Ausgabe 
9.8.1877
 
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wachs vollkommen rein herzustellen. überschickt derselbe auf Verlangen gedruckte Anleitung zu.

angenehme Farbe.

zum Theil zu kostspielig, zum Theil auch zu zeitraubend und umständlich sind. Daher muß es für die Bienen⸗ züchter wohl von Interesse sein, zu erfahren, daß Herr Cbemiker Lehmann in Worms ein ebenso einfaches als billiges Mittel entdeckt hat, auch das unreinste Bienen⸗ Den Interessenten

Kalkanstrich auf Putzflächen.Ich habe mit bestem Erfolge(bis dahin nur an meinem eignen Hause die Seiten- und Hinterfront-Fagaden, welche dem Ost⸗, Nord- und Westwetter ausgesetzt sind) Kalkanstrich ange⸗ wandt und zwar wie folgt: Frisch gelöschten Kalk mit Bier(ich habe nur saures Bier verwandt, welches ich gratis aus einer Bierniederlage erhalten) und Wasserzusatz, auf geputztem Mauerwerk, gibt einen festen und dauer⸗ haften Anstrich und bedarf nur einmaligen Anstrichs. Zugleich gibt die Farbe des Biers der Kalkmasse eine sehr (2) Ich theile dieses gern mit, da es nicht selten vorkommt, daß Bier sauer wird und ist's ja auch besser, daß die Wände eines Hauscs damit gefärbt werden, als die Magenwände. Fr. A. Mohrien, Maler⸗ meister, Minden(imMaler ⸗Journal).

Verschluß von Einmachgläsern. manns Ill. Gewbzig.) Man verbindet die mit Ein⸗ gesottenem gefüllten Gläser statt mit Thierblase oder Pergamentpapier blos mit angefeuchtetem weißen Schreib⸗ papier, welches kurz nach dem Verbande mit einer mäßig dicken Lösung von arabischem Gummi in Wasser über⸗ pinselt wird. Nach dem Eintrocknen der Gummilösung sind alle Poren des Papieres vollkommen verschlossen und ein Eindringen der Luft in das Glas somit unmöglich gemacht; was, wie bekannt, weder durch das bhierische Membran noch durch vegetabilisches Pergament erreichbar ist. Für 5 Pfg. Gummi genügt zum Ueberpinseln von 30 bis 40 Gläserverschlüssen.

Eine Vertiefung der Ackerkrum me pflegt, wie Fiedler in derSchlesischen Landw. Zeitung in einem Artikel über Ackerbestellung schreibt, besonders dann von großem Vortbeil zu sein, wenn nach derselben solche Früchte angebaut werden, welche an und für sich eine starke Düngung zu erhalten pflegen. Unter dissen Früchten

(Nach Acker⸗

slehen obenan: Der Raps, die Runkelrübe, die Möhre, die Cichorie, wohl auch die Kartoffel. Ferner wird die Luzerne auf ihr zuträglichem Boden eine tiefe Cultur wohl am höchsten bezahlen. Selbst auf ganz sandigem Boden, welcher in seinem Untergrunde Sandmergel mit wenig Kalkprozenten beherbergt, kann sogar ein Rajolou bis 18 Zoll Tiefe für die Luzerne von großem Nutzen sein; jedoch muß man auf den heraufgebrachten rohen Unter⸗ grund über Winter einen guten Compost bringen lassen, welcher im Verein mit den Wititerungseinflüssen die Ober⸗ fläche derart in Lösung bringt, daß der Luzernesamen beim Keimen die nöthige Nahrung findet; später eilen die Wurzeln in die gelockerte Tiefe und nach kurzer Zeit ist der Acker dicht bestanden.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 8. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.4050. Eier per Stück 6 Pf. Friedberg, 7. Aug. Alter Waizen M. 26.., neuer Waizen M. 24.. Koen M. 19.. Gerste M. 18.. Hafer M. 15-19. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Frankfurt, 6. Aug. Der heutige Viehmarkt war ziemlich in Ochsen, gering in den andern Viehgattungen befahren. Hornvieh hielt sich auf der seitherigen Höhe, Kühe waren jedoch etwas billiger. Kälber sehr theuer, weil wegen des Futter ⸗Ueberflusses sehr viel angebunden wird. Hämmel flau. Angetrieben waren: 350 Ochsen, 150 Kühe und Rinder, 192 Kälber und 280 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner Fleischaewicht: Ochsen 1. Qual.

Erbsen M. 2124., Wicken M. 17.50., Linsen M. 2130. Nüböl M. 8081. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo.

