5 genen 1 ett un 4 10 mice 1 * rule de! üg des Ot 1 0 dersc 1 Ditd 1 ren 2 1 nnn eee en Wahen un 3 an end dun ut dere
d Sun geen 8 Ubstriz 1
252 ů—
— —
— 13 1
9 7
46515
*
„5 2 0
gectill 20 agi
15 des Friedens und der Civilisation dem Berliner Memorandum beigetreten;
Führer der Majorität der Kammer, enthält sich der Abstimmung. Der Berichterstatter Puccini erhielt zur Vorlegung des Berichts eine vierzehntägige Frist.
— 27. Mai. In der beutigen Sitzung der Deputirtenkammer bestätigte der Minister des Aeußern Melegari in Beantwortung einer bezüglichen Interpellation, daß die Gesandtschaften in Paris und Petersburg zum Range von Botschaften erhoben werden und fügte hinzu, Italien sei im Interesse
er glaube, daß die Ablehnung Englands die Action der anderen Mächte nicht behindern werde und er hoffe, daß England seinen Einfluß bei der Pforte dahin geltend machen werde, daß Letztere die Berliner Vorschläge annehme,
Türkei., Konstantinpel. Der„Pol. Corr.“ schreibt man von hier: Eine neue Demon— stration der Softas ist angekündigt und dürfte in den nächsten acht Tagen stattfinden. Einst— weilen haben die Führer derselben eine Verständigung mit den Provinzen angebahnt. Aus ihrem poli— tischen Programme kann man einige wesentliche Punkte mittheilen. Sie verlangen, daß der Sultan 5 Millionen türkischer Livres an den Staatsschatz abgebe. Seine Civilliste soll auf den Jahres- Betrag von 1 Millionen Livres redueirt werden. Sein Titel eines„Khalifen“ soll abgeschafft werden. Ein National-Rath soll eingesetzt und der Posten eines Finanz⸗Ministers einem Europäer anvertraut werden. Die Summe von 5 Millionen Livres, welche die Softas vom Sultan für den Staats— schatz reclamiren, mag als eine übertriebene und
schwer realisi-bare Forderung erscheinen. Hier aber, und zwar in eingeweihten türkischen Kreisen, glaubt man mit Bestimmtbeit zu wissen, daß der Padischah 25 Millionen Livres in Gold und in Papieren in seinen Kellern liegen habe.
— In der Suttorina hat sich ein sensationelles Ereigniß zugetragen. Ein gewisser Philippovic, der als Anführer seit dem Ausbruche der In⸗ surrection thätig war, kam in den Verdacht, die Bewegungen der Insurgenten den Türken ver- rathen zu haben. Man bielt Kriegs-Gericht über ihn, dem alle Insurgenten- Chefs beiwohnten. Nach kurzer Berathung wurde Philippovic zum Tode verurtheilt. Der Delinquent vertheidigte sich sehr energisch, aber vergeblich. Noch am selben Tage wurde er erschossen.
— 26. Mai. An der Spitze von 2000 In- surgenten machte Pantopie, unterstützt durch Be ⸗ wohner des Districts von Gacko, auf Achmet Mukhtar Pascha, welcher auf dem Marsche nach Bilek war, bei Kobhylaba einen Angriff; nach achtstündigem Kampf und großen Verlusten auf beiden Seiten mußte Mukhtar sich nach Gacko zurückziehen. Aus slavischer Quelle wird über das Gefecht berichtet, daß die Türken auf dem Marsche von Gacko nach Bilek geschlagen und mit einem Verluste von 600 Tovpten und vielen Verwundeten zurückgeworfen seien.
— General Ignatieff hat dieser Tage den
1
Christen einen Beweis liefern wollen, daß sie nichts mehr zu befürchten haben. Er besuchte mit seiner Gemahlin mehrere Moscheen von Stambul. Er und seine Gemahlin haben die Probe ihres Muthes, ohne auch nur die mindeste Insulte er- fahren zu haben, mit heiler Haut bestanden.
