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heute Vormittag 7 Uhr nach Dudenhofen ge—
1877.
Donnerstag den 10. Mai.
N 54.
Oberhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Artis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren:
Nr. 21. Nichts.— Nr. 22. Sub 1.
Gesetz, die Benutzung von Leichen zu wissenschafilichen Zwecken auf der Landesuniversiiät betreffend.— Sub 2. Gesetz, die
Aufhebung der Bestimmungen über die Schadensersatzpflicht det Ortseinwobner und Gemeinden bei boshaften Sachbeschädigungen betreffend.— Sub 3. Gesetz, die Ehever⸗
löbnisse in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen betreffend.— Nr. 23.
Friedberg am 7. Mai 1877.
Sub 1.
Bekanntmachung, Abänderungen der Postordnung vom 18. Dezember 1874 betreffend.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. B. d. K.: Klietsch, Kreis ⸗Assessor.
Betreffend: Stalistische Ehebungen über die Rindviehracen im Kreise Friedberg. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Wir erwarten binnen 8 Tagen die noch rückständigen Vorlagen rubr. Betreffs.
Betreffend: Die Bildung der Einschätzungs⸗Commissionen für die Steuerregulirung 1878.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Es stehen noch Viele mit der Erledigung unserer Verfügung vom 23. v. M. zurück, weshalb wir bieran umgehend erinnern.
Bekanntmachung.
Friedberg den 4. Mai 1877.
Rn Klietsch, Kreis ⸗Assessor.
Friedberg am 8. Mai 1877.
J. B. d. K.: Klietsch, Kreis ⸗Assessor.
Unter Bezugnahme auf mein Ausschreiben vom 7. v. M. Kreisblatt Nr. 41, das Militär Ersatzgeschäft für 1877 betr., wird zur Kenntniß der Großherzoglichen Bürgermeistereien und der Militärpflichtigen gebracht, daß das Musterungsgeschäft im Aushebungsbezirk Nieder ⸗Wöllstadt nicht um 7½ sondern um 8 Uhr Vormittags seinen Anfang nimmt.
Friedberg am 8. Mai 1877.
In Gemäßheit der Instruction vom 2.
Macht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise
Der Civilvorsitzende der Ersatz-Commission Friedberg. J. B. d. K.: Klietsch, Kreis ⸗Assessor.
Bekanntmachung.
September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete der nachbemerkten Artikel für den Monat April 1877 sich
folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 19.50, Heu M. 12.—, Stroh M. 12.—. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. B. d. K.: Klietsch, Kreis ⸗Assessor.
Friedberg den 8. Mai 1877.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Am 24. April wurde der Juftizrath Dr. Meisel zum Direktor des Bezirks- strafgerichts in Darmstadt ernannt.
Berlin. Die Pforte hat hier amtlich er— klären lassen, daß sie in Folge der Vorstellung der deutschen Regierung die Maßregeln betreffs Ausweisung der russischen Unterthanen aus der Türkei zurückziehe und das Protectorat der deut- schen Vertretung über die russischen Unterthanen, Etablissements und russischen Interessen anerkenne. Sie behalte sich jedoch vor, in einzelnen Fällen verdächtige Individuen auszuweisen oder aus vom Feinde bedrohten Punkten zu entfernen. Russen, die im officiellen russischen Dienste gestanden haben, sollen binnen einer noch zu bestimmenden Frist das Land verlassen.
— Die Vertretung der Interessen der russischen Unterthanen in Aegypten ist nunmehr auf den deutschen General-Consul in Alexandrien und die übrigen deutschen Consulate in Aegypten über— gegangen, nachdem die dortigen russischen Con- sularbehörden ihre Amtsthätigkeit eingestellt haben.
Wilhelms hafen, 7. Mai. Das heute in Dienst gestellte Flotten⸗Geschwader, bestehend aus den Panzerschiffen„Preußen“,„Deutschland“, „Kasset“,„Friedrich Karl“ und dem Apiso— Dampfer„Falke“, soll am 28. Mai unter Contre- Admiral Batsch seine Uebungen beginnen, und zwar unächst in den heimischen Gewässern, um dieselben pater voraussichtlich im Mittelmeer fortzusetzen.
