19 deruchenden Nummern
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noch täglich beobachten kann, daß Gottseligkeit auch schon die Verheißung dieses Lebens hat. Die angeregte Debatte der Meißner Conferenz förderte die interessantesten Mittheilungen aus vielen Lebens- kreisen zu Tage und das Geständniß verschiedener Pastoren, namentlich vom Lande, daß das geistliche Amt noch keineswegs so in Mißeredit gekommen sei, wie man es in den Städten wohl oft meine, daß der arme Mann noch recht wohl fühle, daß in dem Geistlichen eine höhere Welt ihren Ver treter zu ihm sendet. Die Diener der Kirche müssen nur auch ein Herz für den Arbeiter zeigen, dann nimmt derselbe gern den Besuch des Geist— lichen im Haus oder Feld entgegen und stattet ihm am Sonntag in der Kirche seinen Gegenbe— such ab. Man darf auch nicht glauben, daß alle Socialdemokraten unkirchlich sind. Ein Geistlicher berichtete, daß seine Gemeinde als socialdemokta- tisches Nest verschrieen sei und daß bei der letzten Reichstagswahl ¼ aller Stimmen einen Socialisten gewählt hätten; aber alle diese Wähler seien fleißige Kirchgänger und kommen auch zum Abend- mabse. Man möge daher das Vertrauen auf eine friedliche sociale Entwicklung des Volkes nicht auf⸗
73 Quart gaben, lieferten sie bei dem gedämpften nur 71,
bei der zweiten 23 Quart Milch für 1 Pfund Butter
durch Auswaschen der Lösungsrückstände und Formen der schlammartigen Masse zu viereckigen Blöcken erhalten. Er kommt, weil Ueberproduction vorhanden ist, zu sehr niebriegem Preis in den Hendel. Die Auflösung erfolgt auch m.ttelst warmen Wassers und ganz allmählig, weil der Kieserit, um in Bittersalz überzugeben, 6 Theile Wasser aufnehmen muß. Die gesättigte Lösung wird in der angegebenen Weise verwenbet.
Dämpfen der Runkelrüben zum Milchfutter ist nicht empfehlenswerth. Nach Versuchen, welche C. Struckmann mit 8 Holländer Kühen angestellt hal, empfiehlt sich das Dämpfen der Runkelrüben zum Futter für Milchkühe nicht. Die Zusammensetzung des Futters war pro Tag und Kuh 63 Pfund Runkelrüben, 3,73 Pfund Rapskuchen 7 Pfund Weizenspreu, 7 Pfund langes Waizen— stroh und 3,5 Pfund Weizenstrohhäcksel. Bei der Fütterung der Rüben in gedämpftem Zustande war der Milchertrag in Quantität wie Qualität geringer, als bei der Verab⸗ reichung roher Rüben. Während nämlich bei den un⸗ gedämpften Rüben die 8 Kühe im Durchschnitt täglich
während ferner bei ersterer Fütterung 22½ Quart Milch 1 Pfun verkäufliche Butter lieferten, oder aus 100 Pfund Milch 1 Pfund reines Felt gewonnen wurden, waren
nöthig, oder aus 100 Pfund Milch wurden nicht ganz 1 Pfund reines Fett gewonnen.