D. Frankfurt a. M., 7. August. Die Börse wurde heute durch friedliche Nachtichten überrascht, die die Hausse⸗ partei veranlaßten, einen Vorstoß zu wagen. Ohne de⸗ sonderen Impuls von Auswärts, eröffnete man auf dem gestrigen Coursniveau, bald jedoch trat größere Kauflust auf höhere Berliner Course und verschiedene politische Meldungen ein. Zuvörderst wurde die letzte englische Truppensendung nach Molia dementirt, ferner machten einige telegraphisch gemeldete Aeußerungen des Earl Salis⸗ bury auf einem Meeting bezüglich der Stellung Englands zur Orientsrage wegen ihrer friedlichen Färbung einen sehr günstigen Eindruck, der durch eine Constantinopelet Depesche, in welcher die Geneigtheit der Pforte zu einem Friedens⸗ schluß betont wird, bedeutend erhöht wurde. Die aus⸗ wärtigen Börsen machten der hiesigen sehr festen Tendenz keine Opposinion und vermochte sich dieselbe daher bis zum Schlusse zu behaupten. Von den internationalen Speku⸗ lationseffecten waren Staatsbahnactien, die zu 206½¼209 und 208⅜ umaingen, bevorzugt. Credilactien bewegten sich zwischen 134¼136¼ und 135¾ Außerdem zeigten sich österr. Bahnen in guter Nachfrage und zogen meist im Course an. Galizier, Elisabeih und Böhmen standen im Vordergrund des Verkehrs. Oesterr. Renten und Ungar. Schatzbons blieben etwas höher. Anlehensloose animirt und besser. Oesterr. Prioritäten still, aber sehr sest. Banken schlossen größtentheils unverändert. Darm⸗ slädter, Oesterr. Nationalbank und Rheinische Credit höher. Von Wechseln Wien 40 Pf. theurer; andere fest.

M. 7275., 2. Qual. M. 6870. Kübe und Rinder

1. Qual. M. 5860., 2. Qual. M. 51 54. Kälber

1. Qual. M. 8090., 2. Qual. M. 7075. Hämmel

1. Qual. M. 5456., 2. Qual. M. 48 50. Frankfurt, 6. Aug. Fruchtbericht. Mebl Nr. 1

M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen, aller, ab Bahnhof hier M. 27.50., ab unserer Umgegend M. 27.., fremder je nach Qual. M. 2226. Korn M. 16.50-19.50. Gerste M. 19.. Hafer M. 1317.50. Koblsamen M. 3637.

Geld⸗ Cours. Frankfurt am 7. August 1877.

20-Frankenstücke Mk. 16 2428 Englische Sovereigns 5 20 3338 Russische Imperiales e 16 65-70 Holländische fl. 10-Stücke 1665 Ducaten. e 9 59 64 Diegten al ares 9 5964 Dollars in Gold. 7 4 1619

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Hofraithe- und Möbel⸗Ver⸗

steigerung in Berstadt.

Mittwoch den 15. und Donnerstag den 16. August

Endurtheil. Oeffentliche Sitzung

des Großherzoglichen Bezirksstrafgerichts Gießen vom 23. Juni 1877, wobei zugegen waren:

1877 und erforderlichen Falles den folgenden Tag, Vor⸗ mittags 10 Uhr, läßt wegzugshalber Frau Postexpeditor

Hennemann Wittwe, in Berstadt ihre daselbst an

der von Hungen nach Friedberg führenden Straße be⸗ legene, zu jedem Oeconomie- und Geschäftsbetriebe geeig nete, aus Wohnhaus, Scheuer, und Stallungen bestehende Hofraithe nebst daranstoßendem Obst. und Gemüsegarten, sowie folgende Gegenstände versteigern, nämlich: Betten und Bettstellen, 2 Sopha, Tische und Stühle, Glas- und Kleiderschränke, Commod, Schreibpult,

Küchengeräthe, Porzellan und Zinn, Bütten, Züber,

und Eimer, 1 kupfernen Waschkessel, Leitern, eine

Parthie Brennholz, alte Bücher u. dergl.

Mit der Hofraithe wird der Anfang der Versteigerung gemacht. 2366

Vilbeler Markt.

2353 Dienstag den 14. August l. J., Nachmittags 3 Uhr, wird die Versteigerung der Marktplätze an Ort und Stelle vorgenommen.

Der Markt findet Sonntag den 19. und Montag den 20. I. Mts. statt und werden Wirthe, Schau buden und Carrousels ꝛc. zꝛc. zugelassen.

Vilbel den 28. Juli 1877.

Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. 5 1

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Obligations-Verloosung. 2344 Bei der heute stattgehabten Obligations Ver⸗ loosung wurden die Nummern 53 und 81 à 200 fl. = 342 Mark 86 Pf. von den Partial⸗Obligationen der Gemeinde Ober⸗Erlenbach zur Rückzahlung gezogen.

Die Inhaber dieser Obligationen werden hiermit aufgefordert, gegen Rückgabe derselben und der nicht fälligen Zinscoupons die Beträge bis zum 1. November 1877 bei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen, indem von diesem Tage an die Verzinsung aufhört.

Ober⸗Erlenbach am 30. Juli 1877.

Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Erlenbach. Möglich.