— Die„Indépendance belge“ meldet aus Wien: Die Nachricht, daß die Pforte die Vorschläge der Berliner Conferenz abgelehnt habe, sei unbe⸗ gründet, zumal die Vorschläge der Pforte bisher noch nicht officiell mitgetheilt worden seinen. Die diplomatischen Verhandlungen würden fortgesetzt und sei anzunehmen, daß England den Vorschlägen nicht entgegentreten werde.
Rumänien. Bukarest. Das Ministerium hat aus Anlaß des zehnten Jahrestages der Thronbesteigung des Fürsten Carl die Aufhebung der Frohnarbeit beim Straßenbau beantragt.
Aus Stadt und Land.
Waldmichelbach. Dem Vernehmen nach ist dieser Tage dahier durch die Gendarmerie eine Broschüre con— fliscirt worden, welche von Reservisten aus Mainz mit— gebracht wurde, deren Inhalt das Militär zum Ungehor⸗ sam auffordert.
Allerlei. Treysa, 20. Mai. Gestern büßte eine Frau, um ihre jungen Gänse zu retten, ihr Leben ein. Die Ehefrau
eines Bahnwärters auf der Baynstrecke zwischen Wiera und Treysa wurde durch den von Frankfurt kommenden Schnell— zug 7, im Geleise vor dem Wärterhaus 83 gefaßt und getödtet. Die Frau wollte kleine Gänse von der Bahn treiben und entfernte sich bei Ankunft des Zuges zu spät aus dem Geletse; wahrscheinlich hatte sie durch den ent— gegengesetzten Wind die schnelle Annäherung des Zuges nicht gehört und konnte trotz des vom Locomolivführer gegebenen Warnungssignals nicht rasch genug wegkommen. Möge dieser Unglücksfall vielen auf der Bahn beschäftigten Leuten zur Warnung dienen.
Trier. Mit dem Unglücksfalle auf dem Trierer Exer⸗
cierplatze verhält sich's glücklicher Weise doch anders, als 22 Das Pferd eines Einjäbrig- Freiwil.
anfangs angegeben. ligen war nämlich scheu geworden und rannte mit solcher Vehemenz zwischen eine anrückende Vedelte, daß dadurch zwei Leute mit größter Gewalt zu Boden geschleudert wurden. fällte Lanze, den Andern verletzte der wuchtige Fall derart, daß er den Fuß am Knöchel brach. Der Einjährige sammt seinem Pferde wurde aber von dem gewaltigen Choc so dahin geschleudert, daß das Pferd sich dreimal überschlug,
und der Reiter, der mit dem linken Fuße im Steigbügel wohlbehalten in
bängen geblieben, stürzte leider dabei mit solcher Gewalt
zur Erde, daß er bis heute noch ohne alle und jede Be-
sinnung schwer darnieder liegt. Prag, 26. Mai. Franz Palacky ist heute Nachmitzag gestorben.
Magdeburg. In der Nacht vom 12. zum 13. d.
M. sind auf dem Bahndamme der Magdeburg-Leipziger
Eisenbahn zwischen Westerhüsen und Schönebeck bei Frohse zwei Stück ca. 7 Meler lange Eisenbahnschienen, welche zum Umbau des Geleises auf dem Banquett des Bahn⸗ dammes lagerten, quer über die Fahrschiene des westlichen Geleises gelegt und sogar mit starkem Eisendraht, der von ber in der Nähe befindlichen Schutzbarriere abgebrochen war, an den Stüblen des festlie genden Geleises befestigt worden. Der Frevel wurde entdeckt, als der Bahnwärter
Kasten in Bude 17 nach Durchgang des Abends 11 Uhr 10 24
von hier abgehenden Personenzuges seine Strecke revidirte. Mit Hülfe des Bahnwärters Schulze wurde das Hinder
niß sosort beseitigt, ehe noch ein Unglück entstanden war. Das Directorium der Magdeburg-Leipziger Eisenbahn⸗ Gesellschaft hat auf die Entdeckung des Thäters eine Be⸗ lohnung von 300 Mark ausgesetzt.