Verbesserung schlechten Trinkwassers durch Kochen. Bekanntlich ist es noch immer am besten um schlechtes oder verdächtiges Brunnenwasser für den Genuß verwendbar zu machen, dasselbe abzukochen, ehe man es genießt. E. Bücke schlägt nun vor, das betreffende Wasser
geben und vielmehr hoffen, daß auch diese Sturm- und Drangperiode zu einer Klärung der Geister und Läuterung der Gemüther führen wird. Hauptsätze, zu denen sich die Meißner Conferenz einmüthig bekannte, lauten: 1. Die Kirche, als die Gemeinde aller heilsbedürftigen und nach Ver- söhnung ringenden Gemüther, hat in dem socialen Kampfe der Gegenwart unter allen Formen und Confessionen die Aufgabe, der äußeren und inneren Noth und den Predigten des Hasses und Neides mit Gedanken des Friedens, Worten der Verstän⸗ digung und Werken der Liebe entgegenzutreten. 2. Die Kirche hat bei Erfüllung ihrer Hauptauf⸗ gabe ein besonderes Augenmerk darauf zu richten, bei ihren Gliedern auch die Erkenntniß der wirth⸗
schaftlichen Entwickelung zu pflegen und sowohl
zur Verbreitung wirthschaftlicher Wahrheiten, als auch zur Förderung gemeinnütziger Bestrebungen für das Volkswobl nach Kräften beizutragen. 3. Insbesondere soll die Kirche die Sonntags ruhe und Sonntags heiligung dem Volke zu sichern suchen.
Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Vertilgung von Gras bei Pflasterungen ꝛc. Das Wirksamste und aleichzeilig Billigste soll nach der „Deulschen Industrie⸗ Zeitung“ die sog. Erdlauge der Leopoldshall⸗ Staßfurter Kali⸗Industrie sein, welche als Mutterlauge des künstlichen Carnaliis, eine gesättigte
Chlormagnesiumlösung mit geringem Gehalt von Chlor-
kalium, schwefselsaurer Magnesia und Kochsalz bildet.— Diese Erdlauge wird in Staßfurt als lästiges Nebenproduct in enormen Quantitäsen dem Boden zugeführt; ihr Preis ist daher an Ort und Stelle gleich Null und es würden kaum mehr als die Transportkosten in Menu nung zu ziehen sein. Chlormaguesium wirkt in hohem Grade giftig auf die Pflanzenwurzeln ein; es hat jedoch in Folge seiner leichten Löslichkeit die Eigenschaft, rasch in liesere Erd⸗ schichten einzudringen, weshalb man bei vorsichtiger An⸗ wendung eine Zerstörung seitlich stehender Pflanzen— etwa Beeleinsassung— nicht zu befürchten hal. Man kann ohne Schaden Blechgießkannen anwenden; nach Wiederholung der Operation werden die Graswurzeln bald absterben.— Nahezu von gleicher Wirksamkeit ist eine conzentrirte Kieserit⸗Lösung. Dieser Kieserit, unreine schwefelsaure Magnesia mit 1 Th. Wasser. wird in Staß⸗ furt ebenfalls als Nebenproduct der Chlorkaliumfabrikation
Die
mit Weinsäure, Citronensäure oder Salzsäure anzufäuern, dann aufzukochen und nach dem Abkühlen die Säure mit Natriumbicarbonat zu neuttalisiren. Durch den Säure⸗ zusatz sollen angeblich die aus den etwa vorhandenen organi⸗ schen Stoffen beim Kochen gebildeten Zersetzungsproduete entfernt und unschädlich gemacht werden.
Heu- und Knochenbrüchigkeit. Gelegentlich des landwirthschaftlichen Kränzchens zu Ottersheim in der Pfalz wurde die Wahrnehmung mitgetheilt, daß junge Thiere sich viel langsamer entwickeln, wenn man sie mu einem Heu aus nassen Wiesen mit eisenhaltigem Wasser ernährt, als wenn das Heu auf trocken gelegten Wiesen derselben Bodenarten gewonnen wurde. Mit dieser Wahr— nehmung bält auch das Auftreten der Knochenbrüchigkeit bei älteren Thieren gleichen Schritt. Zwar ist es allge— mein bekannt, daß das auf nassen Wiesen gewonnene Heu an und für sich einen geringecen Nahrungswerib hat, als das Heu von trockenen Wiesen; allein woran es dem Heu der nassen eisenhaltigen Wiesen vorzugsweise sehlt, das ist der phosphorsaure Kalk, der knochenbildende Stoff, ohne den das junge Thier in seiner Entwicklung zurückbleiben uud das ältere Thier knochenkraunk werden muß. Der Eisengehalt des Wassers solcher nassen Wiesen ist nämlich Veranlassung, daß ebensowobl der phosphorsaure Kalk, den der Boden von Natur aus enthält, wie auch der- jenige, den man durch Düngung mit Knochenmehl der Wiese zuführt, in einen schwerlöslichen Zustand gelangt. Hier ist die Entwässecung das einzige Mittel, durch das geholsen werden kann.
