sich der ftei⸗
unt ganz hundertmal
tu idtis Rialschüler dann diestt ibrend ihnen ichen Alter⸗ cer Staats ⸗ agen könnt, 5 um dit Schlachlen aber doch
9
sagt die Exped. d. Anz.
unserer Heereseinrichtungen, zur Herabziehung der im Interesse der Disciplin nothwendig befundenen
Uebungen, zur Erregung des Neides gegen die einjährig Freiwilligen(die„Bourgeois
Söhnchen“) u. s. w. u. s. w. Spricht doch ein Soldat im„Vorwärts“ vom 10. Juni von der „Ungerechtigkeit, welche gleichsam das leitende Prinzip des Militärstaates“ sei! Indem die social- demokratischen Zeitungen zu solchen Kundgebungen aus militärischen Kreisen ermuthigen, begeben sie einen Frevel, der nicht genug gebrandmarkt wer— den kann und sehr bedauernswerthe Früchte zeitigen dürfte. Kommt der Name des Soldaten, der die Einrichtungen des Feldherrn, dem er den Eid der Treue geleistet hat, in so schamloser Weise verräth, zu Ohren der Vorgesetzten, so sind dieselben zur Anwendung äußerst strenger Strafen verpflichtet. Der„Vorwärts“ kann sich dann rühmen, seine Mitarbeiter ruinirt zu haben. Noch viel trauriger
ist indessen, daß sich die Organe der socialdemo— kratischen Partei zu Richtern über die Stellung
aufwerfen, welche die Offiziere bei Diseiplinar— vergehen gegenüber den Mannschaften einnehmen. In einem Körper, der nach Hunderttausenden zählt, von denen jedem Einzelnen Gehorsam aufs Wort zur unnachgiebigen Pflicht gemacht wird, ist es unvermeidlich, daß sich hie und da ein Maugel an Subordination ereignet und daß derartige Vor— kommnisse unerbittlich geahndet werden müssen. Wäre es anders, duldete man im Herzen des Volkes einige hunderttausend bewaffnete und waffen— geübte Männer, die der Disciplin entbehren, so
würden unsere gesellschaftlichen Zustände voraus- sichtlich ganz entsetzliche sein. Die Stütze der Ordnung wäre dann unsere Geißel. Das deutsche Volk hat seinen Heerführern dankbar dafür zu sein, daß es streng untersagt ist, Disciplinarver⸗ gehen und die Maßregeln, welche gegen dieselben ergriffen wurden, an die Oeffentlichkeit zu bringen. Hierdurch wird falschen Auslegungen von Vor— gängen, die sich der Beurtheilung des Publikums entziehen, von vornherein vorgebeugt. Verletzt aber einmal ein Militär das Geheimniß, so er— mangeln die socialdemokratischen Blätter fast nie— male, dem betreffenden Vorgange die ihnen gut dünkende Beleuchtung zu geben, um ihn im Interesse der eigenen Agitation auszubeuten. Da es nun in der menschlichen Natur liegt, daß die Bestraften geneigt sind, sich für unrecht verfolgt zu erachten, so nähren die Blätter unserer Gegner die Keime des Mißmuthes im Militärstande. Die Haltung unserer Truppen im Frieden und auf dem Schlacht- felde beweist, daß diese Keime nur in verschwin— dend kleiner Zahl vorhanden und bis jetzt noch gänzlich bedeutungslos sind. Wird denselben aber Tag für Tag von auswärts nährender Saft zu⸗ geführt, wer bürgt dafür, daß jene hier und da doch nicht einmal ausschlagen könnten? Und selbst wenn, wie man mit Grund annehmen kann, die diesbezüglichen Einflüsse der Socialdemokratie bei der Armee fruchtlos bleiben, träufeln sie nicht das Gift des Mißtrauens gegen unsere Heeresleitung in diejenigen Kreise, welche durch die Organe der Socialdemokratie erreichbar, unter die jungen
Leute, welche zu den Waffen berufen werden, und unter die Väter, deren Segen den zur Fahne eilenden Sohn begleiten sollte? Und die Partei, welche solches verschuldet, wie nennen wir sie? Es sei endlich als Todsünde der Socialdemokratie hervorgeboben, daß sie sich nicht entblödet, mit dem Erbfeinde der deutschen Nation zu liebäugeln. Die schamlose antideutsche Sprache socialdemo— kratischer Zeitungen, während deutsches Blut auf französischen Schlachtfeldern floß; die Proteste, welche von socialdemoktatischer Seite gegen die von der deutschen Kriegsführung während des Krieges und nach demselben zum Schutze des Vaterlandes erforderlichen Maßregeln erhoben wur— den; die Agitation gegen die Wiedereinverleibung deutschen Landes; die Festlichkeiten zu Ehren des Petroleumaufstandes französischer Communisten, dies Alles läßt sich den Socialdemokraten nicht ver— zeihen. Und da jene Partei derartige Anschau— ungen nicht im innersten Winkel des Herzens ver— birgt, da sie dieselben im Gegentheil auf allen Gassen und Straßen predigt, welchen andern Namen verdient sie, als den ihr schon in weiteren Kreisen beigelegten, den Namen: Socialdemagogie?