Wien. In der Nacht vom 19. auf den 20. Mai hat ein ungewöhnlich heftiger Nachtfrost das östliche und süd⸗ östliche Deulschland, Oesterteich, Ungarn ꝛc. heimgesucht. Es liegen darüber traurige Berichte vor.„Das Thermo⸗ meter sank am 20. früh 5 Uhr auf 4 Grad Källe. Es gab in der Umgegend von Dresden strohhalmdickes Eis. Wahrhaft grauenhaft sind die Zerstörungen, welche der Frost in Gärten, an Geiänden an Bäumen und Sträuchern angerichtet hat. Alle Obsthoffnungen sind geradezu ver— nichtet. Wer die Loschwitzer Pflege oder die Berge hinter Prießnitz durchwandert, wer die Gärten in der breiten Ebene sieht, dem treten unwillkürlich die Thränen in die Augen über das schwarze Leichentuch, das der Frost über die Pflanzen Welt gebreitet hat. Selbst die Stein-Eichen und Stein⸗Buchen stehen mit welkem und schwarzem Laube da. Sogar Heidel- und Breisel⸗Beeren haben gelitten, der Spargel ist lief in die Erde hinein erfroren. Was an Saaten zu Grunbe gegangen, läßt sich noch gar nicht übersehen.
Wien, 25. Mai. Feldzeugmeister v. John, Chef des Generalstabes, ist am Schlagfluß gestorben.
Handel und Verkehr. Grünberg, 27. Mai. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte beiragen: Waizen 12 M. 38 Pf.;
Den Einkn streifte längs der Brust her die ge⸗
Korn 9 M. 86 Pf.; Gerste 8 M. 90 Pf.; Hafer 9 M. 84 Pf.; Erbsen 10 M. 13 Pf.; Samen 15 M. 75 Pf.; Kartoffeln 3 M. Die Preise verstehen sich sämmtlich per
50 Kilo= 100 Pfund. Frankfurt, 24. Mai. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 43., Nr. 2 M. 39., Nr. 3 M. 35., Nr. 4 M. 31.,
Nr. 5 M. 25. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26.,
do. II.(Berliner Marke) M. 22. Waizen M. 26. Roggen M. 19. Gerste M. 17— 21. Hafer M. 19. Erbsen M. 21—24. Wicken M. 23—24. Linsen M. 21—30.
Rüböl M. 72.—. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfb. Zoll⸗Gewicht— 100 Kilo.
g Frankfurt, 27. Mai. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war ziemlich befahren. Heu kostete per Centner je nach Qual. M. 4.50— 5.20. Stroh per Centner M. 4.50—5.15. Butter im Großbandel das Pfund 1. Qual. M. 1.14, 2. Qual. M. 1.09, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.29, 2. Qual. M. 1.20. Eier das Hundert M. 5.12—6. Mainz 27. Mai. Producten-Markt. Watzen per Mai 23.—, per Juli 22.50, per Nov. 22.90. Roggen per Mai 17.30, per Juli 17.20. Hafer per Mai 19.20, per Juli 18.40. Nüböl per Mai 34.80, per October 34.30. Telegraphischer Schiffsbericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg. Das Hamburger Postdampfschiff„Suevia“, Capi. Franzen, von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Packeisfahrt-Aeliengesellschaft, welches am 10. Mai von Hamburg via Havre abging, ist nach einer glücklichen Reise am 24. Mai, 7 Uhr Abends, New-⸗Pork angekommen.
