llc
—
1877. Dioonnerstag den 8. Februar. M 16.
Oberhessischer Anzeiger.
Erscheint jeden
Die Petitzeile 2 1.* wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes über das Besteuerungsrecht der Kirchen- und Religionsgemeinschaften. Friedberg am 5. Februar 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Erinnerung an unsere Verfügung vom 16. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 7, sehen wir der sofortigen Einsendung der Verzelchnisse über die uneinbringlichen Beträge oder Bericht, daß solche nicht vorhanden, entgegen. J. V. d. K.: Klietsch, Kreis- Assessor.
Bekanntmachung.
In Gemäß heit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht wird hiermit zur öffentlichen Kenniniß gebracht, daß die Durchschnittepreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Januar 1877 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 19.—, Heu M. 12.—, Stroh M. 12.—. Friedberg den 6. Februar 1877. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V. d. K.: Klietsch, Kreis- Assessor.
Deutsches Reich. suchen, dahin zu wirken, daß ein Zusatz zu Art. 6 innerungen an den Krieg von 1866 wachrufe. ö ö 6 9 ö 3 cru Darmstadt. Das Großherzogliche Regier- der Gewerbtordnung gemacht werde, wonach die Der Kriegsminister hebt hervor, man beabsichtige ungsblatt Nr. 7(Schluß) enthält: gewerbemäßige Aufnahme von Pflegkindern von aus dem Zeugbause eine historische Sammlung VIII. Criheilung von Elfindungepatenten. der Zustimmung der Verwaltungsbebörden ab- zu machen; sollien sich Trophäen aus dem Feld- IX. Namene veränderungen. hängig gemacht werden soll. Der erstere Antrag zuge gegen Hannover finden, so würden sie natür⸗ 9 9 g zuge geg
X. Diensinachr ichen. Seine Königliche Heheit der wurde angenommen, der Antrag Dumont abge- lich in der historischen Sammlung nicht fehlen.
. 0 9 810** 1 5 2 322—— „ eee Fuleach 7 8 lehnt. Zur Recommunitation der ersten Kammer Nach dem Jahre 1866 bätten Hannovers Söhne — 0 N id 0 S 0 7 + 5. f 1—— 2 zu Heidelbach, dem Schu verwalter Groß aus Ober- Hilbers⸗ über das Gesuch von zwölf pensionirten Volks- in einem viel schwereren Feldzuge mitgekämpft deim die 2. Schulsielle zu Essenteim zu übertragen z an schullehrern um Erhöhung ihrer Pension beantragt und Trophäen miterobert, auf welche sie mit Stolz dems. Tage dem zum Haupilebrer an der Volksschule zu der Ausschuß dem Beschlusse der ersten Kammer, blicken könnten, unbeschadet der kleinen Gruppe
Kürnbach präsenurten Lehrer Wenget daseldst die Bestätig⸗ dem Gesuch keine Folge zu geben, beizutreten und hannoverscher Trophäen, die etwa aus dem Jahre
5 7 7 8 Soffilberoißie e 21. 300, der estulscer wurde dieser Antrag angenommen. 1.866 Ausstellung finden möchten.(Beifall.) Friedmann zum Hofstallsoutagemeister zu ernennen; am— Am 29. Januar wurde der Kreisassessor Berlin. Die mündliche Verdandlung in der 22. Jan. dem Schullebrer Schmidt zu Schlierbach die Dr. Momberger zu Offenbach auf Nachsuchen in Untersuchungssache gegen Dr. Rudolph Meyer ut eee eee Ruhestand versetzt.. 2 wegen Beleidigung des Fürsten Bismarck findet 24. Jan. den Hossaalwärter Christ zum Hostüchenwärler Berlin, 5. Febr. In der beutigen 1 14. Feb., Vormittags 11 Üb, statt. Als zu ernennen. 1 des Herrenhauses wurde der Gesetzentwurf über Zeugen sind vorgeladen v. Kardorff, v. Beihmann-
XI. Rubestandsversetzungen. Seine Königliche Hobeitf die Aufhebung des Lehensverbandes im Geltungs- Hollweg, v. Bleichröder und Generallandschaftsrath ber ro 0 0. 2 1 1 eie der Großherzog haben Allen gw ädigst geruht: Am 12. Jan. bereiche des ostpreußischen Rechtes angenommen. v. Blanckenburg.