Geld- Cours.
Frankfurt am 3. Jult 1877. 20 ⸗Frankenstücke Mk. 16 28 32 Englische Sovereigns„ 20 Russische Imperiales„ 16 6570 Holländische fl. 10-Stücke. E 16 63 G. n„ 295964 Ducaten al marco 1 9 5964 Dollars in Gold J 4 17—20
5 5 51* 0 Holzversteigerung. 2033 Freitag den 6. Juli l. J., von Vormittags 9 Uhr an, wird in den Freiherlich v. Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck folgendes Eichen-Schälholz: 12 Raummeter Rundscheitholz, 13 75 Prügelholz 5058 Wellen Reiserholz, sodann 1,5 Raummeter Kliefern-Prügel⸗ 5 1„ Stock- und 62 Wellen Kiefern-Reiserholz an den Meistbietenden versteigert. Die Zusammenkunft ist in dem diesjährigen Lohschlag nächst der Usinger Straße. Friedberg den 28. Juni 1877. In Auftrag der Freiherrlichen Gutsverwaltung zu Rüdesheim: Heidt.
8 8 1 7 ö** Oeffentliche Aufforderung. 2068 Jakob Suchs land von Friedberg werden aufgefordert, gegen das am 14. Mai l. J. von diesem mit den be⸗ kannten Gläubigern abgeschlossene Arrangement, dessen Einsicht gestattet ist, Einwendungen binnen 3 Wochen sogewiß geltend zu machen, als dasselbe sonst bestätigt wird. Friedberg den 28. Juni 1877. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pistor, Allwohn, Landrichter. Landgerichts-Assessor.
Hofraithe-Versteigerung.
2084 Dienstag den 10. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe der Friedrich Christian Ritzels Wittwe auf deren freiwilligen Antrag einer dritten und letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Hierbei bemerken wir, daß bei entsprechenden Geboten die Genehmigung alsbald ertheilt werden soll. Friedberg den 2. Juli 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo u e g.
0 3 70 Holzversteigerung. 2076 Mittwoch den 11. d. Mts. kommen in den Wald— ungen des Großherzoglichen Hauses, Distrikt Frauen— wald, Schlag XIX, folgende Holzsortimente zur öffent— lichen Verstesgerung: 280 Stück= 1,61 Festmeter Eichenschälholz-Reis— stangen, zu Baumstützen geeignet, 16 Raummeter Eichenschälholz⸗Scheiter, 23,5 50 0 Knüppel, 7378 Wellen Eich enschälholz-Reisig, 10 Raummeter 5 Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Holzschlag. Ober Rosbach am 3. Juli 1877. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Sr ga ck.
Ein Laden
auf der Kaiserstraße wird zu miethen gesucht.
Von wem? 2062
Unbekannte Gläubiger des Uhrmachers Johann werden und zwar mit Zusicherung des unbedingten
Holz ⸗Versteigerung. Dienstag den 10. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Lohr— weide, nachstehende Holzsorten einer öffentlichen Ver— steigerung ausgesetzt: ö 150 Stück Eichenstangen, 1,50 Kubikmeter Inhalt, 74 Raummeter Eichen-Knüppel(Eichen⸗Lohschälholz), 2090 Eichenwellen. Gegen Bürgscheine gegeben. Assenheim den 22. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. Be st.
2063
wird Frist bis Martini!. J.
Mela n tu hn g. 2069 Montag den 9. Juli J. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Wirthschaft des Isaak Stern
dahier die sämmtlichen Immobilien der Christian Völkers
Eheleute zu Bruchenbrücken, bestehend in Aeckern, Wiesen
und Gärten zum zweiten- und letztenmale einer öffent⸗ lichen meistbietenden freiwilligen Versteigerung ausgesetzt Zu⸗ schlags. f Die Grundstücke werden nur parzellenweise versteigert. ö Die Steigschillinge sind in 6 Martinizielen(1877 bis 1882) mit 5 Prozent Zinsen von Martinitag 1877 gan zu bezahlen.