8 Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: Ludwig Philipp Emil Friedrich Werner von Biedenkopf mit Emma Obernhöͤfer von hier. Isaak Nathan Weinberg von Esens mit Fran— ziska Isenburger von hier. Johann Philipp Schneider von Wiesbaden mit Marie Margarethe Elisabethe Henriette Karoline Johannette Wilhelmine Klothilde Kräckmann von Bernsburg. Geboren: Dem Dienstknecht Daniel Jung eine Tochter. Buchdrucker Bernh. Ekey eine Tochter. Gestorben: Elisabethe Scheig, Taglöhnerin. 48 Jahre alt. 2
22. Mai.
1
21
* 0
12
7
Braunkohlen,
f insbesondere Handformereiklötze der diesjährigen Auf⸗ bereltung werden auf dem fiscalischen Draunkohlenwerk bei Melbach vom 29. d. Mts. an abgegeben. Der Ver⸗ kaufspreis incl. eines dreimonatlichen Credits beträgt: Für Handformereiklötze pro 100 Stück 3 M. 20 Pf., „Preßklötze ib„ ein 20 „ Holzkohlen pro Kubikmeter 3 M. Bab⸗Nauheim den 26. Mai 1876. 1791 Großherzogliches Bergamt Dorheim.
Hospital betreffend.
1779 Die Mitglieder des hiesigen Krankenvereins müssen, wenn sie im Falle der Erkrankung im Bürger⸗Hospftal Aufnahme suchen, ihren Aufnahmeschein den Schwestern vorzeigen. Friedberg den 23. Mai 1876, Für die Armen-Commission: Meyer, Pfarrer. Foucar, Buürgermeister.
iso Für ein hiesiges größeres Geschäft wird ein Lehrling mit guten Schulkenntussen und schöner Hand⸗ schrift gesucht. Offerten unter C. S. 66 bef. die Ceutral⸗
1
Annoncen⸗ Expedition von G. L. Danube und Cie., Frankfurt a. M.(D. 2278.)
Holz⸗Versteigerung. 1813 Im Fauerbacher und Ober⸗Laiser Gemeindewald kommen in den Distrikten Hoherberg, Wellerberg und Mark an folgenden drei Tagen: Mittwoch den 7. Juni, Donnerstag den 8. Juni und Freitag den 9. Juni d. J. zur Versteigerung:
Scheit Prügel Stock Reis
Ra ummeter. Buchen 34 5 18 163 Eichen—— 5 3 Nadel 21 38— 599 Aspen 12 28— 42
471 Fichten- und Tannen-Stämme von 15— 34 Centim. Durchmesser und 8— 20 Meter Länge und
859 Desgleichen Stangen von 8— 14 Centimeter Durchmesser und 8— 17 Meter Länge.
Die Zusammenkunft und der Anfang ist an jeden der
drei Tage des Morgens 9 Uhr, im Distrikt Hoherberg
und kommt an den beiden ersten Tagen das Bau-, Werk— und Nutzholz zum Ausgebot, am letzten Tage aber das Brennholz.
Wegen der unmittelbaren Angrenzung an die Laiser⸗ straße ist sämmtliches Holz gut abfahren.
Fauerbach und Ober⸗Lais den 26. Mai 1876.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien Fauerbach Ober⸗Lais u mM. an eb e et.
und Tascheutücher billigst bei K. Friedrich.
S e Kragen, Manschetten
Holzversteigerung.
1817 Dienstag den 13. und Mittwoch den 14. Juni d. J. sollen in der Graäflich Stolberg'schen Oberförsterei Gedern, Reviers Ranstadt, Distrikte Leustadt, Kirchwald und Hinterwald, folgende Holzsortimente versteigert werden:
60 Raummeter Buchen⸗Scheitholz I. Klasse, 115 f 8 5 h 2 9 Eichen⸗ 1 11 8 94 5 Buchen Stangen-Prügelholz, 19*„* 5„ 1301 5„ Stammreiser, 227„ Astveiser,
* 30 Fichtenstämme von 5— 13 Meter lang, 16—25 Centimeter dick, 12 Buchenstämme von 5— 10 Meter lang, 2- 38 Centimeter dick, 20 Fichtenstamme von 9— 15 Meter lang, 16— 23 Centimeter dick, 5 Eichenstangen, 2 Buchenstangen und 50 Fichtenstangen. Den ersten Tag kommen die Buchenstammreiser zum Ausgebot. Zusammenkunft an beiden Tagen Morgens 9 Uhr in Ranstadt. Gedern den 27. Mai 1876. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Gedern Rr


