 2322 Nr. 17, S. 2631 2 71 79 89 100, S. 3049 3, S. 3093 Nr.
S. 3467 N
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 11. Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 f M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. J M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M..,
o. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen M. 25.—. Torn M. 18½—19½., Gersie M. 17½— 19, Hafer N. 15½—18. Kobhlsamen M.—., Erdsen M. 21—24.,
Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 85. de Preise versteben sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ gewicht 100 Kilo.
Frankfurt, 13. Jan. Der heutige Heu- und Strob⸗
markt war sehr gut desahren. Oeu kostete je nach Qualität
. Cenin. M. 4—5.50. 4.20—4.50. *
Stroh per Cenin. M.
[Buttet 1. Oual. im Großhandel das Pfund M. 1.35., 2. Qual. M. 1., im Kleinbandel 1. Qual. M. 1.40—45,
2. Qual. M. 1.30. Eier das Hundert M. 6.—. Kartoffeln pet 200 Zollpfund M. 5—6.
Hitze der Strahlung empfinden. Daß aber unser 20 637* 919 1088 2 408 687 795 898 884 5 Main; 13. Jan. 8 Waizen der 5 0 58 7 397 818 812 203 274 766 881 4139 Matz rn ver M 7 N 8 5 eigener Körper denselben Naturgesetzen unterworfen 105 r r N 0 8 3 ö 3 N 1 11 17.40. Hafer pet März 5 2 5 24 0 500 5027 2 217 38 1 429 71 2 4 5 Rübs der N 9. 1 ist und gegen kalte Zimmerwände Wärme aus- 879 882 6001 247 591 84 840 7038 148 281 3160 Marburg 5 Januar. Wochenmarkt. B N N 79 882 7 591 840 7 281 Marbur. Januar. Wochenmarkt. strahlt,— daß wir bierbei Wärme verlieren,— 390 423 512 566 612 695 8040 504 537 597 784 kostete pr Pfund M 140-20 Gier pr. Stück 18 1 daß wir diesen Verlust fühlen und frösteln—— 709 989 9039 369 2 601 628 870 886 966 Gewinn; Käse pr. Stück 10—12 Pf. Hasen pr. Stüc M. 3 50—00. 5* 12 3881 Nr. 9 M. 48,000.— S. 9870 Nr. 36 or. Stück 3 N f das überrascht. Hätte jene Frau zwei Stunden 2 un— 32*. 0 1 Gaͤnse pr. Stück M. 5—6. ——* 1*— 12 N 166—— 0*—— 0 12 0* 1 vor der Frübstückszeit einheizen lassen und erst bei Nr. 37 M. 3000.— S. 65 Nr. 27, S. 4511 Nr. 38, offenen Fenstern geheizt(um die Luft zu erneuern, S. 5217 Nu. 8, S. 5330 Nr. 10 40, S. 6840 Nr, 32. Auszug 2 f 1 4 8537 Nr. 27 S 999 N 5 g S 9 9 ne 1 28— 8 den Ofengeruch abziehen zu lassen) und dann das 5. 2378 9629 Nr. 18 M. 300. 1 2, S 4 aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Gemach gleichmäßig erwärmt, so würde die Luft= S 3274 Nr. 47, S. 3881 Nr. 37, S. 5417 Nr. 14. n temperatur von + 140 R. schon sehr behaglich S. 5765 Nr. 27, S. 7315 Nr. 44, S. 7423 Nr. 18, 6. Jan. Dem Bahnwärter Andreas Eichenauer eine und reichlich genügend gewesen sein. Was aber S. 7605 Nr. 2, S. 8999 Nr. 35, S. 9309 Nr. 27.„ Tochter 3 war die Folge des unrichtigen Verfahrens?—[ M. 72. Alle übrigen Nummern der gezogenen Serien], Jan: Ein unehelicher Sohn. 2 —. 