Metz, 7. Mai. Der Kaiser hat heute Vor- mittag Parade bei dem Fort Prinz August v. Württemberg unter Anwesenheit einer großen Zuschauermenge gehaltenz Nachmittags wurden die
Forts besichtigt, — 8. Mai. Se. Majestät der Kaiser ist
Vorjahres.
fahren, um Parade über die dortige Garnison zu halten. Mittags wird der Kaiser hier zurück. erwartet, um demnächst das Fort„Friedrich Karl“ zu besichtigen. Bei der gestrigen Prade war u. a. ein belgischer General anwesend. Heute wird hier der französische Botschafter Marquis Gontaut— Biron zur Begrüßung des Kaisers erwartet. Zum Diner werden die Civilbehörden zugezogen.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Andrassy hat eine Instruction an seine auswärtigen Agenten erlassen, wonach Oesterreich entschlossen ist, nicht die vollendeten Thatsachen abzuwarten, vielmehr sofort das Nothwendige zu thun zur Wahrung seiner eigenen Interessen. Seine Wehrkraft sei vollkommen ausreichend. Wenn indeß der Kaiser— staat activ vorgehe, werde seine Action gleich— wohl des feindseligen Charakters gegen irgend eine Kriegsmacht entbehren.
— Die Türken haben auf der unteren Donau nach Triest gehöriges Getreideschiff unter Die
ein österreichischer Flagge mit Beschlag belegt. Triester Seebehörde hat dagegen reclamirt. Pest. Der Minister⸗Präsident v. Tisza wird am 9. Mai den auf die Hemmung der Donau— Schifffahrt bezüglichen Theil der Interpellation Somsich's und ferner der Interpellation über die bei der Durchreise der Softas zu Temesvar vor- gekommenen Unruhen beantworten. Die Staats- Einnahmen für das erste Quartal 1877 belaufen sich auf 47 Mill. Gulden, um 7 Mill. höher als in der gleichen Periode des Die Staats-Ausgaben auf 66 Mill., auf 110 Millionen geringer als im Vorjahre. Großbritannien. London. Der Text der Antwort des britischen Cabinets auf die russische Eircular-Depesche lautet:
Die Regierung der Königin empfing die Anzeige des Kaisers von Rußland, daß er seinen Armeen befohlen, die türkische Grenze zu überschreiten. Sie könne zu ihrem tiefen Bedauern die Erklärungen und Folgerungen des Fürsten Gorischakoff nicht als Rechtfertigung des gesaßten Entschlusses accepuren, da die Pforte trotz der Ablehnung des Protokolls wiederholt erklärt habe, daß sie bereit sei, die versprochenen Resosmen auszuführen. Die englische Regierung könne die Behauptung Gortischakoff's nicht als zutreffend anerkennen, daß die Antwort der Pforte jede Hoffnung auf Nachgiebigkeit gegen die Wünsche und Rath⸗ schläge Europa's, sowie auf eine Bürgschast für die An⸗ wendung der proponirten Resosmen vereitele. Die Aus- drucksweise der lürkischen Note habe die Möglichkeit eines Friedensschlusses mit Montenegro oder einer gegenseiligen Abrüstung nicht ausgeschlossen. Mit Geduld und Mäßig⸗ ung auf beiden Seiten wäre der Zweck vielleicht noch erreicht worden. Die Regierung könne die Ansicht nicht theilen, daß dieser Schrütt Rußlands vereindas sei mit den Gefühlen und Interessen Europa's. Die Regierung könne sich nicht verhehlen, daß die Concentcirung einer großen Armee an der tütkischen Grenze ein wesentliches Hinderniß gegen die Pacification und gegen die Ausführung der Reformen bildet. Sie könne nicht glauben, daß die russische Invasion die vorhandenen Schwierigkeiten heben und die Lage der Christen in der Türkei bessern werde. Das Verfahren der russischen Regierung handle der Stipu⸗ lation des Pariser Vertrages zuwider, laut welcher Rußland und die anderen Signatar Mächte sich verpflichtet haben, die Unabbängigkeit und Integrität der Türke zu respectiren. Die Londoner Conserenz vom Jahre 1871 bade diese Stipulation beflaͤtigt. Indem also der Kaiser auf eigene Faust gegen die Türkel vorging und ohne weitere Be— ratbung mit den Bundesgenossen den Recurs an die Waffen nahm, trennte er sich von dem bislang dehauptelen europäischen Einvernehmen und wich gleichzeitig von der Regel, der er feierlich zugestimmt, ab. Es ist unmöglich, die Folgen solcher Handlung abzusehen. Die Erklärung des Fürsten Gortschakoff, Rußland bandle im Juteresse Großbritanniens und der andern europäischen Mächte, könne die Zustimmung und Billigung der britischen Re- gierung nicht finden.
— 8. Mai. Unterhaus. Im Verlaufe der Debatte führte Gladstone aus, kein Kapitel der englischen Geschichte sei so beklagenswertb, wie das-
jenige der letzten 18 Monate. Die Antwort Derbp's


