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1877.
Dienstag den 12. Juni.
M 67.
Oberhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren:
Ni. 26. Nichts.— Nr. 27.
Nichts.— Nr. 28. Sub 1.
bei Heppenheim und in dem Großherzoalichen Landeshospital Hofheim betreffend.
Friedberg am 8. Juni 1877.
Regulativ über die Aufnahme und Entlassung der Pfleglinge in der Großherzoglichen Landesitrenanstalt
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr Br a de n.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Volbrecht Meub II. von Stammheim wurde als Wiesenvorstandsmitglied für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. Adam Hofmann IV. von Wölfersheim ist als Wiesenvorstandsmitglied ernannt und verpflichtet worden.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 11. Juni. Ueber das Befin⸗ den Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs ist leider noch immer nichts Günstiges zu melden. Nachdem am 8. Juni Appetit eingetreten war, in Folge dessen die Kräfte sich hoben und man all— gemein im Lande bei dieser erfreulichen Nachricht aufathmete, traten in der Nacht vom 8. zum 9. wieder Schlaflosigkeit und Brustbeklemmungen nebst großer Mattigkeit ein. Während des hohen Ge— burtstages, am 9. machte sich in Folge großer Schwäche zwar fortdauerndes Schlafbedürfniß geltend, der Schlaf war jedoch mangelhaft, auch der Appetit war nicht vorhanden. In der Nacht rom 9. auf 10. war der Patient höchst unruhig und aufgeregt. Nach Mitternacht erfolgte mehr- stündiger Schlaf, so daß am 10. Morgens der Kräftezustand befriedigender war. Im Laufe des 10. Juni war der Appetit besser und ist der Kräfte⸗ zustand ziemlich befriedigend. Die Nacht von gestern auf heute wurde durch eine mehrstündige Aufregung unterbrochen, die jedoch vergleichsweise weniger lebhaft und anhaltend war als in der verflossenen Nacht. Dementsprechend ist auch heute Morgen das Befinden ein zufriedenstellend eres. Das Fieber ist bereits seit einigen Tagen gänzlich ver⸗ schwunden.
Berlin, 9. Juni. In Folge eines mit der Rückkehr von Liegnitz eingetretenen Erkältungs⸗ Zustandes, verbunden mit Heiserkeit, war der Kaiser gestern genöthigt, das Zimmer zu hüten. Das Befinden des Kaisers hat sich jedoch heute wieder gebessert.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Ein in⸗ spirirter Artikel des„Pest. Lloyd“ analysirt die neueste russische Note wie folgt: Rußland läugnet die Absicht einer Eroberung Constantinopels, einer indischen Handels Wege durch Persien oder den Suez Canal, fowie der Auf— hebung der Meerengen Verträge, überhaupt einer gewaltsamen Störung der englischen Handels- Interessen. Bezüglich der christlichen Provinzen schweigt die Note. Oesterreich— sagt der„Lloyd“ — sei hierdurch nicht befriedigt.
Pest, 9. Juni. Unterhaus. Simonpi inter- pellirte die Regierung über die leitenden Prineipien gegenüber dem Orient-Kriege, ob zwischen Oester⸗ reich Ungarn und einer kriegführenden Partei ein Uebereinkommen bestehe, ob Annexion oder Occu— pation beabsichtigt sei. Iranpi interpellirte, ob es wahr sei, daß in Fiume für die russtsche Re⸗ gierung Torpedo's angefertigt würden, ferner daß russisches Kriegs-Material über Galizien befördert werde und was die Regierung angesichts des mit dem Pariser Vertrag und den Interessen Austro⸗
Ungarns collidirenden russisch⸗rumänischen Ueber- einkommens gethan habe oder zu thun gedenke.
Frankreich. Paris. Der kürzlich ver-
Mac Mahon beschimpfenden Aeußerungen zu fünf—
zehn Monaten Gefängniß und 2000 Fr. Geld-
buße verurtheilt worden.
— Die„Union“ theilt mit, daß zwischen dem Cabinet und der legitimistischen Partei ein Ein— vernehmen hergestellt sei.— Der„Moniteur“ er- wähnt einer Nachricht des„Bien public“ über den Bahnvorstehern gegebene Instructionen und bemerkt, die Nachricht sei wahr, aber es werde ihr eine zu große Tragweite beigemessen. Es handle sich um keine außerordentlichen Maßregeln, sondern nur um eine Maßregel, welche die ein ⸗ fache Folge des Systems der Mobilmachung sei, wie solches in Frankreich und Deutschland bestehe; auch seien die Instructionen nicht neuen Datums,
sondern vor fünf Monaten von dem früheren Cabinet gegeben worden. Belgien. Zrüssel, 9. Juni. Die Re⸗
präsentantenkammer hat einen die Abstellung von Mißständen bei den Wahlen betreffenden Gesetz— entwurf angenommen und vertagte sich hierauf bis zum 19. Juli.