Grundbuchsauszug, sowie Versteigeruns bedingungen können auf Großherzoglichem Ontsgerichtsbüreau dahier eingesehen werden. ö Bruchenbrücken am 2. Juli 1877. ö In Auftrag . Großherzoglichen Landgerichts Friedberg:
Großherzogliches Ortsgericht Bruchenbrücken Wagener. ö
1
Bekanntmachung. 2067 Freitag den 6. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, soll eine zu Gunsten der Gemeindekasse Groß-Karben gepfändete Dampfmaschine auf hiesigem Burgermeisterei⸗ Bureau öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung ver-
steigert werden. Klein-Karben am 28. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Klein-Karben. Schneider.
2075 Samstag den 7. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, soll die Beerndtung von 20 Stück Kirschbäumen auf der Bahnstrecke Friedberg⸗ Bad- Nauheim bei Bahn— wärterhaus Nr. 204 öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
Friedberg den 1. Juli 1877.
1 ö 1
Der Bahnmeister Gimbel.
N 7 Anzeige
1. 2006 In Gießen, in unmittelbarer Nähe der Stadt, il eine in der schoͤnsten und gesundesten Lage befindliche Besitzung, aus drei Morgen des besten Gartenlandes, aus Wohnhaus und Stallungen bestehend, unter recht ande Bedingungen zu verkaufen. Der günstigen Lage und der sonstigen Verhaͤltnisse wegen eignet sich diese Besitzung zum Betriebe einer Milch-, einer Wein— und Blerwirthschaft, zur Errichtung eines Branntwein— und Liqueur- oder eines andern Fabrikgeschäfts.
Versteigerung.
2053 Freitag den 6. Juli, Vormittags 9 Uhr anfangend,
werden in dem Gasthaus„Zum Adler“ in Kaichen
nachgenannte Gegenstände meistbietend gegen baare Zahl⸗
ung zur Versteigerung gebracht: 1 Aepfelmühle mit gußeisernem Getriebe, 1 Kelter— bütte, 2 Vorstellzüber, 2 Waschbütten, 1 Fleisch⸗ ständer, 1 kleiner Backtrog, 1 Handwägelchen, 2 Bett⸗ stellen, Bettwerk, 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, Bett tücher, Tischtücher, Servietten, Handtücher, 1 Kessel von schwerem Pontonblech, 46 Maß haltend, 1 Petro⸗ leumherd und sonstiges Kuchengeräthe.
Ipotheken- Etter.
Schutzmarke Nr. 99. % Flasche à Mark 0.70, 1 7¹ 3 1.20
3
Bittere Magenkräuter, per Packet mit Ge- brauchsanweisung 50 Pfennig.
Maiwein-Syrup aus frischem Gebirgswald- meister. Eine Flasche mit 10 Flaschen Wein geben 11 Flaschen Maiwein von feinstem Geschmack. Pro Flasche Mark 2.50.
Maiwein-Essenz, per Flacon 50 Pfennig zu haben bei
Frau Hoflief. Windecker in Friedberg.
Pla. J. Weiss in Nauheim.
Technische Fachschulen der Stadt Buxtehude
bei Hamburg.(Reorgan. Technikum), Baugewerk—, Kunstgewerbe-, Maschinenbau- u. Architekturschule.— Diplom- und Meisterprüfungen.— Städtische Logir— häuser.— Vorschule den 9. Okober, Haupteursus den 6. November. Programme und Lehrpläne gratis. Schleuuige Anmeldungen an den Direktor Mitten- Kofer.
Besuch im Winters. 1876/77
1909
226
2070
Beginn des neuen Quartals!
. 8 — 3 5 8 Deste Zeit zum Abonnement. E 5 88 89 1 8 E 2 2 aheim.
—.
Die soeben erschienene Nr. 40 enthalt:
Die beiden Marien. Roman von Alexander Roͤmer— — Zur 500jährigen Jubelfeier des Ulmer Münsters. Von W. Frommel. Mit Originalzeichnung von B. Mann— feld: Das Münster in Ulm.— Im türkischen Lager bet Schumla.— Der Verfasser des deutschen Robinson.— Das Glück. Roman von Vietor von Strauß.(Fort⸗ setzung.)— Hinzula. Ein Almenlted aus dem 12. Jahr⸗ hundert von Carl Stieler. Mit Originalzeichnung von Wold. Friedrich.— Am Familientische: Memorial eines Straßburgers aus der Zeit der Kapitulation. Von K Hackenschmidt.— Aus Dr. Schliemann's Jugendleben.
Zu Bestellungen empfiehlt sich
Carl Bindernagel in Friedberg.


