Ausgabe 
6.9.1877
 
Einzelbild herunterladen

Jugtrdststz

1 1 ä

ustalt

ddt Erinnerung

Haas, ***

ann

*

i

3.

Heffmann.

Fuung

t Zobn

beitel.

am 15. November

*

Donnerstag den 6. September.

M 104.

berhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Das Gemeinde⸗Rechnungswesen, hier die Einsendung der Hand- und Tagebuchsauszüge für

das Jahr 1877.

Friedberg am 1. September 1877.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Die Erledigung unserer Verfügung vom 13. Juni bringen wir wiederholt in Erinnerung.

dieses Jahres, Kreisblatt Nr. 69, und vom 17. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 97,

Dr. Braden.

Betreffend: Den Grenzgang der Feldgeschwornen im Jahr 1877.

Friedberg am 3. September 1877.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Sie wollen die Feldgeschwornen auf Grund des§ 20 ihrer- Instruttion zur Vornahme des Grenzgangs anweisen und Ende Oktober die

Verzeichnisse über die vorgefundenen Grenzgebrechen, oder Bescheinigung, Dr.

daß alle Grenzen in Ordnung sind, an uns einsenden. Be deen.

Betreffend: Die Wahl der Kreistagsabgeordneten für den Kreis Friedberg, insbesondere Seitens der

Höchstbesteuerten.

Friedberg am 3. September 1877.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Ungeachtet unserer Erinnerung vom 25. vorigen Monats zurück. Wenn bis durch Wartboten abholen lassen.

Monats stehen noch 35 von Ihnen mit Erledigung unserer Verfügung vom 10. vorigen zum 10. dieses Monats die geforderte Vorlage nicht einlangt, müßten wir solche bei den im Rückstand Verbleibenden

Dr. Br en

Betreffend: Die Feier des Geburtsfestes Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs.

Die Großherzogliche Kreis⸗Schulcommission Friedberg

Nach Anordnung Großherzoglichen Ministeriums des Innern,

ungesäumt Ihre Lehrer in Kenntniß setzen wollen.

0 Friedberg am 3. September 1877. an sämmtliche Schuloorstände des Kreises.

Abtheilung für Schulangelegenheiten, sollen am 12. dieses Monats, dem Geburtstage Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs,

sämmtliche Schulen im Großherzogthum geschlossen bleiben, wovon Sie Dr. Ber ad de.

Landes⸗Baugewerckschule Darmstadt.

Die im vorigen Jahre mit einer Staats-Subvention begründete Landes- Baugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren zweiten Jahres-Cursus l. J., welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1878, andauert.

Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und Polytechnikum die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen⸗ und Mühlenbauern Gelegenheit bieten, sich die für einen selbsiständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkennen im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Bauaufsehern ꝛc. dienen.

Der Unterricht wird an den Werkilagen während der ganzen Tageszeit von folgenden Herren ertheilt: Architekt Professor Hermann Müller, Professor Dr. Nell, Architekt Kuhlmann, Ingenieur Reuter, Techniker L. W. Möser, Handelslehrer Peters und Bildhauer Fölix.

Die Schule wird von jetzt an 2 Klassen umfassen mit folgenden

Unterrichts⸗Gegenständen: Freihand und geometrisches Zeichnen, Darstellende

Geometrie(einschl. Schatlenconstruction und Perspective), Bauconstruclionslehre(einschl. Stabilitäts und Festigkeitsberechnungen), Elemente der Maschinen-Construction, Fach⸗ zeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunst(einschl. Trigonometrie und Planzeichnen), gewerb liche Buchführung, Theile der Bauführung, insb. Malerialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz ꝛc.

Die Unterrichtslocale befinden sich in einem für die Schule besonders er richteten Neubau, unfern von den Bureaulocalitäten, der Bibliothek und der lechnischen

Mustersammlung des Großh. Gewerbvereims, so daß die letzteren von den Schülern be⸗ sucht und geeignet benutzt werden können.

Bedingungen zur Aufnahme find:

1) Für die untere Abtherlung, die J. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Be schäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Aus⸗ nahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Auszunehmenden nur der Nachweis der Kenninisse verlangt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen, damit jedem streb⸗ samen Handwerker die Anstalt zugänglich werde.

2) Für die obere Abtheilung, die II. Klafse, muß außerdem der Nachweis einer gehörigen Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung, sich im Deulschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden.

Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeii S 30 Mark und ist beim Beginn des Curses voraus zu bezahlen.

Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möoͤglichst frühzeitig und längstens bis zum 30. October l. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Büreau derselben Neckarstraße 3 im III. Stock bewirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vorhandenen Unterrichts⸗ Lokalitäten erfolgen kann.

