Abel. 1877. M 51.
Donnerstag den 3. Mai.
* Erdsthe be dd 1 aden nb it 1 g . er e 1 E U 1 5 e U 6 E. — en 8 * Die Petitzeil 25 5:: Erscheint jed n wird mit 11 Pfennig Perechuet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, ee e e Samstag. — Jrod Amtlicher Theil. * Betreffend: Die Gemeinde ⸗Voranschläge für 1877, hier Ausführung der darin vorgesehenen Arbeiten. Friedberg am 30. April 1877. Eat. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 50 Die Ihnen übersendeten, revidirten und abgeschlossenen Original- Exemplare der Voranschläge für 1877 mit den dazu gehörigen Aktenstücken I lll, haben Sie, nachdem die bei Ihnen zurückgebliebenen Exemplare denselben gleichgestellt worden sind, den Gemeinde- Einnebmern nach Vorschrift des Iritdrit.§ 17 der Voranschlagsinstruktion vom 20. Oktober 1874 sofort zuzustellen. Zugleich weisen wir Sie an, die darin vorgesehenen Bauten und Her—
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stellungen alsbald in Ausführung bringen zu lassen.
J. B. d. K.: Klietsch, Kreis ⸗Assessor.
Betreffend: Die Communaluml in d ind erci i ü: 1877; hi;; . 2 8 agen in den Gemeinden des Kreises Friedberg für 1877; hier Offenlegung Friedberg am 30. April 1877.
* Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
eller Sie werden, da Ihnen die Communalsteuerregister unter Couvert zugehen, mit Bezug auf das Ihnen unterm 26. März 1853, Int. Bl. Nr. 27, mitgetheilte höchste Aus schreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 3. September 1852 alsbald bekannt machen lassen, daß die
datderntssir, Communalsteuerregister zu Jedermanns Einsicht 8 Tage in Ihren Gemeinden offen liegen, unter dem Anfügen, daß Beschwerden gegen die in den
. Hebregistern enthaltenen Ansätze binnen der ersten 4 Wochen nach Ablauf der Offenlegungefrist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei uns
kl⸗Lal angebracht werden müßten, und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden könnten. Ueber die erfolgte Bekanntmachung werden 7 3 Sie eine Notiz in der Registratur niederlegen. J. B. d. K.: Klietsch, Kreis- Assessor. , dt schonen—— det mit Oel Betreffend: Die Verwerthung der Sterbfallszäblkarten zur Ermittelung des Gesundheitezustandes. Friedberg am 1. Mai 1877. W Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 0 Pfennig. 2 0 0
Auf Ersuchen des Großherzoglichen Kreisgesundbeitsamts Friedberg und unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 7. Februar laufenden i Strube. Jahres, Amtsblatt Nr. 4, weisen wir Sie an, die Zählkarten nebst Todes-Zeugnissen sür März und April sofort an das Kreis gesundbeitsamt Fried⸗ * 25 berg einzusenden. e Kreis- Assessor. / breites Betreffend: Oessentliche Aufzüge mir Musik von Seiten der Militär pflichtigen. Friedberg am 1. Mai 1877. Ach Feder- a Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. soßse.* 4 Sie wollen die Militärpflichtigen Ihrer Gemeinden darauf aufmerksam machen, daß das zur Zeit des Musterungs-Geschäfts übliche Umher⸗ wichdalliges ziehen de selben auf den Straßen in Begleitung von Musik ohne unsere Genehmigung nicht slattfinden dürse und daß Uebertretungen nach en und wird Art. 216 des Polizeistrafgesetzes geahndet würden. i J. B. d. K.: Klietsch, Kreis- Assessor. — Betreffend: Die Bedürfnisse der Landjudenschaft der Provinz Obethessen für 1877. Friedberg am 1. Mai 1877. trauß
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die israelitischen Vorstände des Kreises.
Unter Mittheilung des in Abdruck nachstehenden Verzeichnisses über die Beiträge der ieraelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg zu den rubricirten Betürfnissen beauftragen wir Sie, den betreffenden Rechnern Ausgabedeeretur zu ertheilen und dieselben anzuweisen, die Beträgt in den bestimmten Zielen an den Rechner der Landjudenschaft, Grüneberg zu Gießen, pünktlich abzuliefern.
neee Kreis- Assessor.
Beienheim 4 M. 88 Pf. Butzbach 34 M. 87 Pf. Fauerbach v. d. H. 4 M.] Nieder-⸗Wöllstadt 38 M. 46 Pf. Ober⸗Rosbach 11 M. 91 Pf. Dorheim 2 M. 15 Pf.