Großbritannien. London, 7. Juni. Unterhaus. Gourley kündigte den Antrag auf eine Resolution an, daß England in freundschaftliche Verhandlungen mit den anderen Mächten eintreten solle, um Garantien für den Suez⸗Canal während des jetzigen Krieges zu erhalten. England müsse zur Erhaltung des Canals die erforderlichen Maß regeln treffen. Jenkins erklärte, er wolle einen Zusatz⸗Antrag zu dieser Resolution stellen, wonach ein Arrangement über den Suez Canal ohne Zu— stimmung Europa's nicht möglich sein solle. Die Regierung müsse unter der Mitwirkung der übrigen
Mächte ein permanentes Reglement über den Canal herbeizuführen suchen. Italien. Rom, 9. Juni. Cardinal
Simeoni erklärte dem Agenten Rußlands beim heiligen Stuhle, Fürsten Urussow, wenn Rußland den wiederholten Versicherungen zuwider die Ver— folgung der katholischen Kirche in Polen fortsetze, sei der heilige Stuhl genöthigt, alle Angelegen— heiten direct ohne Vermittlung des russischen Agenten zu erledigen.
Türkei. Constantinopel. Ein vom Mi- nister des Auswärtigen an die Vertreter der Pforte im Auslande gerichtetes Telegramm meldet: Suleiman Pascha hat die Montenegriner auf den Höhen zwischen Orlata und Krstaca m5. Juni geschlagen, ihre Stell— ungen nebst dem Fort Krstae eingenommen und Iztsop entsetzt. Gleichzeitig hat Ali Saib Pascha mit der Diviston von Skutari mehrere wichtige Po- sitionen besetzt. Hussan Pascha hat sich der Ver— schanzungen von Neniköi, Seuk und Bopalato bemächtigt. Ali Pascha schlug ebenfalls die Mon-
eine Stunde weit auf montenegrinischem Gebiete haftete Präsident des Pariser Gemeinde- Raths vordrang. Bonnet-Duverdier, ist wegen der den Marschall große Verluste.
Die Montenegriner erlitten überall
— 7. Juni. Suleiman im Norden, Ali Saib im Süden und Mehemed Ali im Osten setzen mit Erfolg die Operationen gegen Montenegro fort.— Die Russen rücken gegen Erzerum vor, wo Mukhtar Pascha steht. Kars bietet andauernd Wider- stand.— An der Donau dauern die Kanonaden fort. Die Pest in Bagdad ist im Abnehmen.
— 9. Juni. Eine Depesche Mukhtar Pascha's vom Mittwoch meldet: Die russische Abtheilung, welche Olti besetzt hatte, hat sich nach Penek zu— rückgezogen. Nach einer Depesche des Gouverneurs von Erzerum von gleichem Tage haben in Ala⸗ sehgirt, Kars und Wan keinerlei Ereignisse von Bedeutung stattgefunden. Ali Saib Pascha meldet, daß ein Geschützkampf mit den Montegriner im Distrikte Piperi stattgehabt habe.
— 9. Juni. Neuere Depeschen aus Erzerum constatiren das Vorrücken der Russen. Mukhtar Pascha hat sich Erzerum genähert, wo eine Schlacht zu bevorstehen scheint.— Hobart Pascha, welcher aus dem Schwarzen Meere zurückkehrte, brachte drei mit Getreide beladene griechische Schiffe mit, die wegen Blokadebruchs confiscirt worden waren.
— Nach einer den hiesigen Botschaftern zuge⸗ gangenen Mittheilung wurde türkischerseits ange ordnet, daß alle zur Nachtzeit an den Dardanellen ankommenden Schiffe vor Sedel Bar und Kum Kale liegen bleiben müssen und auf zuwiderhan— delnde Schiffe gefeuert wird. Im Hafen Suda sind Torpedos gelegt und die Einfahrt bei Nacht verboten worden. Die üblichen Kanonenschüsse bei Ankunft der Schiffe zur Nachtzeit fallen fort. Am Eingang der Sudabay ist ein Wachtschiff stationirt.
Montenegro. Cettinje. Nach Nach- richten aus Zara sollen die Montenegriner die Schlacht am Duga-Passe verloren haben. Es gilt für wahrscheinlich, daß Niksie entsetzt und verproviantirt werde. Heute sind mehrere ver— wundete Montenegriner in Pisano angekommen; dieselben werden nach Cattaro gebracht.
Ostrog. Die Montenegriner eroberten am 5. Juni fünf türkische Blockhäuser, zerstörten die— selben und ließen die Besatzungen über die Klinge springen.— Die gesammte türkische Macht von Spuz griff am 6. Juni die Montenegriner in Martinice an. Der Kampf dauerte vom frühesten Morgen bis zum Nachmittag. Die türkischen Offiziere mußten ihre schwankende Mannschaften dreimal mit Gewalt in den Kampf zurückführen, bis die Montenegriner zum Sturm-Angriff über— gingen und die Türken bis zur Festung Spuz in die Flucht jagten.— Gestern befahl der Fürst, das auf dem Wege nach Niksie liegende sehr starke Fort Uzrinice zu bombardiren. Nach heftiger Beschießung, wobei einige Projeetile bis Niksie
tenegriner, nahm Achrik und Bala ein, indem er flogen, fiel das Fort in die Hände der Mantenegriner.