Darmstadt am 26. August 1877.

Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Bu sch.

f Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier-

heim die 2. Schulstelle zu Büttelborn, dem Lehrer Hof zu Messel, den Schulamtsaspiranten Beck aus Griesheim und

IX. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: den Conducteur

ungsblatt Nr. 40 enthält:

I. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. N

II. Verzeichniß der Vorlesungen, welche im Studien ahr 1877 78 an der polylechnischen Schule zu Darm stadt gehalten werden.

III. Ordensverleibungen.

IV. Ermächligungen zur Annahme und zum Tragen remoer Orden. f

Namene veränderung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 16. August ter Ehefrau des Grafen Eberhard zu Erbach⸗Erbach jun., Anna, geborene Kiltner aus Amorbach zu geslatien, daß deselbe künftig den Namen Frau von Kull führe.

VI. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben Allergnädigst geruht: der Schulamts⸗ Aspiran iin Gutfleisch aus Eudorf die 6. ev. Schulstelle zu Lampertheim zu übertragen; den Landgestütsbeiknecht breuwieser aus Ober⸗Ramstabt zum Landgestütediener zu

nennen; am 26. Juli ben auf die Schulstelle zu Einarts laufen präßentirten Schullehrer Diehl zu Kelsterbach zu

lepaͤtigen; den Eymnasial⸗ Aspiranten Dr. Körner aus uterpieißen zum Lehrer an der höheren Mäcchenschuse I Darmfladt zu ernennen; dem Lehrer Werner zu Habstz

Eysenbach aus Eberstadt Lehrerstellen zu Pfungstadt zu übertragen; den auf die Schulstelle zu Freienseen präsen tirien Schullehrer Katzenbach zu Metlau zu bestätigen; die Bediensteten des früheren Prinzlichen Marstalls, Leib kusscher Feldpusch, zum Großh. Leibkutscher, die Kutscher Winter und Fischer zu Hoskutschern zu ernennen; dem Schulamis-Aspiranten Schäfer aus Hattenrod die 1. Schul stelle zu Ulrichsein zu übertragen; dem(vang, Pfarrer Fischer zu Hainchen die evang. Pfarxstelle zu Eichelsdorf, dem Schulamtsaspiranten Weil aus Reckenberg die 5. Schul stelle zu Bürgel, dem Schulamtsaspiranten Söllner aus Nieder-Erlenbach die Schulstelle zu Vadenrod zu übertragen; den auf die 3. Schulstelle zu Grünberg präsentirten Schul lehter Hof zu Grünberg zu bestätigen. Am 21. Juli wurde dem J. Stumpf zu Lauterbach das Patent als Geometer 2. Classe für den Kreis Lauterbach ertbeilt.

VII. Militärdienstnachricht. Seine Königliche Hobeit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: den Ritsmeister von Nordeck zur Rabengu zum Major z la sufte der Cavalerie zu nennen. 770 i

VIII. Charo kierertbeilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergwädigst geruht: dem evang. Dekan Marx zu Echzell den Charakter alsKircheyrath zu ertheilen.

bei der Main-Neckar-Eisenbahn, Karle II., auf Nach⸗ suchen zu entlassen.

X. Ruhestandeversetzungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: den Leib⸗ kammerdiener Flick, den Hofofficianten Balzer, die Hof weißzeug⸗Verwalterin Schiffler, den Kanzleidiener Rausch, die Leiblaqugien Desor und Wachtel, den Hosküchengehülsen Arnheiter, sämmtlich unter Anerkennung ibrer Dienste, den Hossilberverwalter Jöckel, den Hoszimmerwärter Griebel, den Schullehrer Böbmelmann zu Lampertheim und den Forstwart Keber zu Nieder-Ohmen, alle auf Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen.

XI. Concurrenz⸗ Eröffnungen. Erledigt sind: die 2. Schulstelle zu Eschollbrücken, Gehalt 771 M. 43 Pf.; eine Lehretinstelle an der kath. Schule zu Bingen, An⸗ sangsgehalt 1114 M. 29 Pf.; die evang. Pfarrstelle zu Freienseen, Gehalt 1258 M. Das Präsenlationsrecht steht dem Grafen zu Solme⸗Laubach zu.

XII. Suebefälle. Gestorben sind: der Werkmeister Wamboldt zu Rockenberg; der Schulleher Kraus zu Aben⸗ beim; der Pfarrer Otto zu Neunkirchen; der Eymnasial⸗ lehrer Prosessor Dr. Hüffell zu Darmstadt; der Gymnastal⸗ director Dr. Geyer zu Bensheim; der Landgerichtsaktuar Born zu Wald-Michelbach.