59 Pf. Gambach 10 M. 96 Pf. Griedel 15 M. 46 Pf. Hoch⸗Weisel 1 M. 99 Pf.[ Büdesheim 17 M. 85 Pf. Burggräfenrod 18 M. 65 Pf. Friedberg 289 M. 31 Pf. Kirch⸗Göns 6 M. 80 Pf. Langenhain 1 M. 26 Pf. Melbach 2 M. 53 Pf. Münzen Groß ⸗Karben 46 M. 7 Pf. Klein⸗Karben 2 M. 96 Pf. Okarben 3 M. 26 Pf berg 12 M. 5 Pf. Nieder⸗Weisel 26 M. 60 Pf. Ostheim 4 M 82 Pf. Pohl⸗Göns] Rendel 11 M. 37 Pf. Heldendergen 54 M. 61 Pf. Holzhausen 1 M. 45 Pf. 10 M. 93 Pf. Steinsurib 2 M. 71 Pf. Stammheim 7 M. 6 Pf. Staaden] Kaichen 5 M. 73 Pf. Nieder⸗Eschbach 2 M. 60 Pf. Ober⸗Erlenbach 11 M. 79 Pf. 25 M. 41 ff. Assenheim 29 M. 69 Pf. Bad⸗Nauheim 33 M. 30 Pf. Bönstadt Petterwen 2 M. 62 Pf. Rodheim 27 M. 62 Pf. Vubel 40 M. 88 Pf. Odter⸗
18 M. 97 Pf. Bruchenbrücknn 12 M. 24 Pf.
Nieder- Florstadt 28 M. 72 Pf.
Eschbach 1 M. 35 Pf.
Wohnbach 15 M. 70 Pf.
Wölfersheim 11 M. 68 Pf.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Georg Maurer von Maibach ist als Feldschütze für diese Gemarkung ernannt und verpflichtet worden.
1 Deutsches Reich. Darmstadt. Am 28. April wurde der Regierungsrath v. Marquard, zum Kreisrathe in Offenbach ernannt. Berlin, 30. April. In der beutigen Reichs— tags Sitzung wurde angezeigt, daß Abg. Duncker sein Mandat niedergelegt habe. Der Gesetz Ent— wurf wegen Untersuchung von See Unfällen wurde in dritter Lesung nach unerheblicher Debatte ge— nehmigt. Bel der nun folgenden zweiten Be rathung des Antrags von Becker und Laeker, be- reffend das Zeugen-Zwangs- Verfahren, beantragte Marquardsen, den§ 2, wonach für das Zeugniß⸗ Zwangs- Verfahren in Dieciplinar- Sachen bieselben Bestuimmungen, wie bei criminellen Vergehen, gelten ollen, zu streichen. Nach längerer Debatte wurde 5 2 zurückgezogen,§ 1 in zweiter Lesung an- . und somit der Antrag genehmigt. Vom Hundesrathstische war demselben Widerspruch ent— segengesetzt worden. Bei Fortsetzung der 2. Lesung es elsassisch lethringischen Etats bemerkte Staats-
Secretär Friedberg auf von Guerber erhobene Klage über den Mangel an Preßfreiheit und die Wirksamkeit sowie die Subventionirung der offitiösen Presse: Die Regierung müsse den vielfachen Entstellungen ihrer Absichten gegenüber ebenfalls zu Worte kommen; von den ihr zur Verfügung stehenden 20,000 Mk. könne sie keine Subventionen zahlen, diese Summe fände für Abonnements- und Bureau— Kosten ihre Verwendung. Nach weiteren Aus— sührungen wurde der bezügliche Etats Titel bewilligt. Die Resolution auf baldigste Einsetzung von aus dem Municipal-Rathe hervorgegangenen Bürger
Collegienhauses 2,300,000 M. aus Reichemitteln bereitzustellen und 600,000 M. als erste Rate in den nächsten Etat aufzunehmen seien, ferner zur Prüfung der
der Straßburger Universität
Entwürfe für den Universitätsbau hervorragende deutsche Architekten beizuziehen. Im Uebrigen genehmigte das Haus den Etat unverändert. — 1. Mai. Der Reichstag hat die Gesetzvor- lage über die Verwendung eines Theiles des Reingewinnes aus dem Generalstabswerke über den deutsch⸗französischen Krieg in erster und zweiter Lesung ohne Debatte angenommen. Bei
meistern in Metz, Colmar und Straßburg wurde der zweiten Lesung des Patentgesetzentwurfes sprach
für Straßburg angenommen. Bei dem Etat der Unterrichts-Verwaltung wurde der Antrag wegen Abänderung des Verwaltungsgesetzes vom 30. Dec. 1871 und Wiederherstellung des akademischen Rathes mit seinen ehemaligen Befugnissen abgelehnt. Dagegen wurde der von der Commission vorge— schlagene Antrag angenommen, in Erwägung zu ziehen, ob nicht für den Bau des allgemeinen
Reichensperger gegen denselben, weil der Nutzen des Gesetzes mit der Kostspieligkeit des dazu er— forderlichen Aufwandes in keinem Verhältniß stehe und einzelne Speculanten dasselbe zum Nachtbeile des öffentlichen Interesses ausbeuten würden. Kleist⸗Retzow und der Bundescommissar wenden sich gegen diese Ausführungen. Der§ 1, der die Einführung des Patentschutzes ausspricht, wird