Friedberg, 10. Juli. Waizen M. 27.50. Korn M. 23.—. Gerste M. 19.—. Hafer M. 14.50—19. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpsund.
Frankfurt, 9. Juli. Der beutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 480 Ochsen, 170 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 230 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68—70., 2. Qual. M. 60—65. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 60.—62, 2. Qual. M. 48 50. Kälber 1. Qual. M. 60.—. 2. Qual. M. 48—50. Hämmel 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 50.—52. Schweine das Pfund 60 Pf.
Frankfurt, 9. Juli. Fruchtbericht. Mebl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38, Ni. 3 M. 34., Ne. 4 M. 30. Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26—27., Ho. II.(Rerliner Marke) M. 22., Weizen ab Bahnhof hier N. 28.50., ab unserer Umgegend M. 28.—. fremder je nach Qual. M. 22— 27.50. Korn M. 1621.50. Gerste N. 19 21. Haf- M. 1417.50. Koblsamen M. 32—34. Erbsen M. 21—24., Wicken Ut. 17.50., Linsen M. 21—30. Küböl M. 74 Die Preise verstehen sich sämmtuch per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo.
Frankfurt, 9. Juli. Heule beginnt der hiesige Wollmarkt. Die Zufuhr war nicht so bedeutend, wie man anfänglich votraussetzte, wozu jedoch die allgemeine Ge⸗ schäftslage wesenilich beitrug. Wesentlich unierschied sich jedoch die zu Markt gebrachte Waare dadurch, daß sie viel feiner in Wäsche ist als sonst. Die Preise stellten sich in einzelnen Fällen um fünf Mank höher als auf dem vorigen Markte. Als bezahlte Preise noten wic für gute hessische Land⸗Wolle 117—130 Mk., für minelfeine Schur⸗Wolle 150—160 Mk., geringe östetreichische Wolle, sowie Colonial⸗ Wolle fehlte diesmal gänzlich.
Main! 9. Juli. Srooucten-Markt. Waizen per Juli M. 24 50., per Nov. M. 23.05. Korn per Juli M. 16.70. per Nov. M. 1615. Hafer per Juli M. 15.70, per Nov. M. 15.40. Rüböl per Juli WW... 9
D. Frankfurt a. M., 10. Juli. Die Meldung
des Wiener„Tagblatts“ von einem Allianzvertrag zwischen Serbien und Rumänien, welcher gemeinschaftliche militärische Operationen„dis Mitte August“ bezwecken soll, ließ heute eine maite Börse erwarten. Man eröffnete in der That auch in etwas schwächerer Haltung auf niedrigere Wiener Course, erholte sich jedoch bald wieder, als Berlin eine jeste Tendenz documentirte und zeigte es sich im Allge⸗ meinen, daß die Speculation gegen diesen neuen politischen Zwischenfall ziemlich unempfindlich war. In Betreff des Geschäfts ist heute eine etwas lebhaftere Thätigkeit zu constatiren. Von den Haupispeculationspwieren waren Staalsbabnactien bevorzugt und wurden 4 190/X4—191/ö und 191½ gehandelt. Creditactien gingen 1117-11702 und 117 ½ um. Lombarden geschäftsos. Von aus⸗ wärtigen Staalssonds stellten sich Oesterr. Renten, Ungar. Schatzdens und Russen niedriger. Von Anlehensloosen blieben 1860 ˙ r fest. Oesterr. Bahnen waren still und un⸗ verändert. Prioritäten preishaliend. 30% Lombardische matter. Banken sind gut behauptet. Brüsseler Bank gaben 1% nach. Von Wechseln London und Paris schwächer.