5 g à M. 66. Zahlbar 31. Marz 5 Jan. Dem Eisenbahn-Portier Johann Stieler ein Der Schlafrocksmann, welcher Wärme liebt und g 1 1 1 Sohn. 1 792 1 1 4 0 1 L 0 0 86 1— sich mit seiner Familie schon oft im Widerspruche e. 8 3 1 Nr 81—4 8. Jan. Dem Invaliden Konrad Engel ein Sobn. wegen seiner Vorliebe für überheizte Zimmer ge- 185 210 56 631 727 767 962 1048 054 1178 1320 F Johannes Jost II. ein N 86 1353 1562 15 94 162*.* 46 1810 Sohn i funden hatte, ergriff Gelegenheit, eb Gegner 1 5 1710 1 7 1320 32 1225 Nr 15 4 12. Jan. Dem Pedellen Konrad Herold eine Tochter. gründlich zu schlagen.„Da habt Ihr Euch nun 2408 2433 2534 2590 26417 2640 2701 2709 2720 Gestorben: 5 60 1 50 2* 2 1 2045 299 10 8 1 40 202 15 85. selber überzeugt, daß 15 Grad nicht genügen, 2907 2971 3003 3083 3118 3142 3178 3202 3259] 6. Jan. Schreiner Franz Albrecht Ruppel I., 74 Jahre
sondern daß man wenigstens 17 oder 18 Grad am Thermometer haben muß, um nicht zu frieren.“ — Dieser Sieg wurde ausgenutzt. Nun hatte der Thermometer die Herrschaft gewonnen und niemals kam die Quccksilbersäule zu niederen Gra- den herab. Aber das Wärmebedürfniß steigerte sich. Bald genügten 18 Grad nicht mehr, son⸗ dern 20 Grade wurden Norm.— Trotz alledem
Jetzt waren doch wohl die Wände durchwärmt?
15 4 964. fand sich das Gefühl des Fröstelns wieder ein.
3311 3415 371 3520 3654 3940.
Hessische Ludwigs⸗Eisenbabn. Mainz, 14. December 1876. 4½ proe. Frankfurt Hanauer Prloritäten von 1858: Lit. D. Nr. 31 39 107 118 136 144 146 268. Lit. E. Nr. 186 198 203 210 361 422 432 469 496 502 511 570 578 640.— Lit. F. Nr. 61 104 185 197 255 342 359 416 454 498 Lit. G. Nr. 58 114 146 136 180 204 337 411 431 458 471 536 630 648 742 789 867 887 954 Zahlbar 1. Juli. Meininger 4proe.
Meiningen, 2. Januar. Gezogene Serien: gen,* 9
Prämienpfandbriefe.
Nr. 58 91
1 alt
Geld Cours.
Frankfurt am 13. Januar 1877 20 Frankenstücke Mk. 16 20—24 Englische Sovereigns 20 33-38 Nussische Imperiales e Holländische fl. 10-Stücke 18 Ducaten. 9 9 60-65
Ducaten al mared Dollars in Gold
5 9 64-69 * 41619
31 1 5 Hofraithe-Verkauf. 114 Samstag den 20. Januar d. J., Mittags 12 Uhr, soll auf dem Berna'schen Hofe zu Büdeczheim der öͤstliche Theil detz alten Schlosses, die fetzige Pachterwohnung, auf den Abbruch öffentlich versteigert werden. Dat Haus kann vom 10. d. M. an eingesehen werden und wollen sich Kaufliebhaber dieserhalb an Herrn Pachter Draubt wenden, auch wegen der näheren Bedingungen.
Müdes beim am 6. Januar 1877. Dr, Verna'sche Verwaltung.
124 Ein einspänniges
Kuhwägelchen,
noch fast wie neu, blauem Anstrich, steht zu ver— kaufen bet Philipp Kaufmann, in Rodheim v. d. H.
Ein Steinhauer, welcher techulsche und praktische Kenntnisse besitzt,
zu einem großen Brückenbau bei Fronhausen gesucht. BVad⸗Nauhelm. E. Aletter.
mit
186
47 Ein 2spänniger
Elegante Glas-Kaleschen
B offene Jagdwagen, Breaks Vonnv⸗ Wigelchen sind fertig zu haben dei Fauerbach b. Fr. K. Häuser, landwirtbschaftliche Maschinen und Geräthe Werkstätte
Oeconomiewagen, 180 noch in sehr gutem Zustande, steht zu verkaufen del Fauerbach b. Fr. Karl Holler, Schmiedmeister.