den Kreisarzt Dr. Menzel zu Bingen Nachsuchen, 4 3 1 N 55 — 15. Jan. 2 ee ee 833 Sun. ene Demnächst solgte die Interpellation des Grasen— Gegenüber mehrfach verbreiteten Nach- Hofköchin Degent in den Rubestand zu versetzen. Schulenburg ⸗Beezendorf: welche Schritte die Re- richten, daß zwischen dem deutschen Reich und den
XII. Concurtenz⸗ Eröffnungen. Erledigt sind: Die gierung zu thun beabsichtige, um dem Antrage Tonga-Inseln ein Vertrag über Abtretung eines — 47 eee dc des bannoverschen Probinzial Landtages wegen Halen abgeschlossen sei, erklärt der„Reichs- An. dis zu 1714 M. 20 Pl. ervöben kann; die 2. Schulstelle Aufhebung der über das Vermögen des Königs zeiger“: Es ist richtig, daß am 1. November 1876 zu Zwingenberg, Gehalt 888 M. 32 Pf.; die 1. Schul Georg verhängten Scquestration Folge zu geben. ein Freundschafts-Vertrag abgeschlossen worden ist, stelle zu Groß⸗ Linden. Gehalt 857 M. 12 Pf. Nachdem Fürst Bismarck erklärt hatte, die Re- der Deutschland dort die Rechte der meistbegünstig-
Darmstadt, 5. Februar. 43 Sitzung der gierung sei bereit, die Interpellation sofort zusten Nation einräumt. Um den zum Schutze der zweiten Kammer. Nach Verlesung der neuen Ein- beantworten, begründete Graf Schulenburg die- deutschen Interessen in der Südsee verkehrenden gaben beantwortet Ministertalrath Hallwachs die selbe in ausführlichster Weise, indem er zugleich deutschen Kriegsschiffen die Beschaffung ihres Kohlen— Interpellation über das Gesetz, die Beurkundung für die Sache des Königs Georg eintrat. Hierauf bedarfs zu ermöglichen, sicherte der König von des Personenstandes betr. Sodann begann die erwiederte der Regierungs-Commissär Tiedemann, Tonga gleichzeitig, unter voller Wahrung der zweite Berathung über den Gesetzentwurf über die die Regierung erachte zwar den jetzigen Zustand Landesbogelt, das Recht zur Benutzung von Terrain Gehalte der Volksschubehrer. Der Art. 1 wurde als einen provisorischen und wünsche dessen baldiges für eine Kohlenstation auf der Vävao-Gruppe zu. nach dem Beschlusse der früheren Lesung an- Aufhören, erachte indessen den Zeitpunkt dazu Von Abtretung eines Hafens oder der Landes- genommen. Bei Art. 2 batten Möllinger und noch nicht für gekommen. Die Regierung sprachshoheit über einen solchen war keine Rede. Solche Gen, einen Antrag auf Erhöhung der Dienst- mit der Bewilligung der Dotation für König Angaben sind ebenso unbegründet wie die zeit— alters zulagen eingebracht, welcher angenommen Gtorg zugleich die Hoffnung aus, die Dotation weilig in Kurs gesetzten Nachrichten üder angeb— wurde. Die Art. 4, 4a, 5 und 6 wurden nach werde nicht zu Machinationen gegen Preußen liche Absichten Deutschlands auf Anlegung von den Beschlüssen der ersten Lesung angenommen. führen; darin habe sich dieselbe einmal getäuscht, Colonien in fremden Welttheilen,
Bei Art, 7 wurde eine kleine Abänderung an-sund wolle man keine zweite Täuschung erfahren. Dresden. Eine amtliche Bekanntmachung genommen. Die anderen Artikel wurden sämmtlich So lange aber die Welsenpartei fortwährend Krieg des„Dresdener Journals“ constatirt den Ausbruch nach den Beschlüssen der ersten Lesung angenommen, gegen Preußen schüre und durch Hetzartikel Haß[der Rinderpest in einem Gehöfte bei Dresden und ohne daß eine größere Debatte stattfand. Schließlich gegen diese Macht anzufachen suche, so lange ordnet die nöthigen Maßregeln zur Unterdrückung der wurde das ganze Gesetz gegen 1 Stimme angenom- werde die Regierung die in ihre Hand gelegte Seuche und gegen die Weiter verbreitung derselben an. men.— 6. Febr. 44. Sitzung der zweiten Kammer Macht nicht fahren lassen.— 6. Febr. Das Stuttgart, 6. Febr. Heute Mittag um Die Kammer begann mit der Berathung über den Herrenhaus hat heute vier kleinere, von dem 12 Uhr eröffnete der König die Stände-Versamm— Gesetzentwursüber den Schutz der in Pflege gegebenen Abgeordnetenhaus bereits genehmigte Gesetz-Ent- lung mit einer Thronrede,
Kinder unter 6 Jahren. Die Regierungsvorlage würse unverändert angenommen und die seitherigen Straßburg, 5. Feb. Der Landesausschuß wurde im Wesentlichen gemäß den Auasch ußanträgen Mitglieder der statistischen Central Commisston sist soeben durch den Bezirks. Präsidenten Ledderbose
nach Berathung der einzelnen Artikel in mehr oder und der Staatsschulden⸗Commission wiedergewählt. mit einer Rede eröffnet worden, in welcher nach
minder lebhafter Debatte angenommen. Ueber— 6. Febr. Das Abgeordnetenhaus waͤblte Erwähnung der Krankbeit des Ober Prasldenten den Gesetzentwurf wird auf Antrag der Regierung Miquel, Gneist und Virchow in die stalistische v. Möller, der indeß noch im Laufe der Session eine zweite Lesung statisinden. Heinzerling hat Central⸗Commission, Klotz und Stengel in die serscheinen zu konnen hoffe, außer dem Ctat unter einen Antrog gestellt, die Reglerung zu ersuchen, Staatsschulden-Commission. Bei der nun solgen- anderen Gesetz-Entwürsen auch solche über die auf reichsgesetzliche Ordnung der Materie hinzu- den zwelten Berathung der Zeughaus Vorlage Abänderung des Weinsteuer- Gesetzes und die wirken. Dumont beantragt, die Regierung zu er- spricht Graf Bruel gegen dieselbe, weil sie Er-[Errichtung von Apotheken angekündigt werden.