Geld ⸗ Cours.
Ueber neue Desinfectionsmittel. Nach einer Untersuchung von Kletzinsky besteht die Desinsections—
Chlormagucsium, die offenbar durch Vermischen äquiva⸗ lenter Mengen von Chlorkalk und Bittersalz und Trennen der Lösung von dem ausgeschiedenen Gypse hergestellt wurde. Der Verf. empfiehlt ein Gemisch von bafisch— schwefelsaurem Eisenoxyd, Magnesitmehl und Phenol als sehr gutes Desinsectionsmiitel.— Das schwedische Des⸗ infectionsmittel Amyko's bestand aus 75% Wasser, 18% Borsäure, 2% ꝓ Ammoniak und 5% Gewürznelkenextrakt. — Ein zweiles schwedisches Desinsectionsmittel, Afeptin genannt, bestand aus 43% schweselsaurer Thon erde, 330% Natronsalpeter und 24% Borsäure.— Der Desinfections— werth dieser neuen Mittel ist, mit Ausnahme der phenol— valtigen, sehr zweiselbaft.
Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1 20. Eier 1 Stück 6 Pf.
flüssigkeit von Valmagint im Wesentlichen aus einer ver⸗ dünnten Lösung von unterchlorigsaurem Magnesium und
Frankfurt am 10. Juli 1877.
20 ⸗Frankenstücke Mk. 16 24 28 Englische Sovereigns„ 20 35 40 Russische Imperiales C Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 16 65 G. Dachen e* 9 59- 64 Duenten r ade?s 9 5964 Dollars in Gold 4 17-20
Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des
allein üchten Cölnischen Wassers
übertragen und empfehlen wir dasselbe
per Glas zu M. 1 50, ½ Dutzend 0 „ Dutzend 18,75
Die Exped. d. Anz.
Holz-Verstergerung. 2132 Freitag den 13. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll im hiesigen Gemeindewalde, Distrikt Reserveschlag, nach— benanntes Gehölze versteigert werden:
57 Raummeter geschältes Eichen-Scheitholz,
91„„„ Prügelholz,
7 5 Eichen⸗Stockholz, 3 17 Nadel- 5 22047 Stück Eichen⸗Schälholzwellen,
158„ geschaͤlte Eichen-Baumstützen. Zahlungstermin: 1. Dezember 1877. Ober-Mörlen am 7. Juli 1877.
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Da die Erben der Philipp Stork Eheleute von
Ober Rosbach auf Loschung der von Letzteren der Apo-
theker Tra pp Wittwe in Friedberg und Pfarrer Braun in Köppern unterm 4. Dezember 1840 und 16. Sep⸗ tember 1841 über 300 fl. und 200 fl. bestellten Hypothek im Hypothekenbuch der Gemarkung Ober und Nieder⸗ Rosbach angetragen haben, jedoch die angeblich verlorene liegenden Prozeßacken abgetragenen Hypothekforderungen nicht vorlegen können so werden die unbekannten Besitzer der genannten Obligation hiermit aufgefordert, binnen 6 Wochen von heute an Einsprache gegen den Loͤschungs— antrag bierorts zu erheben, widrigenfalls demselben stattgegeben wird. Friedberg den 9. Juli 1877. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pi st o r.
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Schuld- und Pfandverschreibung über die inhaltlich vor-
Holz-⸗Versteigerung.
2145 Freitag den 13. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll in hiesigem Gemeindewald, Schlag Nr. 4, unterhalb der Kaisergrube, an der Usinger Straße, nachverzeichnetes Holz versteigert werden 11,3 Raummeter Eichen⸗Schälholzknüppel,
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