Hafer,

2431 einen halben Morgen auf dem Stand, hat zu verkaufen Weichensteller Heuser in Friedberg.

Eine Lehrerin

wünscht 12 Pensionärinnen, welche eine böhere Tochter- schule besuchen sollen, unter günstigen Bedingungen auf⸗ unehmen. Gefällige Offerten bittet man zu richten: Kahl, Bettinastr. 20, Offenbach a. M. 2423

1) als Vorsitzender der Großh. Justizrath Dr. v. Schmal⸗

kalder, als der Großh. Stadtgerichts-Assessor Justizrath 2 Ouvrier,

der Großh. Landg.-Assessor Kullmann,

3) der Großh. Oberstaatsanw. Substitut Zimmermann, 4) der Großh. Gerichts-Aceessist Weidig als Seeretär.

In Untersuchung gegen Johannes Müller III. von Ockstadt wegen Beleidigung wird auf die am heutigen Tage gesetzlich gepflogene Verhandlung, bei welcher Rubricat anwesend war, auf den vom Großherzoglichen Staatsanwalt gestellten Antrag, nach stattgebabter Be rathung des Großherzoglichen Bezirksstrafgerichts im Berathungszimmer, auf Grund nachfolgender Gesetzes stellen der 88. 185. 194 des Strafgesetzbuchs, des§. 11 des Gesetzes vom 30. Dezember 1870 und Art. 322 der Straf⸗Polizei-Ordnung, in Erwägung, daß zu Recht erkannt, daß der Angeklagte Johannes Müller III. von Ockstadt, 62 Jahre alt, der öffentlichen Beleidigung des Rudolph Hermann von da schuldig zu erkennen und in eine Geldstrafe von 10 Mark eventuell in zwei Tage Haft und in die Kosten zu verurtheilen sei.

Zugleich wird dem Ankläger das Recht zuerkannt, die Verurtheilung des Angeklagten auf Kosten dieses einmal binnen der ersten 14 Tage, vom Tage der Zustellung der Urtheilsabschrift an gerechnet, im Friedberger Anzeiger zu veröffentlichen.

2) Richter

ö 1

So geurtheilt und alsbald verkündet in öffentlicher

Sitzung. 5

Dr. v. Schmalkalder. Ouvrier. Kullmann.

Weidig. Für die Richtigkeit des Auszugs;

2424 Kattrein, Seeretär.

Universal-Reinigungs-Lal

Umiversal-Reinigungs-Sal.

1926 Von allen Aerzten als das einfachste und bil-

ligste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Auf-

stossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden.

½ Originalpaket à Mark 0.25, 172 10 9.50,

1¹ 55 A 1

zu haben bei Frau Hoflieferant Windecker in Friedberg, Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim.

Realschüler

finden Penston, Beaufsichtigung und Nachhülfe bei einem Lehrer. Näheres bei der Exped. d. Anz. 422

424

Versteigerungs⸗Anzeig

Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 16. und Freitag den 17. August

lfd. J., jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen

auf freiwilligen Antrag der Erben des verstorbenen-Gast⸗ wirths Johannes Walz III. nächst dem hiesigen Bahn hofe eine große Parthie Möbel, Oeconomien, Megzggerei⸗ und Wirthschaftsgeräthschaften öffentlich meistbietend ver⸗ steigert werden. Zur Versteigerung kommen: Donnerstag den 16. August: 1 zweispänniger Wagen mit Zubehör, 1 Viebwagen, 2 Pflüge, 1 Egge, 1 Fruchtfegemühle, 1 Häckselmaschine, 1 leichtes Chalschen, verschiedene Pferdegeschirre und Ketten,

1 Aepfelmühle, 1 Kelter, 1 Handwägelchen ze. de.,

16 Meter Buchenscheitholz, sämmtliche Metzgerei-,

Küchen- und Wirthschaftsgeräthe.

Freitag den 17. August: Tische, Bänke, Stühle, Kleider schränke, 1 Küchenschrank, Commoden, Nacht- und Waschtische, 1 Brandkiste, 1 Mehlkasten, eine größere Parthie Fässer und Bütten, verschiedenes Bettwerk, sowie sonstige Haus- ꝛc. Geräthschaften.

Friedberg den 31. Juli 1877.

Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.

2423 Fönen

0 7 0 8 Immobiliar-Versteigerung. 2414 Zu Folge Verfügung Großherzoglichen Landgerichts Friedberg vom 30. Juli l. J. sollen 2 Morgen 25 Ruthen 78 Schuh Ackerland, welches in der Nähe des Ortes Dorn⸗-Assenheim belegen ist, ein geschlossenes Ganze bilden und zum Betrieb einer Backsteinbrennerei sehr geeignet ist,

Mittwoch den 19. September l. Nachmittags um 5 Uhr, im Rathhause zu Dorn-Assenheim zwangsweise versteigert werden. Reichelsheim den 4. August 1877. Großherzogliches Ortsgericht Reichelsheim. Schmid.

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